Befristeter Arbeitsvertrag

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von trienchen80 14.09.06 - 11:49 Uhr

Hallöchen !

Jetzt muss ich hier doch auch mal nachfragen - hier scheinen ja einige zu sein die Ahnung haben ;-)

Arbeite seit 6 Jahren als Angestellte im öffentlichen Dienst - die letzten 3 Jahre leider immer nur in ganz kurz befristeten Verträgen (i.d.R. 1/2 Jahr). Vom 01.01. diesen Jahres habe ich ganztags bis 30.06. gearbeitet, war dann 1 Woche arbeitslos (ohne Bezüge zu erhalten) und arbeite seit 10.07. wieder bis zum Eintritt des Mutterschutzes. Leider ist diese Stelle nur 60%. Mein Mutterschutz beginnt am 24.12., der Vertrag läuft am 31.12. aus.

Weiss jemand, wie es dann mit dem Mutterschutzgeld aussieht ? Und was ich dann für Ansprüche nach dem Mutterschutz habe ? Mein Freund verdient leider auch nicht die Welt (1100 Euro). Möchte recht bald nach der Geburt wieder arbeiten gehen, aber halt abends oder am Wochenende ein paar Stunden - wenn mein Freund dann halt auf den Kleinen aufpassen kann.

Vielen Dank fürs Lesen und Hirnen :-)

Liebe Grüsse Melli + Urmel (20. SSW)

Beitrag von suppenhuhn 14.09.06 - 14:54 Uhr

Hallo Melli,

die Höhe des Mutterschaftsgeldes richtet sich immer nach Deinem letzten Verdienst. Du bekommst von Deiner Krankenkasse 13 Euro (???) pro Tag und der Rest wird von Deinem Arbeitgeber aufgestockt. Nach dem Mutterschutz gibt's leider nichts - abgesehen von Kindergeld und Erziehungsgeld. Dazu könnt Ihr noch Wohngeld beantragen, wenn Dein Freund so wenig verdient.

Geh außerdem mal auf www.familien-wegweiser.de Ich hatte noch keine Zeit, mich da durchzuklicken, aber dort gibt es Infos über alle Leistungen, die Familien in Anspruch nehmen können. Vielleicht findet sich da ja noch etwas?


Bei uns sieht es übrigens ähnlich aus, wie bei Euch, nur dass mein Freund ab Oktober erstmal nen neuen Job suchen muss, weil sein Vertrag nicht verlängert worden ist :-( Beim Arbeitsamt wurde ihm gesagt, dass ich doch Alg 2 beantragen soll - das geht wohl neben dem Erziehungsgeld, allerdings muss man sich dann auch "dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen", also damit rechnen, dass man Arbeitsangebote bekommt - sonst wir das Alg wieder gestrichen. Ich überlege noch, ob ich das beantragen soll... #gruebel

Ich hoffe, das hat Dir erstmal geholfen! Liebe Grüße,
Conne

Beitrag von trienchen80 14.09.06 - 15:22 Uhr

Erstmal herzlichen Dank für deine Antwort.
Der Job von meinem Freund ist zum Glück sicher - aber das ist auch schon alles.
Ich blick irgendwie nicht mehr durch bei diesem ganzen Antragswirrwarr. ALGII bin ich eben auch am überlegen - eben weil man dann halt Arbeitsangebote kriegt und sich dann mit sowas rumärgern muss. In der 1 Woche wo ich arbeitslos war, hat man mir beim Arbeitsamt auch gesagt ich müsste mich bewerben bis ich in Mutterschutz komm. Ist doch peinlich mit ner 6-Monats-Kugel zu nem Bewerbungsgespräch zu kommen oder ? Genauso wird man doch ausgelacht wenn man sich bewirbt und denen sagt man hat nen neugeborenen Säugling zu Hause !! Ärgerlich ärgerlich ...
Naja, wir werden uns schon durch quälen - kannst mich gern auf dem laufenden halten was sich bei euch entwickelt - würde mich freuen !

LG Melli

Beitrag von marion2 15.09.06 - 08:19 Uhr

Hallo,

lies mal dies hier:

Seite 5: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/tzbfg/gesamt.pdf

Du solltest prüfen, ob deine Befristungen überhaupt rechmäßig waren. Kann sein, dass du eigentlich in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis steckst.

LG Marion

Beitrag von eingecko 15.09.06 - 08:24 Uhr

Hallo!

Ich war im letzten Jahr in der gleichen Situation wie Du - befristet angestellt im öffentlichen Dienst, und der Arbeitsvertrag lief während des Mutterschutzes am 07.07. aus. Bis zum 07.07. habe ich Mutterschaftsgeld von Krankenkasse und Arbeitgeber erhalten, danach bis zum Ende der Mutterschutzfrist nur noch die 13 EUR vom Arbeitgeber.

Soweit ich weiss, darfst du erst nach dem Ende der Mutterschutzfrist wieder arbeiten. Wieviel, und wie das mit dem Zuverdienst beim neuen Elterngeld ist, kann ich dir allerdings nicht sagen.

Viele Grüße
ein Gecko