alleinerziehend mit kleinkind: wie sieht euer tagesablauf aus??

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von niccolina 15.09.06 - 22:12 Uhr

hallo liebe alleinerziehenden mahhhmahhs#schrei,

mich würde mal interessieren, wie euer alltagsleben sich so gestaltet mit kleinkind/haushalt/außenaktivitäten etc???
wie sind eure tages-/abend-/nachtabläufe??
mein kleiner ist jetzt 21 monate#augen und bin nur noch im dauer-total-stress/rund um die 24- stunden-uhr#schock
seid ihr da vielleicht besser organisiert?? wie macht ihr das??
bin für erfahrungswerte mehr als dankbar#freu#freu#freu!
also soweit funktionierts bei uns nahezu ganz ok irgendwie mit ganz viel zeitdruck immer und stress, weil ich sonst nicht nachkomme/ und permanent-quengeln und ultra-trotz von meinem mini: will alles selber machen#cool staubsaugen, waschen, kochen, putzen, müll entsorgen,etc.
und man muß ja dann auch trotz aller einbindung/mithelfen lassen gewähren#schein#schein, mal vorankommen im erledigen:-D und bewerkstelligen;-) der dinge, die es zu machen gibt#schwitz#schwitz
oder wie kommt ihr so halbwegs klar?#danke
funktionieren tuts ganz penibel organisatorisch schon bei uns#freu, aber mir bleiben wirklich keine 2 stunden(wenn überhaupt) von 24h für mich#schock und in die 2h sind noch nicht mal elementäre verrichtungen mit eingerechnet wie selber mal duschen, haarewaschen oä#augen
bin echt dankbar und gespannt und hoffnungsvoll wie ihr anderen alleinerziehenden euren alltag bewältigt#huepf#huepf oder habt ihr auch dieselben probs daß keine zeit mehr für einen selber übrigbleibt #schock und ein tag halt immer eben nur 24 stunden hat#schwitz#kratz

liebe grüsse von nic/sili

Beitrag von .claudi. 15.09.06 - 23:46 Uhr

Hallo!

Meine Tochter ist 2 3/4 Jahre, ich bin seit der Schwangerschaft schon alleine und empfand es eigentlich früher, als meine Tochter noch kleiner war, stressiger. Aber es stimmt schon, viel Zeit bleibt nicht übrig.

Ich habs mir angewöhnt, immer ein bißchen voraus zu planen, also wenn ich z.B. vorhab erst Wäsche in die Waschmaschine reinzutun und dann zu Staubsaugen, sag ich oft zu meiner Tochter "ich werd jetzt mal Staubsaugen". Dann kommt natürlich von ihr "das will ich machen". O.k. Sie kann als erstes Staubsaugen und ich kann meiner eigentlichen Arbeit nachgehen, also erstmal die Wäsche in die Waschmaschine reinstecken. Wenn ich das dann erledigt hab, hat sie gestaubsaugt und ich kann da weitermachen.

Seit paar Monaten duscht meine Tochter gerne - das ist finde ich eine super Zeitersparnis. Ich nehme sie immer mit zum duschen, wenn ich raus gehe, darf sie noch alleine weiter duschen bis ich mich abgetrocknet und angezogen hab (hab zuvor alles im Bad zurecht gelegt, daß ich nicht rausgehen muß und sie alleine ist). So kann ich mich in Ruhe fertig machen und meine Tochter hat währenddessen ihren Spaß.

Wenn ich z.B. Fenster putzen muß oder zeitintensive Arbeiten im Haushalt machen muß, lade ich die zwei Kinder (5 und 7 Jahre) von meiner Tochter ihrer Patin ein. Die drei Kinder können zusammen super im Zimmer von meiner Tochter spielen, ich kann meine Sachen in Ruhe erledigen und die Patin freut sich auch über paar Stunden Freizeit #freu (das klappt aber auch nur bei den Kindern, bei anderen Kindern habe ich keine Ruhe).

Wenns mal schneller gehen muß, machen wir einen Wettkampf daraus. Z.b. sag ich dann, "ich bin zuerst fertig mit anziehen" etc., dann geht das alles Ruck-zuck bei ihr.

Und was ich auch noch eine super tolle Erfindung und Zeitersparnis finde, ist der Wäschetrockner! Den haben mir meine Eltern gekauft, als meine Tochter ca. 1/2 Jahr alt war und das war das allerbeste Geschenk was ich jemals von denen bekommen habe. Zum einen finde ich dauert es ewig, die kleinen Kindersachen aufzuhängen und bügeln braucht man dadurch dann auch kaum.

Jeden Dienstag Nachmittag und jeden zweiten Sonntag ist meine Tochter bei ihrem Vater. Da bleibt dann alles liegen und die Zeit nutze ich ausschließlich für mich.

LG Claudia

Beitrag von michyela 16.09.06 - 18:42 Uhr

Hallo Claudi,
ich habe in Deinem Bericht gelesen, dass Du schon seit der Schwangerschaft alleinerziehend bist. Mir geht es nämlich seit 2 Wochen genauso. Bin in der 14 SSW, und mein Partner hat mich verlassen, eine NEUE ist auch im Spiel, das ist aber nicht der alleinige Grund.

Bin momentan total verzweifelt und enttäuscht...wie hast Du das alle auf die Reihe bekommen???

Wäre Dir für eine Antwort dankbar, ich weiß das ändert an meiner Situation auch nichts, aber ein Versuch ist es Wert es vielleicht alles mit anderen Augen zu sehen.

LG
Michaela

Beitrag von mondstein28 16.09.06 - 19:10 Uhr

Hallo Michaela!

Kopf hoch, das klappt:-)
Ich selber bin seit beginn der Schwangerschaft allein gewesen. Ein Vorteil: du hast jetzt genug Zeit dich darauf einzustellen und alles so vorbereiten das es klappt.
Mein Tipp: hol dir gerade am Anfang viel Hilfe von Freunden und deinen Eltern. Mir hat es sehr geholfen das in der Zeit eigentlich oft jemand bei mir war und ich mich einfach unterhalten konnte, so bin ich in kein Loch gefallen.
Was wichtig ist: klär vorher am besen alle finanziellen Angelegenheiten.
Du kanst mir gerne schreiben und ich versuch dir noch ein paar Tipps zu geben: mondstein26@gmx.de

LG Iris

Beitrag von michyela 22.09.06 - 19:36 Uhr

Liebe Iris,
Dir auch vielen Dank für Deine liebe Antwort.
Werde mich ganz bestimmt wieder bei Dir melden...wenn alles mal wieder in geordneten Bahnen läuft.

Bis ganz bald....

LG
Michy

Beitrag von .claudi. 16.09.06 - 21:27 Uhr

Hallo Michaela!

Laß dich erstmal #liebdrueck und Kopf hoch. Ich kann mir vorstellen, wie du dich fühlst. Mein Ex und ich haben uns ca. eine Woche bevor ich erfahren habe, daß ich Schwanger bin, getrennt. Das war erstmal ein totaler Schock für mich. Es war uns beiden von Anfang an klar, daß wir keine Beziehung mehr führen können, weil einfach zu viel vorgefallen war und wir nur noch gestritten haben aber für mich war auch sofort klar, daß ich das Kind behalte.

Mein Ex hat an der Schwangerschaft nicht viel Interesse gezeigt. Ich hab ihn immer wieder hinterher telefoniert, erzählt was es Neues gibt und gefragt, ob er mit zum Frauenarzt will, aber er hat immer wieder andere Ausreden gefunden und ich war jedesmal aufs Neue enttäuscht. Das hat mich ganz schön fertig gemacht und ich habe es nicht verstanden, wie er so wenig Interesse an der Schwangerschaft und seinem Kind haben kann.

Irgendwann war dann der Punkt, wo ich gesagt habe, nee so mag und kann ich es nicht mehr weiter machen, das macht mich nur kaputt. Ich hab dann angefangen mein Leben zu leben, ohne ihn mit einbeziehen zu wollen, hab ihn nicht mehr angerufen, nicht mehr nach seiner Meinung gefragt, mich um alles selber gekümmert... und mir ging es viiieeel besser damit. Wenn ich irgendwas tolles zu erzählen hatte, hab ich meine Mutter angerufen, die hat sich im Gegensatz zu meinem Ex wirklich mit mir gefreut und mir ging es dann gleich nochmal besser. Ebenso bei Sorgen oder Kummer.

Hin und wieder kam auch mal ein Anruf von meinem Ex, dann hab ich mich gefreut, daß er doch manchmal an sein Kind denkt, hab ihm das erzählt was er wissen wollte und gut wars.

Bei der Geburt war er dabei. Wir wollten es beide, hatten aber ausgemacht, daß ich ihn jederzeit rausschicken kann, wenn ich es nicht mehr möchte. Aber ich fand es beruhigend den Vater des Kindes dabei zu haben und ich denke, es ist auch für unsere Tochter schön, wenn sie erfährt daß ihr Papa dabei war.

Es gab dann noch viele Streitigkeiten, vor allem wegen dem Umgangsrecht, er kam immer zu mir nach Hause, hat die Zeit mit unserer Tochter bei mir daheim verbracht und dadurch kam es immer wieder zum Streit. Auch kam er, wie es ihm gepaßt hat, aber wenn ich ihn mal gebraucht hätte, war er nicht da. Wir haben dann das Umgangsrecht übers Jugendamt geregelt, seitdem nimmt er unsere Tochter mit, und es klappt gut. Ich glaube auch, dadurch daß er sie alleine hat, hat er gelernt Verantwortung zu übernehmen und versteht es auch, wenn ich ihm z.B. sage, er soll sich bitte an Schlafens-, Essenzeiten oder anderen Sachen, die für unsere Tochter wichtig sind, halten.

Ich hab auch meine (mittlerweile beste) Freundin im Schwangerschaftskurs kennen gelernt, die hat mich Anfangs auch sehr unterstützt. Wenn sie da war, konnte ich in Ruhe mal duschen oder mal ohne Baby zum einkaufen fahren oder einfach mit ihr reden und mich austauschen.

Versuche dein Leben zu leben, so wie du es möchtest und lauf deinen Ex nicht hinterher, da erreichst du eher das Gegenteil. Umso mehr du nur an dich und dein Kind denkst, um so besser geht es dir. Wenn dein Ex nicht will, hat er Pech gehabt, er wird es irgendwann begreifen, daß er viel verpaßt hat.

Ich würde dir raten, auf alle Fälle zum Schwangerschaftsvorbereitungskurs zu gehen. Da lernt man zum einen viel und zum anderen bilden sich viele Freundschaften mit anderen Müttern, deren Kinder dann relativ gleich alt sind. Ich hab auch mal gehört, daß es ein extra Schwangerschaftsschwimmen gibt, vielleicht würde dir das ja auch gefallen.

Ebenso gibt es für Mütter mit Babys viele Angebote (Babyschwimmen, -massage, Pekip, Krabbelgruppe...), wo viele neue Freundschaften entstehen. Bei den meisten (auch bei Paaren) ändert sich in der Schwangerschaft und nach der Geburt der Freundeskreis weil sich die Interessen auseinander entwickeln (Freunde ohne Kinder leben ihr altes Leben mit Disco etc. weiter und mit Kind werden andere Sachen wichtig) und es gibt viele Möglichkeiten neue Freundschaften zu finden.

Genieße deine Schwangerschaft und freue dich auf dein Kind. Es ist was ganz wundervolles sein eigenes Kind im Arm zu halten, für es Sorgen zu können und als Dank die Liebe zurückzubekommen und wenn es dich anlächelt, sind alle Sorgen vergessen.

Ich hoffe, du kannst aus meinem Beitrag ein bißchen was positives entnehmen und wünsche dir und deinem kleinen Schatz alles Liebe.

Claudia

Beitrag von michyela 22.09.06 - 19:34 Uhr

Liebe Claudia,
vielen Dank für Deine einfühlsamen Zeilen. Momentan bin aber leider nicht in der Lage Dir eine länger Antwort zu schreiben. Aber ich werde mich sicherlich in der nächsten Zeit noch einmal bei Dir melden.
Bin mitten im Umzugsstreß, da wir uns zusammen ein Eigenheim geschaffen habe....und ich wieder zurück zu meinen Eltern bin....ist alles im Moment bissel viel. Werde nächstes Wochenende meine gepackten Sachen, Möbel usw. aus der Wohnung holen, und dann fängt ein neues Leben an.

Bis ganz bald...und nochma vielen lieben Dank.

GLG
Michy

Beitrag von .claudi. 23.09.06 - 10:15 Uhr

Hi Michy!

Wünch dir einen nicht so stressigen Umzug und das du dich erstmal gut bei deinen Eltern eingewöhnst.

LG Claudia

Beitrag von mondstein28 16.09.06 - 19:16 Uhr

Hallo Nic!

Also bei mir ist es ziemlich dasselbe: der Tag dreht sich komplett um Arbeit, Kind und Haushalt.
Allerdings hab ich für mich ganz klar meien "Privatzeit" eingeplabnt: d.h. ab 21 Uhr mache ich nichts mehr, egal wieviel Arbeit noch da ist. Das kann ich auch am nächsten Tag noch erledigen. Meistens klappt das auch.
Ich habe aber auch meine eigenen Ansprüche runtergeschraubt: Ich achte darauf das es einiogermaßen ordentlich und sauber ist so das jederzeit Besuch kommen kann und ich die Reste in 5 min wegschaffen kann.
Aber die Wäsche liegt auch mal ne Woche bevor ich sie dann bügel. Hauptsache wir haben was im Schrank #hicks
Und je älter sie werden um so besser kalppt es auch mit dem alleine beschäftigen.
Also Kopf hoch, es kann nur besser werden. In spätestens 10 Jahren bist du froh wenn du deien tochter tagsüber nochmal zu sehen bekommst#freu

LG Iris und Merle (27.01.04)

Beitrag von wuschel77 16.09.06 - 19:40 Uhr

hi nic, also, ich bin auch fast schon immer alleinerziehend ;-)
seit meine lütte (jetzt 2,5 jahre alt) auch immer mithelfen will, lass ich sie auch gewähren, soll heissen, ich sauge und gebe ihr danach den staubsauger, in der zeit, in der sie saugt, lasse ich das wasser in den eimer, um feucht aufzunehmen. ihr drücke ich dann ein feuchtes tuch in die hand und sie kann dann etwas putzen :-)
so funktionierts ganz gut...
oder ich mache gewisse dinge halt einfach dann, wenn sie schläft, ist teils auch ne gute variante ;-)
morgens läufts bei uns so, dass ich aufstehe, mich dusche etc und dann die lütte anziehe, dann frühstücken wir und dann kanns losgehen :-D
nimm dir für einen tag einfach nicht zu viel vor ;-) das war der tipp meiner mutter und das habe ich mir zu herzen genommen :-D

lg wuschel

Beitrag von yve771 18.09.06 - 13:39 Uhr

hallo, ich bin auch alleinerziehende mami, meine tochter ist jetzt 25 monate alt. wir kommen sehr gut klar. sie war von anfang an pflegeleicht, hat nie irgendwie probleme gemacht, war nie krank und nix. da hab ich echt glück!abends um sieben geht sie ins bett und auch das ohne probleme, so habe ich dann zeit für mich.aufwachen tut sie meist so um sechs, wenn ich arbeiten muß dann muß ich sie schon um halb sechs wecken, deshalb ist das frühe aufstehen bei ihr so drin! macht aber nix da ich auch schon immer frühaufsteher war!also ich kann duschen gehen oder sauber machen oder was auch imer anliegt, ich sag ihr einfach bescheid die mami geht jetzt duschen und dann ist das okay. manchmal will sie zuschauen, aber meist beschäftigt sie sich allein.vormittags gehn wir dann zusammen einkaufen oder was wir sonst zu erledigen haben,um elf koche ich mittag während sie spielt und nach dem mittag geht sie mittagsschlaf machen,auch ohne murren. manchmal schläft sie bis zu 3 stunden.da kann ich dann gut bügeln oder fenster putzen. nachmittags unternehmen wir noch was, um sechs gibt es abendbrot und es wird gebadet. um sieben dann ins bett.
warum ist das denn bei dir alles so stressig?

lg yvonne