Ich hoffe sooo, daß er es diesmal schafft

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von co-abhängig 13.09.06 - 09:26 Uhr

Hallo.

Mein Mann ist seit über 8 Jahren Alkoholiker :-( Er ist aber nicht einer von der Klischee-Alkoholiker-Sorte, sondern es hat sich einfach eingeschlichen, daß er jeden Abend sein Bier getrunken hat. Irgendwann hat er gemerkt, daß es ohne das Bier abends nicht mehr geht. Vor 1 Jahr war er dann abends bei 8-10 Bier täglich angekommen und hatte sich zu einer Therapie entschlossen. Dort wurde er allen ernstes gefragt, was er denn da suche, wo er es doch schafft, bis abends um 18 Uhr nichts zu trinken. Da war sein Mut eigentlich schon dahin. #heul
Wir haben immer über das Thema gesprochen und ich hatte ihm auch klipp und klar gesagt, daß ich mit seiner Charakterart nicht zurecht komme, wenn er was getrunken hat. Nein, er ist nicht agressiv oder gewaltätig geworden #schock - dann wär ich sofort weg gewesen. Er war einfach immer so übertrieben lustig oder hat bei jeder Kleinigkeit geschmollt wie ein kleines Kind. #sex war für mich in diesem Zustand tabu :-p

Jedenfalls hatte er dann diese Therapie begonnen, wo er einmal in der Woche zur Gruppe gegangen ist. Das ging auch etwa 3 Monate gut. Er hatte es geschafft, nicht mehr regelmäßig, sondern nur noch zu gegebenen Anlässen zu trinken. Leider häuften sich dann mit der Zeit die "gegebenen Anlässe" wieder und er verfiel wieder in sein altes Muster. Von da an habe ich resigniert. Wenn er was getrunken hatte, wurde ich kalt. Ich habe nicht mehr gemotzt, habe nicht mehr mit ihm gesprochen - war nur noch kurz angebunden und habe ihn dann gemieden ... egal ob Besuch da war oder nicht. Hat er gestunken, bin ich auf das Sofa umgezogen und habe dort meine Nacht verbracht.

Gestern hatte er dann wieder den Punkt, wo er eingesehen hat, daß ich mir das nicht mehr mit angucke. Daß ich zum Beispiel Geld zur Seite lege, seine Flaschen an Ort und Stelle stehen lasse usw.
Er hat beschlossen, sich diesmal in eine Klinik zu begeben. Auch wenn das heißt, daß er dann 16 Wochen von uns getrennt ist. Er hat eingesehen, daß sein ursprüngliches Vorhaben "trocken" zu werden und nur noch zu bestimmten Anlässen zu trinken, nicht funktioniert hat. Er will nun zu 100% aufhören.

Ich hoffe und bete so, daß er es diesmal schafft. Denn sonst sehe ich keine Zukunft mehr für eine gemeinsame Familie :-(


Danke fürs Lesen,
die Co-Abhängige

Beitrag von nicnac25 13.09.06 - 10:43 Uhr

Hallo!

Ich wünsche Euch ganz viel Glück!!!

Und ich drück Euch die Daumen, dass Dein Mann den Entzug packt. Aber da er ja selber diese Schritte geht, kommt bestimmt wieder alles i.O.!
Gruß Nicole

Beitrag von co-abhängig 13.09.06 - 10:55 Uhr

Ich danke dir. Ich hoffe, daß es bei ihm jetzt endgültig klick gemacht hat. :-(

Vor allem, noch bekommen die Kinder davon nichts mit. Die sind ab 19 Uhr in den Federn ... aber sie gehen ja auch nicht ewig um diese Zeit schlafen. Irgendwann würden sie es merken und das möchte ich nicht. Bin selbst ein gebranntes Kind, bei mir waren beide Elternteile alkoholabhängig :-(

Das will ich (und er auch nicht) den Kindern nicht antun.


LG
die Co-Abhängige

Beitrag von irmi182 13.09.06 - 10:48 Uhr

Mein Ex hat auch gesoffen.

Der ist erst Therapie gegangen, als ich mich scheiden habe lassen. Wollte mich zurück. Des kann er vergessen. Too late. Bin wieder glücklich verheiratet.

Den Entzug hat der nicht lange eingehalten.

Beitrag von co-abhängig 13.09.06 - 11:10 Uhr

Hast du denn dahinter gestanden? Was hast du vorher unternommen?

Es ist immer die Frage, wie man als Angehöriger damit umgeht. Den Ausdruck "gesoffen" finde ich zum Beispiel abfällig. Es handelt sich hier um eine Krankheit - nicht um eine schlechte Charaktereigenschaft.

Wenn man das versteht - dann glaube ich auch, daß man soetwas gemeinsam durchstehen kann. #pro


Gruß,
die Co-Abhängige

Beitrag von irmi182 14.09.06 - 14:57 Uhr

Ich weiß ja nicht, wie lange ihr schon zusammen seid.

Ich war mit dem fast 19 Jahre zusammen. Glaubst du ich habe nichts versucht? Alles war für die Katz.

Beitrag von co-abhängig 14.09.06 - 15:02 Uhr

Wir sind seit Ende 1997 zusammen, seit Anfang 2004 verheiratet und haben 2 Kinder.

Beitrag von irmi182 14.09.06 - 15:03 Uhr

Und ich war mit dem von 1983 bis 2002 zusammen.

Beitrag von irmi182 14.09.06 - 15:04 Uhr

Haben auch 2 Kinder

Beitrag von co-abhängig 14.09.06 - 15:14 Uhr

Ich glaube, in meinem Innern bin ich fest der Meinung, daß es der letzte Versuch ist. Wie gesagt, ich habe schon oft an Trennung gedacht. Aber diese eine Chance will ich ihm noch geben. Ich möchte nicht den Rest meines Lebens mit der Frage rumlaufen "was wäre gewesen, wenn ... "

Er zeigt zur Zeit sehr viel Eigeninitiative ... hat sich Aufgaben gesucht, bei denen es um Präzision und Konzentration geht. Da muß er einen klaren Kopf für haben.

Ich glaube, er weiß auch, daß es diesmal um alles oder nichts geht.

Beitrag von eineve 13.09.06 - 10:50 Uhr

denke auch an dich selber - und nehm kontakt zu alanon auf. auch für co-abhängige ist zeitgleich eine sogenannte "entziehungskur" mit wichtig - und wenn lediglich eine bestätigung des geänderten co-abhängigen verhaltens erfolgt. es ist wie ein "mitgehen" zusammen.

Beitrag von co-abhängig 13.09.06 - 11:01 Uhr

Danke für den Tip. Werde mir die Seite einmal in Ruhe ansehen.
Bisher habe ich mich immer nur mit Co-Abhängigkeit während der Abhängigkeit beschäftigt - nie mit der Zeit des Entzuges.

LG
die Co-Abhängige

Beitrag von eineve 13.09.06 - 11:20 Uhr

es wird leider zu oft da aufgehört von den familienmitgliedern - wenn der betroffene "endlich einsieht und was macht" - ab diesem zeitpunkt wird dieser dann aufeinmal alleingelassen - weil ja - wie viele fälschlich annehmen - nur der betroffene allein da raus müsse.

aber die co-abhängigen haben auch eine hausaufgabe zu erfüllen - ist in jeder therapie so und habe ich damals bei meiner festgestellt (war eine andere ursache) - als ich den anfing mit der gesprächstherapie, verharrte mein exmann auf seinem platz und war der ernsten ansicht - ich mache die therapie und wenn ich fertig bin machen wir da weiter wo wir aufgehört haben. fataler fehler. für mich als therapierte und "weitergegangene" war es wie ein "schmeiss das was du mittels therapie gelernt hast und 'ausprobieren' durftest an erkenntnissen und erfahrungen wieder weg und kehre zurück - in den bottich, der dir nicht gut getan hat - weil ja der partner will, das es so weiter geht wie es früher war von dir zwar eine änderung verlangt aber nicht damit leben will, das sich dadurch auch vieles andere zu ändern hat" tja und das gefühl letztlich den therapieerfolg "wegschmeissen" zu müssen - hat dann zur scheidung geführt. es war mir nicht mehr möglich das was gewesen ist weiter zu leben. ihm war es nicht möglich den weg mit zugehen - cut.

Beitrag von Samy 13.09.06 - 12:29 Uhr

Ich drücke Euch ganz dolle die Daumen.
Wir sind nun auch mal wieder an dem Punkt, das er aufhören will. Seit 3 Tagen hat er nichts mehr getrunken...
Ich kann nicht sagen, wie lange es diesesmal hält.
Ich bin kalt geworden, aus dem Mann den ich über alles liebte, wurde ein fetter, ungepflegter, agressiver, nach Bier stinkenden und depressiver Mann. Ich weiß nicht wie es weiter gehen kann. Ich schmeiße ihn nicht raus und weiß selbst nicht warum. Ich trenne mich nicht, obwohl mich das alles so unglücklich macht.
Ich schäme mich oft für ihn, zeige mich nur noch ungern mit ihm irgendwo.
Tagsüber ist er meist lieb und nett, aber am Nachmittag fängt es an erst wird er traurig (u.a. weil ich ihn nicht mehr liebe) und kurz danach folgt die erste Flasche. Dann folgen Diskussionen, manchmal macht er auch was kaputt, oder er sagt zumindest, das er nicht mehr leben will..........
Ein paar mal hat er mir schon versprochen aufzuhören, und ich habe es geglaubt, aber es hat nie lange gehalten. Irgendwann war einmal zu viel und meine Liebe erstarb.

Er hat nie eine Therapie gemacht, weil er das nicht braucht, wie er sagt.
Jetzt haben wir einen Termin bei einem Pshychologen, ich hoffe er kann uns helfen.
Ich bin so am Ende, ich habe seit über einem Jahr nicht mehr geweint. Ich hätte soviele Tränen zu weinen, aber es geht nicht mehr.
Vielleicht habe ich einfach zu lange gehofft und erst zu spät rebelliert?
Ich weiß es nicht!

Beitrag von co-abhängig 13.09.06 - 13:42 Uhr

Danke für deine ehrliche Antwort.

Mein Mann hat auch jahrelang behauptet, er braucht keine Therapie ... hat sich vor anderen als Held hingestellt, so nach dem Motto: "Ich bin Alkoholiker - ich habs aber im Griff!" Mir war es peinlich, daß er jedem Hans und Franz, den er kennengelernt hat, gleich erzählt hat, daß er gerne und viel Bier trinkt, aber darin kein Problem sieht. Eigentlich fremde Menschen (die Eltern unseres Nachbarn - bei einer Feier kennengelernt) werden dazu genötigt, mit ihm ein Bierchen zu trinken. Ich habe mich in diesen Situationen prinzipiell zurückgezogen.

Ja, manchmal habe ich ihn auch gehaßt. Er ekelt mich an, wenn er was getrunken hat. Ich habe mir oft ein Leben ohne ihn vorgestellt - die Vorstellung gefiel mir sogar. #gruebel Ob ich ihn wirklich über alles liebe, weiß ich nicht. Ich glaube daran, daß ich ihn erst wieder lieben lernen muß - sofern er den Entzug durchhält.

Hat dein Mann selbst den Entschluß gefaßt, zum Psychologen zu gehen - oder hast du gedrängt? Darf ich fragen, wie du ihn unterstützt?

Tja ... weinen - das tu ich schon lange nicht mehr :-( Obwohl ich schon einen Kloß im Hals bekomme, wenn ich mein eigenes Ausgangsposting lese :-(

Jedenfalls drücke ich euch fest die Daumen, daß ihr es schafft. #klee


Liebe Grüße,
die Co-Abhängige

Beitrag von samy 18.09.06 - 10:18 Uhr

Hi,

ich habe ihn zu diesem Arzt gezungen (ich weiß das, das falsch ist, aber ich weiß nicht was ich sonst hätte tun können).
Jetzt hat er seit einer Woche kein Bier mehr getrunken, und er erwartet, das nun alles wieder gut ist. Ich soll mit den alten Geschichten aufhören, dabei ist der letzte Ausraster 9 Tage her!
Ich weiß nicht worauf ich warte, ich weiß nicht ob ich je wieder irgendwen lieben kann. Das beste wäre wohl ich würde mich trennen, uns frei lassen. Dieses Leiden beenden.
Aber ist es richtig? Warum tue ich mich so schwer damit, obwohl ich mich noch nicht mal umarmen lassen möchte?

Ja wie unterstütze ich ihn? Zuerst habe ich immer zu ihm gehalten, egal wie sehr er mich verletzt hat. Dann habe ich flaschen versteckt, Bier ausgeschüttet...das was man so als Co Abhäniger macht.

Jetzt geht er zu einer Suchtberatung, ich weiß ich müsste ihn mit Liebe unterstützen, aber das kann ich nicht. Ich fahre jetzt in eine Kur und mache dort eine Therapie. Vielleicht kann man so was retten.

Ich hoffe, das Du noch nicht so weit von Deinem Mann weg bist wie ich und das Du in besser unterstützen kannst.

lg Samy

Beitrag von *Stern* 15.09.06 - 13:51 Uhr

Hallo,

ich habe Deinen Text gelesen und sofort an mich und meine Situation gedacht.

Mein Freund trinkt auch gern, schon seit ich ihn kenne. Damals war es nur am WE. Dann gab es ab und an schonmal ein Bier nach der Frühschicht, öfter kam er dann erst abends und angetrunken nachhause. Nach der Spätschicht wurde sowieso getrunken und irgendwann auch nach der Nachtschicht ... morgends um 7Uhr. Anfangs trank er, wie gesagt, nur am We ... dann jeden 2.Tag und nun so gut wie jeden Tag. Dazu kommt, daß er nur noch am PC sitzt und spielt und uns, als Familie, überhaupt nicht mehr beachtet.

Im März oder April wollte ich mich von ihm trennen, da bettelte er um eine letzte Chance. Er versprach, nicht mehr so viel zu trinken und wir einigten uns auf 2-3Bier die Woche. Damit könnte ich sehr gut leben. Aber es kam nicht so ... Klar, die ersten 1-2Wochen klappte es, aber der Konsum stieg und stieg und stieg. Zwischendurch sagte er immer mal wieder (z.B. montags) "Für den Rest der Woche trinke ich nichts mehr!" und am Mittwoch fragte er mich abends, ob ich etwas dagegen habe wenn er sich ein paar Bier holt. Das war sehr oft so. ich ahbe ihm auch schon gesagt, daß ich glaube er hat ein Alkoholproblem. Daraufhin war er todbeleidigt.

Letztes WE trank er wieder so viel, daß er garnicht mehr klar denken konnte und sich fast mit einem Kollegen geprügelt hat ... ich mußte dazwischen gehen und die Kinder haben auch ein bißchen etwas mitbekommen. Da habe ich gesagt, ich ziehe einen Schlußstrich. Ich will nicht mehr.

Jetzt versprach er mir, NIE wieder etwas zu trinken. Ich frage mich, wie er das schaffen will?! Er sagt, er macht das schon. Er gibt sich Mühe und kümmert sich so weit er das kann. Er hat diese Woche noch nichts getrunken .... Nun überlege ich hin und her, ob ich ihm wirklich noch eine Chance geben sollte. Ich weiß es nicht. Eigentlich habe ich das Gefühl, daß ich innerlich schon mit ihm abgeschlossen habe. Ich rede kaum mit ihm, bin ihm gegenüber mehr als kalt und meine Zukunft habe ich mir schon oft ohne ihn vorgestellt und ich fand es jedes Mal schön. Jeder sagt, ich soll mich trennen. Das hat noch nicht mal etwas mit dem trinken zu tun ... aber wir haben eben kein Familienleben.

Naja, nicht wirklich produktiv meine Antwort ...

Alles Liebe

Beitrag von co-abhängig 16.09.06 - 09:59 Uhr

Hallo *Stern*

Danke für deine Antwort. Es tut gut, immer wieder zu lesen, daß man nicht die einzige Frau ist, die das durchmacht. Der Satz von dir:

... und am Mittwoch fragte er mich abends, ob ich etwas dagegen habe wenn er sich ein paar Bier holt ...

den kenne ich auch zu gut. Ob ich nun "nein" sagte oder in China fiel ein Sack Reis um ... Geholt hat er sich dann trotzdem was :-( Irgendwann hab ich auch nicht mehr nein gesagt. Es war mir zu blöd.

Alleine wird dein Mann es nicht schaffen. Mein Mann hatte sooo oft gesagt, er will nix mehr trinken. Er schafft es allein. Er hat es eingesehen und sich jetzt professionelle Hilfe geholt. Seit dem 13. hat er jetzt nichts mehr getrunken. Es sind zwar erst 3 Tage, aber er nimmt schon jetzt wieder etwas mehr am Familienleben teil.

Aber ich hoffe noch immer, daß wenn er es schafft, daß ich auch wieder lerne ihn zu lieben. Denn im Moment ist da eigentlich nicht viel.

Jedenfalls drück ich euch fest die Daumen.


Alles Liebe,
die Co-Abhängige

Beitrag von *Stern* 17.09.06 - 05:20 Uhr

Hallo Co-Abhängige!

Ich finde es toll, daß Dein Mann sich professionell helfen lassen will und das wünschte ich mir auch von meinem Freund. Dazu müßte er allerdings erstmal einsehen, daß er wirklich ein Problem hat und davon ist er noch meilenweit entfernt.

Mein Freund hat jetzt eine Woche nichts getrunken und ich bin "gespannt" wann er wieder zur Flasche greifen wird. Ich glaube und vertraue ihm nicht wenn er sagt, er trinkt nie wieder etwas. Er nimmt jetzt auch am Familienleben teil - wenn auch etwas monoton -, aber ich weiß nicht ob es für mich nicht doch schon zu spät ist. Und wenn ich sehe, daß ihm total langweilig ist und er einfach nur ziellos durch die Wohnung rennt und jammert, dann kriege ich das k... Wir streiten nur noch, jeder macht dem anderen Vorwürfe und ich kann ihm einfach nicht mehr in die Augen sehen. Ich mag nicht berührt werden, geküßt ... Ich kann sein Gejammer nicht mehr hören, daß er ja soooo verletzt ist und ICH alles noch schlimmer mache, weil ich ihn kaum beachten würde und weil ich ihm nicht zuhöre und ihn nicht verstehe und überhaupt bin ich ja Schuld an unserer Situation. Hätte ich nicht immer gemeckert, dann hätte er sich garnicht an den PC verzogen und soviel getrunken. Mit anderen Worten "Du bist Schuld, daß ich trinke." Dabei habe ich doch nur gemotzt, weil er tagtäglich von morgends bis abends am PC hockte, die Tür zu hatte und ich mich allein um die Kinder kümmern mußte. Und das seit WOCHEN, in denen er mir nicht ein einziges Mal ein Kind abgenommen hat ... überhaupt hat er das noch nie gemacht, vielleicht 2x und der Große wird 4!

Ich überlege immernoch, ob er eine allerletzte Chance bekommen soll oder ob die Kinder und ich allein besser dran wären. Aber lange habe ich dafür nicht, denn er setzt mich jetzt schon - nach gerade mal einer Woche - total unter Druck. Er würde das nicht aushalten und ich soll mich endlich entscheiden und das "nur", damit er mit mir poppen kann. Um etwas anderes geht es bei ihm nicht wenn wir wiedermal diskutieren.

Es hängt mir zu den Ohren raus ...

Naja, ein völliges SLP.

Jedenfalls drücke ich euch auch gaaanz fest die Daumen und hoffe, daß Dein Mann sich wirklich helfen läßt und Du Deine Liebe zu ihm neu entdeckst.

Alles, alles Liebe! #kuss

Beitrag von Samy 19.09.06 - 15:11 Uhr

sorry, wenn ich da auch noch was zu schreibe. Meine Geschichte, kannst Du ja oben lesen.

Als ich gerade Deine Zeilen laß dachte ich: WIE MEINER!
Ganz genau so!

Ewig versprechen, es kommt nie wieder vor. Und dann nach ein paar Tagen. Könnte ich nicht vielleicht doch eins...bis es sich dann wieder so gesteigert hat wie immer.
Meiner ist jetzt 9 Tage ohne und diskutiert jeden Abend mit mir, das es ja doch nichts ändert, wenn er´s lässt, weil ich ja eh nicht mit ihm schmusen etc. will. Weil ich immer noch kalt zu ihm bin.
Ich sage ihm sogar ehrlich ins Gesicht, das das wohl daran liegt, das ich mich emotional aus dieser Abhänigkeit gelöst habe, um nicht wieder enttäuscht zu werden.

Ich glaube, wenn wir wie immer Sex hätten, würde er nicht mal merken, das er Scheiße baut!

Wieviel Bier kann eine große Liebe ab? Ich weiß es nicht.
Ich bin leer, habe keine Gefühle oder Tränen mehr. Kann mir nicht mehr vorstellen je wieder jemanden zu lieben.

Aber genau wie Du sagtst, auch ich stelle mir oft ein Leben ohne ihn vor, und das das wahrscheinlich besser für uns wäre........

Alles Gute

Samy