An die Still-Experten: Milch geht scheinbar zurück nach 5 Monaten...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von charliepogo 14.09.06 - 19:53 Uhr

Hallo Ihr,

bis vor Kurzem habe ich jaron und mich als Naturtalente in bezug auf Stillen bezeichnet. trotz regelmäßigem Abpumpen ("Abpumpen ist der erste Schritt zum Abstillen") und anfänglichem Ersetzen einer Stillmahlzeit durch HA-nahrung ("Zufüttern ist der erste Schritt zum Abstillen") hat bei uns alles toll geklappt und ich hätte mit meiner Milch noch ein 2. kind ernähren können...

Seit dem 19-Wochen-Schub läuft es aber irgendwie gar nicht mehr rund. Ich muss dazu sagen, dass uns in der zeit die Routine abhanden gekommen ist, weil irgenwie immer wieder was Außergewöhnliches war (Eine Hochzeit, wo wir übers Wochenende waren, dann kamen meine Eltern für ein paar tage, dann wars mal wieder normal und dann sind wir zu meinen Eltern gefahrem)
Jedenfalls kam Jaron plötzlich nachts im 1 1/2 bis 2-Stunden-Rhythmus (tagsüber alle 3 Stunden) während des Schubes, was mich auch nicht so gestört hat - ich wusste ja, das ist nur vorübergehend. Nach dem Schub pendelte sich ein 2 bis 3-Stunden-Rhythmus ein (vorher 3 bis 4 Stunden).
Bis dahin hatte ich ihm immer nur eine Brust gegeben, was ihm auch immer gereicht hatte. Jedenfalls dachte ich, nachdem er eben alle 2 Stunden kam, "hmm, versuchste auch mal die andere brust..." - er hatte sich ja nie beschwert, sondern nur seinen Rhythmus verkürzt. Und siehe da, die trinkt er binnen weniger Minuten leer, war also scheinbar doch nicht satt geworden.

Nun ist es seit ein paar tagen, also, kurz nachdem ich anfing, ihm beide Brüste zu geben, so, dass ich das Gefühl habe, dass da nichts mehr ist. Er trinkt die Brüste "leer" und hat trotzdem noch Hunger. Gestern hat er nach dem Zubettbringen so laut und schrill geschrien, das war so schrecklich. und als mein Mann ihm abgepumpte Milch zu trinken gab (war Zufall, dass wir was da hatten, da ich schon lange nicht mehr anbgepumpt habe), hat er die wohl wie ein Verdurstender genommen und dnach war er ruhig und hat immerhin 3 Stunden geschlafen.

Die Hebamme von der Rückbilcungsgymnastik meinte, ich solle zufüttern, da dies wohl eine Phase sei, durch die wir durch müssen und die wohl normal sei. Ich habe ja auch HA-Nahrung noch hier stehen, aber irgendwie sträubt es sich in mir, sie ihm zu geben, da es ja immer heißt, dass man eben nicht zufüttern, sondern anlegen soll, um die Milchproduktion zu stiegern. Aber wenn da nichts ist...? Er soll doch nicht hungern...

Erschwerend kommt hinzu, dass ich momentan auf Kuhmilchprodukte verzichte, um der Ursache seiner Neurodermitis auf den Grund zu gehen. Und da will ich ihm nicht direkt ein Kuhmilch-Produkt (auch wenn sie so gespalten ist, dass sie kaum wiedererkennbar ist) geben.

Wisst Ihr, was ich machen kann? ich trinke schon Stilltee und so viel, wie es mir möglich ist.
Sollte ich abpumpen, um die Milchbildung zu steigern?
Vielen Dank fürs Lesen dieses Romans und vielleicht hat ja jemand von Euch einen Tip...

LG
die traurige Anke mit Jaron, morgen 5 Monate alt bzw. am Samstag 22 Wochen

Beitrag von chutzpi 14.09.06 - 20:33 Uhr

Ich habe mit Stilltee zwar selber keine Erfahrung, habe aber gehoert, dass zuviel davon die Wirkung ins Gegenteil verkehrt...
Milchbildend ist auch Malzbier.
Stress kann sich auf die Milchbildung negativ auswirken.

Versuch, dich zu berunigen, konzentrier dich ganz auf den Kleinen und lass den Haushalt Haushalt sein, dann sollte es wieder klappen.

Viel Glueck

Chutzpi (Langzeitstillerin)

Beitrag von ayshe 15.09.06 - 11:53 Uhr

ja, ich habe auch schon oft gehört,
daß zuviel stilltee nach hinten losgehen kann.


ich hatte nur anfangs mal ab und zu welchen getrunken.


malzbier half mir auch immer gut,
auch normales bier, alkfrei,
kümmel, fenchel, anis.



und petersilie, salbei, pfefferminz meiden


und wenn du ihn eben öfter stillst?
meine tochter wollte monatelang immer mind alle 2 std.


lg
ayshe (auch LZS ;-) )

Beitrag von appalachee 14.09.06 - 20:38 Uhr

hallo anke!

mein marvin ist jetzt knapp 8 monate alt und ich stille ihn - bis auf 2 x noch voll. er hatte immer einen 2-stunden-rythmus und hat immer beide brüste getrunken. während eines schubes hab ich das immer nachts gemerkt. momentan kommt er nachts auch öfter, aber das liegt an den zähnen, die wohl bald (endlich!) durch sind. er will dann trinken, weil es beruhigend ist....!

vielleicht muss sich dein körper einfach noch auf die erhöhte menge umstellen. ich würde an deiner stelle einfach noch ein paar tage durchhalten. gönn dir ruhe, trink viel und versuche, dich nicht zu stressen. und wenn es dann noch immer nicht besser ist, dann kannst du ja überlegen, ob du wirklich zufüttern willst.

natürlich kann es auch sein, dass der kleine jetzt schon mehr braucht. marvin hat mit 6 monaten (10 tage vorher) das erste gläschen bekommen. vielleicht magst du ja damit auch anfangen.

es ist schwer, da was zu raten, weil sie ja alle so verschieden

Beitrag von amazone23 15.09.06 - 07:14 Uhr

Hallöchen...
also ich würde Dir raten wenn Du noch Kraft und Mut hast weiter zu machen!!!! Meine hat auch diesen Schub gehabt,es ging wochenlang so,meine Brust war leer...denkt man ja...ist aber ja gar nicht so...hab sie alle paar Tage mal von mir aus alle 2 Stunden angelegt und ich hätts fast gar nicht mehr geglaubt...sie wurd wieder voller und meine Süße weiß wieder was sie will/braucht und bekommt es auch wieder!!!

LG Silvia+Angelina 19 Wochen (voll gestillt mit Abpumpen)