Welche Pflicht hat ein Taufpate/patin?

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Beitrag von sunlight1811 13.09.06 - 11:15 Uhr

Hallo,

ich habe Frage, ist vielleicht etwas komisch, aber ich brauch trotzdem etwas Hilfe.

Mein Mann hat seinen Freund gefragt, ob er Taufpaten werden möchte. Ich glaube, dass er irgendwie Angst davor hat. Deswegen möchte ich fragen, welche Pflichten hat den ein Taufpaten den wirklich??? Wir wollen ihn ja auch zu nichts zwingen, wenn er das nicht tun möchte akzeptieren wir das natürlich.

Worauf habt ihr den bei der Auswahl auch geachtet?? Unsere Taufpatin ist die Schwestern meines Mannes. Sie macht es auch super gerne und hat sich total gefreut darüber. Ich mein, da nimmt man ja nicht irgendwenn, sondern jemanden dem man vertrauen kann.

Liebe Grüße
Anna (30 SSW)

Beitrag von kaleema 13.09.06 - 11:27 Uhr

Du kommst aus dem Süden, oder? Dann bist Du vermutlich katholisch und die Pflichtenverteilung sieht etwas anders aus als bei uns. Bei Euch besteht die Patenschaft ja ein Leben lang, bei uns rein vom religiösen her nur bis zur Konfirmation. Wenn es anch der Kirche geht, sollen uns unsere Paten dabei unterstützen, dem Kind eine christliche Erziehung zu verpassen.

Um ehrlich zu sein, ich habe mit meinen beiden Patinnen lange geredet. (eine von beiden ist übrigens katholisch) und mit denen geklärt, was die erwarten und was wir erwarten. Im Grunde definierst Du das nämlich selbst. Ich wollte keine Geburtstags-Weihnachten-Geschenke-Patentanten, sondern zwei Personen, die mir ganz viel bedeuten, die mir in der Schwangerschaft schon ganz viel Unterstützung und Kraft gegeben haben und denen ich wirklich vertraue. Ich möchte, dass die Beiden für unseren Sohn da sind, dass sie Zeit investieren, Dinge unternehmen und Schultern bieten zum Ausheulen. Ich denke, es gibt immer Dinge, die die Kinder nicht mit Mami klären wollen, da sollen sie andere Personen haben, denen sie sich anvertrauen können. Für uns sind unsere Patinnen also zusätzliche Vertrauenspersonen, Freunde, Schutzengel. Menschen, die ihm zur Seite stehen und ihm den Rücken stärken. Die ihn tragen und Sicherheit geben. Und wenn uns etwas passieren sollte, soll meine Schwester den Kleinen nehmen. das passiert aber nicht automatisch durch die Patenschaft, sondern muß durch ein Sorgerechtstestament festgelegt werden.

Ich finde, Pate sein ist ein anspruchsvoller Job und jeder sollte sich genau überlegen, ob er das will und ob er das leisten kann. Viel Glück bei der Patensuche!!

Liebe Grüße,
Kali.

Beitrag von denny2004 13.09.06 - 11:34 Uhr

Top Beitrag!genauso sehe ich das auch.

Beitrag von kaleema 13.09.06 - 11:38 Uhr

Danke!

Beitrag von sunlight1811 13.09.06 - 11:39 Uhr

Hallo Kali,

wir sind aus München. Also ich komme aus Oberschlesien und der gefragte Taufpate aus Rumänien, also weis er wie das eigentlich vom katholischen abläuft, da gibt es nicht so viele Unterschiede.

Ich möchte ja auch nicht das er, jede Woche mit Geschenken und was weis ich antanzt. Ich möchte auch eben, dass er fürs Kind da ist, wenn es jemanden anderen zum sprechen braucht. Ich denke er macht sich überwiegend Sorgen, dass wenn wirklich was passieren sollte mit uns, dass er bzw. die Taufpaten als erstes gefragt werden, ob sie die Kinder nehmen. So heißt es ja immer. Ich will ihm das gar nicht zumuten, deswegen will ich keinen Taufpaten. Ich hab meine Schwegerin gefragt, zum einen weil ich ihr vertraue und weil sie super mit Kindern kann. Ich finde es halt traurig, dass er denkt, dass wir ihm dann sag Kind andrehen wollen oder ihn finanziel ausnützen wollen! Ich weis das er genau so normal verdient wie jeder andere und daran hab ich überhaupt nicht gedacht.

Liebe Grüße
Anna

Beitrag von kaleema 13.09.06 - 11:44 Uhr

Nee, als erstes geht das Jugendamt in der Familie auf die Suche. Beid en Großeletern, bei den Geschwistern. Und dann sehen die, wen die am geeignetsten finden. Aber, wie gesagt, es gibt wohl Sorgerechtstestamente, in denen kannst Du festlegen, was passieren soll, wenn es ganz schlimm kommt. Du sagst dann, wer Dein Kind dann nehmen soll und warum Du glaubst, dass das die beste Person dafür wäre.

Das Jugendamt nimmt jedenfalls auf Taufpaten nicht viel Rücksicht, für die sind das fremde Menschen, wenn die nicht mit Euch verwand sind.

Redet noch mal mit Eurem Taufpaten und bevor er den Job halbherzig übernimmt, lasst es lieber und sucht Euch jemand anderen aus.

Liebe Grüße!