"sind nur-mütter glücklicher?" was meint ihr?

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Beitrag von lena84 13.09.06 - 09:53 Uhr

hallöle,

hab vor kurzem den neuen urbia-newsletter bekommen und dieser hat mich echt zum nachdenken angeregt.

wie haltet ihr es? als mutter auch arbeiten? vollzeit? nur halbtags? was arbeitet ihr?

ich steh dem thema zwiegespalten gegenüber...

einerseits ist es zuhause oft langweilig und einseitig (windeln wechseln, füttern, spazieren gehen...) und ich würde gern mal wieder unter leute kommen (z.b. durch einen job). außerdem fehlt mir das feedback, das ich GUT bin. gut in meinem job und das ich was leiste. andererseits bekommt man ein gewisses feedback vom kind und mann. man sieht, das man als mutter gut ist, wenn es dem kind gut geht.

da ich eigentlich nie eigene kinder bekommen sollte (beide eileiter komplett verschlossen), möchte ich die elternzeit auch voll genießen, denn wer weiß-vielleicht bekomm ich kein weiteres kind mehr. andererseits kann ich nicht länger als 1 jahr zuhause bleiben, weil ich direkt nach meinem lehrabschluß in MuSchu gegangen bin. wenn ich also nach 3 jahren lehre die nächsten 3 jahre zuhause bin, dann komm ich in meinen beruf kaum noch rein.

wie ist das überhaupt, wenn die mutter nur hausfrau ist? sie bekommt dann kein geld vom staat, richtig? sie ist also freiwillig arbeitslos und bekommt keine unterstützung. also würde dieses modell ja nur funktionieren, wenn der mann genug für beide verdient, oder?

und was macht man als hausfrau/mutter den ganzen tag, wenn das kind im kindergarten/schule ist? den ganzen tag putzen?? kann ich mir nicht vorstellen.

irgendwie kann ich keinen mittelweg finden... habt ihr ne ahnung?

würd mich über eure meinungen freuen!
lg
lena+connor am 20. schon 10mon alt

Beitrag von pipsi007 13.09.06 - 09:59 Uhr

morgen,

ich und mein mann haben beschlossen solange unsere kleine noch nicht in den kindergarten geht bleibe ich zuhause.

später dann werde ich mir ein teilzietjop suchen wo ich einfach arbeite wen die kleine im kindergarten ist.

und jetzt so lange sie noch klein ist geh ich reiten 2mal pro woche damit ich doch meinen ausgleich habe und unter leute komme.
in der zeit schaut mein mann auf die maus.

lg pipsi007

Beitrag von bunny2204 13.09.06 - 10:01 Uhr

Hallo Lena,

ich wollte immer Kinder und mein Sohn war mein absolutes Wusnchkind...

ABER...

ich bin wieder arbeiten gegangen als Maxi 6 Monate alt war. Wenn ich nicht das war, war der Papa da :-)

Mir hat es gut getan, am Anfang war ich nur einen Tag, aber es tat gut mit "normalen" Menschen zu tun zu haben, mal andere Theman als Zähne, Zufüttern, Krabbeln usw. zu hören...

Inwzsichen arbeite ich seit einen Jahr Halbtags und es macht mir Spass :-) Ich mag meinen Job und auch meinem Sohn tut es sehr gut...für ihn ist es normal, dass mal Mami, mal Papi arbeiten gehen. Er weiß dass Papi andere Sachen mit ihm macht als Mami und ich denke beides findet er toll.

Also ich könnte mir nicht votrstellen den ganzen Tag daheim zu sein, vor allem jetzt nicht, wo Maxi jeden Tag 6 STd. in Kiga ist...

Wir erwarten im April Nr. 2 und auch danach werde ich wieder arbeiten gehen....

Und auch die Finanzspritzes ist nicht zu verachten...so können wir es uns leisten jedes Jahr 2 Wochen all inclusive wegzufliegen...das wäre anders nicht möglich...

LG Bunny #hasi + maxi (3 J. ) + Lamperl (11. SSW)

Beitrag von kathleen79 13.09.06 - 10:13 Uhr

Hallo Lena,

mir geht es auch so. Ich will so viel Zeit wie möglich mit meinen Kids verbringen, brauche aber auch den Job, die Abwechslung, Anerkennung, das Wissen man hat etwas geleistert und ich will mein eigens verdiente Geld.

Bei der 1. Tochter wollte ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehen. Ging damals aber wegen Umstrukturierung der Firma nicht. Bin dann nach knapp 2 Jahren wieder in die Firma und es tat mir soooo gut. Die Kleine war bei einer Tagesmutter bei der ihr es sehr gut gefallen hat und auch Kontakt zu anderen Kindern hatte. Dafür haben wir auch lange nach der perfekten Tagesmutter gesucht. Ich bin dann halbtags (bis 14 Uhr) arbeiten gegangen und hatte nachmittags noch viel Zeit für meine Tochter. Ich fand das optimal. Mit 3 ging sie in den Kindergarten und ich holte sie 14.30 Uhr ab. Danach gehörte uns zusammen der Nachmittag. Der Kindergarten gefällt ihr sehr, sie lernt viel und hat viele Freunde. Trotzdem haben wir nachmittags genügend Zeit für uns.
Nun ist sie 4 Jahre und ich habe noch eine Tochter von 4 Monaten. Ich werde nach ca. 1,5 Jahren wieder arbeiten gehen (also so ab Jan. 08). Die Arbeitszeiten werde ich so lassen wie bisher. Die Große ist dann im Kindergarten und die Kleine bei der Tagesmutter. Ich muß einfach sehen wie es dann wird. Momentan sage ich dass es sicherlich bei zwei Kids schwieriger wird. Vorallem wegen der Großen. Sie hat nun mehr Interessen und besucht einige Kurse (wie Englisch, Turnen, Schwimmen und Tanzen). Ob ich das alles noch an den Nachmittagen schaffe wie bisher weiß ich noch nicht. Momentan haben wir z.B. das Schwimmen als "Familienausflug" auf einen Samstag gelegt. Ich gehe mit der Kleinen zum Babyschwimmen und die Große planscht mit Papa ebenfalls. Somit verbringen wir wieder etwas mehr Zeit zusammen. Irgendwie geht es also immer. Nur zu Hause als Hausfrau bleiben könnte ich selbst nicht. Ich will auch noch etwas anderes leisten, außer Windel wechseln und Haushalt machen. Wenn ich 14 Uhr von der Arbeit komme, weiß ich was ich gemacht habe und fühle mich einfach gut. Und dann kommt das Familienleben mit einer glücklichen Mama, was ja auch wichtig ist. :-)

Alles Gute für Euch
Kathleen

Beitrag von gaku 13.09.06 - 10:30 Uhr

Hallo Lena,
Ich bin Altenpflegerin und arbeite seit einem Monat wieder. Es ist ein 400€-Job und ich arbeite 2 Wochenenden im Monat bei einer Sozialstation, in der Zeit paßt mein Mann auf die Kinder auf.
Ich geh wegen dem Geld arbeiten, wir brauchen es. Außerdem tut es mir auch gut mal raus zukommen.
Beim ersten Kind bin ich nach 9 Monaten wieder arbeiten gegangen, allerdings auch nur so früh, weil die Chefin meines eigentlichen Arbeitsplatzes regelrecht gebettelt hat, ob ich nicht wieder kommen möchte. Damals hab ich jedes Wochenende gearbeitet, das war ein bißchen viel.


Gruß Mary

Beitrag von ronja_one 13.09.06 - 10:31 Uhr

Hallo Lena,

ich bin wieder arbeiten gegangen als Devon drei Monate alt war (Teilzeit von acht bis halb zwei). Ich mache ihn morgens fertig, der Papa bringt ihn um acht zur Tagesmutter und ich hole ihn um zwei dann wieder ab. So klappt alles ganz prima.
Ich war froh als ich wieder ins Büro konnte. Ich bin mit Leib und Seele Bilanzbuchhalterin und hätte es sehr vermisst. Aber es geht bei uns auch um das Finanzielle.

Die Arbeit macht mir wieder sehr viel Spaß, auch wenn ich mein Pensum in weniger Zeit schaffen muss und die Chefs sich erst daran gewöhnen müssen, dass man als Verantwortliche doch schon um halb zwei verschwunden ist - aber sie wollten das ja so. Ansonsten tut es mir grade sehr gut, dass mir mein Chef "den Bauch pinselt", dass ich doch bitte am Workshop im Oktober teilnehmen und einen Vortrag halten solle. Das tut mir gut, aber ich bin momentan auch noch nicht bereit, zwei ganze Tage mit Übernachtung ohne meinen Kleinen zu sein. Mein Chef versteht das und hat mir sogar angeboten ihn mitzunehmen und für eine Betreuung zu sorgen, aber ...

Wie es mir selber damit geht?
Mal so - mal so. Es gibt Tage, da würde ich sehr gerne zu Hause bei dem Kleinen sein. Aber ich weiß genau, dass ich das nur als Urlaub geniessen könnte. Für drei Jahre wäre das nichts für mich. Devon hat so viel Spaß bei der Tagesmutter und den anderen Kindern und alles klappt prima. Klar, manchmal ist es stressig, aber es funktioniert doch immer irgendwie.

Lieben Gruß,

Ronja

Beitrag von moglie02 13.09.06 - 11:18 Uhr

Hallo Lena!

Ich habe mir über dieses Thema auch schon vor der Schwangerschaft viele Gedanken gemacht: auf der einen Seite wollte ich meinen Job nicht verlieren, auf der anderen Seite wollte ich auch bei meinem Kind sein und es nicht in fremde Hände geben.

Mein Mann und ich haben eine für uns sehr gute Lösung gefunden: Wir arbeiten beide und sind beide für unseren Anton da! 2 1/2 Tage die Woche arbeite ich, und er ist zu Hause, danach umgekehrt. Das klappt bisher ziemlich gut (Anton ist erst 3 Monate, ich bin direkt nach dem Mutterschutz wieder angefangen). Stressig finde ich momentan vor allem das Abpumpen auf der Arbeit, da ich Anton noch voll stille und dies auch noch weiter tun möchte!

Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit der Situation! So kann auch jeder den anderen besser verstehen und wir unterstützen uns gegenseitig.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Entscheidung und dass auch ihr eine gute Lösung findet!

Liebe Grüße!

Tina mit Anton

Beitrag von manoli71 13.09.06 - 12:15 Uhr

Hallo Lena!

Ich kann Deine Überlegungen sehr gut verstehen. Als ich schwanger war, hab ich auch überlegt und mich dazu entschlossen, auf jeden Fall 1 Jahr zu Hause zu bleiben. Meine Meinung war damals: Ich setze kein Kind in die Welt, um es dann anderen zu geben. Aus diesem 1 Jahr wurden ganze 8 Wochen (Mutterschutzzeit). Danach bin ich arbeiten gegangen. Zuerst einen Nachmittag die Woche. Der Kleine war dann bei meinen Eltern. Mir war das einfach zu langweilig zu Hause. Der Kleine schlief fast nur. Mittlerweile gehe ich zwei Nachmittage (vormittags kann ich nicht gehen, weil dann meine Mutter arbeiten geht). Und ich bin froh darüber. Aufs Geld kommt es mir gar nicht an, das wird zur Seite gelegt für unseren nächsten Urlaub. Mir fehlten meine Kollegen, die Buchhaltung, das Telefonieren usw. Mein Chef war froh, daß ich so schnell wieder gekommen bin. Wenn es brenzlig wird, gehe ich auf öfters. Ich weiß, daß ich mit meinem Chef in der Beziehung einen riesen Glücksgriff gemacht habe. So unkompliziert ist das mit Sicherheit in den meisten Firmen nicht. Aber nur Hausfrau und Mutter ist nichts für mich. Mir fehlte auch irgendwie die Bestätigung. Für mich ist das eine super gute Lösung und ich bin da zufrieden mit.

Liebe Grüße
Tina + Philipp

Beitrag von chantalele 13.09.06 - 13:49 Uhr

Hallo,
du bist doch auch Krankenschwester, da geht es doch problemlos. Ich arbeite auf 400€ Basis (entspricht 24h im Monat) auf Abruf, d.h. fällt auf meiner alten Station jemand aus, werde ich angerufen ob ich Zeit und Lust zum Einspringen habe. Mein Mann ist auch Krankenpfleger, so dass ich nur gehen kann, wenn er zuhause ist, aber bisher war es immer irgendwie regelbar, wir haben keine Grosseltern zum Babysitten.
Vom Geld her wäre es nicht nötig, dass ich arbeiten gehe, aber es ist ein nettes Zubrot für besondere Wünsche, mir tut es gut etwas anderes zu sehen und denn zwei Männer tut es gut mal unter sich zu sein.
Gruß chantalele