Wir waren bei Dr. Biedermann *Bericht + Fragen*

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von baby09 13.09.06 - 19:21 Uhr

Huhu, guten Abend!

Unser Tochter Joana (12 Monate) ist ein Kiss-Kind, welches bisher mit Physiotherapie nach Bobath und Osteopathie behandelt wurde. Leider wurde es dadurch nur minimal besser. Nun hatten wir gestern endlich einen Termin bei Dr. Biedermann in Köln (er ist quasi der Guru, was Kiss betrifft ;-)). Ich kann gar nicht aufhören zu schwärmen davon, wie liebevoll dieser Mann mit unserer Tochter aber auch mit uns Eltern umgegangen ist #pro Zudem ist er sehr humorvoll, angenehm ruhig und er erzeugte bei uns 100%iges Vertrauen. Kurzum: Joana's Halswirbelsäule war mehrfach "verdreht", was er nun "repariert" habe (so drückte er es aus). Unserer Maus gefiel die Behandlung überhaupt nicht, und weil sie so sehr schrie, habe ich gleich mal ne Runde mitheulen müssen. Diese großen Augen, die mich hilfesuchend anblickten....#heul
Joana hat eine Fehlstellung am linken Füßchen, wogegen er leider auch nichts machen konnte. Er sagte uns, dass sie einen niedrigen Muskeltonus in den Beinen habe, und dass sie dadurch, und durch die Fußstellung, wahrscheinlich noch etwas länger brauchen würde, bis sie laufen lernt. Krankengymnastik wäre weiterhin sinnvoll solange Joana Lust darauf hat. Wir waren ein wenig traurig als er das sagte, aber er schaffte es uns wieder aufzubauen. Na und...dann lernt unsere Püppi eben später laufen. Uns stört's nicht!
Joana ist übrigens rothaarig und sehr temperamentvoll (was rothaarigen Menschen ja auch nachgesagt wird). Dr. Biedermann meinte zum Abschied: "Wenn sie diese kleine rothaarige Lady bändigen wollen, habe sie noch ein gutes Stück Arbeit vor sich.". Mein Mann und ich mussten herzhaft lachen.

Nun zu meiner Frage: Dass nach der Behandlung eine Erstverschlimmerung eintreffen kann, habe ich schon einmal gehört. Aber wie lange dauert diese Phase? Die letzte Nacht war eine echte Katastrophe, der heutige Tag der Horror, und die folgende Nacht wird bestimmt auch nicht besser (Joana liegt seit einer Stunde im Bett und war schon zweimal wach #schmoll). Wie war es bei Euch, sofern Euer Kind schon einmal bei Dr. Biedermann oder seinen Kollegen wegen Kiss behandelt wurde? Waren Eure Kids anschließend wirklich ausgeglichener? Joana hat enorme Verdauungsstörungen, die von Kiss herrühren könnten. Habt Ihr Erfahrungen, was eine Besserung durch die Behandlung betrifft?

Ich hoffe auf viele liebe Antworten!

LG Yvonne mit Joana *08.09.2005

Beitrag von sandra_und_luca 13.09.06 - 19:54 Uhr

Huhu Baby

Luca war auch ein Kiss-Kind, wurde jedoch erfolgreich behandelt als er 14wochen alt war, wir brauchten hinterher noch nichtmal krankengymnastik, wir waren zwar nicht bei einem "Guru":-p aber er war sehr sehr gut, die erste nacht war luca auch seeeeeeeeeeehr unruhig konnten aber am nächsten tag schon besserungen feststellen(hatte blockade inner halswirbel und konnte köpfchen nicht richtig drehen), er hat sogar dann sofort auf dem bauch geschlafen(in meinem Beisein) und von da an gings bergauf.
ich kann dir nur sagen, es ist normal wenn die ersten tage schwierig werden, deine kleine merkt jetzt dass sie sich "anders" und auch "besser" bewegen kann und das wird sie jetzt erstmal verarbeiten.....glaube mir, bald wirst du sehen, dass diese Behandlung gut getan hat.

alles liebe

sandra

Beitrag von baby09 14.09.06 - 20:28 Uhr

Hallo Sandra!

Danke, für Deine liebe Nachricht! Ich meine, Joana wäre heute schon viel besser drauf gewesen. Drück uns die Daumen, dass es so bleibt, ja? Was macht eigentlich Luca's Ernährungsproblem? Alles im Griff? Ich wünsche es Euch so sehr!

LG Yvonne mit Joana *08.09.2005

Beitrag von celia79 14.09.06 - 13:25 Uhr

Hallo Yvonne,

da bist Du ja wieder-habe zufällig Deinen Bericht gerade hier gesehen. Das ist ja super, dass er tatsächlich eine Ursache gefunden hat.
Bei uns war diese Erstverschlimmerung auch, ca. 2 Tage, danach wurde es immer besser. Allerdings haben wir nachher unterstützend ja auch noch die Cranio Sacral Therapie machen lassen, vom Ostheopathen. Dr. Biedermann sagte uns damals, dass die Erstverschlimmerung auch mal eine Woche dauern könnte, da wir aber schon mit 3 Monaten da waren, ging es relativ schnell, da der Körper sich noch nicht so an diese Fehlhaltung gewöhnt hatte.
Na ja, ich hoffe, dass es Euch jetzt schon wieder besser geht und denk daran, von nun an gehts bergauf. Und die nachfolgende Therapie kann ich auch nur empfehlen. Aber da hört man sich vorher am besten um, welcher Ostheopath gut mit Kindern umgeht.

LG Celia und Hannah.

Beitrag von baby09 14.09.06 - 20:27 Uhr

Hallo Celia!

Jetzt muss ich aber mal ganz dumm fragen, was genau eine Cranio-Sacral-Therapie ist!? Wir haben einen Osteopathen in der Nähe, der auch auf Kinder spezialisiert ist. Wir waren schonmal dort. Aber was genau würde er mit Joana machen?

Gestern war echt ein Horror-Tag. Joana hat nonstop geschrien bzw. gemeckert. Nichts konnte ich ihr recht machen. Heute war es schon viiiiiiel besser #freu. Sie ist gut eingeschlafen, aber leider schon einmal wiede wach geworden. Ich hoffe so inständig, dass die Schlafprobleme bald der Vergangenheit angehören. Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass Joana jetzt viel besser an der Hand läuft - sie ist nicht mehr so instabil. Überhaupt macht sie mir einen "geraderen" Eindruck! Außerdem hat sie heute nach langer Zeit nochmal richtig gut gegessen. Hoffentlich bleibt es so. Ich kann das ganze noch gar nciht richtig glauben...Wäre das toll, wenn ich das Leben mit meiner Tochter endlich richtig genießen könnte und sie ein wenig zurfriedener und fröhlicher wäre. Schade nur um die vergangene Zeit. Wir hätten früher handeln müssen. Ich habe ein echt schlechtes Gewissen, dass Joana seit einem Jahr Schmerzen erdulden musste #schmoll #heul

LG #liebdrueck

Yvonne mit Joana *08.09.2005

Beitrag von celia79 15.09.06 - 11:21 Uhr

Hallo Yvonne,

habe Dir zu Cranio-Sacral Therapie mal folgenden Text aus dem Netz kopiert, da ich das ganze auch ziemlich kompliziert finde und so gar nicht erklären könnte:

Craniosacrale Körpertherapie
Die Craniosakrale Körpertherapie (auch Craniosakrale Integration oder Craniosakral Movement Therapie) gründet sich auf die Tatsache daß Gehirn und Rückenmark in einem flüssigen Medium "schwimmen", dem Liquor. Der Liqour hat seine eigene Rhytmik (wie Atmung, Herzschlag, Lymphe usw.). Es gibt deutliche Hinweise darauf das Beschaffenheit und Schwingungsverhalten dieses Mediums sich auf die Gesundheit und das geistige und körperlich Wohlgefühl auswirken.

Am Beginn einer Behandlung in Craniosacral Integration - auch Atem der Seele genannt - steht das Ertasten des individuellen Cranio-Rhythmus durch den Therapeuten. Durch dessen präzise Untersuchung und Auswertung wird das Aufspüren von körperinneren Blockaden möglich. Mit Hilfe sanfter manueller Techniken an Schädelknochen, Membranen und am Bindegewebe werden bestehende Einschränkungen des Systems behutsam aufgelöst. Das System wird durch Setzen von Stillpunkten gestärkt und harmonisiert.

Durch die Unterstützung feiner körpereigener Bewegungen und den therapeutischen Dialog sollen traumatische Verletzungen aus dem Zellgedächtnis entlassen werden (Somato-Emotionale-Prozessarbeit). Dadurch können Einstellungen, Gefühle und Denkmuster bewußt werden, die zu Blockierungen im Körper geführt haben.
Günstige Krankheitsverläufe sind dokumentiert bei: Stress, Psychosomatik, Folgen von Unfällen, Stürzen, (Geburts-) Trauma, postoperative Zustände, Schmerzen, Migräne, Schulter- und Rückenbeschwerden, Facialisparese, Tinnitus, Kiefergelenksbeschwerden, Muskelverspannungen, Störungen des Zentralnervensystems wie M. Parkinson, MS, Apoplex u.a.
Weitere Infos: www.cranio.org

Unser Ostheopath sitzt in Cornelimünster (müsstest Du ja kennen, wenn Du aus Stolberg kommst) Wir haben ihn damals über Empfehlung gefunden, ich denke, dass ist gerade bei Behandlung von Kindern wichtig, dass es jemand ist, der sich auf Kinder spezialisiert hat und auch gute Referenzen hat. Insgesamt war ich mit Hannah 3x für je eine Stunde bei ihm. Zu der Zeit hat sie ja sonst immer noch viel geschrien, aber man glaubt es kaum, in dieser Stunde war sie völlig ruhig. So, als ob sie gemerkt hätte, dass er ihr hilft.
Vielleicht kannst Du ja mal im Internet schauen, da gibt es bestimmt auch in Eurer Gegend gute. Oder Du umhörst Dich mal bei anderen Müttern.

Und das mit dem schlechten Gewissen kenne ich, das hatten wir sogar nach nur 5 Monaten Schmerzen. Aber ich denke, dass braucht man überhaupt nicht zu haben, denn auch ihr habt ja alles mögliche für sie getan. Ihr konntet ja auch nicht wissen, dass es immer noch nicht i.O. war. Wenn noch nicht mal ein Kinderarzt sowas sagen kann.
Seid einfach froh darüber, dass es ihr jetzt besser gehen wird.#freu

Liebe Grüsse, Celia.

Beitrag von baby09 16.09.06 - 18:48 Uhr

Hallo Celia!

Danke, für Deine Mühe. Jetzt wo ich das lesen: Joana hat bereits einmal die Cranio Sacral Therapie bekommen und es half super. Ich werde also nochmal einen Termin bei diesem Osteopathen machen. Er war ganz lieb zu Joana und hat seine Arbeit meiner Meinung nach sehr gut gemacht!

LG und "wir lesen uns" ;-)

Yvonne mit Joana +08.09.2005