Haßt ihr sie nicht auch: diese perfekten Mütter? Umfrage!

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Beitrag von lolli23 14.09.06 - 18:47 Uhr

N´abend Mamas,

Heute war ich -wie jeden Tag- mit meinem Kleinen auf dem Spielplatz. Sicher, mit seinen fast abgeschlossenen acht Wochen spielt er dort nicht, aber der Anblick der Kinder und das ganze spannende Treiben dort fasziniert ihn...
Und wie es halt so ist, kommt man als Mutter dort mit den anderen Müttern/Vätern ins Gespräch -es hat sich bestimmt dort schon manche Freundschaft entwickelt...

Jedenfalls unterhalte ich mich heute mit einer ca. 28 Jahre jungen Frau: Mutter von zwei Kleinkindern. Und wir reden und erzählen so von unserem Leben. Da merke ich plötzlich -oh nein (!)- da ist SIE also wieder: eine dieser angeblich perfekten Mütter!!! Also quasi so´ne SUPERMAMA aus dem Fernsehen. Sie erfüllt -laut ihren Erzählungen- also die ganze Erwartungspalette der Modernen Frau:
Mutter von zwei Kindern, perfekte Hausfrau, keine Fertiggerichte und Megges (MC DONALD) schon gar nicht, Näht gerne zum Ausgleich, macht Fitnesstraining, geht 30 Stunden die Woche arbeiten, hat eine ehrenamtliche Tätigkeit --und blä...peeeep(!) ihrem Göttergatten wahrscheinlich drei Mal am Tag einen (reine Spekulation -Anmerkung der Redaktion ;-) ).

TOOOOLLL! Und je mehr sie in ihrer Erzählung zu glänzen beginnt, desto schäbiger fühle ich mich... #schmoll
Ich frage mich echt ob ich so wenig belastbar bin, weil ich vielleicht nur die Hälfte dessen organisiert bekomme von dem was sie aufzählt.
GRRR! Ich hasse diese SUPERMAMAS! Vielleicht, weil ich auch ein bißchen neidisch bin. Mein ganzer Tagesablauf ist so straff organisiert, dass ich abends -UM 8 UHR (!)- froh bin ins Bett zu fallen...
Wie kriegen die das hin? Oder ist es nur Wichtigtuerei und nicht viel Wahrheit dran?

Das einzige was mich gefreut hat: sie wollte gehen und rief ihre Kinder. Der eine Junge sagte zu ihr: "Nein, du Arschloch!" und fing eine riesen Szene an.
HIHI... wohl doch nicht so perfekt!

Gruß lolli

Beitrag von mami030705 14.09.06 - 19:01 Uhr

Wie so ein Tag funktionieren soll, versteh ich auch nicht. Habe einen 14 Monate alten Sohn und habe mit Sicherheit seit er da ist, keinen perfekten Haushalt mehr. Diese Supermamas haben entweder kein Eigenes Leben mehr oder sie machen sich selbst was vor. Ich jedenfalls bekomme meistens nicht alles geschaft was ich mir für den Tag vor nehme. Bei schönem Wetter z.B. bin ich mit dem Kleinen viel draußen auf Spielplätzen und da lass ich den Haushalt einfach mal liegen. Ich finde perfekte Mamis auch total ätzend. Beneiden tu ich sie kein bißchen. Ich bekomm zwar nicht alles geschafft, aber habe auch noch Zeit nur für mich und Freunde. Finde das voll wichtig!!!

Beitrag von ck160181 14.09.06 - 19:03 Uhr

Ich hasse diese Mütter nicht, denn ich kenn keine einzige von ihnen;-).
Und wenn du genau hinsiehst, wirst du feststellen, solche Mütter sind auch nur Menschen.

Gruß Conny

Beitrag von schnuffelschnute 14.09.06 - 19:09 Uhr

Hallo du,

hm, ob man das als Supermama bezeichnen kann?
Ich habe zwei Kinder (8 Jahre und 4 Monate), gehe 30 Stunden die Woche arbeiten, habe ein Haus mit Garten, ich stricke gern zum Ausgleich (wenn ich Zeit dafür finde) und koche auch keine Fertiggerichte.
Bin ich nun eine Supermama?
Nein, mit Sicherheit nicht, denn ich bin (leider) nicht perfekt!
Mein Haushalt sieht oft genug aus wie.... *schäm*
Ich bin fast jeden Abend totmüde, so das ich nur selten in die Verlegenheit komme, meinem Menne einen zu *piepen*
Jeden Morgen, wenn ich das Haus verlasse und die Kleine daheim bleibt (die Große geht logischerweise in die Schule) fühle mich mies und frage mich, ob ich nicht eher eine schlechte Mama bin, dass ich mein Kind so früh allein lasse, aber ich MUSS arbeiten gehen!
Ich beneide jede von euch, die sich den Luxus leisten kann, daheim zu bleiben, denn bei mir ist es so, dass jeden Monat eine Menge Geld an Unterhalt für die Ex meines Schatzes + Kind draufgeht und ich daher verpflichtet bin, zu arbeiten.
Ich frage mich oft, wie lange ich das körperlich und seelisch noch mitmache....

Liebe Grüße von einer Nicht-Supermama,

Ariane + Natascha (8) + Maya *10.05.06 (Fotos in VK)

Beitrag von cori02 14.09.06 - 19:30 Uhr

hallo


Also ich muss ja mal sagen die perfekte mutter gibts nicht!!!jeder macht fehler und nich jeder kriegt alles organisiert,es sei denn sie fesselt und knebelt ihre kinder den ganzen tag dann könnte das durchaus klappen;-)aber wenn sie das alles von sich behauptet dann lügt sich sich selbst einen vor(is ja so als wenn ein mann sagt er hat noch nie gew....... das is dann ja auch ne lüge!!!!)

aber krieg jetzt bloß keine komplexe oder ein schlechtes gewissen bei uns läuft eigentlich alles drunter und drüber kind,haushalt,kochen und dann auch noch sport treiben das krieg ich beiom besten willen auch nich hin!!!ich kümmer mich lieber um meinen zwerg und bin den ganzen tag für ihn da als das ich den perfekten haushalt habe wo man vom boden essen könnte und der desinfektionmittelgeruch einem in der nase brennt.


also mach dich nich verrückt es gibt noch tausend andere mütter wo es richtig drunter und drüber läuft und die sind auf ihr kleines chaos stolz!!!!



lg

corinna&noah

Beitrag von limpbizkit1977 14.09.06 - 19:30 Uhr

Hallo Lolli,

find Deine Überschrift ganz schön heftig- wieso hassen?
Du schreibst Dir ja quasi schon selbst die Antwort- Du bist einfach etwas neidisch!
Wenn Du nur die hälfte von dem machst was sie die erzählt ist ist das doch auch ok- es ist halt nur ansichtssache- dem einen reicht das vollkommen aus und andere sind damit unterfordert.
Ich bin auch 28 Jahre - gut habe nur ein Kind aber ich gehe auch schon wieder Arbeiten, ich schmeiß den Haushalt, ich koche, ich geh jeden Tag spazieren und biete meiner Tochter ne menge Action, achso mein Liebesleben ist auch ok.;-).
Trozdem gebe ich damit nicht an, sondern finde es normal.
Ich glaube also nicht das sich Dich angelogen hat, es ist nämlich wirklich machbar! Man muß nur belastbar sein und das ist halt nicht jeder! Aber warum sollte man dann jemanden deshalb hassen- man sollte halt einfach nicht so neidisch auf andere sein sondern das beste aus seiner Situation machen.
Eine Bekannte von mir ist nun schon seit 6 Jahren "Hausfrau" hat nur ein Kind und ist damit völlig überfordert- aber trozdem glücklich-ist doch ok.


LG Melli+Maja*27.07.05#herzlich

Beitrag von caro_22_de 14.09.06 - 19:46 Uhr

Ne, nee,

jetzt muss ich aber auch mal meinen Senf dazu geben.
Also diese "perfekten" Mütter, sind meist gar nicht soo toll, wenn man genauer hinschaut. Die machen genauso Fehler wie wir, nur daß wir zugeben, auch manchmal überfordert zu sein. Außerdem denk ich, daß man mit der Zeit alles besser auf die Reihe kriegt und mit 2 Kindern ist man da schon so routiniert, die kriegen Dinge auf die Reihe, da würden wir wahrscheinlich mit den Ohren schlackern. Ganz konkret hat die gute Frau wahrscheinlich auch eine Tagesmutter, Oma oder dgl. die sich um die Kinder kümmert (denn wer passt auf die auf, wenn sie arbeitet?). Und wenn man jemanden hat, der auf die Kinder aufpasst, ist es leicht, auch mal ins Fitnessstudio zu gehen, ne? Also ich habe den Luxus nicht und muss halt den ganzen Tag den Entertainer für mein Kind spielen. Das schlaucht eben mehr als wenn das die Oma macht! ;-) Alles eine Frage der Organisation.
Also ich bin bei diesen Müttern nicht neidisch, ich lächle dann nur still in mich hinein und denk' mir: Na, die kann halt nicht ehrlich sein. Ist ja auch OK, so. Aber lustig find ich's jedes Mal.

Liebe Grüße,
Maria & Emma (8 Mo, die übrigens auch überall hingefahren wird, nur um Kinder zu "sehen")

Beitrag von kja1985 14.09.06 - 19:49 Uhr

huhu,

das problem dieser "supermamas" ist, dass sie versuchen, nach aussen hin alles perfekt darzustellen. immer schön den schein waren, die nachbarn beeindrucken und geld nur in dinge anlegen, die auch jeder sehen kann...;-)

es gibt keinen einzigen menschen, bei dem alles 100 prozent reibungslos funktioniert. jeder hat mal einen engpass, jeder vernachlässigt mal einen lebensbereich und jeder hat mal nen durchhänger.

normale frauen geben das zu, "supermamas" überspielen das

ich bin nicht neidisch auf solche frauen, weil ich genügend dieser damen kenne und weiss, dass bei denen nicht alles perfekt ist. da darf besuch nur nach tagelanger vorheriger anmeldung in die wohnung, damit alles auf hochglanz gebracht werden kann, die kinder dürfen sich nicht schmutzig machen (nicht zuletzt, weil die markenklamotten geschont werden müssen) und die beziehung ist auch oft im eimer, aber nach aussen hin ist alles perfekt....

Beitrag von sanne1975 14.09.06 - 19:59 Uhr

Hallo,

ich finde Perfektion ist immer auch ein Frage des eigenen Anspruchs. Auch das Verständnis von Ordnung und Sauberkeit oder Erziehung kann völlig unterschiedlich sein.
Wenn du die Mütter - die deiner Ansicht nach ein Tagespensum schaffen an das du nicht herankommst - als Supermütter bezeichnest, dann schwingt da schon ein wenig der Neid mit... ABER da du ja gar nicht wirklichen Einblick in die Verhältnisse hast, wird deine Vorstellung von dieser Perfektion wohl die tatsächliche Realität überflügeln.
Allgemein denke ich dass man schon eine ganze Menge unter einen Hut bekommen kann. Alles ist eine Frage der Organisation, Mitarbeit des Partners und der Familie und natürlich der eigenen Belastbarkeit.
Ich areite im Moment nicht - bin also "nur" Hausfrau und Mutter. Mein Haushalt ist straff durchorganisiert und ich verbringe pro Tag max. 1 Stunde mit der Hausarbeit. Es ist immer alles ordentlich und sauber - und so brauche ich jeden Tag nur ein wenig putzen, räumen, waschen etc. Ich verbringe viel Zeit mit dem Kleinen, halte mich jeden Tag in meinem Beruf fit, schreibe (rein hobbymäßig!) Geschichten, lerne jetzt noch Spanisch, spiele Badminton, lese Romane, löse Rätsel, gehe zum Pekip, koche jeden Tag usw. Viele meiner "Tätigkeiten" und Hobbies würde ich natürlich stark einschränken müssen wenn ich wieder arbeiten gehe, aber das ist ok. Ich genieße meine derzeitigen Freiheiten. Dies schlägt sich nicht nur auf meine Laune, sondern natürlich auch auf das gesamte Familienklima nieder.
Wie gesagt - Organisation ist alles. Und wenn man eine persönliche Messlatte hat - die einen persönlich zufreidenstellt und glücklich macht, dann ist alles ok.

#blume Sanne

Beitrag von utsn 14.09.06 - 20:33 Uhr

hallololli !!#freu

die frage die du dir in solch situationen stellen solltest, ist:"willich das wirklich?" wenn man nämlich will geht vieles.
und wenn du merkst, daß das bei dir nicht so läuft, dann wars dir sicher nicht wirklich wichtig.
also gönne es ihr doch. auch wenns nur in ihrer fantasie so aussieht..

also nochmal:wie langweilig!!! wer will das alles schon?? ich nicht......obwohl, das mit dem blasen#kratz


#freu#freu#freu

utsi

Beitrag von braut2 14.09.06 - 20:35 Uhr

sowas glaub ich nicht. wenn mir jemand das erzählen würde, dann würd ich drüber lächeln. wie soll den der tagesablauf aussehen, vor allem wenn man noch arbeiten geht? never. ausser- die lässt ihre kinder links liegen, dann kann man das alles vielleicht schaffen- aber dann leidet auch bestimmt das gebla....peeep an ihrem mann drunter #schein, denn nähen wird sie wohl eher nachts wenn sie ins bett fällt, und zwar die löcher in den strümpfen ihres mannes ;-)

und kein megges?? und kein bk? kann ich mir gar nicht vorstellen #augen

aaaaber ich muss auch dazu sagen: solche frauen kenn ich nicht. die meisten sind eher so wie wir. entweder, oder :-p

lg ilona

Beitrag von sinaundbenedikt 14.09.06 - 20:38 Uhr

Bei denn ganzen Aktivitäten was die "Supermama" von Spielplatz alles betreibt hat sie aber eines vergessen: die Erziehung ihrer Kinder,wegen dem Arschloch meine ich...

Beitrag von lena820 14.09.06 - 20:41 Uhr

also ich weiß nicht, warum diese Frau so ein Supermuttitalent sein soll!? Ich kann in deinen Erzählungen nichts besonderes entdecken.

Ich glaube, bei dir herrscht noch ein bisschen "Anfangschaos". (nicht böse gemeint! :-) ) wenn dein Kleiner erst 8 Wochen alt ist, musst du deinen neuen Alltag doch erst noch hinkriegen.


Ich bin 24, hab 2 Kleinkinder, geh 20 Stunden/Woche arbeiten, koche zu 99% selber, vermeide MC D., versuche meine Kinder gesund zu ernähren, gut zu erziehen und nebenbei krieg ich es auch noch hin, dass Haus, Garten und Haustier wunderbar versorgt und gepflegt sind.
SUPERMUTTI??? Nein (leider) bestimmt nicht. Einfach eine gewisse Routine, die mit der Zeit kommt und in die man reinwächst!

LG Lena

Beitrag von jazz77baby 14.09.06 - 23:31 Uhr

Hallo lolli,
ich finde diesen Beitrag so toll, dass ich noch was dazu schreiben will.

Ich in 28 Jahre, habe zwei Kinder (4 j. und 6 M.), arbeite 22 Std./Woche. Im Kiga sind alle total neidisch (wahrscheinlich weil ich mich intensiver mit meinen Kindern beschäftige, wir veranstalten viel Abenteuerspaziergang, Schatzsuche, Verkleiden, Basteln, toben, alle Kinder wollen immer bei uns spielen - dabei kann man 4jährige so einfach begeistern) und glauben ich wäre ne Supermutti, wurde so schnell abgestempelt.... habe keine Lust, denen zu sagen wie ich die Hausfrauen beneide:

Ich bin keine Supermama: Ich habe nie Zeit zum Klönen im Kiga, kenne kaum die anderen Mamas. Schaffe geradeso den Haushalt, wenn ich von der Arbeit komme, koche ich, dann schnell wegräumen, dann bin ich für meine Kinder da, abends mache ich den Haushalt.

Ich schaffe zwar alles: meine Süßen entwickeln sich prächtig, nehme mir soviel Zeit wie es nur geht, Haus ist meist sauber.

Ich würde zu gerne zu Hause bleiben. Geht aber leide rnicht. Auf der Arbeit bin ich nur im Streß, ich habe zwar ne Teilzeitstelle, muss aber die Arbeit von einer Vollzeitstelle erledigen, nur unter Volldampf arbeiten. Habe ständig Termine im Nacken. Am schlimmsten ist, dass ich ständig Termine vergesse, muss mir zuviel merken, bin immer erschöpft - genug gejammert.

Denke nach außen hin sieht alles anders aus und wenn man erz. hört es sich auch anders an. Wer sagt schon freiwillig, mir ist alles zuviel.

Trotz der ganzen Belastungen, dass ich in nächster Zeit kein Sport oder so machen kann, zu wenig Zeit für meine Freundinnen habe, finde ich mein Leben schön und bin stolz auf meine Kinder. Freue mich jeden Tag auf meinen Feierabend, damit mein richtiges Leben anfängt.

LG,
Jazz

Beitrag von lolli23 15.09.06 - 07:31 Uhr

Hallo nochmal!

War wie immer eine sehr schöne Umfrage! Toll, beide Seiten betrachten zu können!
Da ich gestern abend nicht mehr folgendes Klarstellen konnte -schlief wie ein Stein- tue ich es jetzt:
ich war ein wenig überrascht, dass man meine Überschrift etwas zu krass interpretierte -ja, sie sollte provozieren, aber natürlich ist das Wort "hassen" nicht ernst gemeint.
Aber was ich daran wirklich nicht leiden kann, an den vermeintlichen "Supermutties" -wie in diesem Fall- ist das mir das Eingeständnis fehlt. Und zwar dass das aussagt: "Ja, ich fühle mich auch ab und an Überfordert." Oder: "Manchmal würde ich auch am liebsten Ausreisen." Oder: "Manchmal hab ich so eine Wut im Bauch, ich würde am liebsten was kaputt machen!"
Das hat mir bei der "netten" Mutter gefehlt -die Ehrlichkeit!

Gruß euch allen.
lolli