Kobdolieren - aber wie?

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von eliza02 16.09.06 - 09:32 Uhr

Hallo Ihr Lieben,
vor ein paar Wochen ist mein Ex-Freund tödlich verunglückt. Bis jetzt habe ich mich nicht getraut, zu seiner Familie Kontakt aufzunehmen. Ich denke aber dauernd an ihn und daran, dass vielleicht jedes tröstende Wort gut tut. Aber wie? Es ist ziemlich lange her, dass wir ein Paar waren. Aber jetzt geht es um seine Mutter und seine Schwester. Die Trauer einfach ruhen lassen und warten bis sie vorbei geht? Was macht man am besten? Habt Ihr einen Rat für mich?
Über Tipps freut sich
Eliza

Beitrag von angelzoom 16.09.06 - 10:14 Uhr

hallo eliza,
also wir hatten im bekanntenkreis jetzt öfter den fall das eltern ihre kinder beerdigen mussten, was immer ganz schrecklich ist. erst ein 14jähriges mädchen und dann kurz darauf einen 18jährigen. beide durch unfälle plötzlich aus dem leben gerissen.
ich hab die erfahrung gemacht, dass es den eltern immer sehr gut tut wenn man vorbei kommt oder eine karte schreibt. oft reicht einfach nur ein stiller hände druck oder eine umarmung.

die eltern haben mich nie abgewiesen wenn ich vorbei kam um ihnen mein beileid auszudrücken. im gegenteil. sie waren dankbar das jemand kam. so merkten sie, dass es viele menschen gibt, die um ihr kind trauern.
ich habe mit den eltern auch heute noch drei jahre nach den unfällen kontackt und man merkt, dass es den eltern auch heute noch gut tut wenn man am todestag oder am geburtstag, zu weihnachten oder ostern anruft, ein kärtchen schreibt oder vorbei kommt in dem man ausdrückt, dass man an ihre kinder denkt.
ich würde nicht warten bis die trauer vorbei geht, denn das tut sie nicht. sie verändert sich. wenn du nicht vorbei gehen möchtest, dann schreib ein kärtchen oder ruf an. aber tu nicht so als wäre nichts gewesen. das ist das was den eltern fast so weh tut wie der verlust ihres kindes. sag einfach was dein herz dir sagt, dann findest du auch die richtigen worte.
ich hoffe ich konnte dir helfen...
liebe grüße janette

Beitrag von felizitaz 17.09.06 - 17:36 Uhr

hallo,
ich rate dir, schreibe eine karte. und am besten nicht nur ein gedicht, sondern lieber was mit deinen eigenen worten. die eltern werden sich mit sicherheit darüber freuen (mir ging es so, vor allem bei entfernt bekannten bei denen man nicht damit gerechnet hat).
im frühjahr ist von einer ehemaligen schulkameradin der vater tödlich verunglückt, da habe ich lange überlegt wie ich mich verhalten soll (wir haben seit der schule keinen kontakt mehr, fast 11 jahre waren es da). und da sagte meine nachberin und freundin: was hättest du damals bei nele gut empfunden? und da entschied ich mich für die karte und ich denke, dass es richtig war. auch wenn es mir sehr schwer gefallen ist sie zu schreiben.
gruß feli mit celina (3) und sternchen nele