Eignungstest für Berufsanfänger....

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von baerbel_baer 13.09.06 - 18:28 Uhr

Hallo alle zusammen,


ich suche Hilfe oder Tipps für meine 16jährige Tochter sie hat sich jetzt an vielen Stellen beworben um eine Kaufmännische Ausbildung, jetzt geht es um den Einstellungs- oder Eignungstest kann uns jemand seine Erfahrungen schreiben mit gerne ein wenig Inhalt des Testes.

Auch ne Homepage wäre klasse mit Eignungstesten....
Freue mich über jede Antwort...........................

grüße baerbel_baer

Beitrag von wasteline 13.09.06 - 19:55 Uhr

google ist Dein Freund

http://ruv.cocomore.com/einstellungstest/

Beitrag von nica76 13.09.06 - 22:06 Uhr

Hallo,

mit Sicherheit wird Deine Tochter jede Menge Tests im Netz finden, aber ob es was bringt? In jeder Firma gibt es verschiedene Tests, überall werden die Schwerpunkte anders gesetzt.

Sie wird sich mit fremden Eignungstests nur unnötig den Kopf voll machen. Bei uns geht es nächste Woche auch los und ich kenne die Tests (muss sie auch auswerten). Die Dinge, die dort abgefragt werden können nicht durch das Auswendiglernen von Fremdtests beantwortet werden. So hart es klingt: das, was in der Schule versäumt wurde und an Allgemeinbildung oder Orthografie fehlt, kann nicht auf diese Weise nachgeholt werden.

Wobei ich Deiner Tochter jetzt nicht unterstellen möchte, dass sie Bildungsdefizite hat. Und ich kann auch verstehen, dass man vor seinem ersten Eignungstest nervös ist und versucht, sich vorzubrereiten.

Eignungstests sind keine unüberwindbare Hürde, bei uns sind sie sogar auf verschiedene Bildungsgänge abgestimmt.

Mein Tipp also: Finger weg von Tests aus dem Internet. Lieber in der nächsten Zeit noch mal Galileo, Welt der Wunder oder WiSo gucken. Und am Vorabend des Tests früh ins Bett und ausgeschlafen erscheinen. Alles weitere wird sich von alleine geben.

Gruß, Nicola

Beitrag von baerbel_baer 13.09.06 - 22:24 Uhr

hallo du,

ja genau meine tochter hat kein bildungsdefizit aber leider einer form der epilepsie das sie auch immer schon sehr langsam macht bei aufgaben, deshalb ist es für meine tochter einfach besser was neues mal kurz anzusehen oder auch zu probieren das macht sie einfach selbstsicherer.....


grüße baerbel_baer

Beitrag von nica76 14.09.06 - 07:08 Uhr

Guten Morgen,

ich kann wieder mal nur aus eigener Erfahrung sprechen, bzw. aus der Erfahrung unserer Firma....

Ich denke, wenn es bei uns den Fall gäbe, dass eine Bewerberin durch eine diagnostizierte Krankheit beeinträchtigt wäre, also vor allem langsamer als die anderen, dann würde sich hier mit Sicherheit eine Lösung finden. Vielleicht kann man mit den AG's in spe reden, dass sie ihr ein bißchen mehr Zeit einräumen?

Aber wenn ihr die Vorbereitung reicht, dann kann ich Dir zumindest mal sagen, wie sich die Tests bei uns aufgliedern. Also: Ausbildungsberuf ist Industriekauffrau. Wir haben zuerst den allgemeinen Teil, der verschiedene Dinge des Allgemeinwissens (z.B. Bundesländer, Hauptstädte, Assoziationen, leichtere Matheaufgaben wie Prozentrechnen) abfragt. Dann kommt ein Deutschtest. Bei dem ist es wichtig, dass vor allem die vorgegebenen Texte gründlich gelesen werden. Nicht vom Zeitdruck unnötig hetzen lassen. Ein gut durchgelesener Text beantwortet die meisten Fragen von alleine. Und dann gibt es bei uns noch den sogenannten Epska-Test, der eine Art Persönlichkeitsabfrage ist. Auf den kann man sich nicht vorbereiten. Wichtig ist hierbei, dass alle Fragen ehrlich beantwortet werden und man nicht die Antwort angibt, von der man meint, dass der Ausbilder sie hören möchte.

Also, wie schon gesagt: kein Eignungstest ist unüberwindbar. Sag Deiner Tochter, sie soll sich nicht verrückt machen. Haufenweise Schüler schaffen diese Tests jedes Jahr, so schlimm können sie also nicht sein.

Und auch noch mal wichtig: Pünktlich erscheinen und ausgeschlafen sein!! Du glaubst gar nicht, was wir hier schon alles erlebt haben!

Ich drück Deiner Tochter die Daumen!

Gruß, Nicola

Beitrag von miau2 14.09.06 - 11:13 Uhr

Hi,
ich habe (allerdings schon eine Weile her) mehrere ACs bei Banken mitgemacht.

Meistens haben die sich aus verschiedenen Bausteinen zusammengesetzt:
- Vorstellungsrunde
- Interview (ähnlich wie Bewerbungsgespräch) - da war dann jeder Bewerber einzeln dran und ohne, dass die anderen dabei waren
- "Problemlösungsaufgabe", die im Team bewältigt werden musste...wir mussten z.B. eine Veranstaltung organisieren, jedes Teammitglied hatte dabei eine Funktion und bestimmte Vorstellungen über die Veranstaltung vorgegeben (diese Vorstellungen passten natürlich überhaupt nicht zusammen, das war ja der Sinn der Übung...)...wir wurden bei den Besprechungen beobachtet, bei der Präsentation...wichtig war dabei nicht nur das Endergebnis, sondern auch und vor allem, wie sich jeder einzelne eingebracht hat und durchsetzen konnte/wollte bzw. da wo es sinnvoll war auch mal zurückgesteckt hat
- Allgemeinwissen wurde abgefragt - kann auch im Interview geschehen, evtl. durch einen Aufsatz zu einem Thema (bei der Gelegenheit lässt sich dann auch prima die Rechtschreib-Fähigkeit der Bewerber überprüfen)
- "Einsteiger-Fachwissen" wurde auch verlangt, man sollte also schon wissen, auf was und bei wem man sich bewirbt
- Logik-Aufgaben waren dabei (einige kennt man aus dem "Ostfriesen-Abitur"...dann mussten Zahlenreihen fortgesetzt werden...Dreisatz-Aufgaben waren dabei usw. usw.)
- Dann gab es noch Tests, wo wirklich auf Stress und Belastung hingearbeitet wurde - hunderte eigentlich leichter Matheaufgaben in extrem kurzer Zeit zu lösen. Es war einfach unmöglich, alle zu schaffen, aber das wurde natürlich nicht vorher gesagt (erst hinterher in der Auswertung - es hat wirklich noch nie einer alle lösen können).
- Dann kommen, je nach Arbeitsgebiet, oft Aufgaben wie Termine koordinieren, Posteingang bearbeiten usw. - alles natürlich mit Vorgaben, die sich teilweise widersprechen, und unter Zeitdruck
- bei einem Test mussten wir die Rechtschreibung von einem vorgegebenen Text überprüfen
- bei einem mussten wir (jeder für sich) nach kurzer Vorbereitungszeit was präsentieren - damals noch mit Folien und Overhead, keine Ahnung, ob heute auch schon PC-Kenntnisse verlangt werden

Da gibt es ein ziemlich breites Spektrum...ich weiß nicht, wie weit sich das bis heute verändert hat, aber die "Soft-Skills", die oft besonders getestet werden, wie Belastbarkeit, Teamgeist usw. haben sich ja seit dem nicht so verändert.

Viel Erfolg jedenfalls,
Miau2