An alle Tagesmütter und Erzieherinnen....??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von babyalarm2006 13.09.06 - 13:53 Uhr

Hallo,

ich bin jetzt 2fache Mama. Ich habe über ein Jahr in einem Kindergarten gearbeitet. Meine Frage(n):

Ein großer Traum von mir war es schon immer, einen kleinen privaten Kindergarten zu haben. Das heißt, ich würde mich gerne selbständig machen wollen. Dürfte ich eine solche Gruppe (ca. 5 Kinder) überhaupt gründen ohne Erzieherin gelernt zu haben? Würde es ausreichen, wenn ich mich beim Jugendamt als Tagesmutter anmelde, die Seminare durchlaufe und dann in die Selbständigkeit gehe?

Was meint ihr. Ich würde so gerne meinen Traum wahr werden lassen, denn jetzt gerade hätte ich die Möglichkeit.

Freue mich über Antworten.

Liebe Grüße Susanne

Beitrag von silkstockings 13.09.06 - 14:05 Uhr

Erkundige dich beim Jugendamt. Eine Kindergruppe kannst du führen, aber keinen "Kindergarten".

Aber die Auflagen sind enorm. So muss das Badezimmer kindgerecht sein usw usw.

Beitrag von babyalarm2006 13.09.06 - 14:08 Uhr

Hallo,

danke erstmal für deine Antwort. Sorry, ích meinte eigentlihc auch Kindergruppe. Das sind ja so Dinge die ich gerne wissen möchte, was alles unbedingt da sein MUSS, wie z. B. evtl. kindgerechte Toiletten usw.

Liebe Grüße Susanne

Beitrag von susanni 13.09.06 - 22:44 Uhr

Eine Gruppe von 5 Kindern kannst du auch als Tagesmutter doch haben! Dann hast du auch keinen Umbau. LG, Susi

Beitrag von prinzessin1976 13.09.06 - 23:04 Uhr

Liebe Susanne,
ich bin Erzieherin und bin nicht selbständig aber ich kann Dir eine gute Nachricht geben: DU musst keine Erzieherin sein um eine kleine Gruppe zu eröffnen! Allerdings ist die Anzahl der KInder die Du alleine betreuen darfst begrenzt. Ich glaube bis 4 Kinder darf man betreuen! Allerdings ist es immer notwendig mit dem Jugendamt zu arbeiten! Schon bei einem einzelnen Tageskind ist es von Vorteil es über das Jugendamt laufen zu lassen...dort bekommt man alle wichtigen Voraussetzungen und Richtlinien mitgeteilt!!!!

Meine persönliche Meinung ist eher eine schlechte Nachricht für Dich denn im Grunde ist ja nichts gegen Kinderbetreuung in Form von Tagesmüttern einzuwenden jedoch habe ich starke Bedenken das die meisten (nicht alle) Tagesmütter wirklich... wie soll ich es ausdrücken?...pädagogisch und psychologisch gesehen, richtig handeln wenn es hart auf hart kommt! Im Grunde ist es ja toll und schön dass es so viele Frauen gibt die Kinder lieben und sich auf diese Weise einen Weg in die Selbständigkeit gefunden haben bzw suchen!

Ich habe 5 Jahre an einer Fachschule (inklusive Praktikum)abgeackert bis ich mich "Erzieherin" nennen durfte.
Ich finde es ja schön das mehr Frauen/Mütter wieder arbeiten gehen können weil es so liebe Tagesmütter gibt die ihre Kinder in liebevolle Hände nehmen. Nur Frage ich mich warum Érzieher dann 5 Jahre lernen und am Ende "Nichtgelernte" unseren Job erledigen und Kinder erziehen!

Wissen ungelernte Tagesmütter etwas über die unterschiedlichen Entwicklungsphasen durch die alle Kinder bzw Menschen gehen! Welche Schwerpunkte die einzelnden Phasen aufweisen und was man als Betreuer, für die Arbeit mit Kindern, in den betreffenden Entwicklungsstufen, wissen sollte!? Können sie eine Gruppenanlyse erstellen? Können sie dei Kinder beobachten und eine Analyse erstellen um evtl. Entwicklungsdefizite erkennen und fördern zu können? usw. usw.

Ich bin Mutter eines Sohnes von 3 Jahren. Als er 10 Monate alt war habe ich ein 8 Monate altes Baby in meine Obhut genommen und ihn betreut bis ich letztes Jahr zurück in den Kindergarten gegangen bin!
Meistens suchen Familien eine Betreuung für unter 3-jährige denn ab 3 bekommen die meisten Kinder einen Kindergartenplatz! Also sagen wir die Kinder sind 1-2 wenn eine Betreuung gesucht wird. Dann stelle ich mir vor wie eine Frau mit 4 Kindern die höchstens 2 jahre (wahrscheinlich jünger) alt sind alleine ist. Die wird nun hauptsächlich damit beschäftigt sein den Alltag zu organisieren und rumzukriegen und wird nicht sehr viel Zeit haben sich auf die Entwicklungsphasen der Kinder oder ähnlichem zu konzetrieren!

Also erkundige Dich beim Jugendamt aber ich persönlich denke es reicht nicht aus, Kinder lieb zu haben. Wenn man sich beruflich auf sie einlassen möchte sollte man zumindest mal einige Fachbücher lesen um einigermassen Durchblick zu kriegen!

Wenn Kinder tatsächlich nicht mehr brauchen als ein wenig Liebe dann weiss ich nicht wozu ich dann gelernt habe!? Versteh mich nicht falsch es ist nicht bös gemeint aber dass ist die Sicht aus meiner Perspektive!

Beitrag von positiones 13.09.06 - 23:10 Uhr

Genau so sehe ich das auch!!
Alles ganz genau auf den Punkt gebracht :-)

Liebe Grüße Nicole und Fernando fast 1 Jahr

(Werde nächste Jahr auch wieder halbtags in Kita arbeiten gehn, mit einer AUSBILDUNG als Fachkraft..)

Beitrag von prinzessin1976 13.09.06 - 23:17 Uhr

Habe schon erwartet dass ich nun ein Donnerwetter zu hören bekommen. *grins*

Ich bin wieder angefangen als mein Kleiner fast 2 war und es war genau der Richtige Zeitpunkt! Er hatte die Acht-Monatsangst bereits überwunden und ein gutes Urvertrauen aufgebaut! Der Einstieg in die Krippe war für ihn sehr entspannt und nach wenigen Trränen alles Palletti. Zurück im Kindergarten(Teilzeit) geniesse ich die Arbeit sehr und auch die Zeit zu hause ist unbeschreiblich schön! Man geniesst es viel mehr als wenn man "nur" zu Hause ist! Jetzt ist mein Sohn im Kindergarten und bisher nicht eine Träne vergossen! Puh... :-)

Ich wünsche Dir einen schönen Start zurück im KIGA!

Beitrag von susanni 14.09.06 - 22:41 Uhr

Hallo :-)
Kein Donnerwetter!
Ich fand den Beitrag sehr interessant, aber ich finde nicht, das Kinderbetreuung nur mit so einer Fachausbildung gemacht werden sollte.
Wenn man so weiter denkt, dann müsste man doch auch sagen, nur studierte Akademikerinnen sollen sich um Kinder kümmern, weil Akademiker nun einmal besser ausgebildet sind als mit "nur" einer Ausbildung zur Erzieherin. Nicht falsch verstehen bitte!
Klar sind Fachkenntnisse gut und förderlich, aber Kinderliebe ist doch das wichtigste.#herzlich

Beitrag von prinzessin1976 15.09.06 - 08:14 Uhr

Wenn man es ganz genau nimmt sind Sozialpädagogen und Erzieherin zwei total unterschiedliche Berufe!!!

Ich arbeite mit 2 Sozialpädagogen zusammen und bin froh darüber denn sie sehen Situationen manchmal aus ganz anderer Perspektive und geben andere Ideen mit ein als wie "nur" eine Erzieherin!
Umgekehrt sieht es jedoch genauso aus! In der Erzieherausbildung werden einem Wissen vermittelt die im Sozialpädagogik-Studium nicht einmal angesprochen werden!

Ich bin absolut dafür Sozialpädagogen in die Einrichtungen gehen und in zusammenarbeit mit Erziehern!!!! WEIL zwei Berufe mit Schwerpunkt Sozialpädagogik sehen und wissen mehr als nur ein Beruf!!!!!
Da stimme ich voll zu!

Kinder brauchen LIEBE!!! GAnz genau!!! Das ist, würde ich auch. sagen das Wichtigste!
Jedoch ist ganz klar dass um eine glückliche Kindheit zu haben ein bissel mehr dazu gehört!!!
DEnn Liebe kann von Eltern auch manchmal etwas missverstanden werden und dann ist es wichtig dieses als Betreuerin zu erkennen und in einem Elterngespräch mehr über die Familie herauszufuinden und den Eltern mit Rat und Tat bei Seite zu stehen!

Und genau da bezweilfle ich z.B dass eine Tagesmutter, die lediglich gesetzliche Infos und einige Praktische Tips vom Jugendamt bekommt, in der Lage ist sinnvolle Elterngespräche führen zu können!
Dies ist nur ein Beispiel!!!!

Als ich diesen Beruf ergriff hätte ich nie gedacht dass ich Kinder tatsächlich "erziehen" müsste weil ich der Meinung war das meiste täten ja eh die Eltern und der Kindergarten ist lediglich eihne Ergänzung zur Familie! Als ich dann in die Praxis kam wurde ich schnell des besseren belehrt denn die wenigsten Familien kommen ohne Proböleme in den Kindergarten. Zu Beginn zeigen sie nur ein Lächeln und friedlichen Sonnenschien und später dann beobachten wir die Problem oder sie sprechen uns direkt an!

Wie gesagt...diese Probleme würden von Nichtgelernten wohl gar nicht erst erkannt werden und je länger man wartet desto Eingfahrener werden die Situationen!

Ich glaube aber es gibt sicher einige Tagesmütter die was drauf haben und sich tatsäcjlich schlau gemavcht haben bevor sie ein Kind in Obhut nehmen!


Beitrag von susanni 17.09.06 - 21:48 Uhr

#herzlichHallo

und vielen Dank!

Ich sehe das jetzt auch so wie du!

Habe lange nachgedacht, und du hast richtige Punkte gebracht.

Noch einmal Danke &
lieben Gruss,

Susanni <-------- die gerne dazulernt :-)

Beitrag von prinzessin1976 17.09.06 - 22:03 Uhr

Ja das ist doch immer weider schön dazu zu lernen!!!
ich habe auch noch mal nachgedacht nachdme ich mein Letzten beitrag hierzu geschrieben habe und überlegte mir dass wenn Liebe dass einzig und wahre wäre hätte ich ja nicht lernen müssen genausowenig wie Sozialpädagogen! Aber schön dass wir menschen immer wieder dazú lernen und ich freue mich auf nöächste Woche da gehe ich zur Fortbildung!#freu