Verhütet jemand mit der Temperaturmessung???

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Beitrag von niedliche1982 15.09.06 - 08:54 Uhr

Morgen Mädels, ;-)

ich weiss, es gehört hier nicht her aber im verhütungsforum ist kaum einer. :-p

nach der entbindung habe ich mit der cerazette verhütet aber damit hab ich nur probleme #augen... ständig zwischenblutungen, fast alle zwei wochen .... und ich hab so garkeine lust mehr auf sex :-( ... nachdem ich gestern abend schon wieder ein ziehen im rücken hatte, hab ich doch heut morgen tatsächlich schon wieder blutungen :-[ ... hab jetzt beschloßen die pille ab zusetzen u. suche nun alternativen ... am liebsten alles ohne hormone u. kondome #hicks ... ja, komdome wäre auch o.k. aber nicht schön!!! deswegen würde mich mal interessieren, ob jemand mit der temperaturmethode verhütet, wie das genau funtioniert u.s.w. :-D

#danke

Niedliche+Vanessa, *18 wochen ... liegt immernoch im bettchen u. nuckelt friedlich vor sich hin

Beitrag von bibi13278 15.09.06 - 09:09 Uhr

Guten Morgen ihr beiden

Habe vor Chiara auch mit der Cerazette verhütet und mir war klar, dass nach der Geburt ne andere Lösung her muss...
Hatte dann überlegt, ob ich mit Spirale verhüte, aber da hat mir mein FA wegen einer vorherigen Eileiterschwangerschaft von abgeraten.
Tja, nun nehme ich doch wieder die Pille, aber ne andere (Leios).

Nun konnte ich dir zwar nicht weiterhelfen, aber ich bin mal auf die anderen Antworten gespannt.

So richtig glücklich bin ich nämlich nicht mit dem "Pillen schlucken"... :-(

LG Bibi + #baby Chiara (19 Wo.)

Beitrag von samarkand30 15.09.06 - 10:16 Uhr

Hallo Niedliche!

Ich verhüte mit der Temperaturmessung, d.h. der natürlichen Methode (heißt auch Natürliche Familienplanung (NFP)), weil ich die Pille nicht nehmen wollte. Ich komme sehr gut zurecht damit und bin sehr zufrieden.

Ich versuche mal kurz das Wesentliche zu beschreiben:
Die Methode besteht aus Schleimbeobachtung (und/oder Muttermundbeobachtung, das muss aber nicht unbedingt sein) und der morgendlichen Temperaturmessung.
Der Hintergrund der Schleimbeobachtung ist der, dass man vor und während des Eisprungs feuchter ist, d.h. der Zervixschleim (Schleim aus dem Gebärmutterhals) mehr wird und von anderer Konsistenz ist. Zusätzlich steigt die morgendliche Temperatur kurz nach oder während des Eisprungs um einige Zehntelgrade an und bleibt bis zur nächsten Periode erhöht. Das bedeutet, man kann anhand der Temperatur und der Schleimbeobachtung genau erkennen, wann der Eisprung GANZ SICHER VORBEI IST. Es gibt dafür einfache Regeln, die aber genau zu erklären jetzt zu weit führen würde. Bis zur nächsten Periode kann dann sicher nichts mehr passieren, das Ei kann nicht mehr befruchtet werden, weil es abgestorben ist und das nächste Ei "springt" erst im nächsten Zyklus.
Die unfruchtbare Zeit VOR dem Eisprung ist schwieriger einzugrenzen, dazu sollte man auch einige Zyklen Erfahrung haben, damit man schon weiß, wie verläßlich und regelmäßig der eigene Zyklus ist. Auch dafür gibt es dann Regeln.
Während die Zeit nach dem Eisprung immer absolut sicher unfruchtbar ist, ist die Phase davor nie ganz sicher unfruchtbar, weil ein Eisprung ausnahmsweise auch mal früher als sonst erfolgen kann und Spermien bis zu vier Tage auf ein Ei "warten" können. In der fruchtbaren bzw. unsicheren Zeit muss man dann halt anders verhüten. (Wir nehmen dann immer Kondome.)

Am Anfang ist die Beobachtung etwas mühsam, aber nach kurzer Zeit kennt man seinen Körper schon sehr gut und merkt schon ohne explizite Beobachtung, was gerade in einem vorgeht. Man muss dann auch nicht mehr täglich Temperaturmessen, nur noch um den Eisprung herum, und den Schleim sieht man sowieso bei jedem Toilettengang.

Also, ich fand es sehr faszinierend, wie mein Körper tatsächlich so nach Lehrbuch funktioniert und was da jeden Monat zuverlässig abläuft. Es ist ein schönes Gefühl, finde ich, sich so gut zu kennen und genau zu wissen, was im Körper vorgeht, wie es sich äußert, wann man fruchtbar und wann man unfruchtbar ist... Seitdem will ich die Pille erst recht nicht mehr nehmen, weil ich weiß, wie stark damit in die natürlichen Vorgänge eingegriffen wird.

Ein Buch dazu kann ich dir sehr empfehlen: "Natürlich und sicher" von der Arbeitsgruppe NFP, da ist alles sehr übersichtlich und einfach beschrieben. Oder google einfach mal "NFP", da findet man auch einiges.

Und zuguterletzt kann man die Methode natürlich ganz einfach umkehren, von der Verhütung zum Kinderwunsch!
(Mein Sohn ist also kein Zeichen, dass die Methode nicht funktioniert, sondern im Gegenteil!:-))

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bisschen helfen!

Viele Grüße,
Katharina

Beitrag von karina1605 15.09.06 - 10:42 Uhr

Hallo,

ich verhüte nicht mit der Temperaturmethode, aber meine Schwester und meine Schwägerin haben damit verhütet. Leider ist sie nicht sehr zuverlässig. Beide sind damit schwanger geworden, trotz Anzeige, daß man zur Zeit unfruchtbar ist. Schon Streß, Fieber oder ähnliches kann wohl keine zuverlässige Aussage mehr zulassen. Also ist das wohl nicht so sicher!

Beitrag von gittaundmicha 15.09.06 - 10:51 Uhr

Hallo,
ich habe vor der ersten Schwangerschaft 2,5 Jahre mit NFP verhütet - was soll ich sagen: man kann sich wirklich darauf verlassen. Und es hilft auch beim schwanger werden - auch das hat gleich im 2. Anlauf geklappt. Da ich nie die Pille genommen habe und auch sicher nicht nehmen werden und Kondome auf Dauer auch nicht der Bringer sind, werde ich nach abgeschlossenem Kinderwunsch wieder so verhüten. Bei richtiger Anwendung liegt die Sicherheit von NFP (Tempimessung + Schleim- und Muttermundbeobachtung) fast bei der der Pille. Setzt natürlich voraus, dass du deinen Körper wirklich kennst. Ich habe halt schon ein Jahr vor der Hochzeit d.h. bevor wir des erste Mal miteinander geschlafen haben, mit den Beobachtungen angefangen. Ich würde von daher an deiner Stelle erst einmal parallel mit Kondom verhüten bis du dir sicher bist.

LG Gitta & Yael Tabea + #ei (15.SSW)

Beitrag von samarkand30 15.09.06 - 10:58 Uhr

...natürlich muss man Fieber oder Stress bei der Messung berücksichtigen, das ist klar und im Zweifelsfall eher Fruchtbarkeit als Unfruchtbarkeit annehmen...
Eben auch deswegen darf man sich auch nicht auf die Temperatur ALLEIN verlassen! Das ist wirklich zu unsicher.
Das sind aber Fehler in der ANWENDUNG der Methode und nicht durch die Methode selbst bedingt.
(Ich meine allerdings hier immer die kombinierte Methode (NFP) und nie Temperaturmessen allein, denn das allein, glaub ich auch, würde nicht ganz verläßlich hinhauen)

Beitrag von magdalena70 15.09.06 - 11:40 Uhr

Hallo,
ich verhüte schon sehr lange nur mit der Temperaturmessung bzw. haben wir auch unsere Kinderwünsche damit unterstützt ;-)
Ich kann Dir nur empfehlen, Dich da in die Literatur einzulesen (Du hast ja schon Tipps bekommen) oder vielleicht auch einen Kurs dazu bei einem Frauengesundheitszentrum oder evtl. auch Pro Familia zu machen. Manche FÄ sind da auch offen dafür.
Für uns kommt keine andere Verhütungsmethode in Betracht, weil wir uns beide so am wohlsten fühlen und ich auch einen starken Bezug zu meinem Körper bekommen habe, mich selber und die natürlichen Abläufe sehr gut kennengelernt habe. Allerdings setzt es schon eine gewisse Disziplin voraus, damit auch gut zu fahren.
Viele Grüße
Claudia