Zu den ganzen "Wann trocken?"- Diskussionen

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von antje... 17.09.06 - 10:44 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

habe lange nicht mehr gepostet, jetzt muss/möchte ich mal wieder.

Also ich lese hier immer wieder Umfragen, wer wann sein Kind trocken bekommen hat. Ich find´s doof. Vor allem finde ich es blöd, wenn geschrieben wird "Mein Kind war mit knapp 4 Jahren von allein trocken". Tut mir leid, aber da langt mein Verständnis nicht mehr.

Ich bin ein Kind, dass mit einem Jahr auf´s Töpfchen gesetzt wurde und mir geht´s gut. Ich habe keine Klo- Phobie oder so. Wie lange wollt ihr Eure Kinder wickeln? Ist das Bequemlichkeit? Ist es besser, Geld für Pampers und Co rauszuschmeissen, als sich am Tag ein paar mal mit seinem Kind und dem Töpfchen zu beschäftigen?

Um das klar zu stellen: Ich bin völlig dagegen, ein Kind mit dem Topf zu stressen! Ich habe Bekannte, die haben den Topf immer dabei und 2 Garnituren Wechselwäsche. Das Kind muss stündlich auf den Topf und pullert dennoch ein. Sie ist noch nicht so weit. Oder z. B. mein Patenkind ist vor dem Topf davongelaufen, weil es ein Horror für sie war. DAS will ich für mein Kind nicht. Ich habe meinen Eltern und Großeltern den Piep gezeigt, als sie einen Topf für Maja kaufen wollten, sie war da ca. 9 Monate alt.

Jetzt ist Maja 13 Monate alt und wir setzen sie seit etwa 2 Wochen auf den Topf. Angefangen hat es damit, dass ich auf ihre Signale geachtet habe. Also wenn sie viel gepupst hat, setzte ich sie auf den Topf und siehe da, sie hat A-a gemacht. Und durch dieses Erfolgserlebnis motiviert, geht sie recht gern auf den Topf und das mittlerweile bei jedem Windelwechsel. Fast immer ist auch was drin. Natürlich sind wir noch lange nicht so weit, dass die Windel zwischendurch trocken bleibt, aber immerhin...

Heute morgen habe ich mit Maja´s Papa drüber gesprochen, ob Maja eine neue Windel bräuchte- ich kam gerade von der Nachtschicht- und da sagte Maja:"A-a", ich habe sie auf´s Töpfchen gesetzt und sie hatte nach 2 min. Stuhlgang. Also ist doch da schon was?! Ansonsten, wenn mal nichts kommt, muss sie auch nie länger als 5 Min. sitzen.

Also zusammenfassend würde ich sagen, dass Töpfchentraining für alle Beteiligten nicht in Stress ausarten sollte, dass alle an einem Strang ziehen müssen (Eltern, Großeltern, Kita und alle anderen) und dass man sich schon vor dem 3. Lebensjahr aufraffen sollte, das Töpfchen/ Klo mit seinem Kind zu benutzen.

So, jetzt warte ich auf meine Steinigung. Schönen Sonntag noch!

Antje mit Maja 13 Monate

Beitrag von zaupel 17.09.06 - 11:07 Uhr

hi antje,
keine steinigung *g*
aber ich denke schon, daß jeder das individuell für sich bzw. für sein kind gestalten muß.
man kann, so denke ich, nicht einfach mal pauschal sagen, vor dem und dem lebensjahr muß das kind trocken sein. sicher...vor der einschulung sollte das thema erledigt sein, aber
wie du schon schreibst, auf die zeichen des kindes achten, vor allem nicht vergessen, es ist auch noch ein ganz kleines kind :-)
lg zaupel :-)

Beitrag von bea20 17.09.06 - 11:57 Uhr

Hallo,

keine Steinigung, aber meine Meinung ist: 13 Mon. finde ich doch etwas früh. Sehr oft hört man ja auch, wenn man die Kiddies so früh aufs Töpfchen sitzt, dann kommt oftmals ein Rückschlag. Aber klar, dieser Rückschlag kann auch kommen, wenn man später anfägt...
Maximilian ist seit Juli sauber, da war er 2,5 J.. früher wollte er aber davon auch wirklich noch nichts wissen! Und wir haben ihn nicht gezwungen. Er macht halt noch kein Kacka ins Klo/Töpfle, da möchte er immer eine Windel... Aber ich finde es so, wie es ist, super und bin ganz dolle stolz auf mein Schatz.

LG Bea+Max

Beitrag von olya76 17.09.06 - 12:05 Uhr

hallo
ich bin deiner meinung. ein kind wird von den eltern erzogen, das gleiche ist ja auch mit dem essen- lernt ein kind mit dem löfel zu essen, braucht es keine hände dazu... man wartet ja auch nicht bis es selbst im alter von 3-4 jahren dazu kommt, dass das essen mit dem löffel bequemer als mit den händen ist.
lg
olga

Beitrag von kleene0106 17.09.06 - 15:38 Uhr

Hallo,

das würde ich so nicht sagen. Ich habe meinen Kindern nicht "gelehrt" mit Besteck zu essen. Eines Tages kamen meine beiden und forderten den Löffel. Sie wollten es selber ausprobieren und das war in Ordnung. Mein Sohn ist fast 1 3/4 Jahre alt und er fing mit knapp einem Jahr an den Löffel selber halten zu wollen. Meine Tochter war etwa in dem selben Alter. Aber "gelehrt" und sie quasi vor dem eigenen Willen herangeführt habe ich sie nicht und heute machen sie es beide richtig gut. Meine Tochter zwar besser als mein Sohn, aber sie ist auch 15 Monate älter.;-)


LG
Kleene

Beitrag von babylove22 17.09.06 - 12:09 Uhr

Diese Website wurde gestern von einer Urbianerin zitiert:

http://www.topffit.de/


Würde es allen ans #herzlich legen einmal durchzulesen.

LG

Beitrag von marysa1705 17.09.06 - 18:44 Uhr

Hallo Kerstin,

ich habe gerade mal so ein bisschen auf der Seite herum geschmökert und ich muss sagen, es ist echt toll!
Ich habe noch nie davon gehört, aber wenn man sich das mal überlegt...#pro #freu
Ich finde es wirklich toll! Eltern bemühen sich ja auch sonst bei ihrem Kind zu erkennen, ob es Hunger hat, oder müde ist, etc.
Aber wahrscheinlich haben die meisten Leute heutzutage nicht mehr genügend Zeit, um bei ihren Kindern auch noch auf die Signale zu achten, wann sie mal müssen...
Aber eigentlich ist es ja wirklich das natürlichste von der Welt. Die Familie meines Mannes stammt aus Asien und dort hatten sie auch keine Windeln. Als wir uns überlegten, was für unseren Vietnambesuch alles zu beachten ist, war das auch eine Überlegung mit den Windeln. In dem Dorf, in dem die Familie meines Mannes wohnt, bekommt man nämlich gar keine Windeln. Nur in der nächsten grösseren Stadt, also in Hanoi. ;-)

LG Sabrina #blume

Beitrag von lena820 17.09.06 - 12:50 Uhr

Ich will aber mein Kind nicht auf ein Töpfchen setzen, wenn es mal pupst, sondern wenn es mir zu verstehen gibt, dass es mal muss!

klar, dass du keine Klophobie hast, aber was hat es dir gebracht, mit einem Jahr trocken gewesen zu sein? (was ich nicht glaube)
Diese ganze Topfsetzerei...da sind zu 99% Glückstreffer dabei. Dein Kind ist mit 13 Monaten körperlich und geistig noch nicht in der Lage, seine Ausscheidungen zu kontrollieren. Das hat nix mit individuell zu tun. das ist eine Tatsache.

Mein Sohn war mit 2,5 Jahren von allein trocken. der Sohn einer Bekannten brauchte mit knapp 5 nachts noch eine Windel. na und?

ich bin nicht zu faul, mein Kind aufs Klo zu begleiten oder bist du etwa zu faul, dein Kind zu wickeln?? #kratz

Meine Güte, immer dieser eigenartige Wettkampf wer sein Kind früher trocken bringt. welche Persönlichkeitsdefizite wollt ihr damit nur kompensieren?????

Ich meins jetzt nicht böse oder so (auch wenn es sich vielleicht so liest) ist einfach nur meine Meinung, die sich nach 2 Kindern mehr und mehr bestätigt.

LG

Beitrag von luna3k 17.09.06 - 13:19 Uhr

Hallo,

vielleicht solltet Ihr Euch mal folgende Seite durchlesen:

http://www.elternimnetz.de/cms/paracms.php?site_id=5&page_id=69

LG und schönen Sonntag
Luna3k

Beitrag von silke_35 17.09.06 - 13:43 Uhr

Hallo,

genau den Link habe ich gesucht.

Kann Dir nur aus tiefster Seele zustimmen.

LG
Silke

Beitrag von .claudi. 17.09.06 - 15:13 Uhr

Guter Link!

Ich kenne selbst auch einen Extram-Fall, da hat das Mädchen durch das Töpfchentrainning im Laufe der Zeit gelernt, ihren Urin einzuhalten bis es von der Mutter aufs Töpfchen gesetzt wurde und selbst dann hat sie ihre Blase nie ganz entleert, so daß auf alle Fälle wieder Pippi kommt, wenn ihre Mutter sie aufs Töpfchen setzt (klar, ist ja auch toll wenns dann klappt und man gelobt wird). Dadurch hat sie etliche Blasenentzündungen bekommen, die mit Antibiotika behandelt wurden und jeder der schon mal eine Blasenentzündung hatte, weiß wie schmerzhaft das ist. Mal ganz zu schweigen von dem Streß der etlichen Untersuchungen und dem Umgewöhnen zum normalen Pippi machen.

LG Claudia

Beitrag von silke_35 17.09.06 - 13:40 Uhr

Hallo Antje,

ich bin nicht Deiner Meinung, aber trotzdem wirst Du nicht gesteinigt. :-D

Mit einem Jahr können Kinder Ihrer Ausscheidungen noch nicht regulieren. Auch nicht, wenn man sie ständig auf´s Töpfchen setzt. Das Gefühl dafür ist einfach noch nicht da. Klar kann ich Glück haben, dass ich mein Kind oft genug auf´s Töpfchen setze und es dann keine Windel braucht. Das ist aber kein "trocken sein". Erst wenn die Kinder ohne Einfluss der Eltern dieses Bedürfniss äußern ist die Zeit reif. Habe mich mit einem Urologen von einer großen Uniklinik über dieses Thema unterhalten.

Seit diesem Gespräch steht für mich fest:

Mein Sohn braucht erst dann auf die Toilette, wenn er mir sagt, dass er das möchte. Ich setzte ihn mit Sicherheit nicht zigmal auf´s Töpfchen, nur um irgendwelche Zufallstreffer zu erzielen. Warum auch? Mir tun solche Kinder nur Leid. Warum spielst Du nicht in dieser Zeit lieber mit Deinem Kind? Für mich ist das verschwendete Zeit.

Ich verstehe auch nicht, was diese ewigen Wettkämpfe immer sollen. Mein Kind ist aber besser, schlauer, schneller.....,als Deins.

Lieben Gruß
Silke

Beitrag von kleene0106 17.09.06 - 15:34 Uhr

Hallo,

ich werde dich auch nicht steinigen.:-) Ich persönlich empfinde solche Topftiraden aber eher als Streß für mich an. Jedenfalls wenn ich penibel darauf achten muss WANN mein Kind WELCHE Signale setzt. Da ich zwei Kinder habe, die 15 Monate auseinander sind, würde das für mich wohl eher bedeuten, dass ich fast nichts anderes mehr machen müsste. Dann käme dazu das ständige umziehen und wischen wenn es dann doch mal daneben gegangen ist und das wäre mir ehrlich gesagt zuviel. Gerade jetzt wo ich die Erfahrung gemacht habe, dass Kinder auch "früh" trocken werden können ohne dass ich sie zuvor regelmäßig auf's Töpfchen gesetzt habe. Meine Tochter hat auch mit einem Jahr ein Töpfchen bekommen und es stand immer im Bad. Sie schaute auch immer ganz interessiert zu wenn jemand anderes auf der Toilette war. Ab und an wollte sie sich dann "zu uns setzen" und manchmal kam was, manchmal nicht. Mit zwei Jahren wollte sie dann von sich aus keine Pampers mehr haben und ich habe sie ihr abgemacht. Der erste Tag klappte super, der zweite Tag war schon nicht mehr so "trocken" und am dritten Tag habe ich dann beschlossen, nachdem sie ihre komplette Blase mehrmals auf unserem Fußboden leerte, dass sie wieder die Windel bekommt. Mit zweieinhalb Jahren ging sie dann plötzlich von heute auf morgen, tag und nacht, von alleine auf die Toilette oder das Töpfchen (wie sie es grad so wollte). Seitdem ist die Pampers für sie passé, keine gravierenden Unfälle, kein nichts.

Bei meinem Sohn mache ich es genauso, das Töpfchen steht nach wie vor im Bad und wenn er möchte kann er sich dort drauf setzen. Auch er wird irgendwann vor mir stehen und von alleine auf's Töpfchen oder die Toilette gehen.
Für mich ist es so einfacher und ich denke meinen Kindern geht es auch ganz gut damit. Vielleicht gehöre ich aber auch eher zu den "fauleren" Eltern.;-) Warum soll ich mir unnötigen Stress machen, wenn es ohne ihn auch wunderbar funktionieren kann.:-D


LG
Kleene

Beitrag von sinaundbenedikt 17.09.06 - 19:01 Uhr

Mein Sohn wird im November 4 Jahre alt und trägt noch tag und nachts eine Windel.Das mit dem auf das Töpchen setzten oder immer wieder daran erinnern,nackt laufen lassen habe ich alles gemacht bzw.mache ich aber es hilft nichts und seit kurzen weiß ich auch warum.
Es ist nicht jede Mutter faul bloß weil ihr Kind nicht nicht mit 2 jahre oder so sauber ist sondern auch am Kind selbst.Mein Sohn z.B ist von der Entwicklung einfach nicht so weit wie es für einen 4 jährigen üblich ist und das ist jetzt keine Ausrede oder so ich habe sogar ein Attest vom Kinderarzt und die Bestädiging vom Kindergarten und Frühförderung.
Meine Tochter ist jetzt 16 Monate und interesiert sich dagegen schon mehr für das Töpchen habe sie auch öfter schon drauf gesetzt und sie hat auch schon öfter mal rein gemacht,was meiner Meihnung zufall ist.Ich nehme sie aber auch sofort runter wenn sie nicht mag und ich erwarte auch nicht das sie demnächst sauber wird,ich gebe ihr die Zeit die sie Brauch genauso wie meinem Sohn...

Beitrag von susi.k 17.09.06 - 21:58 Uhr

Hallo Antje,

ich wünsche Dir viel Erfolg bei deiner Methode.

Mein Sohn hat mir auch mit 2 Jahren gesagt das er keine Windeln mehr braucht. Hat auch super geklappt - 1 Jahr lang!

Inzwischen ist er 6, nässt am Tag ab und an ein wenig ein und macht fast jede Nacht ins Bett.

LG,
Susi