PAPA = Erziehungsurlaub

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von martina129 15.09.06 - 10:54 Uhr

Guten Morgen zusammen,

Christopher wird nächste Woche 1 Jahr alt, seit er 4 Monate alt ist hat Papa Erziehungsurlaub. Ich gehe Vollzeit arbeiten. Bei meinen beiden "Großen" (20J.+18J.) hatte ich den Erziehungsurlaub genommen. Nun ergeben sich bei uns ein paar "Problemchen" und zwar würd mich mal interessieren wie ihr diese gelöst habt.

1.) Baby-/Kleinkindschwimmen = 99,9 % nur Kind und Mutter
(immer nur in den Vor- bzw. Mittagsstunden) Vater mag nicht hin

2.) Krabbelgruppe = gleiche Problem


ich mein, ich kann meinen Mann ja irgendwo verstehen, aber finds eigentlich enorm wichtig, dass der Kleine auch mal mit gleichaltrigen Kids zusammen kommt. Würd ja nach Feierabend (in meinem Fall nach 17.00 Uhr) die Dinge mit ihm machen, find aber hier im Bereich Oberhausen/Bottrop keinerlei Angebote :-(. Haben noch nicht mal kleine Kinder im Bekannten-/Freundes-/Verwandtenkreis ...

Gruß Tina

Beitrag von hope_elmo 15.09.06 - 11:03 Uhr

Hallo Tina,

also wir machen auch kein Babyschwimmen oder gar Krabbelgruppe. Ich hatte mir zwar mal so eine Gruppe angesehen, aber das ist nichts für mich. Das war so ein Kaffeeklatsch für Mütter, bei welchem über Baby, Baby und nochmals Baby gequatscht wurde. Ausweichthemen waren dann noch Kochen, Handarbeiten, Einkaufen ... nee, nee. Die Kinder haben sich mehr oder weniger selbst "miteinander" beschäftigt, zwischendurch immer mal wieder gebrüllt .... Ich kann Deinen Mann gut verstehen, dass er das nicht machen möchte.

Wir gehen in den Musikgarten und einen Vormittag in die Kleinkindschnuppergruppe des Waldkindergartens. Hier findet wirklich sinnvolle Beschäftigung mit den Kleinen statt und kein Plausch der Eltern. Außerdem sind in beiden Gruppen etwa gleich viel Mütter wie Väter da. Finde ich auch sehr schön.

Kuck doch mal, vielleicht gibt es so etwas (oder etwas Ähnliches wie z. B. Kinderturnen) auch bei Euch. Das wäre dann eventuell auch etwas für Papa.

Liebe Grüsse
Sabine mit #stern Janis Céline

Beitrag von 96kati 15.09.06 - 13:29 Uhr

Hallo Sabine!

Stimmt schon, dass Krabbelgruppen oft auch einen Kaffeeklatsch für Mütter bedeuten, aber es sind nicht alle Krabbelgruppen gleich... Ich besuche z.B. einen Delfi-Kurs und da wird sich durchaus zu 80 Prozent um die Babies und ihre Belange gekümmert, man lernt mit ganz einfachen Dingen die Kleinen für längere Zeit lehrreich zu beschäftigen, sie toben sich aus und ganz nebenbei wird auch mal über Ernährungsprobleme oder dergleichen gesprochen. Also ich finde, dass sich dort auch ein Papa hilfreiche Tipps holen kann und sich nicht blöde dabei vorkommen muss...

Liebe Grüße
Kati

Beitrag von rain72 15.09.06 - 11:25 Uhr

Hallo Tina,
das Problem kennen wir, zwar arbeiten wir beide Teilzeit und teilen uns die Kinderbetreuung, aber solche Angebote wie Kleinkindschwimmen sind halt nicht immer nur an den Tagen, an denen ich zu Hause bin....
Ich kann Deinen Mann nur ermutigen, sich einfach zu trauen!! Sicher, mein Mann kommt sich da auch etwas komisch vor, aber wenn er sich mal getraut hat, haben wir die Erfahrung gemacht, dass alle anwesenden Muttis und die Kursleiterin es ganz toll fanden, dass auch mal ein Papa dabei war.... Mein Mann hatte zB von mir einen Babyschwimmkurs "geerbt", also ich hatte das mit unserer Tochter angefangen als ich noch ganz zu Hause war und er musste dann weitermachen, weil das auf einen meiner Arbeitstage fiel. Da waren wirklich alle Muttis total begeistert (könnte man fast eifersüchtig werden ;-)). Allerdings ist und bleibt die Situation sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber wie gesagt: Man(n) sollte sich trauen, denn sonst ändert sich das ja nie!! (Übrigens meinte mein Mann immer scherzhaft, dass er seine Hoffnung auf steigende Arbeitslosenzahlen setzt, weil arbeitslose Väter vielleicht auch mal was mit dem Nachwuchs unternehmen...)
Vielleicht hilft ja auch die neue Regelung zum Elterngeld mit den "Vätermonaten", dass es normaler wird, dass die Papa auch mal mit den Kleinen unterwegs sind....
LG
rain72

Beitrag von rain72 15.09.06 - 11:29 Uhr

PS: noch 2 kleine Ergänzungen:
- Bei Krabbelgruppen, die ja wirklich meist mehr Mütter-Kaffeklatsche sind, weigert mein Mann sich auch strikt. Wir haben nur eine Privat-Kleinst-Krabbelgruppe mit einer sehr guten Freundin + gleichaltrigem Kind....
- Was meinem Göttergatten wohl ziemlich geholfen hat, war, dass wir mal so einen Gruppenablauf im einzelnen durchgekaut haben und ihm klar wurde, dass sich auch Mamis die ersten Male ziemlich doof vorkommen, wenn sie "Hallo, hallo, schön dass Du da bist" singen und im Kreis hüpfen#huepf#huepf#huepf

Beitrag von 96kati 15.09.06 - 13:25 Uhr

Hallo Tina!

Tja, wenn der Papa schon in den Genuss des Erziehungsurlaubes kommen darf, dann meiner Meinung nach auch mit allen Konsequenzen... und dazu gehört nun mal auch eine Krabbelgruppe!
Bei mir im Delfi-Kurs ist ein Papa in Elternzeit und ich finde es super, dass er das macht! Er muss sich gar nicht blöd vorkommen, sondern ist sozusagen der ganze Stolz der Truppe #freu, da es ja doch leider viel zu selten vorkommt, dass ein Papa das macht!
Er soll sich einfach trauen, da ich es enorm wichtig finde, dass die Kleinen auch mal Gleichaltrige treffen.
Weiterhin sind die Nachmittagskurse beim Babyschwimmen eh oft gemischt, da es durchaus Papis gibt, die stolz drauf sind, mit ihren Kleinen solch Aktivitäten zu starten...

Liebe Grüße
Kati