Verstopfung, Sauber werden, Einlauf usw. was bei uns geholfen hat.

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von jazz77baby 14.09.06 - 21:14 Uhr

Hallo,
hier mal zum Tabu-Thema. Unsere Kleine war erst mit Pippi sauber perfekt, wenn da nicht der böse Stuhl wäre...
Setzt eure Kinder nicht unter Druck, vielleicht haben sie ja auch eine Krankheit:
Meine Tochter hatte chronische Verstopfung: da bildet sich ein Pfropf und drumherum wird der folgende Stuhl rausgedrückt und zwar so stark, dass die Schließmuskel nicht richtig arbeiten können. Sie hat ständig eingekotet. Sie hat sogar Einläufe aufgehalten. Sie wollte nicht ins Klo/Töpchen/Windel machen. Totale Verweigerung. Wir konnten es gemeinsam mit dem KA bekämpfen mit Einläufen (müssen unbedingt 5 - 10 Min. wirken, nach Verabreichung Kind auf Handtuch liegen lassen, evtl. Pobacken zusammendrücken, darf man nicht zu oft machen, sonst folgt Darmträgheit), irgendwann hatten wir denn Propf draußen. Allerdings hat sie oft nach dem Stuhlgang geblutet (ist aber alles verheilt), so dass ich ihr auf Anweisung des Arztes Bepanten Nasensalbe in den Po gegeben habe (so dass leichte Innere Verletzungen heilen können) und gut eingecremt. Am Anfang benötigten wir sogar eine Betäubungscreme damit sie gedrückt hat. Glycerin Zäpfchen (zum Stuhlweichmachen) und Milchzucker-Sirup zum Abführen. Sie hat nach jedem Erfolg ein Stern (guter Überblick wie oft und regelmäßig Stuhlgang ist, so kann man rechtzeitig reagieren) auf den Kalender bekommen. Bei einer gewissen Anzahl hat sie ein Geschenk bekommen, wobei ich später die erforderl. Anzahl erhöht habe. Mittlerweile ist sie Tag und Nacht. Seit einem dreiviertel Jahr.
Vielleicht hilft es ja jemanden weiter.
LG,
Jazz und Laura 4

Beitrag von .claudi. 14.09.06 - 21:25 Uhr

Hallo!

Danke für Deine Erfahrung. Meine Tochter neigt zum harten Stuhlgang, teilweise auch zur Verstopfung. Wie hat denn der Arzt das festgestellt, daß sie so einen Pfropfen im Darm hat? Und wie sah denn der Stuhl aus, wenn er neben dem Pfropfen rausgedrückt wird?

Danke für Deine Antwort.

LG Claudia

Beitrag von jazz77baby 14.09.06 - 21:56 Uhr

Freue mich, wenn es euch hilft. Es war für uns eine sehr belastene Zeit.
Es war ein Riesenklumpen, fast schwarz (fast ne Kinderfaust). Man denkt der Hintern müßte explodieren, bei der Größe. Nicht erschrecken meist kommt etwas Blut. Daher habe ich vorm Stuhlgang auch Salbe (Bepanten) in den Po gegeben.
Wünsche euch viel Erfolg, dauert etwas, aber es wird. Der Propf kann durch die Glycerin Zäpchen weicher werden. Hatte der nur die Diagnose gestellt oder auch eine Therapie? Der Propf muss so schnell wie möglich raus.

Beitrag von .claudi. 14.09.06 - 22:09 Uhr

Hallo!

Wenns ganz schlimm war, hat meine Tochter auch Einläufe bekommen, da kam dann auch immer ganz schön viel und trotzdem noch sehr hart raus. Seit einiger Zeit bekommt sie Lactulose-Sirup, damit hat sie regelmäßigen und normalen Stuhlgang. Den Sirup versuche ich jetzt langsam abzusetzen, also ich geb ihr täglich immer weniger davon, hab aber auch bißchen Bammel, daß sie wieder so einen harten Stuhl bekommt. Sie macht jetzt auch immer regelmäßig in die Toilette und der Stuhl fällt dann gleich ins Abflußrohr, so daß ich es auch nicht wirklich weiß, wie hart etc. ihr Stuhl ist. An ihrem Drücken erkenne ich es nicht, da sie immer feste drückt, auch wenn der Stuhl weich ist #hicks

Danke für Deine Antwort zu diesem super netten Thema #hicks

LG Claudia

Beitrag von jazz77baby 14.09.06 - 22:21 Uhr

kannst ja vorher etwas Papier ins Klo legen, um einmal zu überprüfen. Hatte auch den Sirup, habe auch runterdosiert.
Schreib dir auf wann Stuhlgang ist. Wenn es länger als 3 - 4 Tage ist, würde ich wieder einmalig Sirup geben. Damit es nicht wieder von vorn anfängt. Sie würde ein extremes Theater machen, wenn es weh tut. Wahrscheinlich ist der Propf schon raus.
Das Thema ist echt supernett.
Wünsche euch noch viel erfolg:o)

Beitrag von ramona_27 15.09.06 - 11:28 Uhr

Hallo!!

Wir hatten vor 2 Monaten das gleiche Problem!! Es war soo schrecklich! Leider hat Lactulose nicht geholfen und wir mussten meiner Tochter (wird im Nov 3 Jahre) auch Einläufe geben (DER Horror!! #schock ).

Nun hat uns der Kinderarzt Movicol Beutel verschrieben. Weil die Gabe der Einläufe wirklich ein Kampf war!!
Die Beutel löst man in 63ml Wasser und trinkt sie dann. Ich habe extra gefragt ob der Darm abhängig wird davon, aber der Arzt und auch der Apotheker sagten nein. Die Flüssigkeit (63ml) bindet sich an den Stuhl und so wird es herausgefördert. Habe aber trotzdem ein bisschen Angst das der Darm sich gewöhnt...wir haben es mal langsam abgesetzt und prompt fingen die Probleme wieder an....

Es ist nicht zufällig jemand hier der auch" Movicol Junior "kennt oder nimmt??


#danke Ramona!