An alle Tagesmütter und Erzieherinnen....??

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von babyalarm2006 13.09.06 - 14:10 Uhr

Hallo,

ich bin jetzt 2fache Mama. Ich habe über ein Jahr in einem Kindergarten gearbeitet. Meine Frage(n):

Ein großer Traum von mir war es schon immer, einen kleinen private Kindergruppe zu haben. Das heißt, ich würde mich gerne selbständig machen wollen. Dürfte ich eine solche Gruppe (ca. 5 Kinder) überhaupt gründen ohne Erzieherin gelernt zu haben? Würde es ausreichen, wenn ich mich beim Jugendamt als Tagesmutter anmelde, die Seminare durchlaufe und dann in die Selbständigkeit gehe?

Was muß alles da sein um eine solche Gruppe gründen zu dürfen?

Was meint ihr? Ich würde so gerne meinen Traum wahr werden lassen, denn jetzt gerade hätte ich die Möglichkeit.

Freue mich über Antworten.

Liebe Grüße Susanne

Beitrag von itten 13.09.06 - 15:25 Uhr

Hallo
Frage mal bei deinen jugendamt nach.die können dir sicherlich weiter helfen. bei uns in thüringen muß mal einen lehrgang besuchen.
netti

Beitrag von hummelinchen 13.09.06 - 20:35 Uhr

Hey,
vielen Fragen - keine Antwort #schwitz
Aber ich möchte dich ermutigen, deinen Weg zu gehen. Und wenn es nur mit vier Kindern geht, dann halt nur mit vieren... Egal, mach das!!! #herzlich
Erkundige dich beim Arbeits- und Jugendamt und LOS!!!

lg Tanja

Beitrag von prinzessin1976 13.09.06 - 23:39 Uhr

Liebe Susanne,
ich bin Erzieherin und bin nicht selbständig aber ich kann Dir eine gute Nachricht geben: DU musst keine Erzieherin sein um eine kleine Gruppe zu eröffnen! Allerdings ist die Anzahl der KInder die Du alleine betreuen darfst begrenzt. Ich glaube bis 4 Kinder darf man betreuen! Allerdings ist es immer notwendig mit dem Jugendamt zu arbeiten! Schon bei einem einzelnen Tageskind ist es von Vorteil es über das Jugendamt laufen zu lassen...dort bekommt man alle wichtigen Voraussetzungen und Richtlinien mitgeteilt!!!!

Meine persönliche Meinung ist eher eine schlechte Nachricht für Dich denn im Grunde ist ja nichts gegen Kinderbetreuung in Form von Tagesmüttern einzuwenden jedoch habe ich starke Bedenken das die meisten (nicht alle) Tagesmütter wirklich... wie soll ich es ausdrücken?...pädagogisch und psychologisch gesehen, richtig handeln wenn es hart auf hart kommt! Im Grunde ist es ja toll und schön dass es so viele Frauen gibt die Kinder lieben und sich auf diese Weise einen Weg in die Selbständigkeit gefunden haben bzw suchen!

Ich habe 5 Jahre an einer Fachschule (inklusive Praktikum)abgeackert bis ich mich "Erzieherin" nennen durfte.
Ich finde es ja schön das mehr Frauen/Mütter wieder arbeiten gehen können weil es so liebe Tagesmütter gibt die ihre Kinder in liebevolle Hände nehmen. Nur Frage ich mich warum Érzieher dann 5 Jahre lernen und am Ende "Nichtgelernte" unseren Job erledigen und Kinder erziehen!

Wissen ungelernte Tagesmütter etwas über die unterschiedlichen Entwicklungsphasen durch die alle Kinder bzw Menschen gehen! Welche Schwerpunkte die einzelnden Phasen aufweisen und was man als Betreuer, für die Arbeit mit Kindern, in den betreffenden Entwicklungsstufen, wissen sollte!? Können sie eine Gruppenanlyse erstellen? Können sie dei Kinder beobachten und eine Analyse erstellen um evtl. Entwicklungsdefizite erkennen und fördern zu können? usw. usw.

Ich bin Mutter eines Sohnes von 3 Jahren. Als er 10 Monate alt war habe ich ein 8 Monate altes Baby in meine Obhut genommen und ihn betreut bis ich letztes Jahr zurück in den Kindergarten gegangen bin!
Meistens suchen Familien eine Betreuung für unter 3-jährige denn ab 3 bekommen die meisten Kinder einen Kindergartenplatz! Also sagen wir die Kinder sind 1-2 wenn eine Betreuung gesucht wird. Dann stelle ich mir vor wie eine Frau mit 4 Kindern die höchstens 2 jahre (wahrscheinlich jünger) alt sind alleine ist. Die wird nun hauptsächlich damit beschäftigt sein den Alltag zu organisieren und rumzukriegen und wird nicht sehr viel Zeit haben sich auf die Entwicklungsphasen der Kinder oder ähnlichem zu konzetrieren!

Also erkundige Dich beim Jugendamt aber ich persönlich denke es reicht nicht aus, Kinder lieb zu haben. Wenn man sich beruflich auf sie einlassen möchte sollte man zumindest mal einige Fachbücher lesen um einigermassen Durchblick zu kriegen!

Wenn Kinder tatsächlich nicht mehr brauchen als ein wenig Liebe dann weiss ich nicht wozu ich dann gelernt habe!? Versteh mich nicht falsch es ist nicht bös gemeint aber dass ist die Sicht aus meiner Perspektive!