Bekomme die Bilder nicht aus dem Kopf

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von bibergirl 15.09.06 - 12:12 Uhr

Hallo zusammen
Vielleicht erinnert sich jemand an mich, ich habe anfangs Woche schon geschrieben. Mein Kleiner Schatz hatte von Sonntag auf Montag einen Fieberkrampf. Es sah so schlimm aus, wie er die Augen verdrehte, zuckte und kaum noch Luft bekam.
Seither geht es mir gar nicht gut, ich kriege einfach die Bilder nicht aus dem Kopf und dazu kommt die Angst, dass erneut so etwas passiert. Das war jetzt die schlimmste Woche für mich. Mein Mann arbeitet und ich war mit Lino wie immer alleine. Doch er ist im Moment so anstrengend, wenn er wach ist, will er nur bei mir sein, ich muss ihn umhertragen, er will nicht alleine sein und klammert sich extrem an mich. Das kenne ich sonst gar nicht von ihm, er ist ein so aktives Kind und dass er anhänglich ist, war mir bisher fremd. Ich bin körperlich und phsychisch total am Boden, ich kann einfach nicht mehr, und jedesmal wenn ich den Kleinen ansehe, sehe ich die schrecklichen Bilder von seinem Krampf.#schock
Kennt das auch jemand und war kann ich machen, damit ich abschalten kann? Damit ich nachts schlafen kann nehme ich Baldriapirin Tabletten.
Gruss Petra mit Lino

Beitrag von grinsemonster 15.09.06 - 15:35 Uhr

Hast du schon mal mit jemanden darüber gesprochen (ausführlich), dein Erlebnis geteilt? Manchmal kann das schon hilfreich sein.

Beitrag von curlysue2 15.09.06 - 21:27 Uhr

Hallo Petra!

Ich glaube ich hatte Dir auch auf Deinen Beitrag Anfang der Woche geantwortet. Wenn Du möchtest kannst Du mich gerne über meine VK anschreiben. Manchmal hilft es schon, wenn man sich mit jemanden austauscht.

Linus hatte schon zwei Fieberkrämpfe und der Anblick ist schrecklich. Ich weiß wie Du Dich gefühlt hast und fühlst, denn ich habe es auch erlebt. Bis heute habe ich den Anlick nicht vergessen wie Linus beim ersten Krampf aussah. Aber mit der Zeit wird es wieder besser, mit dem überängstlich sein und dem Klammern von Deinem spatz und die Bilder sind dann auch nach einiger Zeit nicht mehr allgegenwärtig. Habe etwas Geduld mit Dir und Deinem Spatz. Es ist nicht einfach, ich weiß. Aber Ihr beide habt eine unerwartete und schreckliche Situation durchgemacht und da dauert es halt ein wenig bis Ihr beide wieder etwas zur Ruhe kommt. Wichtig ist, dass Du es nicht in dich reinfrisst, sondern jemanden suchst mit dem du drüber reden kannst. Ich habe z.B. in unserer Spielgruppe eine Mutter deren Sohn auch ein Fieberkrämpfchen ist. Es hat gut getan sich mit Ihr auszutauschen.

Am schlimmsten empfand ich damals, dass ich mich so hilflos gefühlt habe. Ich bin bei der Freiw. Feuerwehr, habe eine Ausbildung in erster Hilfe und einen Zusatzkurs in ErsteHilfe bei Kleinkindern. Und im Moment des Krampfes war ich soo hilflos, ich habe nur noch instinktiv gehandelt. Wie Linus plötzlich die Augen verdrehte und steif wurde und dann auch noch blau anlief... Ich war kurz davor hysterisch zu werden. Zum Glück war meine Nachbarin zur Stelle, die die Ruhe bewahrte und der RTW war auch schnell da. Und noch heute beobachte ich sehr genau, wenn Linus erkältet oder sonstwie krank ist, ebenso nach Impfungen usw. Oft muss ich mich da unheimlich beherrschen dann nicht jede halbe Stunde/Stunde die Tempi zu messen.


Viele liebe Grüße

Manuela mit Linus

Beitrag von .claudi. 15.09.06 - 21:55 Uhr

Hallo Petra!

Sei erstmal lieb #liebdrueck. Meine Tochter hatte vor über einem Jahr auch einen Fieberkrampf. Es war der Horror für mich, daher kann ich dich gut verstehen.

Ich hab deinen anderen Beitrag nicht gelesen. Ich hab von der Kinderärztin damals so ein Notfallmedikament bekommen, daß hat mich sehr beruhigt, zu wissen, daß ich im Notfall ihr was geben kann (weiß leider nicht mehr wie es heißt und kann im Moment nicht nachschauen, weil es im Zimmer von meiner schlafenden Tochter ist). Anfangs hab ich dann auch das Kinderbett ins Schlafzimmer gestellt, weil ich mich einfach wohler gefühlt habe, wenn meine Tochter in meiner Nähe ist.

Mit der Zeit ist es dann besser geworden. Ich habe zwar immer noch Angst, wenn meine Tochter Fieber hat, aber wenns dann ohne Fieberkrampf überstanden ist, werde ich jedesmal ein Stück positiver und seitdem hat meine Tochter auch nie wieder einen Fieberkrampf gehabt.

Vielleicht kann sich ja dein Mann am Wochenende viel um euren Kleinen kümmern und du gönnst dir was Gutes, ein heißes Bad, ausschlafen, in Ruhe bißchen lesen... das wirkt auch oft Wunder.

Alles Gute und LG Claudia