Seit kurzen neue Impfung auf dem Markt MMR+W

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von lena0977mm 12.09.06 - 21:13 Uhr

Hallo Mütter,

unser Kinderarzt hat uns für Oktober einbestellt. Mein Sonnenschein sollt jetzt die MMR Impfung bekommen. Seit kurzem gibt es MMR+Windpocken in einer 4fach Impung.
Hat jemand von Euch schon Erfahrung mit dieser Impfung?

Liebe Grüsse
lena + Sonnenschein 13 Monate

Beitrag von mizzy 12.09.06 - 21:17 Uhr

Hallo Lena,

ja, meine Maja (16 Monate) hat die Impfung erst vor knapp zwei Wochen bekommen. Und ich muss sagen, bis jetzt ist alles super verlaufen. Sie hat zwar nach anderthalb Wochen ein bis zwei Tage geschwächelt, aber es ist soweit problemlos verlaufen.

lg antje

Beitrag von sabrina09 12.09.06 - 21:32 Uhr

Hallöchen Lena,

Lilly bekommt am Montag die 2te MMR+W Impfung wir hatten bei der ersten keinerlei Probleme hoffe das bleibt auch so weiterhin.

Lg Sabrina und Lilly 18Monate

Beitrag von relda 12.09.06 - 21:55 Uhr



Haben wir im Juli hinter uns gebracht, Max hat es gut überstanden, und mit Windpocken ist nicht mehr zu spaßen, also ist die Impfung zu empfehlen.

Gruß
Mandy + Max Linus 16 Monate

Beitrag von die.kleine.hexe 12.09.06 - 22:29 Uhr

hallo,

tabea hat am 21.08. ihre erste priorix hexa (MMR+W) impfung bekommen und bis auf etwas fieber zwischen dem 8. und 9.tag war nichts !......ich hatte auch angst davor und habe mit dem "schlimmsten" gerechnet, aber nach 21 tagen ist die "gefahr" vorrüber

lg,
hexe

Beitrag von ximaer 13.09.06 - 15:30 Uhr

Hallo,
unser Kinderarzt hat klar davon abgeraten. Es gibt diesbezüglich zu wenig Erfahrungen - und ich mache meine Kinder ungerne zu Versuchskaninchen ;-)

Suse

Beitrag von relda 13.09.06 - 20:57 Uhr



Also von Versuchskaninchen kann wohl keine Rede sein, wenn man sieht, dass Windpocken nicht mehr so ungefährlich sind wie sie mal waren, der Erreger ist sehr aggressiv geworden und man kann mit der Impfung dem entgegen wirken!
Natürlich kann dein Arzt keine große Erfahrung damit haben, da es die Impfung noch nicht lange gibt, aber vor 20 Jahren waren es die anderen Impfungen, die noch nicht ausgereift waren unnd jetzt sind diese Impfungen selbstverständlich!

Gruß
Mandy+ Max Linus 16 Monate

Beitrag von ximaer 14.09.06 - 06:55 Uhr

Hallo,
es geht hier um eine Kombinationsimpfung, deren mögliche Folgen noch ungewiß sind. Selbstverständlich wird jeder Geimpfte da auch ein Stück weit "Versuchskaninchen".

Selbst unser Arzt, die sehr für das Impfen nach STIKO-Empfehlung ist, riet klar ab.

>>> aber vor 20 Jahren waren es die anderen Impfungen, die noch nicht ausgereift waren unnd jetzt sind diese Impfungen selbstverständlich! <<<
Ja, die zahlreichen Menschen, die an Impfpolio erkrankten, werden das sicher genauso locker sehen, wie Du es beschreibst. Und damals galt die Polio-Impfung als extrem sicher.
Die Schwester einer Freundin erkrankte an Impf-Polio und hatte ihr Leben lang ein verkrüppeltes Bein und einen verkrüppelten Arm, beide gelähmt und klein wie Gliedmaßen eines Kindes. Und das von einer sicheren Impfung.
Selbstverständlich bin ich nicht gegen Polio-Impfungen. Aber man sollte nicht so naiv sein zu glauben, dass alles, was es auf dem Markt an Impfungen gibt, wirklich sicher und notwendig ist.

Zum Thema aggressive Winwpocken:
"Seit Juli 2004 empfiehlt die STIKO in der neuesten Fassung ihrer Impfempfehlungen nun auch die Windpockenimpfung für alle Kinder zwischen 11 und 14 Monate sowie die Nachimpfung aller älteren Kinder, die bisher nicht an Windpocken erkrankten - dies ist eine klare Abkehr von der bisherigen Strategie, lediglich Risikopatienten (z. B. im Rahmen immunsupprimierender Erkrankungen oder Therapien) impfen zu lassen.

Grundlage dieser Strategieänderung ist offenbar eine Untersuchung, die im Auftrag des Windpocken-Impfstoffherstellers GlaxoSmithKline (!) durchgeführt wurde und die auf der Grundlage einer ungewöhnlichen Methodik ebenso ungewöhnliche Zahlen produzierte: so wurden knapp 300 Arztpraxen telephonisch rückblickend über beobachtete Windpockenfälle befragt (Gesamtzahl 1134) und aus den gemeldeten 76 Komplikationen eine hieraus eine Komplikationsrate von 5,7% errechnet. Allerdings litten 90 der erfassten Patienten (8%) an Immundefekten, (wodurch rein theoretisch die Komplikationen allein in dieser Gruppe aufgetreten sein könnten...) und mit in diesem Zusammenhang 13 erfassten Mittelohrentzündungen und 12 erfassten Bronchitisfällen entfallen 25 (33% der Komplikationen!) auf Erkrankungen, die üblicherweise nicht als typische Komplikationen von Windpocken gelten (mit diesen also wahrscheinlich nichts zu tun hatten...).

Völlig unberücksichtigt bleibt bei dieser Form der Datenerhebung die Tatsache, dass z. B. in einer Familie mit mehreren Kindern in Ermangelung einer effektiven geschweige denn individualisierten schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeit kaum wegen jedes einzelnen eine ärztliche Konsultation erfolgt. Obwohl kein Todesfall in dieser Beobachtungsphase auftrat, kommt diese Arbeitsgruppe dann zu der Schlussfolgerung, dass in Deutschland pro Jahr mit mindestens 20 Todesfällen als Komplikationen von Windpocken zu rechnen sei (Wutzler 2002).

Dies steht in krassem Widerspruch zu allen bisherigen (weitgehend pharmaunabhängig gewonnenen) Erkenntnissen und Untersuchungen zu Windpocken und ihren Komplikationen:

So errechnet die ESPED (Erhebungseinheit für seltene pädiatrische Erkrankungen in Deutschland) in einer Untersuchung von 1997 für immunkompetente Kinder bis 16 Jahren eine Häufigkeit von Komplikationen, die eine stationäre Behandlung erforderlich machten von weniger als 1 pro 100.000 Kinder und Jahr, bleibende Folgeschäden wurden in dieser Untersuchung bei 6 Kindern festgestellt, Todesfälle wurden keine berichtet (Ziebold 2001).
Laut Statistischem Bundesamt (www.gbe-bund.de) verstarben von 1998 bis 2002 pro Jahr im Durchschnitt weniger als 6 Personen in Deutschland an Windpocken, weniger als ein Drittel davon waren Kinder unter 15 Jahren.
Dies deckt sich mit der einschlägigen pädiatrischen Fachliteratur, derzufolge Windpockenkomplikationen im wesentlichen immungeschwächte Patienten oder nicht-immune Schwangere bzw. deren Kinder bedrohen, für die Mehrzahl der immunologischen Normalbevölkerung im Kindesalter jedoch in der Regel komplikationslos verlaufen.
Die Argumentation für die Impfung mit dem Verhindern angenommener Komplikationen von Windpocken krankt darüber hinaus auch daran, dass - trotz nachweisbarer Reduktion der Erkrankungszahlen - eine Verminderung z. B. der notwendigen stationären Behandlungen von Windpocken(komplikationen) bisher in mehreren Studien nicht nachgewiesen werden konnte (Sewar 2002, Galil 2002, Ratner 2002). Lediglich ein Rückgang windpockenassoziierter Streptokokken-Hautinfektionen konnte nachgewiesen werden - bei allerdings insgesamt unveränderter Häufigkeit dieser Erkrankung (Patel 2004).

Da die Windpockenimpfung nicht vollständig schützt, kommt es zum einen auch in Kindergärten/Schulen mit hoher Durchimpfung häufig zu Windpockenausbrüchen (Lee 2004, Tugwell 2004, Galil 2002), zum anderen fürchten Epidemiologen zunehmend ein Ansteigen späterer Fälle von Gürtelrose (Herpes zoster) im Erwachsenenalter als Wiederaufflammen der Erkrankung bei nachlassender (Impf-)Immunität (Goldmann 2004).

Auch der von den Impfstoffherstellern postulierte ökonomische Nutzen (u. a. der Wegfall von Pflegetagen für windpockenkranke Kinder) der Impfung basiert auf den oben genannten höchst fragwürdigen Zahlen und darüber hinaus auf einer angenommenen Durchimpfungsrate von mindestens 85% - diese wird jedoch selbst in den USA, die seit 1995 flächendeckend gegen Varizellen impfen nur in den Staaten erreicht, wo der Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen an die Impfung gebunden ist, in den anderen Bundesstaaten liegt die Rate bei ca. 70%.

Zusammenfassend fällt es angesichts des heutigen Standes unvereingenommener Kenntnis über Windpocken und ihr Komplikationsrisiko schwer, die Strategieänderung der STIKO weg von der gezielten Impfung von Risikopatienten hin zu einer allgemein empfohlenen Impfung nachzuvollziehen. Wieder einmal fällt das zeitliche Zusammenfallen von Markteinführung eines Impfstoffes und dazu passender Impfempfehlung der STIKO auf und wieder einmal wird der Ruf laut nach der Deklaration eventueller Interessenskonflikte bei medizinischen Veröffentlichungen, vor allem bei solchen mit Leitliniencharakter wie der STIKO-Empfehlungen..." von Dr. med. Steffen Rabe

Suse

Beitrag von relda 14.09.06 - 13:18 Uhr



Hallo,

leider habe ich nicht die Zeit ( zumindestens heute), um alles genau durchzulesen, du wirst das aber sicher gut zusammengetragen haben, um mir zu beweisen, dass es sicherer ist, dein Kind nicht gegen Windpocken zu impfen!

Es gibt auch heute noch Impfschäden, nicht nur vor 20 Jahren, das ist unbestritten, aber die Zahl derer, die an Folgen einer Impfung erkranken ist verschwindend gering im Gegensatz zu denen, die an den Folgen der Krankheiten, gegen die sie NICHT geimpft wurden, schwere Folgeschäden davon tragen, wenn nicht sogar sterben.

Ich bin Erzieherin im Kindergarten, und bevor es diese Impfung gab, haben wir über das Jahr gesehen, zweimal über Wochen "Windpockenepidemien", wenn nicht mehr, jetzt ist es einmal im Jahr und dann nur vereinzelte Fälle.

Aber wenn es dir zu unsicher ist, dann mach es nicht, aber sprich doch bitte nicht davon, dass unsere Kinder ( die gegen Windpocken geimpft werden, und gegen alles andere), Versuchskaninchen wären, das klingt für micht, als würde ich mein Kind verantwortungslos in ein Versuchslabor abgeben, mal sehen, was passiert!
Ich würde mir mehr Vorwürfe machen, wenn mein Kind die Windpocken bekommt, und es bei ihm nicht so komplikationslos abgeht, oder schlimmer!

Mandy

Beitrag von ximaer 14.09.06 - 13:24 Uhr

Gerade auch keine Zeit: es ging um die KOMBI-Impfung, mitbekommen?

Beitrag von relda 14.09.06 - 13:32 Uhr



Mitbekommen, aber es gibt sie nun mal nur als KOMBI-Impfung!!