Fristlose Wohnungskündigung...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von st.michael 16.09.06 - 13:10 Uhr

Hallo, ich wollte mal fragen ob sich jemand damit auskennt.
Situation: Alleinerziehene Mutter, 4Kinder, geht halbtags arbeiten, Rest ALG2...
Das Amt überweist auch die Miete, jedoch wurde warum auch immer die letzten beiden Monate keine Miete überwiesen, gestern kam dann die fristlose Kündigung der Wohnung.

Laut ARGE fehlten wohl Unterlagen zur Verlängerung des ALG2, angeblich hat die Mutter sie in den Briefkasten der ARGE geworfen........gut, weiß man nun nicht was stimmmt! War alles nachgereicht und es hieß angeblich das es bereits Ende der letzten Woche alles überwiesen wurde (gerade Miete)....Scheinbar ist aber noch nicht mal die Miete überwiesen....Tja, nun hat sie 2Wochen um aus der Wohnung zu gehen.
(Angeblich - weil ich es nur von ihrer Seite kenne)

Kann sie da irgendwas tun?Muss sie raus auch wenn das Amt nun doch überwiesen hat?Wo soll sie denn auch hin mit 4Kindern?

Danke

Beitrag von malawia 16.09.06 - 13:31 Uhr

Da hilft erst mal nur ein Gespräch mit dem Vermieter und sie muss ihm die Situation erklären ganz in Ruhe.

Zum Rest lies mal das durch, vor allen Dingen den letzten Absatz:
http://www.advogarant.de/index.jsp?Navi=remikufristlkbahri

Beitrag von st.michael 16.09.06 - 13:45 Uhr

Danke! Das hilft weiter! Sie dreht völlig am Zapfen, wobei sie selber schuld ist!Sie hätte gleich zum Vermieter sagen können, das die Miete sich verzieht, da der Antrag noch nicht bearbeitet ist!!!#augen

Beitrag von klaus_ 16.09.06 - 13:58 Uhr

Die Mietnomaden nehmen zu. Da wird der ALGII - Mietteil vomALGII - Empfänger einfach versoffen und Ähnliches.

Ich kann den Vermieter nur verstehen, und würde Schnellstens schauen, mir Sowas vom Hals zu halten.
Zum Glück bin ich kein Vermieter und gebe mein überflüssiges Geld in Reisen aus, und nicht, um Mietrückstände aufzufüllen.

Wer nicht hören will, muß fühlen.
Ich hoffe, dass sie ausziehen muss !


Klaus

Beitrag von st.michael 16.09.06 - 14:05 Uhr

Also ich sehe es genauso wie du. Nur mit einer Ausnahme, wenn es nur um sie gehen würde......leider hängen noch 4Kinder mit drin. :-(

Fakt ist nur, das sie das Geld nicht verheizt/versoffen hat, denn das Amt zahlt direkt an den Vermieter. Warum auch immer das mit dem neuen Antrag nicht geklappt hat.....Warum das Geld welches laut Amt vor einer Woche überwiesen werden sollte nicht da ist.........Keine Ahnung!

Eigentlich wäre sie gegenüber dem Vermieter in der Meldepflicht! Jedenfalls wäre das mein erster Weg gewesen, wenn ich das Problem gehabt hätte........Und nicht erst nach 2Monaten warten.

Beitrag von flocke123 16.09.06 - 14:20 Uhr

Hallo,

Zahlungsrückstand ist ein Grund für eine fristlose Kündigung; allerdings wird die Kündigung unwirksam, wenn der Vermieter spätestens innerhalb von 2 Monaten nach Rechtshängigkeit (bei Klage auf Räumung) in der vollen Höhe des Mietrückstandes befriedigt wird oder sich eine öffentliche Stelle (Sozialamt) zur Übernahme verpflichtet, § 569 Abs. 3 Nr. 2 BGB.

Wenn die Miete also jetzt gezahlt wird, kann sie die Wohnung behalten.

VG
Susi

Beitrag von manavgat 16.09.06 - 14:51 Uhr

Sie muss sofort einen Anwalt aufsuchen, der alles in die Wege leitet. Sie bekommt PKH, kostet also nichts.

Alternative: sie macht das nicht und ist in 2 Wochen obdachlos.

Gruß

Manavgat

Beitrag von luise.kenning 16.09.06 - 14:53 Uhr

heya,

also obdachlos ist man sooo schnell nicht. die Gerichte arbeiten langsam und so ne räumungsklage und tatsächliche Räumung können schon ein Jahr in Anspruch nehmen...

Aber Du hast sicherlich recht, dass Sie ihren Allerwertetsten hochbekommen sollte!

LG

Luise

Beitrag von eineve 17.09.06 - 14:54 Uhr

doch - obdachlos ist man sehr schnell. und damit überhaupt ein gericht langsam arbeiten kann - muss die mieterin die erst genantne variante von manvangat durchziehen.


die zweite variante - hat nichts mit nem gericht zutun, das langsam arbeitet - da erfährt ein gericht garnischt von.

Beitrag von luise.kenning 17.09.06 - 20:15 Uhr

hallo eineve,

ich versteh nicht ganz, was Du meinst...

wenn Sie nicht zahlt, ist sie zwar kündbar und wenn sie gekündigt wird, muss sie zwar ausziehen, aber was passiert, wenn sie das nicht tut?

eben, der vermieter muss auf räumung klagen und die räumung auch durchführen lassen.

und solche räumungsklagen dauern eben-

LG

Luise

Beitrag von eineve 17.09.06 - 20:51 Uhr

muss er nicht. wenn er nachweisen kann das sie nix unternommen hat - kann er jederzeit sogar staatliche hilfe inanspruch nehmen um sein eigentum zurück zu erlangen.


NUR wenn sie was tut - hat er probleme. und darum gehts - in mangavat posting - wenn sie nix tut - ist sie ruckzuck drausen.

tut sie was - dann hat sie morgen gegen 10 uhr schon nen antwalt beauftragt der das stoppt.

die deutsche gerichtsbarkeit agiert nicht auf verdacht - sondern nur und ausschliesslich wenn der schwächere sich bewegt.