ALG - berechnet vom Krankengeld oder vom Gehalt

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von accent 14.09.06 - 18:13 Uhr

Hallo,
mein Mann ist seit fast einem Jahr im Krankenstand und bezieht Krankengeld. Heute war er bei seinem Arbeitgeber und entgegen seinen früheren Versprechungen sagte der meinem Mann, dass er ihn nicht mehr übernimmt, weil er Angst hat, dass Mein Mann durch den Unfall nicht mehr 100% einsatzfähig ist. Mit anderen Worten: Sobald mein Mann nicht mehr im Krankenstand ist, bekommt er die Kündigung. Jetzt meine Frage:Wie wird das ALG berechnet? Nach dem Krankengeld (etwas 35% weniger als Gehalt) oder nach dem letzten Gehalt v o r der Krankheit. Vielleicht weiß jemand Bescheid und erspart mir eine schlaflose Nacht. Bin total depri.
Lg
Linda

Beitrag von sunflower17677 14.09.06 - 19:46 Uhr

Hallo Linda,

die Frage nach der Berechnung kann ich Dir leider nicht beantworten.

Aber wenn Dein Mann jetzt im Krankenstand ist, dann wird er doch erst dann wieder arbeitsfähig geschrieben, wenn er seine letzte Tätigkeit ausüben kann, oder? Was wäre dann das Problem seines Arbeitgebers?

Sollte er wirklich aufgrund der Krankheit kündigen: habt Ihr schon daran gedacht, die arbeitsrechtliche Seite abzuklären?
War das ein Arbeits- oder ein Freizeitunfall? Das könnte vielleicht interessant sein, wenn die Kündigung tatsächlich ausgesprochen werden würde.

Alles Gute!
sunflower

Beitrag von accent 14.09.06 - 20:24 Uhr

Hallo,
erst mal danke für Deine Antwort. Es war ein Freizeitunfall; mein Mann hat sich zwei Lendenwirbel gebrochen, die jetzt mit Titan versteift sind - ein Halswirbel ist auch noch in Mitleidenschaft gezogen. Er hat noch große Probleme. Die Befürchtung des Chefs ist, dass mein Mann aufgrund seines Unfalls häufer nicht einsatzfähig sein wird und in seinem Beruf als Bautenschutz-Techniker nicht mehr arbeiten kann. Ich habe vorhin meiner Freundin mein Leid geklagt; die hat gemeint, dass mein Mann bei einer Kündigung zumindest eine kleine Abfindung erhalten müßte. Allerdings ist er erst sechs Jahre bei dieser Firma. Er wird sich jetzt mal bei einer kompetenten Stelle beraten lassen. Tja, so schnell kanns gehen, dass man ALG-Empfänger wird. Hätt ich im Leben nie gedacht.
LG
Linda

Beitrag von sunflower17677 15.09.06 - 08:31 Uhr

Ja, es ist erschreckend, wie schnell das geht und wie viele hochqualifiziert und arbeitswillige Leute keinen Job finden.

Sollte es wirklich gesundheitliche Probleme, ggf. auf Lebenszeit geben, würde ich Deinem Mann noch empfehlen, sich bzgl. einer Umschulung bei Arbeitsamt bzw. Rentenversicherung zu erkundigen. Vielleicht kann der jetzige Arbeitgeber ja auch einen Zuschuss erlangen, wenn er Deinen Mann weiter - aber leidensgerecht- beschäftigt?! Fragen kostet ja nichts - außer einer vermutlich langen Wartezeit.

Abfindung kann gut sein, dass er eine bekommt, aber ich glaube, die führt zum Ruhen des Arbeitslosengeldes. Will Dich nicht ins Bockshorn jagen, aber erkundigt Euch auf jeden Fall beim Arbeitsamt (würde ich sowieso jetzt schon tun).

Kopf hoch! #liebdrueck
sunflower

Beitrag von donravello 14.09.06 - 22:05 Uhr

war es ein betriebsunfall?

Beitrag von accent 14.09.06 - 23:39 Uhr

Leider nein, denn dann wäre vieles für uns einfacher.
LG
Linda