Trennung - wie durchführen? (lang)

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von evipr2 16.09.06 - 22:03 Uhr

Hallo,

ich beschäftige mich seit längerem mit einer Trennung von meinem Mann, stelle aber fest, dass ich es nicht schaffe, diese Trennung auch wirklich durchzuführen.

Es gibt soviele "Wie", dass ich den Gedanken dann wieder beiseite stelle.

Dabei ist es einfach so, dass ich ihn nicht mehr liebe, nicht mehr mit ihm leben möchte. Er war jetzt einige Monate zu Hause zwecks vom Arbeitgeber aufgezwungenem Überstundenabbau und ich habe einfach nur gemerkt, dass ich mir nichts mehr gewünscht habe, als dass er wieder arbeiten geht. Er selber merkt das natürlich auch. Ich mag ihm nicht zuhören, wenn er redet, es interessiert mich überhaupt nicht.

Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich mal in so eine Situation komme, aber immer öfter stelle ich mir vor, wie es wäre, mit meinen Kindern allein zu leben.

Nun ist es so, dass wir uns eine neue Wohnung suchen müssen, da uns die jetzige wegen Eigenbedarf vom Vermieter gekündigt wird.

Nun ist das für mich der Punkt, trenne ich mich jetzt oder nicht? Ich will mir mit ihm keine neue Wohnung suchen und erst umziehen und mich dann trennen.

Aber ich weiß nicht, wie ich alles schaffen soll.

Wenn ich mich trenne, dann würde ich gerne mit meinen beiden Kindern ca. 500 km weit weg ziehen, nämlich in den Ort, wo ich früher gelebt habe und wo meine Familie noch lebt. Ich wollte immer wieder dorthin zurück, denn wir sind hier relativ allein, haben keine Freunde und wenn ich mich trenne, was soll ich dann ganz allein mit meinen Kindern hier, dann habe ich überhaupt niemanden mehr.

Ich habe gerade im anderen Forum die Frage gestellt, wie das rechtlich aussieht, wenn ich meine Kinder quasi einfach mitnehme und 500 km weit wegziehe.

Tja, nun kommen wir zum größten Problem: meine beiden Kinder. Wenn ich mich von meinem Mann trenne, nehme ich ihnen quasi den Vater, der sie sehr liebt und den sie sehr lieben.

Ziehe ich dann auch noch 500 km weit weg, wird es durch die Entfernung noch schwerer, guten Kontakt zu halten, denn auch wenn der Wille da ist, wird mein Mann schwerlich z.B. jedes WE oder jedes zweite WE die Kinder besuchen können. Da spielen ja z.B. auch die Kosten eine Rolle.

Ich drehe mich bei diesem Problem im Kreis und weiß nicht, wie ich rauskommen soll.

Wir habt Ihr das gemacht mit dem Gedanken an Eure Kinder? Und wie geht es Euren Kindern nach der Trennung? Gibt es vielleicht jemanden, der auch über eine größere Entfernung weggezogen ist?

Es ist so, dass ich sowieso hier nicht so glücklich bin, da ich damals zwar auf eigenen Wunsch hierherziehen wollte, aber seit der Gebut meiner Kinder sehr unter der Entfernung zu meiner Familie (Oma, Opa usw.) leide. Dazu kommt, dass wir hier sehr isoliert leben, keine Freunde haben.

Letztens erzählte ich einer Bekannten von diesem Problem und sie meinte, oh mann, wie unzufrieden du doch bist. Da hat sie recht, ich bin nur noch unzufrieden und neidisch auf alle.

Dazu noch die Trennungssache. Tatsache ist, ich möchte nicht mehr mit ihm zusammenleben, uns verbindet nichts mehr in meinen Augen - aber andererseits diese Angst, diese Trennung auch durchzuführen - was kommt dann?

Ich möchte aber auch nicht ewig denken, mensch, ich möchte mich trennen, es aber nie durchführen.

Dazu kommt, dass ich quasi Angst habe, meinem Mann zu sagen, dass ich mich von ihm trenne. Er ist nicht gewalttätig, auf gar keinen Fall, aber ich habe schon Angst vor der verbalen Auseinandersetzung. Wir wird er reagieren, wenn ich es ihm sage?

Wie war das bei Euch? Wie habt Ihr es Eurem Mann oder Freund gesagt und wir hat er reagiert?

Vielen Dank jetzt schon für Eure Antworten.

Viele Grüße

Sabine

Beitrag von witch71 16.09.06 - 23:21 Uhr

In Deiner Situation würde ich mich langsam vorarbeiten, nicht spontan, plötzlich und (für die Kids) traumatisch vorgehen.

Wie wäre es, wenn Du stückchenweise die Trennung vollziehst?
Fang damit an, Deinem Mann zu sagen, dass Du ihn nicht mehr liebst. Schau, wie er reagiert und nimm auch evtl. das Angebot einer Paarberatung entgegen (macht das Ganze um vieles leichter!). Denn die Beratung heisst ja nicht, dass man unbedingt wieder zusammen kommt, sondern hilft, miteinander zu kommunizieren.

Du brauchst ja keinen festen Plan, sondern nur einen Anfang.. und hier sitzt Dein Problem, Du traust Dich ja nichtmal, eine Andeutung zu machen. Du weisst sicher, warum. Ich nehme an, weil die Lawine dann losrollt, oder?

Beitrag von sunshinelexa 16.09.06 - 23:37 Uhr

Hallo,
sag mal, in welchem Forum hast du den anderen Beitrag eingestellt? Du kannst mir auch über meine Vistitenkarte schreiben.
LG sunshinelexa

Beitrag von superrex2003 17.09.06 - 01:35 Uhr

liebe sabine es ist absolut nicht einfach wenn kinder im spiel sind so eine entscheidung zu treffen ich kann dich gut verstehen doch man denkt ja dann irgendwo in dem sinn nur an die kinder und nicht an sich selbst gut nun ist die frage wie alt sind die kinder denke sie sind schon älter als 3 denn wenn sie jünger sind nehmen sie diese entscheidung der eltern irgendwo noch nicht richtig war sind sie aber älter sprich aufnahme fähiger dann sieht diese antwort schon wieder ganz anders aus will man nur die kinder nicht verletzen ihnen weh tun ect pp doch dann kommt die frage kann ich mit dieser entscheidung leben doch das ist ja nicht alles sind es von deinem mann die leiblichen kinder hat er natürlich auch das recht sie zu sehen doch und vorallem kommen dann ja auch kosten sachen auf ihn zu unterhalt für kinder ect pp wo man sich schon gedanken machen muss sind die kinder jetzt schon über 3 jahre hinaus muss ich sagen das man sich arge gedanken machen muss denn so ein leben der kinder fängt ja schon direkt im kiga alter an und da ist es natürlich schwer diese überlegung der trennung war zu machen zumal das problem ja ist das du wieder in deine heimat ziehen willst doch das ist nicht so einfach du darfst nicht vergessn deine kinder finden im kindergarten kinder mit den sie sich sehr gut verstehen verstanden haben dann kommt die schule und auch wieder neues umfeld ein kind aus seinem gewohnten umfellt heraus zu reisen ist das schlimmste dabei denn durch die trennung können psychische folge schäden auftreten das sind leider alles themen die mit einer trennung in verbindung gebracht werden können und da eine richtige entscheidung zu treffen mit der du klar kommst und der rest deiner noch bestehenden familie ist echt schwer
finde es wirklich sehr traurig das es immer wieder zu trennung en kommt zwischen partnern doch leider lässt sich das nicht vermeiden
ich wünsche dir und den rest deiner familie alles liebe lieben grus deine janine (superrex2003)

Beitrag von engel2405 17.09.06 - 06:24 Uhr

Hallo Sabine,

irgendwie geht es mir wie Dir. Nur bin ich "schon" einen kleinen Schritt weiter, aber komme dennoch nicht voran ...

Wenn Du magst, melde Dich über meine VK.

LG Ina

Beitrag von yveschwarz 17.09.06 - 16:03 Uhr

Hallo Sabine,

mir geht es ähnlich wie dir und mich würde jetzt mal interessieren, was du für Antworten auf deine Frage bezüglich der weiten Entfernung bekommen hast.

Grüße,
Yvonne