Erfahrungen mit Kath. Kindergarten und weiteres

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von stineengel 16.09.06 - 17:08 Uhr

*freu* wir haben gestern den Bescheid bekommen, dass Lenny ab dem 1.12.06 in den KIGA gehen kann. Das ist dann fast genau 2 Wochen vor seinem 2. Geburtstag. Hab eigentlich gar nicht mit ner Zusage gerechnet...aber nun freuen wir uns natürlich.
Er wird in einen Katholischen Kindergarten gehen (wir sind konfessionslos), was habt ihr so für Erfahrungen gemacht, was machen kath. Kindergärten im allgemeinen anders als "normale"? Werd da mich natürlich noch genauer im Kiga erkundigen, will aber eure Erfahrungen hören.
Nu bin ich schon ziemlich aufgeregt, es ist natürlich ein ganz neuer LEbensabschnitt. Wie war eure Eingewöhnungszeit mit euren Kindern, die mit 2 in den Kiga kamen???

Danke für eure Antworten...


LG Steffi und Lenny (17.12.2004)

Beitrag von tinalein123 16.09.06 - 17:42 Uhr

Zitat:

"Er wird in einen Katholischen Kindergarten gehen (wir sind konfessionslos), was habt ihr so für Erfahrungen gemacht, was machen kath. Kindergärten im allgemeinen anders als "normale"? Werd da mich natürlich noch genauer im Kiga erkundigen, will aber eure Erfahrungen hören."

Zitatende
***********

Na, Du bist ja lustig.

Im allgemeinen informiert man sich vor der Anmeldung, welche Eigenschaften ein Kindergarten hat? *kofpkratz*

Du wirst damit rechnen können, dass in Eurem Kiga gebetet werden wird, außerdem werden kirchliche Feste und Feiertage sicher auch mit im Mittelpunkt der Arbeit stehen... Also zu Ostern wohl nicht unbedingt der Osterhase.
Gott wird im Leben Deines Kindes eine Rolle spielen, zumindes vorerst als das "unbekannte Wesen von dem plötzlich viel erzählt wird".
Kannst Du damit umgehen?

Ansonsten wird es ganz normale Kindergartenarbeit werden.

Beitrag von stineengel 16.09.06 - 19:15 Uhr

Klar hab ich mich vorher informiert allerdings erstmal nur grob....immerhin hab ich Lenny bei einigen Kindergrten angemeldet....allerdings waren die meisten erst ab 3 Jahren. Es ging mir jetzt um erfahrungen von euch und euren kleinen. Das gebetet wird, wurd mir schon erzählt, also zumindest vor den Mahlzeiten, wenn ich damit nicht umgehen könnte, hätt ich ih n erst gar nicht angemeldet.

LG Steffi

Beitrag von sternchen200680 16.09.06 - 20:30 Uhr

Hallo Steffi,

ich hoffe, er "muss" nicht beten und es ist auf freiwilliger Basis. Das kommt auf den kath. Kindergarten an.

Mit der Eingewöhnungszeit ist es unterschiedlich.

Ich arbeite selber in einer Kita mit Kids ab 4 Mon.. Die 2 - jährigen haben es schwieriger, als unsere Babys. Die Bindung zur Mutter (zu den Eltern) ist in der Regel gefestigter und ein 2-jähriges kind bekommt die Trennung bewußter mit, als ein Baby.

Ich habe 2-jährige erlebt, die hatten es sehr schwer. Aber auch genug, die überhaupt keine Probleme haben.

Ich denke, es kommt auf dein Kind an und ob es schon Kontakt zu anderen Kindern hatte und vielleicht auch schon ohne dich bei Oma, Opa, Tante oder so war ohne dich immer in unmittelbarer Nähe zu haben.

Wichtig ist, dass du es mit den Erzieherinnen erstmal vorsichtig antestet, wie sich dein Kind verhält. Kann es problemlos auf andere zu gehen. Kann es auch eine halbe Std. ohne dich in der gruppe bleiben? Fasst es Vertrauen zu den Erzieherinnen?

Nichts überstürzen und abwarten. Solange du deinem Kind nicht das gefühl gibst. ich geb dich hier ab und will hier weg, dürfte nichts schief gehen!

Ich wünsche euch einen wunderschönen Start mit einer sensiblen Einführung:-)

Lg, Sternchen

HP in VK

Beitrag von flocke123 16.09.06 - 20:57 Uhr

Hallo,

mit kath. Kigas kenne ich mich nicht aus; meine Tochter (knapp 4) geht seit 1 Jahr in einen ev. Kiga. Wir sind beide konfessionslos und sie ist nicht getauft, das war aber kein Problem. Es sind etliche Kinder dort, die nicht getauft sind oder eine andere Konfession haben, auch muslimische.

Die religiöse Arbeit hält sich in Grenzen. Es wird nicht jeden Tag gebetet, außer mittags vor dem Essen. Auf kirchliche Feiertage wie Weihnachten oder Ostern bereiten sie sich gezielt einige Wochen lang vor; im Advent haben die Kiga-Kinder nachmittags einen eigenen Gottesdienst abgehalten und an Gründonnerstag waren sie morgens in der Kirche.

Neulich kam eine neue Leiterin, da gab es ebenfalls einen Gottesdienst zur Begrüßung; nächste Woche ist Herbstmarkt, da gibt es Samstagmittag auch vorher einen Gottesdienst. Die Gottesdienste sind aber freiwillig und keiner muß hin; an Gründonnerstag war es das einzige Mal, daß der Kirchenbesuch in den Kiga-Vormittag eingebaut wurde. Da gab es aber auch keinen richtigen Gottesdienst, sondern es war nur der Kiga dort, sie haben gesungen und dann gab es Osterfrühstück (in der Kirche).

Die Lieder sind zum Teil christlich geprägt, aber es hält sich in Grenzen. Es ist schon lustig, wenn meine Tochter im Garten schaukelt und lauthals "Hallelujah, preiset den Herrn" grölt:-D

Man merkt aber schon, daß sie sich mit religiösen Themen beschäftigen und daher habe ich ihr auch eine Kinderbibel gekauft, in der wir manchmal lesen.

Insgesamt geht es dort aber recht locker zu, also keine Gehirnwäsche oder so was in der Art.

VG
Susi

Beitrag von melli30 17.09.06 - 20:39 Uhr

Hallo Steffi und Lenny,
als Erzieherin und selbst Mutter eines Kindes in einer kath. Kindertageseinrichtung kann ich Euch sagen dass es so große Unterschiede zu anderen Kitas nicht unbedingt gibt. Es wird natürlich Wert darauf gelegt, Normen und Werte einer christlichen Lebenseinstellung zu vermitteln, aber das ist ja gut, oder nicht? Wenn es Euch aber nicht so recht ist, dass im Kiga gebetet wird oder biblische Geschichten vermittelt werden, dann ist dieses Konzept der Kinderbetreuung nichts für euch.
Warum soll Lenny dennn eigentlich schon so jung in den Kiga? Wenn Du arbeiten willst, finde ich das o.k., aber wenn nicht, denk noch mal drüber nach. Die meisten Kigas sind für so junge Kinder gar nicht eingerichtet. es reicht nicht, wenn es eine Wickelecke gibt. Die Erzieher müssen auch spezielle Erfahrungen und am Besten eine Ausbildung haben, das Spielmaterial sollte auch altersgerecht sein, und, und, und...
Meiner erfahrung nach, wird man als Erzieherin den Bedürfnissen der "jungen" Kinder in den normalen Regelgruppen nicht gerecht!!!
Liebe Grüße
Melanie

Beitrag von prinzessin1976 17.09.06 - 22:45 Uhr

Das sehe ich ein kleinwenig anders! ich bin auch erzieherin und arbeite in einem Kindergarten in dem Kinder ab 3 aufgenommen werden!
Mein nSohn geht in einen Kindergarten die alterserweitertete Gruppen haben und somit auch einen höheren Personalspiegel!! Mit dem richtigen Konzept ist es sogar sinnvoll alterserweitertete Gruppen im Konzept einzuplanen!

Ich persönlich arbeite in einem städtischen Kiga und bin froh!
Es gibt sicher sehr gute katholische Kindergärten jedoch habe ich damals mal 3 Wochen Praktikum in einem kath. Kiga gemacht und war schnell abgeschreckt!!! NIEMALS würde ich mein Kind in eine Einrichtung geben in der Kinder mit einer dunklen Kammer bestrafen wenn sie "böse" waren! Oder Kinder dazu gezwungen werden ihr Essen zu essen obwohl sie das würgen kriegen! "Man darf ja kein Essen weg werfen!!!"
Wenn das Tischgebet Teil des Konzeptes ist so ist das für mich ganz klar dass es auch umgestzt wird! Jedoch habe ich die Erfahrung machen müssen dass ALLE Kinder 1x wöchentlich Vormittags in die katholische Kirche gehen MUSSTEN!!!
Ein KIndergottesdiesnt am WE ist ja okay! da ist es dann die Endscheidungsfreiheit der Eltern ob sie gehen oder nicht!!! Aber die Kinder zu zwingen, egal ob Muslime oder Buddhisten!!! Da würde ich doch lieber in den evangelisschen Kiga gehen!!! Also dass man selbst nicht an Gott glaubt und sein Kind in einen konfessionellen Kiga gibt fine ich im Grunde toll weil dem Kind die Möglichkeit gegeben wird an Gott zu glauben! Andererseits würde ich mich über ALLE Details VORHER informieren!!!!

Wahrscheinlich war die Einrichtung in der ih Praktikum gemacht hatte eine Ausnahme aber damals war ich noch sehr jung und wenn ich Heute auf eine Einrichtung dieser Art stoßen würde so würde ich sofort weitere Wege einleiten da ich glaube dass ein dunkle Kammer das seelische Wohl des Kindes gefährdet!!!Aber wie gesagt; das war hoffentlich eine Ausnahme udn ist hoffentlich Heute nicht mehr so!!!!!

Beitrag von melli30 18.09.06 - 19:53 Uhr

Hi,
das tut mir wirklich leid, dass Du derart schlechte Erfahrungen gemacht hast. Also solche Einrichtungen gibt es zum Glück nicht überall. Ich bin gerne Erzieherin in christlichen Einrichtungen und ich bin zwar nicht übertrieben lieb, aber gerecht und vertrauenswürdig. Leider sind manche Erzieherinnen, besonders die vom alten Kaliber noch nicht in der heutigen Welt angekommen.
Alterserweiterte Gruppen mit höherem Personalspiegel sind hierzulande eher selten. Viele einrichtungen nehmen Kinder unter Drei auf, weil sie die Gruppen sonst nicht mehr voll kriegen. Dann werden pro Kind unter Drei zwei Plätze gerechnet und das war es. eine weitere Erzieherin, was dann sinnvoll wäre, wird nicht eingestellt. Ist zu teuer. An den Kindern wird immer zuerst gespart. Aber das kennst Du wahrscheinlich auch.
Liebe Grüße
Melanie

Beitrag von stineengel 18.09.06 - 09:59 Uhr

Also, Leny geht sooo früh in den Kiga, weil ich wieder arbeiten möchte und (finanziel gesehen) auch muss. Ich selbst bin damals bereits mit nem halben jahr in die krippe gekommen und es hat mir nicht geschadet, es hat mich eher unabhängiger und selbstbewusster gemacht.
Haben nun am Freitag noch nen Termin im kiga um nochmal die ein oder andere frage zu klären. bin schon gespannt, was bei rauskommt....

LG Steffi

Beitrag von melli30 18.09.06 - 19:41 Uhr

Hi Steffi, ich war auch in der Kinderkrippe (mit 10 Monaten) und ob es mir geschadet hat, weiss ich nicht. Aber ich glaub nicht. Wenn Du Dich mit Krippen auskennst, dann weisst Du Wahrscheinlich, was ich meine mit altersgerechter Umgebung. Ich wünsche Euch jedenfalls einen schönen Start ins Kindergartenleben, liebe Erzieherinnen und auch sonst alles Gute!
Liebe Grüße
Melanie