Der Hund belastet die Beziehung :-((( leider lang...

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von elli01 17.09.06 - 13:45 Uhr

Hallo!

Wir haben seit 4 Wochen einen Hund: eine junge Doggen-Hündin. Und ich habe eine knapp 5jährige Tochter. Und ich bin in der 20. Woche schwanger. Volles Programm also...

Mein Mann und ich haben wirklich über die "Hundefrage" nachgedacht (wir hatten beide schon Hunde, bei mir liegt's allerdings schon 15 Jahre zurück, bei ihm erst 2 1/2 Jahre). Und ich war mir sicher, auch (wieder) einen Hund zu wollen. Und da ich ja ab Dezember auch voll daheim bin und wir seit Anfang d.J. in einem großen Haus im Grünen wohnen, erschien das halt auch denkbar und möglich.

Seit der Hund da ist, ist nix mehr so wie vorher :-(. Ich muss auch sagen, als er kam, war ich für 14 Tage komplett außer Gefecht gesetzt wg. einer schweren Nierenbeckenentzündung; vielleicht hat das auch dazu beigetragen, aber es gelingt mir nicht, zu dem Hund eine Beziehung aufzubauen. Ich sehe nur die Arbeit, den Streß, den Dreck und was sie alles kaputt macht. Und ich habe Bedenken, dass er meiner Kleinen wehtun könnte. Immerhin wiegt sie jetzt schon 5 kg mehr als das Kind und geht ihr mit dem Kopf bis zur Brust. Und klar schnappt sie auch mal im Spiel, wie das junge Hunde halt machen. Mein Mann jedoch "vergöttert" den Hund, verteidigt ihn gegen jede kritische Bemerkung (ich gebe zu, da lasse ich schon die eine oder andere "vom Stapel"). Schwärmt mir vor, wie wunderschön sie ist, wie brav, wie süß... Generell ist meine Tochter schuld, wenn es wg. dem Hund Tränen gibt, weil sie den Hund geärgert hat, sie soll doch weg gehen, sie darf eben nicht eben rennen (mein Gott, sie ist FÜNF!!) etc.

Mein Mann versteht mich NULL, ich kann nicht mehr mit ihm darüber reden. Er hat sagt, ich soll mich entscheiden. Entweder FÜR den Hund, dann MUSS(!) ich ihn aber auch voll akzeptieren und liebevoll behandeln (ich behandle ihn nicht schlecht - nicht dass Ihr das denkt - ich würde eher sagen zurückhaltend, aber natürlich streichle ich ihn auch mal oder spiele mit ihm). Oder DAGEGEN, dann muss ich aber dafür sorgen, dass wir ihn in gute Hände (z.B. wieder der Züchterin) geben und zwar SCHNELL, damit er noch prägefähig ist und sich nicht zu sehr an uns gewöhnt hat. Ich hatte irgendwie auf den Zeitfaktor gesetzt, dass ich mich an den Hund gewöhne. Dass er ruhiger wird und besser "folgt"...

Ich habe das Gefühl in einer ausweglosen Situation zu sein, auf der einen Seite erkenne ich, dass ich mich, bzgl. meines Hundewunsches und meiner Belastbarkeit (denn wenn das Baby da ist, wird ja alles noch extremer) falsch eingeschätzt habe. Andererseits kann ich aber auch nicht der Initiator sein, dass wir ihn weg geben.

Nicht nur dass es in unserer Umgebung niemand verstehen würde. Auch sowohl mein Mann als auch meine Kleine (die trotz Tränen wg. dem Hund sehr an ihm hängt) würden mir das - zumindest einige Zeit offen und danach "schwelend" - das nicht verzeihen. Ich fühle mich so allein, so unverstanden, weiß nicht mehr weiter. Unsere Beziehung leidet echt an dieser Frage. Er sagt, er läßt den Hund nicht zwischen uns kommen, aber da ist er schon lang, egal ob er bleibt oder nicht. Was soll ich bloß tun???

Viele tieftraurige #heul Grüße
Elli

PS.: Bitte, Kommentare wie "Tja, das hättest Du Dir alles besser VORHER überlegen müssen" kann ich echt nicht brauchen. Das weiß ich wirklich selbst und den Vorwurf mache ich mir auch. Aber das bringt mich nicht weiter!!

Beitrag von stummel83 17.09.06 - 14:19 Uhr

Tja verstehe kann ich dich irgendwie.
Aber natürlich habe ich einige Fragen

und die erste wäre schon mal

WARUM SO EINEN GROSSEN HUND????#kratz#augen
Ihr wusstet das euere Tochter rennt und tobt, dann wäre doch eine kleine Rasse Westi oder JackRussel oder ein süßer Mix viel passender.


Dann sollte man mit jedem Hund zur Hundeschule, echt kein Scherz, aber in den WElpenspielgruppen lernen sie viel auch Sozialverhalten und die wichtigesten Begriffe wie sitz, platz, aus, und komm her.
Auch sehr sinnvoll, in unserer Hundeschule durften die Kinder die dann mit dem Tier leben müssen mit, da die Hunde auch lernen müssen das die kleinen Menschen IMMER über ihnen in der Rangordnung steht.


Also mein ganz ganz lieb gemeinter Tipp:
Sucht euch eine Hundeschule, vielleicht mit Wochenendekurs so das ihr als Familie dort mit dem Hund trainiert könnt und euch ein lieber Fachmann unterstützen kann.
So kann auch dein mann sehen das euer Hund keine Bindung zu dir hat, vielleicht öffnet das mehr seinen Blick wenn Fachleute es bestätigen, und auch eure Tochter lernt von einem "Lehrer" den Umgang mit dem neunen Freund.
Und um so früher ihr anfang um so besser, denn mit deiner SS wirst du ja auch noch genung zu tun haben.
Stell dir mal vor der Hund wächst und dein Bauch auch und sie hört nicht auf dich, jeder Spatziergang wäre der Horror für dich.


Aber schön zu hören das du nicht gleich aufgeben willst#freu

ich hoffe mal wieder von dir zu hören, wie es läuft, und wofür ihr euch entschieden habt.
Natürlich stehe ich dir auch gerne wieder zur Verfühgung wenn du fragen hast oder einfach mal MÄÄÄCKERN magst

Beitrag von kessy16 17.09.06 - 15:08 Uhr

Hallo Elli,

ganz ehrlich?

Ich hab mir Deinen Beitrag nicht mal komplett durch gelesen und gebe Dir einen Rat:

Schaff ihn ab, ehrlich!

Wenn es Dir jetzt schon so geht mit dem Hund (und ich weiß wovon ich rede), glaubst Du nicht ernsthaft daß es besser wird wenn Dein Baby da ist und der Hund im besten Alter für´s kaputt machen und beschäftigt sein will, ist, oder?

Und ganz ehrlich gesagt kann ich es überhaupt nicht verstehen wie man sich einen Hund anschaffen kann, wenn man weiß daß man schwanger ist.
Ich mußte in meiner SS mehrmals ins KH und hätte eigentlich komplette 3 Monate drin bleiben sollen, wär würde sich denn dann um den Hund kümmern???

Ihr habt ihn jetzt gerade mal 4 Wochen, dann sei wenigstens so fair und gib ihn bald wieder ab, damit er sich nicht zu sehr an euch gewöhnt.

Ist jetzt nur ein gut gemeinter Rat, für euch aber auch bzw. vor allem für euren Hund.

LG

Kerstin mit 4 Kids

Beitrag von susasummer 17.09.06 - 18:51 Uhr

Hallo,
wir hatten damals eine ähnliche Situation.Nur haben wir unseren welpen damals abgegeben,weil ich es nicht hinbekommen habe,mit Hund und Kind raus zu gehen.Mein Sohn hat damals immer ein riesen Theater gemacht,das hatte ich falsch eingeschätzt.
Die Arbeit ansich ging eigentlich,ich war damals auch schwanger.
Wir haben ein sehr gutes Zuhause für die Hündin gefunden,wo es ihr gut geht.Wir hatten sie auch nur 4 wochen.Aber dafür werden wir die ersten sein,die da sind,falls sie dort aus irgendwelchen Gründen nicht mehr bleiben kann.
Ich hänge ihr immer noch hinterher.

Ich würde ihn auch wieder abgeben,wenn du dich nicht damit anfreunden kannst.
lg Julia

Beitrag von cyber4711 17.09.06 - 20:54 Uhr

hallo elli....

ich nehme mal an der hund ist noch sehr jung?!
wir haben vor unserer luna jetzt auch schon 2 grosse hunde gehabt...(nunja gegen ne dogge ist ein bullmastiff ja klein lach*)
und die beiden rüden waren gut zu erziehen haben nichts kaputt gemacht und so....!
aber unsere luna wo sie klein war....mhhh trotz vieler beschäftigung...schwupps kaum mal ne halbe std ein kaufen sah das wohnzimmer aus wien saustall.....!pure langeweile...
abe res hat sich gegeben ...sie ist jetzt 1 jahr alt und wir können sie 10 std alleine lassen passiert nicht mehr..!
das geht vorbei..sorge immer dafür das dein hund genug zum kauen hat....am besten die grössten knochen...
und das mit dem dreck nunja wo tiere sind ist nunmal nicht 100 % steril....ich sauge einmal am tag durch...und wishcen tut ich nach bedarf...naja meistens alle 2 tage...!
und sonst..naja ich bin froh sie zu haben ich habe auch immer geschimpft...und jetzt würde ich sie nie!! wieder hergeben....
ich mein mann und meine beiden jungs lieben sie über alles...

und das mit dem toben und rennen.....luna hat auch mal die kids umgerannt...sie müssen sich erst dran gewöhnen und mit ein paar mal ausschimpfen hat sie es dann gelassen...
ausser wenn meine jungs fussball spielen im garten da muss sie den ball jedesmal klauen...!

das wird schon kopf hoch......
in ein paar wochen redest du anderst.....
wenn du möchtest kannst du gerne kontakt zu mir aufnehmen...
ganz liebe grüsse bianca

Beitrag von reethi 17.09.06 - 22:18 Uhr

Hallo Elli,

naja, Dir in Deiner Situation einen Rat zu geben ist schon ziemlich schwierig. Und wenn ich Deinen Text richtig lese, war es ja auch nicht eine spontan Entscheidung dass Ihr Euch einen Hund geholt habt.
Vielleicht liegt es wirklich an Deiner Situation im Moment in der Du bist. Wenn Ihr seit 4 Wochen den Hund habt und es Dir davon 2 Wochen nicht gut ging - naja, einfach war Euer Start das sicher nicht.
Aber wenn ich Deinen Text so lese frage ich mich auch, ob wirklich der Hund das Problem ist?! Ist nur so eine Vermutung und muss auch nicht stimmen (ich beziehe mich da vorallem auf Deinen letzten Satz: "...Unsere Beziehung leidet echt an dieser Frage. Er sagt, er läßt den Hund nicht zwischen uns kommen, aber da ist er schon lang, egal ob er bleibt oder nicht..."
Unterstützt Dein Mann Dich denn? Du sagst, dass Dich alles stört. Bleibt denn alle Arbeit an Dir hängen? Könntest Du Dich denn damit arrangieren, dass der Hund sozusagen erstmal "Sein" Problem ist - natürlich wenn Dein Mann zu Hause ist. Aber das kann ja auch schon eine Entlastung für Dich sein, wenn Du nicht mehr das Gefühl hast Du bist für alles verantwortlich. Ich denke Ihr müsst Euch wirklich nocheinmal zusammen setzen und in Ruhe reden!! Auch wenn Dein Mann Dir nicht zuhören will oder kann - das hört sich nach Verhärtung der Fronten auf beiden Seiten an. Macht Euch doch eine Liste der Pro´s und Contra´s und entscheidet dann. Schliesslich hat es doch sicherlich auch einige Pro´s gegeben bei Eurer Anfangsüberlegung überhaupt einen Hund anzuschaffen, oder?
Wir haben uns damal auch eine Hund geholt als ich schwanger war und das auch ganz bewusst, weil ich gerne wollte das mein Kind mit einem Hund aufwächst und es hat funktioniert. Damit will ich sagen, dass ich es nicht für falsch halte schwanger zu sein und sich einen Hund in die Familie zu holen. Ich fand es damals sogar gut, dass ich durch den Hund gezwungen war soviel an die frische Luft zu gehen.
Setzt Euch zusammen und redet und trefft zusammen eine Entscheidung! Es war eine Familienentscheidung Euch einen Hund zu holen und es muss auch eine Familienentscheidung sein was nun weiter passiert. Und dass Du Dich damit alleine fühlst kann es ja nicht sein...
Ich wünsche Euch alles Gute!
Neddie



Beitrag von meandco 17.09.06 - 22:39 Uhr

also ich würde mich mit den positiven bemerkungen (also behalten) solidarisch zeigen. den kommentar von wegen der größe kann ich nur insofern verstehen, dass der hund viiiiieeeel besser ziehen kann als ein kleiner. das muss man ihm beizeiten abgewöhnen. dann geht das. kaputt machen tut ein kleiner genauso viel. meine is nur 40 cm groß und hat die halbe wohnung einschließlich eines viedeorecorders mit aller ihr zur verfügung stehender energie in einem halben jahr vernichtend getroffen. vom dreck ganz zu schweigen. große hunde und kinder? meine schwester hat eine schäfer-neufundländer-dame (ich weiß: klein gegen eine dogge, aber für ein kleinkind auch ein riese). die hat sie gekriegt als ihr sohnemann ein gutes jahr alt war. da gab's erst mal viele tränen. über den haufen gerannt, gezwickt, ... weiß der kuckuck was noch alles. das hat sich aber gelegt. sie hatte auch so allerhand probs wegen ihr. nachbarn, da könnte ich geschichten erzählen das sage ich euch. naja, dann hat sie ihr zweites kind gekriegt. was soll ich sagen: so oft wie sie gesagt hat sie gibt sie her als sie klein war und alles angestellt hat heute ist sie genauso froh sie zu haben und würd sie nie mehr hergeben! (und sie hat als sie ein jahr alt war sogar damit gedroht sie ins tierheim zu stecken, wenn auch nur die kleinste kleinigkeit vorfällt.

meine tipps dazu:

sprich dich mit deinem mann ab. die hauptarbeit mit dem hund muss er übernehmen.

geht mit dem hund in einen welpenkurs. da würde ich dir aber eins raten: geh du mit dem hund ins training, auch wenn der rest der familie immer mit ist. dein mann hat mehr kraft, den bezug zum hund schon aufgebaut und der hund respektiert ihn bereits. der hund muss spielerisch lernen, dass er dich trotzdem er der stärkere ist und du dich als hochschwangere/frischgebackene mutter nicht so durchsetzen kannst wie ein mann er dich auf gar keinen fall umreißen oder sonst was tun darf!!!!

und lass die kleine mit ihm spielen. auch wenns tränen gibt. da muss der hund lernen, da muss dein kind lernen. und schiebt nicht immer einem von beiden die schuld zu. auch da gehören immer zwei zum streiten.

viel glück und lass mal hören wie's mit euch weitergeht