Bleibt der Mutterinstinkt nicht auf der Strecke?

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Beitrag von schnuffelschnute 13.09.06 - 13:04 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

heute in der Pekip Gruppe kam eine Diskussion auf, die ich hier vielleicht auch mal anregen möchte!

Es gibt so viele viele Bücher und Regelwerke, nach denen sich ein Kind zu entwickeln hat, dass ich mich frage, ob unser Mutterinstinkt nicht dabei auf der Strecke bleibt.
Was ich meine ist:

"Wenn dein Kind nicht bis dann und dann krabbelt, MUSS es Krankengymnastik bekommen"
"Ein Kind MUSS auf dem Bauch liegen lernen, auch, wenn es das nicht gerne macht"
Das Thema Beikost und/oder Stillen/Flaschennahrung sei nicht unerwähnt, denn auch da gibts 100000 Bücher drüber.
"Ein Kind braucht mit 6 Monaten keine Mahlzeit nachts"
und
und
und

Das fängt doch schon in der Schwangerschaft an: Was darf man essen, was nicht, darf ich tanzen gehen oder nicht, darf ich auf dem Bauch schlafen oder nicht..... Für alles gibts schlaue Bücher und Ratgeber.

Man steht im Babyladen und weiß schon nicht mehr, welche Flasche man nehmen soll:

Die grüne mit dem gelben Deckel und der großen Öffnung oder die kleine blaue mit dem lila Sauger und der anatomisch korrekten Form.... Der blanke Wahnsinn und Horror, vor allem für "Erstmamis"

Verlernen wir nicht über soviele Studien, Regeln etc das "auf den Bauch hören"?

Ich bin der Meinung, dass durch solche Sachen eine riesige Verunsicherung statt findet!

Nicht, dass ich diese Bücher und Ratgeber, Ernährungswissenschaftler und so weiter ablehne, sie sind (dosiert angewandt) sicher hilfreich!

Ich bin gespannt auf eure MEinungen!

LG

Ariane + Natascha (8) + Maya *10.05.06 (fotos in der VK)

Beitrag von juliocesar 13.09.06 - 13:14 Uhr

hallo ariane

hast schon recht. bin zwar selber eine, die sehr gerne in büchern rumstöbert, aber meistens picke ich mir das raus, was mir gefällt. dh habe schon einiges gelesen, dass mir viel geholfen hat, meist aber was es mehr eine sachliche, offizielle bestätigung davon, was ich eh schon für richtig halte. ich find's gut und richtig sich zu informieren, doch am schluss entscheidet doch der bauch.
alles gute

p.s. besuche auch das pekip und auch dort nehm ich nur das mit, was mir wirklich zusagt. z.b. solle man unbedingt die babies auf dem wickeltisch frisch machen, weil da die presenz grösser sei, aber wenn meine dann mal grösser ist und richtig loszappelt, geht bei mir die sicherheit vor und dann wickle ich sie lieber am boden.
oder: ich solle meine kleine im tragetuch so binden, dass ihre arme eingewickelt sind, damit sie näher an mir sei. wenn sie nun aber so einen bewegungs- bzw. freiheitsdrang hat, und sich von so viel tuch befreien möchte, dann nehm ich ihr halt die armen raus.
habe relativ glück bei unserer leiterin, die relativ offen ist, z.b. sagt, man solle die kinder nur in dem fördern, zu dem sie auch wirklich bereit seien und nicht puschen. andere pekip-leiterinnen sollen aber z.t. ganz schön heftig reagieren, wenn jemand mit babybiörn kommt, früh zu füttert, babysitter einsetzt, etc. ich finde, mann sollte sich informieren, auf alle seiten hinhören aber nichts davon übernehmen, hinter dem man nicht stehen kann.

lg gabriela und saskia

Beitrag von braut2 13.09.06 - 13:23 Uhr

na dann bin ich ja mal auf meinen pekip-kurs gespannt. fängt in 2 wochen an. aber ich möchte schon hoffen das die leiterin da auch offen für alles ist und nicht ihre meinung aufdrängt.
und ich mach das auch so: manchmal wasch ich unsere maus auch auf ihrem bett- handtuch drunter und los gehts. da quängelt sie nicht so oft wie auf dem wickeltisch. und manchmal wechsel ich ihr da auch die windel.
und ja, ich bin auch eine bb-benutzerin. HILFE. das ist auch sowas wo ich mich auf meinen instinkt verlasse. allerdings benutzen wir ihn relativ selten.
und ja, ich gebe ihr schon beikost. seit ein paar tagen bekommt sie mittags reisflocken mit MuMi angemacht.

das ist eben das, was ich für okay halte.
mal sehen wie das im pekip ankommt #schwitz

lg ilona

Beitrag von braut2 13.09.06 - 13:17 Uhr

ja, ich bin schon der meinung das viel vom mutterinstinkt unterdrückt wird oder einfach verlernt wird. man hört auf andere leute oder unterdrückt seine gefühle.
bsp: freundin von mir wurde direkt nach der geburt mit meinungen über das stillen vollgepumpt...........am schlimmsten war ihre eigene mutter: du musst das so machen und so und so... . und am ende: hatte sie eine brustentzündung nach der anderen und hat nach 3 wochen abgestillt. heute, sagt sie, sie würde sich nicht mehr soviel reinreden lassen.
und genau danach versuch ich zu leben. ich hole mir gerne hier tipps und anregungen, und auch vom doc lass ich mir viel sagen. aber wie ich es umsetze, das überlass ich mir.
das ist schwer. wenn von jeder seite was anderes gesagt wird. obs um beikost oder windeln, oder ums baden oder um die pflege geht.
ich mach es, wie ich es denke.
und gottseidank unterstützt mich meine hebi da voll und ganz. sie sagt immer: du bist rund um die uhr mit deinem kind zusammen, du weißt was es braucht und wie es ist. lass dich nicht beirren.
und solange sie nicht echt krank ist, lass ich es bei meinem instinkt ;-)

in der hoffnung das ich das richtige mache,
verabschiede ich mich

lg ilona und helena

Beitrag von didda79 13.09.06 - 13:19 Uhr

Hi,

das ist der Grund, warum ich in der SS nur die Untersuchungen machen hab lassen und sonst hat meine FÄ nichts zu sagen gehabt.
Hab auch nie nach irgendwas gefragt.
So habe ich alles gegessen oh Wunder auch mal Salami oder Camembert und mein Kind ist quickfidel.

So nun ist mein Kind auf die Welt gekommen, die Mutti wusste weder, wie mans wickelt, stillt oder umzieht, wie denn auch, hatte ja noch nie ein Kind, ja das arme Kind musste vieles über sich ergehen lassen, bis ich endlich die nötige Routine hatte.

Ich hatte NULL Ahnung, wann sich ein Baby drehen sollte, wann es sitzen sollte, wieviel und was es wann essen sollte.
Ich hab es einfach gemacht!
So, das Kind lebt jetzt immer noch, ohne Bücher und Zeitschriften.

Das erste Buch, dass ich über Kinder lese, heisst "In Liebe wachsen" über Erziehung.
Ich hoffe ich mache alles richtig und jetzt habe ich auch das GEfühl, ein Buch zum Anhalt zu brauchen.
LG Birgit

Beitrag von schnullabagge 13.09.06 - 13:22 Uhr

Hallo!
Ich weiß was du meinst... am meisten haben mich diese Stillbücher geärgert und deprimiert. Nina kam 3 Wochen früher zur Welt wollte /Konnte partout nicht an der Brust trinken. In diesen Bücher sah alles immer so toll aus... kein Problem etc. auch die Hebammen und Schwestern wußten alles besser... dadurch hatten wir einen bescheidenen Start... zu Hause habe ich festgestellt, dass man tatsächllich öfter auf seinen Bauch hören sollte... Gute Tipps und Anregungen sollte man ruhig mitnehmen, allerdings sagt einem der Instinkt doch oft genau das richtige... (in unserem Fall zum Beispiel: ABSTILLEN!)
Liebe Grüße
Steffi und Nina Juli (Link zur HP über VK)

Beitrag von niedliche1982 13.09.06 - 13:24 Uhr

Hallo :-)


ja, das ist ein brisantes thema!!!!

in der schwangerschaft hab ich mich mehr oder weniger auf mein bauchgefühl verlassen... hab bis zu 32.ssw auf dem bauch geschlafen .... salami, schinken u. käse gegessen ;-)
aber auch auf viele vitamine geachtet!!!

was vanessa jetzt betrifft, mach ich beides!!! bauchgefühl u. diese sogenannten bücher sowie viele tips von freunden u. urbia :-p ... in endeffekt lande ich immer beim einem mischmasch ;-) bauchgefühl u. tips von anderen...

bis jetzt fahr ich damit sehr gut u. hoffe das es auch so bleibt!!!

Niedliche+Vanessa *10.05.2006

Beitrag von sissy1981 13.09.06 - 13:25 Uhr

Ich weiß noch als ich mit Damian schwanger war hat mich jeder mit Ratgebern etc. zugeschmissen.

Als meine Hebi kam hat sie die ganzen Teile in ne Kiste gepackt und mir gesagt ich soll mich auf mein Kind konzentrieren - nicht auch irgendwelche Bücher.

Ich habe mich während der SS von Ratgebern, Page, Foren ferngehalten und auf meinen Bauch, mein Herz und mein Gefühl vertraut - naja und ab und an meiner Hebi #hicks;-)

Das wars - und im Nachhinein - es war das beste was ich machen konnte.

Bei Lina da hatte ich in vielem Routine da wars nimmer schlimm - aber ich glaube bei Damian hätte mich schon dieses Forum hier erschlagen und verunsichert.

LG sissy

Beitrag von elaine 13.09.06 - 13:39 Uhr

hallo ariane,

ich habe dir gestern auf deinen kummer thread geantwortet, geht es dir wieder besser??

ich sehe das genauso,das der mutterinstinkt arg unterdrückt wird.

ich weiß noch genau wo ich mit lene schwanger war,habe mich verrückt gemacht und fast nach buch gelebt.

aber jetzt bei louis entscheide ich nur noch nach dem bauchgefühl.ich lese sicherlich auch noch die beiträge aber handele wie ich es für richtig halte.

viele junge mamis sind total verunsichert- zu recht-
also jungmamais--entscheidet nach eurem bauchgefühl !!!

lg elaine mit louis 17 wochen( morgen) und lene bald 6 jahre
http://www.elainelouis.de.beep.de

Beitrag von schnuffelschnute 13.09.06 - 13:44 Uhr

Hallo Elaine,

ja, mir gehts besser, Maya hat heute Nacht fast 5 Stunden am Stück geschlafen, was war das herrlich !

LG

Ariane

Beitrag von kueken_henne 13.09.06 - 13:58 Uhr

Huhu Süße... #liebdrueck

Oh je...ich kann mir wahrhaftig vorstellen was da dann abgelaufen ist...warst dann die böse ja?

Also ich muss sagen in der #schwangerschaft habe ich mir viele Zeitschriften geholt und auch am Anfang meiner Mutterzeit...was jedoch schnell abnahm...denn man kann sich nicht nach allem richten...und man will es doch auch nicht... :-)
Und genauso ist es hier...man überlegt genau was man für eine Disskusion anfängt...denn man kennt ja schon aus Erfahrungen was dann abgeht... :-[
Ich sag da nur : ÜBERMAMAREGELN
Echt schlimm...
Ich denke mal, jede Mama versucht ihr bestes und weiß auch instinktiv was das Beste ist. ;-)
Wie viele schwören hier auf das Buch :"Ohje, ich wachse" ...und ich ließ mich mitreißen und habs mir bei EBAY geholt...und mein Fazit?

#stern ich hab 1x drin geblättert und es dann nie mehr angerührt...

Genauso diese Disskusion, sobald #baby mal nicht normal sich wie immer verhält, heißt es gleich : DAS IST EIN SCHUB.
Schwachsinn...auch wir haben doch mal ein schlechten Tag...so geht es den kleinen #babys auch...

Und das Thema Stillen/Flasche/Beikost...mensch...wenn die #babys net allergiegefährdet sind, warum soll man net anfangen...es ist jedem überlassen...und wenn sie #babys vertragen ist doch alles ok...
Und die Disskusionen, warum, weshalb und wieso man nicht stillt...jeder entscheidet selbst...und ich bin bekennende NICHTSTILLERIN...
Meine Maus ist kerngesund und bekommt seit Geburt die Flasche... :-D

So...nun hab ich glaub ich genug in die "Wunde" gestreut...und kann gesteinigt werden...aber vorher schaut mal in meine VK...da ist unten ein neues Bild drin... :-)

#herzliche Grüße
Yvi :-)

Beitrag von ayshe 13.09.06 - 14:00 Uhr

hallo,


also ich finde es gibt verschiedene dinge:

manches sollte automatisch durch instinkt laufen,
nämlich der UMGANG mit dem baby,
z.b. daß man es nicht allein schreien läßt,
nicht "weglegt" , sondern eben SEINE INSTINKTE ernst nimmt
und dadurch auch die eigenen instinkte wachgerufen werden.


andererseits gibt es sachliche, medizinische entwicklungsdinge,
die oft durch statistiken belegt werden,
z.b. daß die körperliche motorik, drehen, robben, krabbeln, laufen, sprechen usw. bei meinetwegen 90% aller babys in demselben alter kommen oder derselben reihenfolge.
das hat ja nichts mit dem mutterinstinkt zutun.

sicher haben da die altersangaben wegen der ausnahmen große spannen.
wenn man zb aber merkt, daß ein kind (übertrieben) mit 3 jahren immer noch nicht spricht, sollte man es wohl mal untersuchen lassen, gehör.

ansonsten fand ich es immer interessant zu lesen, wie das baby nach der geburt nahc und nahc die umwelt immer wieder neu wahrnimmt, genauso interessant wie die körperliche entwicklung meiner tochter in meinem bauch aus schwangerschaftsbüchern.


das thema Beikost und/oder Stillen/Flaschennahrung
ist vllt ein zwischending zwischen instinkt und sachlichem wissen.
stillen kenne ich selber eher als völligen instinkt,
also wann, wie oft, wie lange anlegen usw.
aber infos über saugverwirrung, stillstreik oder bei problemen sind auch sehr wichtig.
die heutigen gesundheitlichen erkenntnisse zur beikost finde ich auch sehr wichtig.




##
Ich bin der Meinung, dass durch solche Sachen eine riesige Verunsicherung statt findet!
##
wahrscheinlich liegt es daran, daß sich viele aussagen aus allen möglichen büchern widersprechen.
eines sagt:
laß dein baby einfach allein im bett liegen und schreien,
damit es "lernt" allein (ein) zu schlafen,
ein anderes aber:
laß niemals dein baby allein und verzweifelt schreien,
sonst wird das urvertrauen gestört...

aber genau HIER sollte das bauchgefühl und der instinkt einsetzen!!!



aber bei der ernährung zb würde ich mich auf neue erkenntnisse stützen und eben auch die quellen genau überdenken.



also ich lese viel, aber verunsichert bin ich deshalb nicht, eher im gegenteil.
manches finde ich so schrecklich und unnatürlich,
daß ich mein bauchgefühl bestätigt sehe, den ratschlägen NICHT zu folgen,
manches bestätigt mich.



lg
ayshe

Beitrag von hellmi 13.09.06 - 14:29 Uhr

Hallo

Also ich hab außer der "Hebammensprechstunde" kein Buch in der SS gelesen. Und das fand ich richtig gut. Auch als Lukas geboren wurde hab ich mir keine schaluen Ratgeber Bücher etc. geholt. Ich verlass mich echt noch auf meinen Mutterinstinkt und bin damit bis jetzt sehr gut gefahren. Jedes Kind ist doch verschieden und somit helfen diese Bücher nicht unbedingt weiter.

Lg Kerstin Und Lukas