Alternative zur staatlichen Schule - Was meint ihr dazu?

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von lalelu32 16.09.06 - 20:58 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich bin auf der Suche nach einer alternative zur staatlichen Grundschule. Der Notendruck und die rießigen Klassen schrecken mich ehrlich gesagt total ab. #schock

Was haltet ihr von Waldorfschulen oder privaten Schulen?
Habt ihr Eure Kinder auf einer solchen Schule und wie sind die Erfahrungen? #kratz

Wäre dankbar für ein paar kleine Meinungen dazu.

Liebe Grüsse
und Danke

Beitrag von haarerauf 16.09.06 - 22:08 Uhr

Hallo,
wie alt ist denn Dein Kind?
Gruß

Beitrag von katzeleonie 17.09.06 - 09:47 Uhr

Hallo,

warum willst Du Dein Kind jahrelang vor etwas bewahren, was es später doch durchleben muß? Glaubst Du daß später noch in irgendeiner Form Rücksicht darauf genommen wird? Für mich absoluter Blödsinn, nicht böse sein.#schein

Die Kids sollen so früh wie möglich auf das reale Leben vorbereitet werden, mit Notendruck usw. denn genau das ist später auch so. Sie sollen nicht jahrelang vorgegaukelt bekommen, sie sind der Nabel der Welt und das Leben nimmt Rücksicht, dann trifft es sie später nur umso härter.#kratz

Laß Dein Kind auf eine normale Schule gehen, und gewöhne es so an das normale Leben, wie es nun mal ist. ;-)

Das ist meine Meinung (die sich durch ein Walldorfkind in der Nachbarschaft, das jeden Tag bei uns ist, verstärkt hat)

lg
leonie

Beitrag von manavgat 17.09.06 - 10:11 Uhr

Es wäre falsch zu glauben, dass eine private Schule per se alle Probleme löst. Sie können eine Alternative sein.

Die Waldorfpädagogik kann für manche Kinder ein Segen sein, ist aber nicht für jedes Kind passend. Beschreib doch mal, wie Dein Kind ist, dann kann man was dazu sagen.

Wer sich jedoch für eine solche Schule entscheidet, der muss in der Lage sein, seinem Kind den Besuch dort bis zum Ende zu ermöglichen! Ein Wechsel auf eine Regelschule kann schwer sein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von laetitiajosephine 17.09.06 - 13:05 Uhr

Artikel in der Zeitung von gestern: Sechs Waldorfpädagogen in Kempten verhaftet wegen Ohrfeigen und anderer Gewalttätigkeiten gegen Schüler. :-[ Also, da steck ich mein Kind lieber in eine normale Schule... Bzw. bei uns gibt es eine Freie Grundschule (Schulgeldpflichtig), wo ich meine Maus vielleicht anmelde, da ich sie eigtl in die Schule um die Ecke geben müsste, wo es auch drei erste Klassen und noch die Gesamtschule mit drin ist, also riesig ist#schock...

Beitrag von ana85 17.09.06 - 20:43 Uhr

Hi!

Ich hab ja selber noch keine Kidner, kann allerdings aus der Sicht von jemandem schreiben, bei dem die Schule noch nicht allzu lange zurückliegt!

Also zu Walldorfschule sag ich gar nix, kenne mich da einfach nicht aus!

Solltest du allerdings in der Nähe von Karlsruhe, Frankfurt oder München wohnen, kann ich dir nur empfehlen dein Kind in eine Europäische Schule zu schicken!

Da kann man schon in den Kindergarten oder aber auch in die Grundschule. Nach insgesamt 10 Schuljahren machen ALLE mittlere reife und nach 2 weiteren dann Abi, also nur 12 statt 13 Jahre!
Allerdings ist das Abi hier besser als auf einer normalen staatlichen Schule, man lernt mehr, trotzdem fand ich die Schule leichter als die staatliche auf der ich vorher war!
Von der ersten Klasse an wird eine Fremdsprache gelehrt (von Muttersprachlern!!!) ! So dass alle Abgänger mindestens eine Fremdsprache fließend beherrschen!
Aber auch in den Naturwissenschaften lernt man mehr als auf staatlichen Schulen, also diese kommen auf gar keinen Fall zu kurz.
Auch die Betreuung und die Zusammenarbeit zwischen Schule-Schüler-Lehrer-Eltern ist um einiges besser als an staatlichen schulen!
Aber du kannst es dir ja selber anschauen:

http://www.eursc.org/

LG, Ana mit #baby inside (ET -3)

Beitrag von josili0208 18.09.06 - 00:46 Uhr

leider nur unverschämt teuer...

Beitrag von ana85 18.09.06 - 09:55 Uhr

Ja! Das stimmt leider..ist echt megateuer.....ich hoffe auch, dass ich es mir für meine Kinder leisten kann, wenn es bei uns soweit ist, weil ist halt wirklich ne tolle Schule!
Nicht nur wegen dem Lernen, sondern auch wegen der Betreuung und der Zusammenarbeit

LG, Ana

Beitrag von trollmama 18.09.06 - 09:27 Uhr

Hallo!
@ana85: Wir wohnen in Nds und hier dauert das Abi auch 'nur' noch 12 Jahre. Und wenn ALLE Schüler die mittlere Reifen machen, dann auch die, die grottenschlecht sind? Die an einer 'normalen' Realschule gescheitert wären? Hm, ich weiß nicht, ob ich das so toll finde....

@lalelu32: Vor einigen Jahren fand ich die Waldorfschulen auch ziemlich toll - bis ich mich näher damit befaßt habe. Mittlerweile denke ich, daß es dort recht weltfremd zugeht.
Hast Du Dich denn schon über die staatliche Schule erkundigt, in die Dein Kind kommen soll, oder sind Deine Bedenken reine Vermutungen.

Off Topic: Da fällt mir noch ein kleiner Witz über Waldorfschule ein:
Woran erkennt man Waldorfschüler?
Das sind die einzigen Kinder, die ihren Namen tanzen können.....;-)#freu

Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von ana85 18.09.06 - 10:31 Uhr

Hi!

Da es für die 'grottenschlechten' Schüler schon sehr sehr früh Nachhilfeunterricht gibtgibt sich das Problem normalerweise bis zur Mittleren Reife!

Ich kom halt aus BW und als ich damals hier aufs Gymnasium kam, da gab es nur den 9-Jährigen Zug, heute gibt es hier auch 8-Jährige Züge....

Was ich an der staatlichen Schule bissel komisch war, ist die einstellung der Lehrer:
Die kommen, leiern den Stoff runter, Feierabend, schön....
natürlich nicht alle, es gibt auch wriklich super motivierte Lehrer, aber die sind leider viel zu selten!
Was hier in BW an den sataatlichen Schulen auch blöd ist, sobald die Kinder 18 sind kommen die Lehrer bei gravierenden Problemen gar nicht mehr zu den Eltern, Briefe von der Schule werden direkt an den Schüler adressiert! Das find ich schon ne Sauerei! Weil ich finde, man wird nicht von einem Tag auf den anderen Verantwortungsbewusst, nur weil man volljährig geweorden ist! Und ich glaub, ich kann das ganz gut beurteilen, bin ja nur fast 3 Jahre älter.
An privatschulen ist es meist so, dass Eltern mehr mit einbezogen werden! Die Lehrer werden halt durch die Leitung ausgesucht und nicht durch das Oberschulamt bestimmt.
Das heißt, die Lehrer sind ja sozusagen das Aushängeschild der Schule und die Schule kann bei den Lehrern beliebig aussortieren!

Bei uns an der Schule gab es z.B auch viel weniger Mobbing, als es vorher auf der staatlichen der Fall war, weil eben auch die Lehrer viel mehr drauf geachtet haben und darüber oft gesprochen wurde!

Ach und obwohl die Schulen sehr teuer sind und natürlich viele wohlhabende drauf sind, gab es genauso viele Schüler deren Eltern nicht so viel Geld hatten, deren Schulgeld allerdings aus einem Fond finanziert wurde! Tja und die wurden von den 'reichen' nicht gehänselt, wie es in vielen staatöichen Schulen der Fall ist!

LG, Ana

Beitrag von trollmama 18.09.06 - 11:32 Uhr

Hallo Ana!
Nunja, wenn man als Eltern ein schlechtes Kind auf der Realschule habe, dann kann man als Eltern ja auch schon früh für Nachhilfe sorgen. Bezahlt werden muß ja beides....
Bzgl. der Benachrichtigung bei Problemen, wenn die Schüler 18 Jahre sind, denke ich, daß es daran liegt, daß die Vertragspartner bei privaten Schule die Eltern sind. Allerdings kann man auch bei staatlichen Schulen in Übereinstimmung mit Eltern und Schülern eine Vereinbarung dergestalt treffen, daß auch weiterhin die Eltern benachrichtigt werden sollen, auch wenn die Schüler über 18 Jahre sind.
Die Privatschule, die Du beschreibst, habe ich für meinen Sohn gefunden. Nur mit dem Unterschied, das sein Gymnasium staatlich ist.
Ach ja, das Gymnasium arbeitet nach dem Lions Quest Konzept. Falls Du interessiert bist, kannst Du hier mehr Informationen bekommen http://www.lions-quest.de/
Mein Sohn wollte auf diese Schule, obwohl er der einzige aus der Grundschulklasse war, der sich dafür entschieden hat und überhaupt niemanden kannte. Doch schon am 1. Tag hatte er Freunde gefunden.
Sein Schulweg beträgt ca. 50 Min., während er am hiesigen Gymnasium in 10 Min. sein könnte. Er kommt zwar ziemlich geschafft nach Hause, ist dafür aber so richtig glücklich und zufrieden.
Man muß eigentlich nur genau suchen, um die richtige Schule zu finden ;-)
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von ana85 18.09.06 - 13:12 Uhr

Hi!

Oh ja, bei uns hat die Suche auch lang gedauert, ich war auf dem staatlichen Gymnasium bei uns im Ort wirklich unglücklich...auch hatte ich als Ausländer oft Probleme, was natürlich nicht überall der Fall sein muss, an der Schule hier war das aber so!
Da kam eben für uns meine Eltern, vor allem aber für mich eben nur eine internationale Schule in Frage.
Und wenn ich es mir leisten kann werde ich meine Kinder wahrscheinlich auf die gleiche Schule schicken...aber wer weiß, vielleicht stelle ich ja auch fest das meine Kinder da gar nicht hinpassen...muss man eigentlich für jedes Kind individuell entscheiden!
Ich mein, du hast ja Glück dass dein Sohn auch unbedingt dorthin wollte, aber es hätte ja auch sein können, dass er unbedingt aufs örtliche Gymnasium will und was bringt dir die beste (Privat)Schule wenn dein Kind da unglücklich ist und vielleicht aus trotz nix lernene mag?

LG, Ana (ET -2)

Beitrag von tinalein123 18.09.06 - 10:31 Uhr

Wir haben eine Freie Schule im Gemeindegebiet.

Für mich wäre das schon nichts, weil ich dort Schulgeld bezahlen müßte und das nicht zu knapp. Außerdem müßte ich den Tranpsort meiner Kinder dorthin selber organisieren, so fahren sie Schulbus, bzw. können sie zu Fuß gehen.

Berichte von Nachbarn aus dem Ortsteil der Schule lassen nichts/wenig gutes an der Schule.

Die Kinder dort machen angeblich was sie wollen, sie lernen nur, wenn sie Lust haben, wenn sie lieber Einrad fahren wollen, einen ganzen Vormittag, dann dürfen sie das...

Eine Bekannte berichtete, einige Eltern hätten ihre Kinder nach 3 bzw. 5 Jahren entnervt von der Schule genommen, weil sie immer noch nicht lesen konnten, dafür aber perfekt mit 5 Bällen jonglieren...#augen

Diese Kinder seien dann mit viel Wohlwollen in die 2. bzw. 3. Klasse der kommunalen Schule eingeschult worden, hätten aber stofftechnisch in die 1. gemußt. Das sei nicht gegangen, wegen des enormen Alters- und Größenunterschiedes.

Wie gesagt: Hörensagen!

Ich würde mir eine freie Schule ganz genau angucken, im Unterricht hospitieren und mit so viel Eltern und Kindern sprechen, wie es irgend geht, wenn ich ernsthaft in Erwägung ziehen wollte, mein Kind so einzuschulen.

Beitrag von lalelu32 18.09.06 - 14:42 Uhr

Hallo an alle!

Erst einmal: vielen lieben Dank für Eure Meinungen!

Mein Sohn ist 4 und ein Kann-Kind. Das heißt für mich nicht, dass er nächtes Jahr eingeschuld wird, dennoch möchte ich mich schon vorher über alternative Schulen informieren.

Die Schule, auf die er gehen soll ist nicht gerade toll.
Höre halt immer die Meinung der Nachbarin, die zwei Kinder dort hat.

Ich werde meinen Sohn auch nicht zwingend auf eine Waldorfschule schicken wollen, denn der Kindergarten von denen gefiel mir nicht wirklich.
Auch deren Ansichten sind gewöhnungsbedürftig.

Aber wir haben im Nachbarort eine private Schule, die eventuell in Frage kommen würde.

Ich für meinen Teil finde es halt erschreckend, dass heute 30 Kinder in einer Klasse sitzen und ständig Stunden ausfallen.

Nunja, ich werde mich jedenfalls sehr genau und gründlich über die künftige Schule informieren und wie gesagt:

lieben Dank für Eure Statements,

Grüssle

Beitrag von tinalein123 18.09.06 - 15:58 Uhr

Unsere GS ist verläßlich, da fallen selten mal Stunden aus.

Und ansonsten? Gut, der Klassenteiler liegt an der GS bei 28, also ab 29 Kindern wird geteilt oder die Einzugsbereiche werden geändert.

Am Gymnasium liegt der Teiler bei 33 Kindern. Leider gehört mein Sohn zu einem der stärksten jahrgänge und so haben sie 31 Kinder in der Klasse, seit der 5.

Aber: als ich vor 20 Jahren aus der Realschule kam, waren wir 36 Kinder und in der Parallelklasse 35. Also nicht wirklich sooo viel anders. Aber auch nicht grad berauschend.

Beitrag von haarerauf 18.09.06 - 21:29 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist in der ersten Klasse und da sind 21 Kinder.
Find ich ganz o.k.

(Großstadt, 4 erste Klassen an dieser städtischen Grundschule)

Gruß

Beitrag von lalelu32 19.09.06 - 08:37 Uhr

Hallo,

da kann ich dich nur neidvoll beglückwünschen.
Bei uns gibts momentan 3 erste Klassen mit 28-30 Kindern.

Vielleicht werden die Klassen in den nächsten Jahren auch bei uns etwas kleiner.


Grüssle

Beitrag von aggie69 20.09.06 - 11:46 Uhr

Was ist an riesigen Klassen erschreckend? Wir waren damals auch 28 Schüler in einer Klasse und fanden es nicht so schlimm. Hat doch jeder seinen eigenen Platz :-D
Aber so hat man doch eine größere Auswahl an neuen Freunden! Natürlich kommt nicht jeder mit jedem klar aber man hat einfach mehr Möglichkeiten, wenn mehr Leute da sind. In der Klasse über uns waren nur 13 Schüler (wegen Pillenknick #freu )-das war auch blöd. Schulfeten mit so wenig Leuten?? Sportunterricht mit so wenig Kindern? Da bekommt man ja keine Mannschaft zusammen!

Denk es mal so, Dein Kind lebt doch eh irgendwie in seiner eigenen Welt und befaßt sich nur mit den Mitschülern, mit denen es möchte. Es stürzt nicht so ein Trubel von 30 Kindern auf ihn ein - nein, es raufen sich doch immer die paar zusammen, die in einer Ecke sitzen und der Rest wird geistig ausgeblendet. Das ist nicht schlimm!
Und der Notendruck ist für die Eltern auch schlimmer als für die Kinder. An irgendwas müssen doch die Leitungen gemessen werden, sonst erkennen die Kinder kein Ziel und haben keine Möglichkeit sich mit den anderen Kindern zu vergleichen. Mach Dich nicht schon vorher fertig und laß Dein Kind ganz normal aufwachsen. Es bringt nichts, alle Steine aus dem Weg zu räumen, denn sonst wundert es sich später, daß es überhaupt Steine gibt!