Ungeplante Hausgeburt

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von tosja 13.09.06 - 20:17 Uhr

Hallo,

unsere zweite Tochter hatte es unheimlich eilig auf die Welt zu kommen.

Am Samstag 09.09.2006 hatte ich in der 40. SSW, nach einem heftigen Hustenanfall aufgrund einer Erkältung, um 23.20 Uhr einen Blasensprung. Den hatte ich bei Zoe auch!

Ich rief also meine Hebamme an, da wir eine ambulante Geburt geplant hatten. Diese meinte ich soll sehen, ob ich überhaupt Wehen bekomme und sie dann noch einmal anrufen.
Die Wehen habe dann ziemlich unregelmäßig angefangen und ich dachte mir, da warte ich noch ein wenig bevor ich hier die Pferde scheu mache.

Hätte ich mal lieber nicht! So kurz nach 2 Uhr kamen sie dann alle 10 Minuten und ich rief unsere Kinderfrau an, damit diese zu uns kommt, um auf Zoe aufzupassen. Ich weckte meinen Mann, der dann 10 Minuten später unter das Dusche verschwand.

Ich hatte mittlerweile echt starke Wehen und dachte mir, dann mache ich es mir noch ein wenig bequem, bevor es ins Krankenhaus geht! Also, ab ins Schlafzimmer und ins Bett gelegt.

Keine 5 Minuten später bekomme ich Presswehen, man war ich in Panik. Ich rief meine Hebamme an und meinte nur: Du, ich habe Presswehen. Sie sagte mir dann, dass sie sofort kommt. Dann versuchte ich meinen Mann unter der Dusche wegzubekommen. Er hörte mich allerdings nicht. Als er endlich fertig war und ich zu ihm sagte, der Kopf ist bald draußen, wollte er mir nicht glauben.

Er half mir dann noch mich auszuziehen, ich immer weiter am pressen, meine Hebamme muss geflogen sein. War ich froh, wie sie endlich da war. Dann hat es keine 10 Minuten mehr gedauert und unsere Jil war um 2.46 Uhr auf der Welt, 55 cm groß und 4220g schwer.

Unsere Kinderfrau ist dann kurz nach der Geburt eingetroffen, sie wollte es garnicht glauben, dass unser Kind schon da ist :-)

War ich erleichtert, dass alles gut gegangen war. Viel später habe ich erst erfahren, dass Jil die Nabelschnur um den Hals gewickelt hatte.


Unsere Große hat sich übrigens sehr über ihre Schwester gefreut!

Alles Liebe für euch

Conny

Beitrag von mezzopalme 13.09.06 - 21:14 Uhr

Wahnsinn!!! Kann mir vorstellen das man da doch ganz schön angst bekommt! Ist ja zum Glück alles gut gegangen!!!

Bist du dann noch ins KH gefahren??? Würd mich mal interessieren!!


LG Claudia

Beitrag von tosja 14.09.06 - 09:29 Uhr

Hallo Claudia,

nein, wir sind zu Hause geblieben. Heute war der Kinderarzt da. Und bisher geht es uns allen ganz gut.

Liebe Grüße
Conny

Beitrag von 75engelchen 14.09.06 - 08:23 Uhr

WOW !!!!!!

Gratuliere ! So ein schweres großes Baby und das ganz allein geschafft !!!! Da sag ich WOW !!!!

LG

Beitrag von tekelek 14.09.06 - 09:31 Uhr

Hallo Conny !
Herzlichen Glückwunsch zum Schwergewicht (mein Sohn hatte noch knapp 200 g mehr ;-)) !
Ich habe nun schon zwei geplante Hausgeburten hinter mir und würde nie ins Krankenhaus gehen - war denn die Hausgeburt für Dich so schlimm, selbst wenn sie ungeplant war ?
Ich fand es super, in den eigenen vier Wänden zu sein und auch zu bleiben, niemanden um mich zu haben, der mich nervt oder mir etwas aufschwatzen möchte, ich würde es immer wieder so machen (ein drittes Kind ist bei uns nicht ausgeschlossen).
Nabelschnur um den Hals ist übrigens nicht schlimm, außer man nabelt das Kind ab, solange sie noch um den Hals liegt, ansonsten ist das überhaupt keine Problem - ich verstehe diese ganze Panikmache immer nicht. Unser Sohn hatte sie auch um den Hals, hat aber keine Probleme gemacht.
Liebe Grüße und ganz viel Freude mit der "Kleinen",

Katrin mit Emilia-Sofie (20 Monate) und Nevio (11 Tage)

Beitrag von becca04 16.09.06 - 15:09 Uhr

Hallo Conny,

ein Riesen-Kompliment für Deine Nervenleistung, einen solchen Brummer ungeplant (!) zu Hause zu entbinden!! Ich kann Deine Panik beim Pressen ohne Hebi total nachvollziehen: bei meiner ersten Geburt im KH durfte die Hebamme schon in der Eröffnungsphase nicht das Zimmer verlassen, ohne dass ich Zustände bekam.

Ich bereite mich zur Zeit auf eine geplante Hausgeburt vor (bin 36+5) und fürchte, ein ähnliches Schwergewicht auf die Welt "drücken" zu müssen (meine Tochter hatte schon 38 cm KU und 4.340 g) und ich muss sagen, ich grusel mich momentan schon etwas. Aber die Freude auf die Hausgeburt überwiegt total, toi toi toi, dass alles gut klappt!

Ganz liebe Grüße und viel Spaß am neuen Leben zu viert,
Sabi.