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Archiv des urbia-Forums Trennung.

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von foldigu 14.09.06 - 11:06 Uhr

Hallo,
schreibe hier für meine Mum die sich nach Jahren im Streit nun endlich von meinem Stiefvater trennen will.
Nun ist folgendes Problem.
Er wird immer sehr schnell aggressiv und manchmal wirkt er ziehmlich irre.Vielleicht liegt es daran das er Alkoholiker ist und gerne mal kifft,auf jadenfall sind für ihn Materielle Dinge sehr wichtigund er würde das Haus bestimmt nicht einfach so verlassen.Habe wirklich Angst das er durchdreht und den Kindern oder meiner Ma was antut.kennt sich jemand mit solch einer Situation aus ?wenna ja dann hätte ich gerne gewusst wie man bei solch einer Situation vorgeht.erst zum Anwalt bevor man ihm das sagt?
Hier noch Infos
Sie haben ein gemeinsames Haus (noch nicht ganz abbezahlt)
3 Kinder leben noch in ihrem Haushalt
Hoffe ihr könnt mir Tipps geben
Anna

Beitrag von dunki 14.09.06 - 15:32 Uhr

Also ganz ehrlich, dass hört sich schlimm an.
Ich kenne auch so einen Fall, da war der Vater Alkoholiker, und hatte nebenbei ein Verhältnis mit einer Nutte.
Als er gerade mal wieder im Vollrausch war, hat der älteste Sohn ihn ein Dokument unterzeichnen lassen, in welchem er unterschrieben hat das er auf das gemeinsame Haus verzichtet.
Überlegt Euch ob das für Euch ein Weg wäre, natürlich ist er nicht ganz fair, doch er wird das Haus vermutlich eh versaufen.

Bevor ihr so ein Dokument aufsetzt, geht zum Anwalt, damit es auch rechtskräftig ist.

Ich weiss nicht ob ihr mit so einer Lösung leben könnt, ist natürlich ganz klar eine Gewissensfrage. Sauber ist dieser Weg ganz sicher nicht...

Beitrag von foldigu 14.09.06 - 17:14 Uhr

danke für deine Antwort,aber sooo besoffen ist er meistens nicht.ich glaube das würde nicht klappen aber eine Idee ist es.Sie hat nun erstmal einen Termin beim Anwalt
LG Anna

Beitrag von projekt_schlumpf 14.09.06 - 21:53 Uhr

Tja, der Vertrag kann noch so gut sein, wenn der Unterzeichner nicht im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten ist.
Einen Betrunkenen ein Dokument unterzeichnen zu lassen, ist ein Verstoss gegen die guten Sitten, der Vertrag ist somit jederzeit anfechtbar.

LG kjw

Beitrag von projekt_schlumpf 14.09.06 - 21:57 Uhr

Ich denke, die Entscheidung Deiner Mutter sich erst einmal anwaltlichen Beistand zu nehmen, ist sehr gut.
Alles weitere wird ihr der Anwalt sagen und sie, gegebenenfalls mit Unterstützung durch die Polizei, aus dieser Misere herausholen.

Sollte Dein Stiefvater gegebenenfalls manisch-depressiv sein, ist eventuell auch eine Vorübergehende Einweisung in die geschlossene Psychiatrie möglich.
Nach Deiner sehr vagen Beschreibung erkenne ich zumindest einige Symptome, die für Manisch-depressive typisch sind.
Mach Dich mal im Netz kundig und vergleiche die Symptomatik mit dem Verhalten Deines Stiefvaters.

LG kjw