er(11,6.Klasse)braucht sooooo lange für die Hausaufgaben

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von zehnuhrwecken 15.09.06 - 08:18 Uhr

Hallo!
Mein 11 j.Sohn geht in die 6.Klasse.
Durchschnitt Zeugnis:2,9
Aber die Hausaufgaben...er braucht sooooo lange!
Klar frag ich ihn ob ich ihm helfen soll-ne,Mama,krieg ich alleine hin.
Hab auch schon mal über die Schulter geguckt und "unbemerkt" geholfen...bringt nix.
Nicht das er das nicht könnte-er trödelt.
Gestern war wieder ein ganz schlimmer Tag.
Er kam um 10 nach zwei nach Hause,essen,Hausaufgaben bis halb acht abends,relaxen,essen,schlafen.
Das kann es doch nicht sein.
Etwas langsam war er ja schon immer...aber jetzt.

Wie kann ich ihm helfen?
Wie bringt man Kindern"richtiges"Lernen bei?

lG,claudia

Beitrag von minimal2006 15.09.06 - 09:02 Uhr

Hallo Claudia

Ich hatte das problem mit meinem Sohn auch.
Yannick hat getrödelt ohne ende. Selbst die lehrerin hat mich darauf angesprochen, daß es so nicht weiter gehen könnte und wir dringend was an dem Arbeitstempo drehen müssen.
Und er ist jetzt erst in das zweite Schuljahr gekommen#schwitz.
Wir haben in den Ferien auch geübt. Haben ihn aber nie länger als ne halbe Stunde an den Aufgaben gelassen.
Ich hab ihn zwischendurch auch mal raus geschickt, sodaß er sich mal ablenken konnte.
In der sechsten Klasse ist es aber nunmal anders, die Mengen der Hausaufgaben stehen wohl in keiner Relation, mit denen der aus der zweiten Klasse.

Sporn ihn doch an...
So nach dem motto:" Wenn du deine Hausaufgaben schneller machst, können wir noch was unternehmen..."

Ich arbeite hier mit Aufklebern oder mit Stempel.
Wenn der Tag reibungslos abläuft, sprich gewisse Dinge unaufgefordert von alleine ausgeführt werden, belohne ich das.
Die Kinder können ihre Aufkleber oder ihre Stempel sammeln (in einem kleinen Heft).
Funktioniert es mal überhaupt nicht, müssen sie auch wieder einen Aufkleber oder einen Stempel abgeben (ich streiche sie dann durch)
Für freiwillige Zusatzaufgaben gibts natürlich auch eine Belohnung (mal ein Ü-Ei oder auch mal ein kleines Spiel)... und Yannick macht neben den Hausaufgaben wirklich noch freiwillig Zusatzaufgaben#freu

Es ist nicht leicht... wir haben diese Tips von der Klassenlehrerin bekommen und es war so, als hätte man einen Schalter umgekippt.

Ich wünsche dir, vorallen Dingen deinem Sohn viel Erfolg

Liebe Grüße

Mini

Beitrag von emma69 15.09.06 - 16:47 Uhr

Vielleicht ist er einfach müde.
Wenn er auch so um 6 Uhr aufgestanden ist und dann um 14 Uhr daheim ist, ist das schon eine sehr lange Zeit.

Meine älteste Tochter (jetzt 5. Klasse) braucht dann auch erstmal eine Auszeit. Sie darf fernsehen oder auch schlafen oder auch sich verabreden.
Ich weiß, dass sie ab ca. 18 Uhr nochmal eine "Wachzeit" hat und dann fängt sie mit den Hausaufgaben an und ist "ratz-fatz" fertig. (Die Hausaufgaben sind immer auf 1 Stunde ausgelegt) Mittags wäre das für sie einfach auch eine Quälerei und sie würde nicht fertig werden.

An einem Tag in der Woche ist sie in der Schule in der Hausaufgabenbetreuung. Dort macht sie nur ein bischen, weil das nicht ihre Zeit ist. Dann liest sie dort eben ein Buch.
Danach ist sie in der Jugendbetreuung bis kurz vor 18 Uhr. In dieser Zeit hat sie dann auch gespielt etc., so dass sie abends noch immer fit und motiviert für die Aufgaben ist.

Spielen ist auch noch für 10 / 11-jährige wichtig. Ohne diesen Ausgleich kann das mit den Pflichten nicht klappen. Oder?

LG emma

Beitrag von manavgat 15.09.06 - 09:18 Uhr

Ich würde ihm klar sagen, dass für seine Klassenstufe 1,5 bis maximal 2 Stunden (und das ist sehr lange) Hausaufgabenzeit vorgesehen sind. Ob er nicht mal probieren möchte, ob er das auch hinbekommt.

Stell dazu eine Eieruhr auf 10, max 15 Minuten. Danach strecken und recken, vielleicht mal aufs Klo ;-) und dann erneute. Wenn 2 Stunden voll sind ist Schicht im Schacht. Dann schreibst Du der Lehrerin auf, was er wie lange gemacht hat.

Ich bin sicher, er entwickelt den Ehrgeiz, gegen die Uhr zu gewinnen. Jungs nehmen das gern sportlich.

Alles Gute

Manavgat

PS: wenn Du es nicht hinbekommst, würde ich ihn komplett durchchecken (besonders die Augen) und der Schulpsychologin vorstellen. In ganz seltenen! Fällen gibt es eine Ursache für die Trödelei, die für das Kind nicht steuerbar ist.