Haus "geerbt" aber was nun?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von jenni1981 13.09.06 - 09:02 Uhr

Ich habe ein ziemliches Problem und werd es mal versuchen kurz zu schildern.

Meine Eltern haben 3 km von hier entfernt 1998 ein Haus gebaut. Auf dem Grundstück stand eine Doppelhaushälfte in dem meine Großeltern wohnten und zusätzlich haben sie noch ein komplettes Haus an das alte mit dran gebaut. Nun ist es aber ein Grundstück und man kann es auch nicht teilen, so das pro Haus eine Hälfte wäre. Meine Großeltern mussten nur Nebenkosten zahlen und keine Miete. Es wurde richtig im Grundbuch festgehalten, dass sie dort mietfrei bis zum Lebensende wohnen dürfen. Nun ist mein Opa 2001 und meine Oma vor 3 Wochen gestorben. Die Kosten für das Grundstück usw erschlagen nun meine Eltern, da sie diese nicht mehr aufteilen können. Auch kann das Haus nicht ewig leer bleiben. Also dieses Jahr wird da auch nichts mehr passieren, aber dennoch finde ich, dass schon jetzt eine ziemliche Last auf mir sitzt. Ich bin das einzigste Kind meiner Eltern und die hätten gern, dass ich dort einziehe. Nur bin ich vor 3 Monaten mit meinem Partner zusammen in eine neue Wohnung gezogen mit 1 Jahr Mietvertragsbindung. Auch will mein Partner nicht mit in das Haus ziehen, da er dann ja mit seinen Schwiegereltern auf einem Grundstück wohnen würde. Auch müsste an dem Haus meiner Großeltern vieles innen gemacht werden und umgebaut werden. Es ist nicht groß und ziemlich verbaut. Eigentlich ist unsere Wohnsituation in der Wohnung jetzt besser als sie dann im Haus sein würde, da sehr kleines Wohnzimmer und durch zwei Türen im Wohnzimmer und einen alten Ofen kaum Stellfläche (nur ein Beispiel). Auch würde mir das Geld für den Innenausbau fehlen. Ich hätte auch Angst vor dem Interessenkonflikt zwischen uns und meinen Eltern wenn man so gleich nebenan wohnt. Auch denke ich, dass meine Tochter so noch mehr an ihre Großeltern gebunden wird. Aber wiederum wäre es für sie gut, da sie so halt auch ohne weiteres auf dem Grundstück frei spielen kann. Und meine Beziehung möchte ich auch nicht aufgeben. Aber meine Eltern werden auch nie Mieter für dieses Haus finden.

Ich weiß nicht, was ich machen soll. Auch wenn die Entscheidung noch weit hin ist, aber mache mir ja so meine Gedanken.

Sorry, doch etwas länger geworden. Vielleicht könnt ihr mir was raten. Musste es einfach mal los werden.

Viele Grüße

Jenni

Beitrag von fino80 13.09.06 - 09:23 Uhr

Wie kommst Du denn mit Deinen Eltern klar? Und wie Dein Partner?
Ich wohne auch auf dem selben Grundstück wie meine Eltern, zwar in einem getrennten Haus (alter Bauernhof) aber die Häuser stehen dicht zusammen. Anfang des Jahres ist mein Partner zu mir gezogen und ich muß das klappt alles sehr gut. Wir wollen jetzt sogar das Haus ausbauen. Müssen wir auch finanzieren, aber andere Leute bauen neu und wir bauen eben aus.
Wenn man will klappt das sehr gut. Meine Eltern stehen nicht ständig bei uns auf der Matte und wenn man will kann man sich auch aus dem Weg gehen. Und das muß man auch wenn man so eng wohnt.
Kinder sind noch keine da, ich denke da wird der Kontakt dann doch enger weil die Kids sich frei auf dem Grundstück bewegen.

LG Fino #sonne

Beitrag von salena 13.09.06 - 09:46 Uhr

Hallo Jenni,

was ich nicht verstehe, wie können die Kosten Deine Eltern erschlagen, wenn Deine Großeltern Mietfrei gewohnt haben. Die Nebenkosten decken ja Wasser, Strom etc. ab. Falls Versicherungen enthalten sind und Steuer ist das doch eher minimal. (Lass Dich nicht auf Mitleid ein. Das ist hier fehl am Platz. Hast Du finanzielle Fakten?). Mein Rat wäre, lass die Verantwortung das wo sie hingehört und zwar bei Deinen Eltern und lass Dich nicht manipulieren und Dir ein schlechtes Gewissen einreden. Du bist nicht verantwortlich! Du hast Deine eigene Familie und Ihr habt Euch für Euren Weg entschieden und offensichtlich seid Ihr damit zufrieden. Lass Dir da ja keinen Keil reintreiben! Nur das Deine Tochter frei spielen kann ist ein so minimaler Gewinn, der den riesigen Verlust der Dir entsteht nicht wettmacht. Streitereien mit dem Partner wegen der SChwiegereltern, Möglicherweise zu viel einmischen der Eltern, Finanzielle Lasten die Ihr Euch nicht leisten könnt etc...

Es hört sich vielleicht hart an, aber es ist echt nicht Dein Problem. Vergiss nicht, Deine Eltern sind Erwachsen und wußten genau was sie taten als sie bauten und welche Verpflichtungen damit zusammenhängen.
Warum sollten Sie keinen Mieter finden? Wenn Miete und Angebot stimmt.

Ich hoffe ich konnte Dir helfen. Mach Dich nicht verrückt!

LG Salena

Beitrag von mareliru 13.09.06 - 10:41 Uhr

Du willst da nicht einziehen, dann tu's auch nicht.
Lese Dir doch mal hier die ganzen Postings mit den Problemen durch, die zu wenig Abstand von Eltern oder SE bringen.
Deine Eltern müssen sehen, wie sie die Situation bewältigen. Es war ihre Entscheidung, so zu leben, nicht Deine. Ganz abgesehen davon, dass da ja kein Verbrauch ansteht im Nebenhaus die Nebenkosten nicht so erheblich sein können.
LG Mare

Beitrag von neheha 13.09.06 - 12:31 Uhr

hallo jenni,
deine eltern können das grundstück mit dem haus sehr wohl verkaufen. man kann entsprechend einer teilungserklärung das haus mit dem entsprechenden gründstück abteilen und verkaufen. lass dich mal beraten, welche möglichkeiten da bestehen.

Grüsse I:-)

Beitrag von sunnyt 13.09.06 - 14:10 Uhr

Hallo Jenni!

Ich denke es ist wirklich die Frage wie du mit deinen Eltern klar kommst und dein Freund auch! Bei uns ist es so, dass wir (freiwillig nach reiflicher Überlegung) in den hinteren Teil des Grundstücks meiner Eltern bauen, dh mit meinen Eltern, meinen Brüdern 21 und erst 8 auf einem Grundstück in getrennten Häusern... Das Grundstück soll vorerst nicht durch einen Zaun etc getrennt werden, dazu haben wir uns bewusst entschieden, aber jeder bekommt auch seine Rückzugsecken!
Mit meinen SE könnte sich das weder mein Mann noch ich vorstellen - wir werden nicht mal in ein anderes Haus der SE ziehen, da diese irgendwelche Bedingungen anknüpfen wollten, die wir nicht tragen möchten(zB nur ein Kind...).

Daher ist es wirklich eine Frage wie ihr Euch versteht und ob es nicht doch möglich ist das Grundstück sinnvoll zu nutzen!

Ansonsten ist es nicht dein Problem, es gehört deinen Eltern und sie müssen finanziell zurecht kommen - evtl. wirlich versuchen zu vermieten etc.!

Lg sunnyT

Beitrag von paulfort35 14.09.06 - 07:20 Uhr

Hallo,
a) deine Wohnsituation ist jetzt besser, als sie in dem Haus wäre
c) Du bist 1 Jahr vertraglich gebunden
b) Dein Partner will nicht dort hinziehen

Also sollen deine Eltern das Haus doch vermieten oder verkaufen. Damit ist allen geholfen. Warum sollst Du die Leidtragende sein?

Abgesehen davon, wie können Kosten für ein Grundstück deine Eltern erschlagen? Was sind das für Kosten?

Paule