künstliche befruchtung???!!!

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von mialey 15.09.06 - 21:58 Uhr

hallo zusammen,

bin neu hier und hätte gerne mal erfahren, wie es euch so zumute ist, wenn ihr 'künstliche befruchtung' hört.

wir sind im 28. üz angekommen :-(

haben uns beide untersuchen lassen - ergebniss:

bei mir scheint soweit alles okay zu sein, bei meinem mann leider nicht. seine spermaqualität lässt zu wünschen übrig, wie auch die menge. es besteht immer noch die möglichkeit, dass ich trotzallem schwanger werde, aber ich habe die hoffnung auf natürlich weise schwanger zu werden bereits abgehakt.

mein kinderwunsch ist wahnsinnig unbeschreiblich extrem gross (wie bestimmt bei allen hier), aber bei dem gedanken an künstliche befrüchtung stehen mir die nackenhaare zu berge und ich kriege ein super schlechtes gefühl.
das ist für mich irgendwie nicht richtig, nachgeholfen, 'unnatürlich', erzwungen, furchtbar unromantisch, stressig etc.

wie denkt ihr darüber?

danke für eure gedanken.
gruss
mialey #blume

Beitrag von tattoofrau 15.09.06 - 22:09 Uhr

zu anfang ist der schock erst mal riesengroß aber wenn der wunsch so stark ist geht man viele steinige wege um an sein wunschziel zu kommen, außerdem gibt es ja verschiedene künstliche befruchtungen es muß ja nicht die schlimmste sein
nachgeholfen, 'unnatürlich', erzwungen, furchtbar unromantisch, stressig etc.
das kommt natürlich alles auf einen zu , du mußt nur wissen was für dich vertretbar ist , kannst du diese punkte nicht in kauf nehmen mußt du evt. ohne kinder klar kommen oder mal über adoption nachdenken
LG ;-)
Conny

Beitrag von mialey 15.09.06 - 22:16 Uhr

hallo conny,

danke für deine rasche antwort #blume

ich weiss auch nicht weshalt ich ein so grosses problem damit habe (bin weder religiös noch habe ich angst vor ärztlichen eingriffen).

bin mir aber sicher, dass ich zu 200% dafür sein muss, denn ansonsten klappt es sowieso nicht.

adoption käme erst in 5 jahren in frage, da man in der schweiz 35 sein muss (was für vorschriften) #schmoll und ich möchte nicht erst mit 35 mutter werden - ist mir einfach zu alt (mir persönlich zu alt nicht generell zu alt).

wow, ist schon krass. man hört so wenig von leuten bei denen es nicht klappt, die babies tauchen überall auf und man selbst verschwendet auch keinen gedanken daran, dass es nicht klappen könnten. und dann, ist es genau so.

guess that's life.
wünsch dir einen schönen abend.
mialey

Beitrag von brianna123 16.09.06 - 07:20 Uhr

Guten Morgen!

Ich kann dich verstehen. Ich weiß auch nicht, ob ich eine künstliche Befruchtung hätte machen lassen oder nicht. Einerseits denke ich immer, was nicht sein soll, hat wohl seinen Grund. Andererseits ist es aber toll, dass es solche Möglichkeiten gibt und viele Familien haben dadurch schon ihre Wunschkinder bekommen.

Unsere Bekannten hatten genau das gleiche Problem wie du und dein Mann. Sie hatten sich zu einer künstlichen Befruchtung entschlossen. Und SCHWUPPS wurde sie nach diesem Entschluss doch noch auf natürlichem Wege schwanger!

Die Hoffnung also nicht aufgeben!!!

Sabrina und Georg (18.04.2006), auf den wir 5 Jahre gewartet haben

Beitrag von relax 16.09.06 - 09:02 Uhr

liebe mialey

wenn du mich noch vor 6 monaten gefragt hättest, was ich von künstlicher befruchtung halte, hätte ich teilweise ähnliche antworten wie du gegeben.

seit dem 12. mai wissen wir aber, dass unsere chance eltern zu werden, wegen der schlechten spermienqualität meines liebsten (massives OAT-syndrom) bei unter 1 % liegt.
da ich ein awsm-mädel bin (werde im november 39), läuft uns nun etwas die zeit davon und daher befinde ich mich gerade in der stimulationsphase für meine erste icsi.

klar am mittwoch oder donnerstag nächste woche habe ich meine punktion, mein liebster muss dort in irgendeinem kämmerchen sperma produzieren (genau das ist es, wenn man sich dass mal klar macht) und dann legen wir unser schicksal in die hand von sehr erfahrenen biologen und in die heutige sehr fortgeschrittene technik....

wir sind am ende froh und haben ziemlich schnell für uns gemerkt, dass wir lieber auf natürlichem wege - romatischer - schwanger geworden wären, aber dies ist nicht der für uns vorbestimmte weg. wir sind bereit, diese extrarunde zu laufen und sehen dies ganze als riesengrosse chance, dass sich unser grösster wunsch erfüllt. vor 15 jahren hätten wir gemeinsam nicht leibliche eltern werden können, weil es da noch gar nicht die icsi-methode gab.

witzigerweise frage ich mich mittlerweile, wieviele babys die ich auch immer wieder in der stadt sehe und auch bei schwangeren frauen und ganz besonders wenn ich zwillingskinderwagen sichte, ob die eltern auch unseren weg gehen mussten. denn - glücklicherweise - sieht man die künstliche befruchtung den kindern und schwangeren müttern nicht an. aber wenn ich nur so in meinem bekanntenkreis und auch hier bei urbia schaue, gibt es ganz ganz viele süsse, lebendige und tolle ivf/icsi kinder....

für uns ist es die richtige entscheidung.


liebe grüsse von der sichselbstganzdolldaumendrückenden
#drache relax

Beitrag von susannewerner 16.09.06 - 17:08 Uhr

Hallo Relax,

ich bin auch ein awsm-mädel, aber nicht so aktiv in Treffpunkt-Forum.

Wir haben unser lange ersehntes Wunschkind nach einer ICSI-Behandlung im vergagenen Dezember bekommen.

Ich drücke Euch ganz doll die Daumen, dass das bei Euch auch klappt.

Toi,Toi, Toi

Liebe Grüße

Susanne und Konstantin (*25.12.2005

Beitrag von relax 17.09.06 - 13:59 Uhr

hallo susanne

vielen dank für die aufmunterung. kann ich gut gebrauchen. ich mache mir ein wenig gedanken, da ich am vergangenen donnerstag in der follischau nur 7 follikel hat und alle 4 aus dem linken eierstock waren viel zu klein (nur 7mm), jetzt haben wir die dosis erhöht und morgen muss ich nochmal hin...

pu ist wohl am mittwoch oder donnerstag....

liebe grüsse
#drache realx

Beitrag von susannewerner 17.09.06 - 14:55 Uhr

Hallo relax,

bei der ersten Icsi hatte ich sage und schreibe 21 Eizellen, von denen die besten für die Blastozystenkultur verwendet wurden. Weitere 3 Eizellen wurden eingefroren. Ich hatte damals nur 9 Tage stimuliert und Hormone gespritzt.

Wurde dann auch schwanger, habe mein Sternchen aber in der 9.SSW verloren. War natürlich total am Boden zerstört.

Die zweite Icsi-Behandlung war der Horror. Es sah grottenschlecht aus, weil die Eizellen nicht so heranreifen wollten. Die Ärzte wollten auch schon abbrechen, haben sich aber dann doch dagegen entschieden. Es wurde die zweite Generation (habe nie erfragt, was damit gemeint war) herangezüchtet. Alles in allem habe ich damals 21 Tage lang spritzen müssen. Jeden 2. Tag zur Kontrolle nach Wiesbaden (einfach 75 Kilometer).
Am tag der Punktion hatte ich gehofft, dass sie wenigstens 3 Eizellen finden (das war die Zahl, die ich mir wieder Re-Transferiern lassen wollte). Und siehe da, es waren 8 Eizellen.
Erst konnten nur 2 Eizellen befruchtet werden, da war ich schon sehr traurig. Aber einen Tag später rief das Labor noch mal an und teilte mit, dass eine weitere Eizelle befruchtet werden konnte.

Naja, das Ergebnis weist Du ja. Es liegt gerade in seinem Bettchen und hält seelig sein Mittagschläfchen, damit er später ausgeruht ist. Wir pflanzen heute sein Bäumchen, anlässlich seiner Geburt.

Also, ich drück Dir ganz fest die Daumen. Am Ende wird doch alles Gut.

Es wäre schön, wenn Du mich mal wissen lassen würdest, wie es bei Euch weitergeht.

Alles, alles Liebe

Susanne

Beitrag von relax 19.09.06 - 15:17 Uhr

#danke für die lieben worte...

#herzlich#liebdrueck

Beitrag von coronacora 16.09.06 - 09:06 Uhr

Hallo,

als uns der Arzt sagte, dass für uns nur eine künstliche Befruchtung in Frage kommt, habe ich sehr ablehnend reagiert. Ich habe Dinge gesagt wie: "Wenn es nicht sein soll, dann ist es eben so!" oder "Ich lass mich doch nicht mit Medikamenten vollpumpen, nur um ein Kind zustande zu bringen!" oder "Soll ich mich verschulden, um ein Kind zu bekommen?"

Dann habe ich angefangen, mich näher damit auseinander zu setzen und konnte mich allmählich mit dem Gedanken anfreunden. Ich habe mir reichlich Zeit gelassen, bis ich mich entgültig dafür entschieden habe. Von der Diagnose des Arztes bis zur eigentlichen Insemination ist fast ein Jahr vergangen. Es war alles nicht so wild, es lief zum Glück alles glatt, hat gleich beim ersten Mal alles geklappt, keine Nebenwirkungen gehabt und auch nicht verschuldet :-P

Endlich, nach fast vier Jahren vergeblichen Übens, erwarten wir Nachwuchs. Ich habe meine Entscheidung nicht bereut. Auch wenn das Kind nicht bei Sonnenuntergang unter Palmen gezeugt wurde (;-)), für uns war die einzige Möglichkeit und wir freuen uns tierisch darauf, bald Mama und Papa zu sein #freu

Liebe Grüße,

Cora

Beitrag von ku61pr 20.09.06 - 22:30 Uhr

Hallo Cora,
dein Beitrag muntert mich ein wenig auf. Bei uns steht leider auch IVF oder ICSI an und wir werden in den naechsten Tagen zur 'Egg collection' in die Klinik gehen.

Eigentlich bin ich sehr ruhig, die Medikamente machen mir zu schaffen - bin nur muede und habe Kopfschmerzen und alle anderen moeglichen Wehwechen - aber ich bin sonst pumperlgesund und so kann es nur gutgehen.

Eigentlich will ich gar nicht daran denken, dass es schiefgehen kann. Das macht mir Angst, so versuch' ich ganz positiv zu bleiben und es mir gutgehen zu lassen.

Hast du noch ein paar andere Tipps?

Bist du nach dem Einsetzen des Embryos arbeiten gegangen? Wir leben hier in England und da lassen sie dir die Wahl.

Liebe Gruesse,
Dani

Beitrag von susannewerner 16.09.06 - 17:19 Uhr

Hallo mialey,

ich kann meinen Vorrednerinnen nur beipflichten.

Wenn eine künstliche Befruchtung (hier gibt es ja auch Unterschiede) der einzige Weg ist, Euer Wunschkind zu bekommen, dann zögere nicht so lange. Du könntest es bereuen.

Ich habe mir leider auch viel zu lange damit Zeit gelassen.
Eigentlich war bei uns schon 1998 / 1999 klar, dass wir eher einen 6er im Lotto hätten, als auf normalem Weg schwanger zu werden. Aber ich habe mich auch erst gescheut.
Da wurde die Karriere vorgeschoben, dann beschlossen wir eben, ein Kind zu adoptieren (man stellt es sich zu einfach vor), dann kam eine langwierige Zahnbehandlung dazwischen und endlich Ende 2003 habe ich begriffen, dass die biologische Uhr ganz langsam anfängt zu ticken.
In 2004 haben wir dann unser Wunschbaby in Angriff genommen. Wir hatten es erst mit Insemination versucht, leider vergeblich. Der 1. icsi-Versuch hat sofort geklappt, endete leider in einer FG. Der 2. Icsi-Versuch krabbelt hier fleißig in der Wohnung rum und lässt uns vor Stolz fast platzen.

Es gibt Tage, da kann ich es immer noch nicht glauben, dass Konstantin wirklich unser Kind ist. Es ist sooooooooooooo schön.

Und Gott sei Dank gibt es heute die Möglichkeit, auf diesem Weg Eltern zu werden.

Also, überleg nicht so lange und mach Dich in die Klinik.
Das schaffen soviele, dann schafft Ihr das auch.

Ich drück Euch ganz doll die Daumen.

Liebe Grüße

Susanne

Beitrag von felicat 18.09.06 - 01:03 Uhr

hallo,

also wenn euch gesagt wird, dass ihr trotzdem noch chancen habt, auf natürlichem wege schwanger zu werden, dann braucht ihr wahrscheinlich garkeine IVF oder gar ICSI.

Eine Insemination wird dann wahrscheinlich bei euch reichen, und die ist garnicht so künstlich wie angenommen. Die Spermien deines Mannes werden lediglich direkt in die Gebärmutter eingeführt, damit sie sich den langen Weg sparen. Alles andere ist ganz natürlich.

Auch eine IVF ist nicht soooo künstlich; die Spermien und die Eizellen werden zwar in ein Reagenzglas gegeben, befruchtet werden sie aber natürlich, also ohne Unterstützung. Die Schwimmerchen müssen sich sehrwohl noch anstrengen ;-)

Wirklich künstlich ist nur die ICSI, da werden die Spermien direkt in die Eizellen mit einer Nadel injiziert!

LG Astrid