Name des KV beim Jugendamt angeben???

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von bibo23 13.09.06 - 10:55 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Wer kann mir sagen ob ich Unterhaltsvorschuss bekomme, auch wenn ich den Namen des KV nicht angeben kann/will?!

Und wann muß ich den Antrag stellen, damit ich rechtzeitg UVG bekomme???

Und bitte nicht fragen, warum ich das nicht will, das ist eine sehr persönliche Entscheidung.

Danke und liebe Grüße

Bibo mit #baby inside (30. SSW)

Beitrag von hexe03 13.09.06 - 11:32 Uhr

Hallo Bibo,

Soweit ich weiss, musst du den Namen des KV nicht angeben. Bin mir da aber auch nicht mehr so sicher.

LG Hexe

Beitrag von mama_1987 13.09.06 - 11:55 Uhr

Hmm nee musst du nicht angeben!

Ich würd das beantragen sobald das kleine auf der Welt ist, kannst dich ja noch vor der Geburt beim JA infomieren! Zur Sicherheit ;-)

Lg

und eine Schöne leichte Geburt

Alexa + Nico (2.1.06) #cool

Beitrag von .claudi. 13.09.06 - 12:09 Uhr

Hallo!

Wenn Du weißt wer der Vater Deines Kindes ist und ihn wissentlich verschweigst, machst Du dich strafbar. Es steht dir nicht zu persönlich zu entscheiden, ob du den Vater angibst oder nicht. Es ist deine Pflicht als Mutter den Vater anzugeben und vor allem das Recht des Kindes zu erfahren wer der Vater ist!!! Sollte der Vater gewalttätig o.ä. sein, gibt es andere (rechtliche) Mittel und Wege Dein Kind zu schützen!

Das war jetzt sicherlich nicht die Antwort die Du haben willst, aber ich finde es unmöglich, auf der einen Seite Geld vom Staat fordern und auf der anderen Seite den Vater verschweigen!

Claudia

Beitrag von junimond.1969 13.09.06 - 12:57 Uhr

"Wenn Du weißt wer der Vater Deines Kindes ist und ihn wissentlich verschweigst, machst Du dich strafbar."

Vollkommener Unsinn!

"ich finde es unmöglich, auf der einen Seite Geld vom Staat fordern und auf der anderen Seite den Vater verschweigen"

Auch wenn es wahrscheinlich über Deinen Horizont geht - es kann durchaus handfeste Gründe geben, den Vater NICHT anzugeben! Gewalt, Missbrauch durch einen Verwandten, Vergewaltigung... Es gibt nämlich durchaus Situationen im Leben, da schützt auch der Staat nicht genügend.

Beitrag von coppeliaa 13.09.06 - 13:31 Uhr


>
"Wenn Du weißt wer der Vater Deines Kindes ist und ihn wissentlich verschweigst, machst Du dich strafbar."

Vollkommener Unsinn!
>

blos wie ist es dann denn wirklich? hier liest man tatsächlich immer wieder von "muss" und "betrug". hat man (rechtlich gesehen) tatsächlich die freie wahl? keine finanziellen nachteile bei nicht-angabe?

lg, eine neugierige coppelia

Beitrag von .claudi. 13.09.06 - 13:34 Uhr

Das ist kein vollkommender Unsinn - sondern Realität.

Auf dein restliches #bla möchte ich mich nicht herablassen, daher spar ich mir jegliche Antwort...

Beitrag von bibo23 14.09.06 - 14:13 Uhr

Hallo Claudia!

Du deinem Text möchte ich folgendes antworten:

Der "Vater" des Kindes ist verheiratet und hat schon mehrere Kinder... als er erfuhr, das ich (ungewollt) schwanger bin hat er mich gefragt ob ich das "extra" gemacht hätte... dann hat er mich mehr oder weniger gedrängelt abzutreiben (!!) und zum guten Schluss wurde auch noch die Frage gestellt ob er WIRKLICH der Vater sei... Ich habe daraufhin die Affäre beendet!

Jetzt meine Frage: WARUM soll ich so einem Mann, der dieses Kind unter keinen Umständen haben wollte, offiziell als Vater angeben??? Für mich ist er kein "Vater" sondern nur der Erzeuger und das soll auch so bleiben! Wenn mein Kind IRGENDWANN mal nach seinem Vater fragt, werde ich ihr mit Sicherheit eine kindgerechte Antwort liefern können, da bin ich mir sicher....

So und jetzt kannst du mal darüber nachdenken, was du in meiner Situation getan hättest... denn schlaue Sprüche klopfen ohne die individuelle Situation zu kennen, kann jeder...!!!

LG
Bianca

Beitrag von manavgat 14.09.06 - 14:33 Uhr

sorry Schwester,

aber das ist kein!!!! gewichtiger Grund.

Im Gegenteil.

Warum soll die Allgemeinheit für sein Vergnügen aufkommen und wieso soll Dein Kind auf seine Erb-, Unterhalts- und Absicherungsrechte verzichten.

Ich finde Dich da sehr egoistisch.

Gruß

Manavgat

Beitrag von .claudi. 14.09.06 - 16:27 Uhr

Hallo Bianca!

Ich kann mich Manavgat nur anschließen.

> So und jetzt kannst du mal darüber nachdenken, was du in meiner Situation getan hättest... denn schlaue Sprüche klopfen ohne die individuelle Situation zu kennen, kann jeder...!!! >

Zum einen hätte ich nie eine Affaire mit einem verheirateten Mann mit Kindern angefangen, wenn dann nämlich ungewollt ein Kind entsteht, ist es ja klar wer die Verlierer sind - nämlich die Kinder (das ist kein schlauer Spruch - das ist meine Einstellung)

und zum anderen ist es kein Grund den Erzeuger nicht anzugeben!

LG Claudia

Beitrag von bibo23 16.09.06 - 08:44 Uhr

Ihr Lieben,

was glaubt ihr eigentlich was von einem normalen Netto-Lohn übrig bleibt wenn man den Unterhalt für 4 Kinder, eine Ex-Frau und die Finanzierung eines Hauses abzieht #kratz??? Das heißt im Klartext, ich muß so oder so UVG beantragen ob ich ihn nun angebe oder nicht.

Und bis vor einem Jahr hätte ich auch noch gesagt, ich fange "niemals" eine Affäre mit einem verheirateten Mann an, aber wie sagt man so schön: Sag NIEMALS nie, denn davon kann sich niemand freisprechen... zumal ich wußte, das diese Ehe schon seit Jahren nur wegen der Kinder geführt wird.

Beitrag von .claudi. 16.09.06 - 09:19 Uhr

Hallo!

Soviel ich weiß, bekommt man den Unterhaltsvorschuß nur längstens 6 Jahre und dann nichts mehr. Wenn Du deine Ex-Affaire als Vater angibtst, kannst du ja auch Unterhaltsvorschuß verlangen und dein Ex muß das Geld dem Jugendamt zurückzahlen, aber du hast dann die Möglichkeit, nach den 6 Jahren Unterhalt vom Vater zu verlangen.

Ich finde auch, deine Ex-Affaire macht es sich ziemlich einfach. Weil er ja schon 4 Kinder hat, ein Haus abbezahlt, verlangt er von dir du sollst abtreiben.... Wenn du ihn nicht als Vater angibst, hat er ja genau das erreicht, was er erreichen wollte, nämlich daß er in keinster Weise für das Kind "geradestehen" muß, weder finanziell noch seiner Familie gegenüber. Er baut Mist und du und vor allem euer Kind muß dafür gerade stehen.

Beitrag von prinzessin1976 16.09.06 - 22:55 Uhr

Mir geht hier gleich die Hutschnur hoch, echt!!!!

Mit einem verheirateten Mann ins Bett gehen ist eine Sache! Schwanger werden noch eine! AAAAber dass man dem Kind den Namen des vaters vorenthält ist echt das Letzte!

In meiner Geburturkunde steht auch kein Vater drin! Aber nicht weil meine Mutter ihn nicht angegeben hat sondern weil er sich dann in sein Heimatland Italöien zurückgezogen nachdem meine Mutter Schanger wurde! Vorher die große Liebe duseln und ann die Fliege machen!!! Er hat abgestritten mit meiner Mutter geschlafen zu haben! Meine Muttter hat ihn vor Gericht gezerrt aber er hat im Endeffekt genau das erreicht was er wollte: Nicht in meiner Geburtsurkunde zu stehen! Damals war es nicht so einfach mit Speichel einen Vaterschaftstest machen zu lassen! Und da er dann vor Gericht plötzlich Zeuge Jehova war (wer`s glaubt wird selig!) durfte er weder Blut abgenommen bekommen noch Rückenmarktest machen lassen! Toll so stehe ich nun ohne Erzeuger da! Zum Glück kenne ich seinen Namen so dass ich ihn im Notfall finden könnte!
Ein Notfall? Wäre z.B wenn ich eine Organspende von einem Blutsverwandten bräuchte!!!
Schon mal überlegt was geschehen würde wenn Du früh sterben solltest und Dein Kind braucht eine Organspende ihres vaters oder Bruders? Woher soll Dein Kind dann wissen wer ihr Vater ist´wenn Du schon gestorben bist?!!!!!!???
Ich hoffe natürlich Dir wird nichts passieren aber wissen tun wir das nie! Das oben geschriebene ist ja auch nur ein Beispiel.
Denk mal drüber nach...
Du könnstest damit sogar Dein Kind in gesundheitliche Gefahr bringen.

Aber das schlimmste ist dieses merkwürdige Gefühl! Dieses gefühl das man als Kind hat nicht zu wissen wer der leibliche Vater ist!!!! ich persönlich habe zwar einen Ziehpapa der bis Heute mein Papa ist aber wer mein wahrer Erzeuger ist und ob ich ähnlichkeiten mit ihm Habe weiss ich nicht!!! Das ist ein komisches Gefühl! ich bin durch Jemanden Endstanden der mich nicht wollte und ich kann mich nicht einmal vor ihm stellen und sagen... "hier bin ich und nun schau mich an!!!!" Denn offiziell gibt es Niemanden vor dem ich mich stellen könnte!!!

Beitrag von kunstfrau 13.09.06 - 12:32 Uhr

Hi,

Du kannst den Antrag erst mit Geburtsurkunde stellen glaube ich, kriegst das dann rückwirkend.

Und Du musst den Vater angeben, die werden ganz schön biestig wenn Du es nicht tust. Was die ganz schnell machen, ist Dir vorzuwerfen, das Du nicht mitarbeitest und dann stellen die die Zahlung ein. Wenn Du Hartz 4 oder ALG beantragst, werden auch die evtl. von Dir verlangen, den Typ auf Unterhalt zu verklagen.

also wenn Du das vorhast, leg Dir ein dickes Fell und eine noch bessere Geschichte zu. Und immer dran denken:

irgenwann wird da ein Kind vor Dir stehen und Dich fragen. Du schiebst also viele Unannehmlichkeiten einfach ein paar Jahre weiter, wahrscheinlich zumindest.

Viele Grüsse
Kunstfrau + Lenny + #ei

Beitrag von manavgat 13.09.06 - 13:07 Uhr

Wenn es einen gewichtigen Grund gibt (Vater kriminell, gewalttätig, drogenabhängig) dann sag: er sei Ausländer, Du hättest nicht nach dem Namen gefragt und weißt nichts.

Dann hält man Dich für eine Schlampe, aber das ist egal. UVG bekommst du trotzdem.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von brittibibo 13.09.06 - 14:13 Uhr

Hallo bibo,
würde mich gerne mit Dir ausserhalb dieses Forums unterhalten, habe vielleicht ein ganz ähnliches Problem wie Du! Schreib doch mal...
Liebe Grüße Britta

Beitrag von laetitiajosephine 14.09.06 - 11:03 Uhr

Bei fehlender Mitwirkung (deine Pflicht) bekommst du KEINEN Unterhaltsvorschuss. Wenn du angibst, vergewaltigt worden zu sein, musst du eigtl. eine Anzeige bei der Polizei nachweisen. Ansonsten musst du alles angeben, was du weißt. Mir wurde damals gesagt, der Vorname reicht zum Auffinden#kratz...
Ich selbst denke auch, den Vater muss man angeben, denn das Kind hat ein Recht auf Unterhalt und dem Wissen, wer sein richtiger Vater ist. Was persönliche Probleme angeht, gibt es immer andere Wege, keinen Kontakt mit dem KV zu haben...