Heute vor 1 nem Jahr!!!

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von brina1984 17.09.06 - 08:19 Uhr

Heute...

vor 365 Tagen ist unser kleiner Sohn Nico um 9.30 Uhr zu den Sternen gegangen!

Er hat gekämpft bis zum schluss...bis ihn die kraft verliess!

NICO wir lieben und vermissen Dich über alles!

DANKE für die 15 schöne und bangente Wochen die du in meinem Bauch warst!

Ich hoffe es geht dir dort wo du bist jetzt besser!

Wir hoffen das du heute eine schöne Fete feierst!

Wir besuchen nachher dein Grab und bringen dir deine Geschenke!

WIR LIEBEN DICH!

Deine Mama und Dein Papa

#herzlich#kerze#herzlich

Beitrag von projekt_schlumpf 17.09.06 - 08:42 Uhr

Wir haben selbst zwei Fehlgeburten hinter uns und sind nun ein drittes Mal guter Dinge.
Der Grund, warum manche Kinder nicht den Weg über die Erde nehmen, sondern direkt zu den Sternen sausen, ist relativ einfach,
sie wären auf der Erde nicht lebensfähig. Die Natur selektiert also zum frühstmöglichen Zeitpunkt und so hart dies klingt, es ist gut so!!!
Und es ist sicher verdammt hart, ein ungeborenes Baby zu verlieren, trotzdem sind wir nicht so damit umgegangen, wie Du dies nun tust.
Man trauert um den Verlust eines kleinen Erdenbürgers, den man niemals kennengelernen durfte, dann schließt man ab und versucht ein lebendes kleines Baby in die Welt zu setzen.

Wir haben nach zwei Fehlgeburten unheimliche Angst vor einer weiteren, nichts desto trotz, trauern wir den beiden Ungeborenen nicht mehr hinterher. Sie wollten nicht zu uns und damit gut.

Vielleicht klinge ich für Dich sehr hart und vielleicht bin ich das nach zwei Fehlgeburten und als wieder einmal werdender Vater auch. Vielleicht muss ich hart sein, um dass ganze emotional durchzustehen.
Aber wenn ich jede Fehlgeburt wie einen gelebten und gestorbenen Menschen behandele, dann kann ich aus Angst vor einer weiteren keine Kinder mehr zeugen.
Das entmutigt, also muss man loslassen, wenn man weitermachen will.

#kerzeNichts desto trotz, tut mir der Verlust Eures kleinen Nicos unheimlich leid. Mach ihm eine Freude und lass ihn los, damit seine Erdengeschwister eine echte Chance haben.#kerze

LG Klemens

Beitrag von brina1984 17.09.06 - 09:00 Uhr

Danke für deine Antwort!

Wir haben unseren Sohn ziehen lassen aber ist es denn so schlimm das man am geburtstag seines Sohnes daran denkt?

WARUM sollte man damit abschließen? #kratz

Er ist und beibt unser Sohn!

LG Sabrina

Beitrag von anka.maus 17.09.06 - 11:31 Uhr

Hallo Klemens,

ich finde schon, dass Du etwas hart geschrieben hast. Ist nicht böse gemeint, aber ich denke, dass eine Frau anders mit dem Tod ihres ungeborenen Kindes umgeht, als der Vater.
Die Mutter hat zu ihrem ungeborenen Kind eine ganz andere Bindung. Der Vater kann meist (natürlich nicht verallgemeinert) erst eine richtige Bindung zum Kind aufbauen, wenn das Kind auf der Welt ist. Eine Frau fängt schon damit an, wenn sie von der Schwangerschaft erfährt.
Ich glaube auch, dass Deine Frau dennoch anders mit Eurem Verlust umgeht, als Du (auch, wenn sie es vielleicht nicht zugeben mag?).
Vielleicht denkst Du mal über meine Worte nach. Ist nur ein lieb gemeinter Ratschlag und keinesfalls böse gemeint.

Viele Grüße

Beitrag von projekt_schlumpf 17.09.06 - 15:59 Uhr

Ich nehme das nicht böse, warum auch?
In meinem Falle weiß ich, dass meine Frau genauso denkt, sonst hätte ich diese Worte nicht gewählt.
Wir haben uns nämlich über diesen Post unterhalten, bevor ich geantwortet habe.

Grundsätzlich denke ich aber, dass Du Recht hast. Ein Vater beginnt zwar auch schon in der Schwangerschaft eine Bindung zu seinem ungeborenen Kind, aber diese ist natürlich wesentlich abstrakter und unpersönlicher als die Bindung der Mutter.

Und wahrscheinlich hast Du Recht, vielleicht war ich wirklich ein bißchen hart.

Ich hoffe ihr seid nicht böse? #blume#schwitz

LG Schlumpf

Beitrag von anka.maus 17.09.06 - 17:22 Uhr

natürlich bin ich nicht böse (und die anderen meiner Auffassung auch nicht). Ich bin froh, dass Du meine Antwort nicht böse aufgefasst hast!
Ja, so ähnlich wie Du sehe ich es auch: ein Vater baut zwar auch eine gewisse Bindung zu seinem ungeborenen Kind auf. Aber die Mutter trägt es in sich: sie hat die Möglichkeit einer ganz anderen intensiveren Bindung....

Wie auch immer...
Es ist wahrscheinlich tatsächlich so, dass Jeder anders mit seiner Trauer umgeht. Jede Art der Trauer ist in Ordnung, wenn sie dem Hinterbliebenen Trost verspricht.

Ich wünsche Dir und Deiner Frau alles erdenklich Gute und dass ihr bald ein gesundes Kind im Arm halten dürft!

Viele herzliche Grüße

Beitrag von girl1986 17.09.06 - 10:05 Uhr

#kerze Ich finde ist völlig normal,dass man an den Todestagen und eigentlichen ET's an seine Kinder denkt!Auch wenn sie noch klein waren,sind es doch die eigenen Kinder!Ich wünsche euch alles Gute!!!#liebdrueck

LG Kathrin+Jolina