Zweifel: Weiß nicht, ob ich überhaupt der Mutter/Familien-Typ bin...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ginger_girl 13.09.06 - 06:10 Uhr

Ihr Schwangeren. Es ist mein erstes Kind, ich bin 28 Jahre alt und ich frage mich zwischendurch immer wieder, ob ich überhaupt der Typ für ein Baby bin.
Natürlich freue ich mich auf meine Kleine, jetzt, wo ich in der 31. Woche bin, habe alles vorbereitet, schön eingerichtet, etc. Aber so richtig vorstellen kann ich mir die Zeit mit Baby nicht. Hier scheinen sich alle immer nur zu freuen, was ja super ist. Aber ich frage mich, ob es unter euch auch solche Zweiflerinnen gibt, wie ich eine bin.
Ich werde einen großen Teil meiner alles geliebten Freiheit einbüßen, werde Karrierepläne hintenanstellen müssen, etc.
Ich hätte auch in zehn Jahren noch ein Kind bekommen können, bis dahin Geld verdienen, Freiheit und Partner genießen, etc.
Vielleicht werdet ihr mich beschimpfen: "Das hättest Du Dir doch vorher überlegen können." Aber ich möchte hier gar nicht die ansprechen, die sich mit ihrem Baby total sicher sind, sondern, die, die vielleicht auch manchmal so zweifeln, wie ich....gibt es von euch da draußen welche?

Beitrag von insomnia79 13.09.06 - 06:26 Uhr

Hallo ;-)

Du, ich glaube, diese Zweifel und Bedenken sind total normal ;-)
Ich wurde bei unserer Tochter überraschend schwanger. Wir haben zwar gesagt, wir wollen mal Kinder, aber ich war 24, mein Mann 21 und er hatte gerade seine zweite Ausbildung begonnen und ich wollte eigentlich auch noch eine zweite Ausibldung machen (hatte bereits einen Ausbildungsplatz).
Ich hatte unheimliche Angst, dass ich keine Mutter sein kann, mit Kind überfordert bin und mir alles über die Ohren wächst.
Es ist einfach was neues. Trotzdem habe ich mich auch auf die Kleine gefreut. Aber wenn man nicht weiss, wie es wird, wie das Kind sein wird, wie der alltag mit Kind aussieht, hat man einfach Angst. Ich hatte mehr Angst davor Mutter zu sein, als vor der Geburt....
Mittlerweile bin ich total gerne Mutter! Und ich denke, es ist alles zu schaffen (nur ob ich die Ausbildung mal noch machen werde ist fraglich. Und mein Mann hat sich auch mehr um unsere Tochter als um seine zweite Ausbildung gekümmert. Somit musste er von Seitens der Schule diese abbrechen...)
Ich freu mich jetzt auch auf das zweite Kind. Trotzdem frage ich mich auch jetzt immer wieder, ob ich das überhaupt schaffe...
Ich glaube, es ist die Veränderung vor der man Angst hat! ;-)
Und ich denke, du wirst das schaffen. Das klappt dann nach der Geburt doch besser als man es sich vorgestellt hat ;-)
Und einen Vorteil hat es, wenn man "jung" Eltern wird: man kann später, wenn die Kinder groß sind noch viel machen (alleine verreisen, wieder arbeiten gehen - Einfach als Paar noch das Leben genießen). Denke, wenn die Kinder sehr spät kommen, ist da vieles doch schwerer ;-)
Meine Schwiegereltern sind 46 und 51, die leben noch so richtig und haben auch viel von ihrem/ihren Enkel ;-)

LG Esther mit Lara 24 Monate + Kleines 30. SSW

Beitrag von conni_25 13.09.06 - 07:04 Uhr

Hallöchen,
ich denke Zweifel hat jede auch wenn man sich freut. Bei uns ist es ein totales Wunschkind und ich kann es nicht mehr erwarten, aber manchmal kommen bei mir auch Zweifel auf. Schaffst du das, was ist mit dem Geld, wird es reichen, oh meine Gott, es wird sich alles ändern, werd ich eine gute Mutter sein ...
Denk mir aber, die Zweifel und auch Ängste die man hat werden bestimmt vergehen, wenn das Würmchen erst einmal da ist:-)
Weiß noch wie es mir ging, als ich den pos. Test in den Händen hatte. Da ist alles auf mich eingestürzt. Freude, Angst, Panik, Zweifel. Das volle Programm.
Ich wünsch dir alles Gut.
Conni (24. SSW)

Beitrag von 400 13.09.06 - 07:06 Uhr

Hi,

natürlich bestehen Zweifel. Ich bin überhaupt nicht der mütterliche Typ, Kinder gehen mir eigentlich eher auf die Nerven. Ich bin völlig unvorbereitet und völlig ungewollt schwanger geworden und kann mir das auch noch nicht vorstellen, wie es mit so einem Krümmel sein wird. Ich bin auch gerade ziemlich hektisch an meiner Diss., damit die noch fertig wird, bevor das Kind kommt. Eigentlich hatte ich ja vor, direkt nach Bestehen wieder anzufangen zu arbeiten, aber das kann ich wohl erst mal für ein paar weitere Monate auf Eis legen. Und vor zwei oder drei Wochen hatte ich einen meiner Heultage. An solchen Tagen würde ich am liebsten vor der Verpflichtung weglaufen und meine alte Freiheit wieder geniessen. Geht aber nu mal nicht. Schließlich habe ich mich für das Kind entschieden. Anders als bei dir tickt meine Bio-Uhr, in zehn Jahren wärs mir zu spät.

Ich lasse jetzt alles auf mich zukommen und freue mich am Ist-Zustand. Und bin gespannt, was noch folgt. Ich habe auch nicht vor, zur Übermutti zu mutieren, sondern werde meine Pläne weiterverfolgen - vielleicht nicht in dem Maße wie eigentlich gewollt, aber eine Halbtagsstelle wird nach einem halben oder dreiviertel Jahr wohl drin sein. FVielleicht geht auch freiberuflich von zu Hause aus was. reizeit - gut, dann geht man nicht mehr so oft aus, aber ab und zu einen Babysitter einzuspannen wird ja wohl auch nicht so schwer sein. Und da ich schon was älter bin, bin ich sowieso nicht mehr so heiß drauf, ganze Nächte durchzumachen. ;-) (Oh Gott, ich werd' wirklich alt...#schock)

Da so viele meiner tollen Pläne bislang geplatzt sind, bin ich inzwischen sehr flexibel geworden - wenn das eine nicht klappt, dann paßt halt das andere. Und wenn plötzlich ein Kind da ist - dann ist es da und es gehört dann halt dazu.

Und bevor ich jetzt hier angegriffen werde: ja, ich freue mich total auf meinen Rumpelwicht und würde ihn / sie um nichts in der Welt mehr hergeben. Auch wenn sich das Ganze nicht so anhört.

So, ist mal wieder viel #bla#bla, aber trotzdem schönen Gruß,
Suzy + Rumpel (31. SSW)


Beitrag von ues1 13.09.06 - 07:30 Uhr

Guten Morgen,

beruhigend, dass es nicht nur mir so geht! Ich freue mich total auf meine Kleine (möchte ich vorab noch festhalten!!!). Aber vorstellen wie es mit ihr sein wird, kann ich mir absolut nicht.
Ich bin jetzt 32 - also eh schon das perfekte Alter zum Kinder kriegen ;-)
Aber ich frage mich, ob ich wohl je wieder auf meinem Motorrad sitzen werde, etc.
Ab und zu werde ich aber sicher auch meine Eltern einspannen, die sich jetzt schon drauf freuen, Babysitten zu können.
Wir werden bestimmt in die Situation reinwachsen.... Bin schon sehr neugierig, wie es sein wird...und hoffe, dass mein Göga und ich die neue Herausforderung bewältigen...

LG und alles Gute

Uschi + Magdalena (31.SSW)

Beitrag von daisy1307 13.09.06 - 07:41 Uhr

Hallo,

du sprichst mir aus der seele ;-)
frag mich auch immer wieder, ob ich das schaffen werde, bin 25, und meine Freiheit ging mir bis jetzt über alles, lasse mir ungern was vorschreiben, egal in welcher situation.

naja, muss mich wohl daran gewöhnen, hab mich für kind entschieden und freu mich ja auch wirklich drauf.

aber alleine, das abhängig sein von meinem freund in finanzieller hinsicht macht mich rasend, wenn ich nicht kann wie ich will setzt mir das meistens sehr zu. (verdiene gut, aber auch gute fixkosten *gg*)
werd mir deswegen auch nach dem mutterschutz wieder eine arbeit suchen, nicht viel, aber doch.

ich glaube, diese zweifel sind völlig normal und auch wichtig, denn nur so können wir dann tatsächlcih gute mütter werden. Wie sollten wir den das werden, wenn wir uns vorher keine gedanken drüber machen?
und ich bin mir fast sicher, wir werden unser(e) Kinder vergöttern, auf die Freiheit pfeifen und weinen, wenn wir mal nen babysitter beschäftigen müssen :-p

Bei allen Zweifel, ich freu mcih drauf, hab Herausforderungen schon immer gemocht ;-)

Beitrag von stonie1980 13.09.06 - 09:21 Uhr

HAllo !!!

JEder macht sich Gedanken !!! Zumindest beim ersten ;-)

Jannik (am Sonntag 3 geworden) war ein absolutes Wunschkind, also auch geplant: Pille abngesetzt, 2 Monate Gummi, dann probiert... !

Und als ich dann so im 8. oder 9. Monat war , habe ich die Panik gekriegt: Was wenn der oder die Kleine nur schreit, wenn er häßlich ist (doof, oder ?!) , was mache ich nur-- ich habe noch mein ganzes Leben Zeit ... #schock

Als es dann auf die Entbindung zu ging, und er über 4 kg geschätzt wurde (er hatte dann auch 4350 gramm) war ich plötzlich wieder ruhig und freute mich auf den kleinen Wurm !

Man hat immer GEdanken wenn es auf das Ende zu geht ! Ich muss sogar sagen: ich war die erste von meinen Freundinnen die ein Baby wollte (natürlich zusammen mit meinem Mann) und war als ich SS wurde auch "erst" 22 !

Man kann alles, wenn der Kleine Wurm erst da ist ! Ich hatte in der SS keine Ahnung, wie ich es anziehen müsste-- bin dann mit meiner Ma Bodies einkaufen gegangen (wusste erst nicht mal was das ist !) und andere Sachen besorgen . Habe die ersten BAsare unsicher gemacht !

Dieses Mal ist es anders ! ZWar denkt man manchmal: wie blöd müssen wir eigentlich sein, jetzt wo Jannik so selbstständig ist, vormittags im KiGa ist, sich alleine Schlüppi und Hose anziehen kann, nur noch nachts eine Windel braucht, da fangen wir noch mal von vorne an #kratz

Aber es ist schön ! Ich genieße meine SS und freue mich wie verrückt auf meine kleine Prinzessin und dann sind wir als Familie komplett !!! Das KiZi ist schon fast komplett fertig und der Schrank bis Gr. 68 proppevoll !!!!

Mach Dir keine Gedanken, es legt sich wieder !

ps: man kann auch noch mal gut zu zweit weggehen, denn bei uns ist es sogar so, dass die Großeltern sich streiten, wer Jannik nehmen darf ! #augen

Sorry, ist jetzte ein wenig lang geworden !!!

Lieben Gruß, Julia und baby-girl 33.ssw

Beitrag von little_tiny_tina 13.09.06 - 22:53 Uhr

Hi Ginger,

also, ich muss gestehen, dass ich in der Schwangerschaft auch immer mal wieder überlegt hab, ob ich das zum einen alles so packe und zum anderen ob der Zeitpunkt für einen Zwerg passt.

Aber mit meinen mittlerweile 32 Jahren bin ich jetzt schon 7 Jahre verheiratet und dachte mir immer wieder, ob es denn später überhaupt besser wäre. Und die Karrierepläne, hm, hier in der unterfränkischen Provinz gestaltet sich das eh etwas schwieriger mit dem Traumjob. Ich bin mehr über eine Notlösung an einen akzeptablen Halbtagsjob gekommen. Vor wenigen Tagen bin ich da wieder eingestiegen, einen Tag die Woche. Unser Sebastian ist jetzt 11 Wochen alt.

Und ich sage Dir ganz ehrlich: Ich konnte mir schon wenige Tage nach der Geburt mein altes Leben nicht mehr vorstellen. Gut, es gibt Augenblicke, da muss ich schon gaaaaanz tief Luft holen, denn immer eitel Sonnenschein ist so ein Mini auch nicht. Ich bin mit dem Meinigen zwar sehr zufrieden, denn er ist absolut lieb, brav, kuschelig und pflegeleicht (schläft schon seit 10 Tagen durch!) aber ab und an, wenn ihn z. B. Blähungen plagen, kenne ich mein Kind kaum wieder und bin mal gestresst. Das ist aber die Ausnahme und ich möchte Sebastian keinen Moment mehr hergeben müssen.

Fazit: Es wird, es geht vieles von allein, manches ohne Dein Zutun, aber Du wirst das schon schaffen. Und die Zweifel in der Schwangerschaft gehören dazu finde ich - zumindest isses nicht so dramatisch. Kopf hoch und alles Gute.

Kannst mir ja dann eine Nachricht schicken, wenn Dein Bauchzwerg geschlüpft ist, würd mich freuen!

Schönen Gruß,
Tina.

Beitrag von simone_76 19.09.06 - 08:47 Uhr

Hi Ginger Girl,

lass Dich mal #liebdrueck.
Ich kenne Deine Bedenken sehr gut.Und ich glaube die wenigsten machen sich keine solchen Gedanken.
Ist auch von der Natur so geplant,das man zunächst mal alles in Frage stellt, auch die Partnerschaft.
Daniel war ungeplant.Ich war vor ihm wirklich sehr freiheitsliebend, bin als Single mehrmals alleine ins Ausland geflogen und konnte einfach tun worauf ich Lust hatte.Als ich dann meinen Schatz kennenlernte wollte ich einfach nur die Zweisamkeit mit ihm genießen und dann kam die Überraschung - der positive Test. Ich habe mich anfangs überhaupt nicht gefreut, weil alles so unerwartet kam und ich sofort daran dachte,dass ich jetzt immer für das Kind dasein muss und nicht mehr nur an mich selbst denken kann.
Mittlerweile ist Daniel schon 15 Monate alt.Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen.Es ändert sich wirklich komplett alles.Aber man wächst absolut in die Mutterrolle rein.Schließlich tut man den ganzen lieben langen Tag nix anderes:-)
Die Kleinen werden von Monat zu Monat wieder selbständiger und man erfreut sich an jedem kleinen Fortschritt, den sie machen.Wie schnell ist die Zeit vorbei und sie übernachten bei Freunden und Dein Freiraum wird wieder immer größer.
Die Großeltern ermöglichen uns immer wieder einen Abend für uns oder betreuen Daniel tagsüber.Das ist immer was Besonderes.
Die Abende sind sowieso immer für uns beide reserviert.Daniel liegt um 18 Uhr im Bett und ist zufrieden.

Mach Dir keine Sorgen, Du wirst eine gute Mutter sein mit einer gesunden Portion Egoismus.

Alles Liebe
Simone