Macht das wirklich so viel aus??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sunny0804 16.09.06 - 10:37 Uhr

Huhu!

Ich hab mal ne Frage!

Mein Freund und ich sind seid 6 Jahren zusammen und haben im Juni eine kleine Tochter bekommen!

Nun sind wir nicht verheiratet und haben es auch EIGENTLICH nicht so wirklich vor!

Viele Freunde und auch viele Verwandte sagen uns ständig, dass wir mind. 300€ im Monat dem Staat schenken würden!

Ist das denn echt so viel? Kann mir das gar nicht so vorstellen, dass das so viel ausmacht!

Er ist jetzt in Klasse 1 mit vollem Kind drauf, ich mach Babypause, habe also kein Einkommen! Ich meine, sicher heirate ich nicht nur wegen dem Geld aber mich würde einfach interessieren, ob das echt so viel ausmacht!

LG
Sunny

Beitrag von eineve 16.09.06 - 11:12 Uhr

schau mal da:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=28&pid=3654504

Beitrag von smily2 16.09.06 - 11:14 Uhr

Das könnt ihr euch einfach selbst ausrechnen:

http://www.steuer.niedersachsen.de/Service/LSt2006Script.htm

Aber man sollte nicht heiraten nur um Steuern zu sparen!

Beitrag von schnute33 16.09.06 - 11:30 Uhr

Hallo Sunny!

Bei uns sind es tatsächlich ca. 300€ im Monat mehr seit der Heirat. Wenn ihr doch schon eine Kleine Familie seid, und auch zusammenbleiben wollt dann heiratet doch. Dann ist alles eine runde Sache und mit Kind kann man auch jeden € gebrauchen.

LG Ilona

Beitrag von manavgat 16.09.06 - 11:53 Uhr

Sunny, das ist totaler Blödsinn, was die da erzählen.

Wichtig ist, dass ihr Euch absichert, also mindestens eine Risikolebensversicherung für jeden von Euch. und dass, wenn Geld da ist für Dich für die Rente zurückgelegt wird. Außerdem braucht ihr, wenn gemeinsames Vermögen da ist und wegen dem Kind testamentarische Lösungen für alle Fälle.

Du hast im Falle einer Heirat auch erhebliche Nachteile. Die Ehe ist ein Vertrag der während seiner Laufzeit von unbeteiligten Dritten (der Gesetzgebung) jederzeit geändert werden kann. Mit Romantik hat das nichts zu tun. Im übrigen kostet eine einvernehmliche Scheidung heute schon ca. 1.500 Euro. Daran denkt niemand.

Solltest Du arbeitslos werden, Dein Mann halbweg verdienen, dann hast Du von staatlichen Stellen nichts zu erwarten und! für Deine Rente sorgt dann auch niemand.

ansonsten: Ich empfehle jedem von Esther Vilar: "Heiraten ist unmoralisch"
zu lesen.

Alles Gute in Eurer "wilden Ehe"!

Gruß

Manavgat

Beitrag von kira2002 17.09.06 - 09:47 Uhr

Hallo manavgat,

du schreibst:
"Solltest Du arbeitslos werden, Dein Mann halbweg verdienen, dann hast Du von staatlichen Stellen nichts zu erwarten und! für Deine Rente sorgt dann auch niemand."

Sie hat auch so nichts vom Staat zu erwarten.
Sehe das gerade bei meiner Schwester. Sie hat jetzt eine Vollzeitstelle (und dabei so lange Fahrzeiten, dass sie täglich nur 4h Schlaf bekommt - umziehen geht nicht, da der Vater ihres Freundes sehr krank ist und die beiden bei ihm in der Nähe bleiben wollen), daher bekommt ihr Freund, mit dem sie zusammenlebt, NICHTS mehr vom Staat, er ist nicht mal mehr krankenversichert, weil das angeblich auch sie bezahlen soll - nur kann sie es nicht, weil das Einkommen dazu einfach nicht reicht und auch noch Schulden bezahlt werden müssen (Auto Totalschaden, da auf vereister Fahrbahn ausgerutscht bei 10km/h, also ohne eigene Schuld).

Die beiden haben nun monatlich 200 Euro weniger. Wäre besser gewesen, wenn sie arbeitslos geblieben wäre, dann wäre ihr Freund wenigstens noch krankenversichert.

Haben ihr nun alle geraten, zu heiraten, da sie dann netto mehr raus hat und er über sie familienversichert sein kann.

Aus demselben Grund haben mein Mann und ich auch geheiratet. Familienversicherung, 300 Euro netto mehr.

LG
Michaela

Beitrag von krokolady 16.09.06 - 14:28 Uhr

Also ich hab wegen Vater Staat geheiratet!

Aus Liebe muss ich nicht heiraten......den die Liebe ist/war ohne Trauschein genauso gross.

Ich hab Kinder vom anderen Mann, und 1 Kind mit meinem jetzigen Mann zusammen.

Für die anderen Kids bekam ich lediglich 120 Euro insgesamt Unterhalt. Dazu 220 Euro Unterhaltsvorschuss.....und bis Juli bekam ich Sozialgeld für die Kids, 420 Euro insgesamt.

Seit dem 1.8. wurde aber das Gesetz geändert, und Stief-Väter, egal ob verheiratet oder nur zusammenlebend, müssen für die Stiefkinder mit aufkommen.

Dadurch vielen mir 350 Euro Monatlich weg.

Jörn musste für sie zahlen, konnte sie aber steuerlich nicht geltend machen. Ich konnte ihm meine Freibeträge auch nicht übertragen.
Das Alles ging erst nach der Heirat nun.

Dadurch fällt zwar Unterhaltsvorschuss weg, aber steuerlich macht es ne ganze Ecke aus.