Wenn Mamas ihre Kleinkinder wie Babys behandeln.......

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von pudi 17.09.06 - 19:02 Uhr

Hallo!

Ich möchte hier mal eine Situation aus meinem Bekanntenkreis zur Diskussion stellen.

Es geht um eine Mama, die nach langen Jahren endlich ihr Wunschkind bekommen hat. Die Kleine ist jetzt 2 jahre alt und wird noch oft wie ein Baby behandelt.

wird gefüttert
ißt fast nur Gläschen (weil ihr das ander nicht schmeckt?!)
hat keinen Rythmus, schläft wann sie gerade müde ist, ißt auch kein Mittag sonders erst um 15:00 Uhr
darf nichts alleine probieren wie mal eine Treppe steigen, Schuhe anziehen usw.

Die Mama kann auch keine Stunde ohne ihre Tochter sein. Sie soll auch auf gar keinen Fall mit 3 in den Kindergarten. Ich finde z.B den Kontakt zu Gleichaltrigen sehr wichtig.

Ich bin keine, der Mütter, die ihr Kind ständig mit anderen vergleicht, aber meine Maus ist genausso alt und man könnte meinen die beiden wären 1 Jahr auseinander.
Wie empfindet ihr solche Mamas, die ihre Kinder anscheinend nicht älter werden lassen wollen? Oder seh ich das alles zu eng?

LG Pudi

Beitrag von miekemeike 17.09.06 - 19:24 Uhr

Armes Kind...leider haben wir auch so einen "Fall" im Bekanntenkreis...der arme Junge darf kein Dreirad/Fahrrad/Laufrad/Roller haben, weil sein Papa als Kleinkind damit umgefallen ist und sich weh getan hat#schock. Er wird sehr gesund ernaehrt und das hat zur Folge, dass er bei Kindergeburtstagen total ausgegrenzt ist, weil er den Kuchen nicht essen darf, die Suessigkeiten, die es dort gibt, nicht essen darf...usw.
Die Mutter haengt dem Kind staendig am Ar..., der kann sich ja nicht normal entwickeln.
So ist auch sein Verhalten mit anderen Kindern. Er ist sehr brutal und aggressiv, was wohl daher kommt, das zu Hause alles nach seiner Nase tanzt und wenn er teilen muss, flippt er aus.
Schrecklich, nur kann der arme Junge nicht wirklich was dafuer.
Fuer Mittwoch hat sie eingeladen zum Playdate...es haben schon fast alle Mamas abgesagt, und ich werde wohl auch nicht gehen, weil es mehr Stress ist dort als Spass.

Mal sehen. Der kleine Mann tut mir auf jeden Fall total leid.

Gruesse aus Texas
Meike

Beitrag von wolkenwesen. 17.09.06 - 19:25 Uhr

Hallo Pudi,

diese Mama tut ihrem Kind garantiert keinen Gefallen.
Was mich mal interessieren würde, wie reagiert denn das Kind, wenn es etwas nicht darf wie z.B. Treppensteigen? 2-Jährige wollen doch normalerweise gerade alles alleine machen.
Also ich wollte nicht so ein unselbständiges Kind haben. Ich finde es super, dass mein Sohn (bald 3) z.B. schon im Haushalt hilft (Putzen, Abspülen, Gemüse schneiden etc., soweit er es kann) und schon lange das Gleiche isst wie wir. Er war ein Jahr in der Kinderkrippe und kommt jetzt in den Kiga. Ich finde Kontakt zu Gleichaltrigen sehr wichtig, weil ich sehe wie viel Spaß mein Sohn daran hat und dass er auch viel dabei lernt.

LG Henny mit Kiran (35 Monate) + Babygirl (21. SSW)

Beitrag von pudi 17.09.06 - 19:35 Uhr

Hi,

also die Kleine "wehrt" sich eigentlich überhaupt nicht dagegen. Sie ist ein sehr ruhiges, mamaanhängliches Kind. Sie spricht/pipst nur ganz leise, so wie halt auch die Eltern mit ihr reden.
Manches darf sie ja schon und alles was sie nicht kennen lernt, scheint sie halt auch nicht zu vermissen.

Ich denke halt auch, dass ihr damit kein Gefallen getan wird. Wenn man sein Kind auch noch so vermisst/liebt sollte man überlegen für wen das Verhalten eigentlich das Beste ist.

LG

Beitrag von meckikopf 17.09.06 - 19:27 Uhr

Hallo,

ich sehe das ganz genauso wie Du!!!

Finde das nämlich auch ganz unmöglich; OK, 2jährige können zwar schon einiges, aber vieles halt auch (NOCH!!!) nicht! Aber sie sind doch gerade mitten in der Lernphase und deshalb soll man sie auch so viel wie möglich alleine machen und (aus)probieren lassen! Und dazu gehören wohl alleine anziehen, alleine Treppensteigen, "alles" essen... etc... etc... dazu! Und Babynahrung hat ja wohl in Kleinkindermägen nichts mehr verloren - genausowenig, das Kind immer bei sich zuhause halten zu wollen, denn der Kontakt zu anderen Kindern ist sogar sehr, sehr wichtig!

Und NEIN, Du siehst das NICHT zu eng - so schön die Baby- und Kleinkinderzeit auch ist - und auch sooo kurz - aber da hilft ja nun alles nichts, denn ein Kind IST nunmal ein LEBEWESEN(!!!), welches größer und groß wird und sich ständig weiterentwickelt - und KEIN SPIELZEUG(!!!) wie eine Puppe oder so.
Was spricht eigentlich dagegen, wenn man einem Kleinkind von 2 Jahren das "Recht" einräumt, sich selbst anziehen (ob nun Schuhe oder "noch" "mehr") und es selbst Treppen steigen lässt? Sag mal, TRÄGT Deine Bekannte ihre Tochter IMMER die Treppen rauf und runter??? OK, wenn es sehr viele Treppen sind und es mal schnell gehen muss, sehe ich das vollkommen ein, aber ansonsten??? WANN soll bzw. "darf" sie das denn DANN lernen???

Mich wundert es überhaupt, dass sich die Kleine das alles gefallen lässt und sich nicht wehrt, denn gerade das ist doch das Alter, wo sie praktisch ALLES alleine machen - sowie auch KÖNNEN möchten!
ICH hätte mir das damals z.B. NICHT gefallen lassen, denn ich war schon immer recht autark und wollte immer alles alleine machen. Und WEHE, ich durfte (mal) nicht - dann habe ich aber einen bühnenreifen Aufstand geprobt - aber frage nicht nach Sonnenschein!

Das Kleinkind betüddeln (wollen) - schön und gut - aber bitte nicht übertreiben!
Und für manche Mütter wie Deine Bekannte wäre - und IST - es wirklich besser, wenn sie sich anstelle von einem Lebwesen (Kind) ein Spielzeug (Puppe, Stofftier... etc... etc... ) anschaffen würden.
Meine Meinung dazu.

LG

Beitrag von pupichen80 17.09.06 - 20:11 Uhr

ich sehe das genauso wie du. Furchtbar. Ich meine, ok, die arme hat wahrscheinlich superlange auf ihr Kind gewartet, und daher hat sie jetzt halt diesen extremen Beschützer- Instinkt oder sowas. Aber ich schließe mich meinen Vorrednerinnen an - einen Gefallen tut sie ihrem Kind damit nicht. Das sind die klassischen Kinder, die ihren Eltern, wie ich zu sagen pflege, in der Pubertät "in den Arsch" treten werden und die Mama wird dann heulend in der Ecke kauern und sich fragen was sie falsch gemacht in der Erziehung #augen

LG
Manu + Emily (*21-03-05) die schon alleine isst und jeden Tag versucht sich die Schuhe selber anzuziehen ;-)

Beitrag von babysevi 17.09.06 - 20:16 Uhr

Hallo, also ich würde der Bekannten mal kräftig den Kopf waschen...Sie muss doch merken das sich alle von Ihr diztanzieren.
Man soll sich zwar in die Ehrziehung anderer nicht einmisschen, aber da wird es höchste Eisenbahn...

Die Kleine kann einem nur leid tun, meine Tochter hätte mir einen Vogel gezeigt, wenn ich sie so streng bemutern würde. da Sie schon sehr selbstständig ist.

Naja es gibt eben#heul solche und normale Mütter.#schein

Liebe Grüße Severine und Leonie ( 25 Monate ) schläft

Beitrag von meckikopf 17.09.06 - 22:26 Uhr

Da fällt mir gerade noch etwas dazu ein: Meine Mutter hat(te) auch (mal) eine Bekannte, die ihre Tochter auch relativ spät bekommen hat, aber das hilft ja alles nichts; (mit über 40; genau weiß ich es nicht mehr; auch wenn das "heute" "normal" ist, "spät/er" Kinder zu bekommen, aber "damals" war es das noch nicht und deren Tochter ist heute so Ende 20) - und eben diese Mutter/Bekannte hat ihre Tochter damals im Kleinkindalter auch fast zu Tode betüddelt und behütet. Ich selbst weiß das nicht so, denn ich habe die beiden nur 2x gesehen und dies nur so ganz am Rande mitgekriegt, aber meine Mutter hat mir genug erzählt. Die hat ihre Tochter auch noch mit knapp 3 (genauer gesagt mit 2,9 Jahre) IMMER und REGELMÄßIG treppauf und treppab getragen (bei sich zuhause z.B.; wohnten damals in einem "oberen" Stockwerk und ich habe es einmal auch mitbekommen). Und eben dieses Mädel hatte/brauchte auch recht lange Windeln rund um die Uhr und Tag und Nacht (wurde längst nach ihrem 3. Geburtstag trocken und war auch noch mit knapp 4 noch nicht richtig trocken; wenn da auch ohne Windeln). OK, es ist ja absolut nichts Ungewöhnliches, wenn ein Kind mit knapp 3 (2,9 Jahren und auch noch mit 3) noch Windeln braucht und auch nicht, dass es noch ab und an - z.B. treppauf und treppab - getragen wird, aber bitte doch nicht IMMER und ANDAUERND und diese Mutter und Bekannte HAT das aber so gemacht! Aber auch sonst und unterwegs wurde sie viel getragen (in der Nähe einer Straße und dass sie nicht wegläuft, hierbleibt... etc... etc...). Wie gesagt, man kann alles auch sehr übertreiben und das ist absolut nicht gut. Das hat sich aber auch sehr bemerkbar gemacht - und zwar völlig zum Nachteil: Das Mädel war bereits im Kiga verhaltensauffällig und das Ende vom Lied war, dass sie dann in die Sonderschule kam - und wohl NUR DESWEGEN - also wegen dieser verrückten und durchgeknallten Mutter, die ihre Tochter halb zu Tode betüddelt, behütet und beschützt hat und DAS muss doch nun wirklich nicht sein!!! Und das KANN auch nicht gutgehen und sein!
Was heute mit ihr ist, was sie beruflich macht, weiß ich überhaupt nicht und entzieht sich völlig meiner Kenntnis. Hoffe nur, dass sie sich inzwischen schwer gemausert hat, denn da gab/gibt(?) es wirklich viel zum (Sich)mausern!

LG

Beitrag von wolkenwesen. 18.09.06 - 09:32 Uhr

Ich bin übrigens auch eher eine "späte" Mama - ich war 36, als mein Sohn zur Welt kam und hatte auch ziemlich lange drauf gewartet. Trotzdem hätte ich keine Lust, ihn mit drei Jahren noch zu füttern oder sowas - das wär mir ja viel zu viel Arbeit, dafür bin ich zu egoistisch #;-).
Außerdem würde sich mein kleiner Sturkopf so eine Bemutterung gar nicht gefallen lassen. So ab 2 Jahren wollte er alles mögliche "leine machen" und wehe er durfte aus irgendeinem Grund nicht #schrei.

LG Henny

Beitrag von meckikopf 18.09.06 - 18:07 Uhr

Hallo Henny,

Deinen letzten Passus betreffend: Schreibst Du da zufällig von MIR - als ICH noch klein war? :-):-D;-)#cool#gruebel Denn ich war ganz genauso (das habe ich aber hier in (m)einem anderen Posting schon geschrieben). Ich bin auch ausgerastet, wenn ich mal etwas nicht "alleine machen" durfte - aber frage nicht nach Sonnenschein!

Meine Mutter war übrigens auch knapp 36, als sie mich bekam, aber trotzdem wäre sie niemals nicht auf die Idee gekommen, mich derart übertrieben zu betüddeln, behüten und zu beschützen, aber wie schon gesagt, da wäre sie auch bei mir gehörig auf Granit gestoßen, denn ich hätte mir das niemals nicht gefallen lassen! VER-GISS ES!!! Und ich finde auch, dass jedes Kind das RECHT HAT, sich gegen diese überspitzte, mütterliche Zwangsjacke zu wehren!
Geborgenheit und Liebe - schön und gut - und das ist ja auch enorm wichtig - aber das, was diese Bekannte der Strangeröffnerin da macht, nein, ganz sicher nicht!

Und zwischen 36 und etwas über 40 (Kinder zu bekommen) - wie die Bekannte meiner Mutter, besteht ja auch kein allzu großer Unterschied.

Und, wie schon gesagt, es ist ja auch überhaupt gaaar nichts dagegen zu sagen, wenn man ein 2,9jähriges/3jähriges Kind MAL und AB UND AN die Treppen rauf-/runterträgt, aber doch nicht immer und andauernd - womöglich, damit es nicht fällt?! #kratz#augen

Ein 3jähriges noch zu füttern - das wär's! #kratz#augen:-D;-) Neenee, die sollen mal schön selber essen und uns zeigen, was sie schon gelernt haben und schon gut können!
Und NEIN, deshalb bist Du mit Sicherheit NICHT egoistisch! Ich wäre da auch viel zu "faul" dazu, ein so großes Kind noch zu füttern und es können ja bereits 2jährige wunderbar alleine (und auch schon mit der GABEL!) essen!

LG

Beitrag von michback 18.09.06 - 09:16 Uhr

Hallo,

meine Bekannte wurde so behandelt. Unsere Mütter sind befreundet und bei beiden meldete 10 Jahre nach dem letzten Kind noch Nachwuchs an. Also kamen meine Freundin und ich auf die Welt.

Da unsere Mütter eng befreundet waren verbrachten wir auch einen Großteil unserer Kindheit zusammen. Sie wurde immer wie ein Baby behandelt. Mit ihr wurde nur in Babysprache geredet und sie bekam mit vier Jahren noch das Brot in kleine Stückchen geschnitten und wurde gefüttert.

Das hatte zur Folge, dass es schon im Kindergarten zu ersten Problemen kam. Als es um die Einschulung ging, wurde sie zurückgestuft, weil sie geistig noch nicht reif dazu war. In der Schule war sie nicht besonders gut (lag aber nicht an mangelnder Intelligenz) weil sie nichts machen musste. Es kamen so Sätze wie: "Och hast du Ärmste schon wieder so viele Hausaufgaben auf, Mama hilft dir und macht einen Teil." oder "Hat der böse Lehrer dir schon wieder eine 5 gegeben? Armes Kind".

Da die Eltern finanziell ziemlich gut dastanden hat der Vater ihr, als sie endlich mit Hängen und Würgen die 9. Klasse geschafft hat einen Platz an einer teuren Privatschule organisiert, damit sie eine Ausbildung zur Kosmetikerin machen konnte. Und mit Hilfe von viel Geld hat sie die Ausbildung auch bestanden.

Zum Glck gabs den Papa, der den Besitzer eines Wellnesshotels kennt, der die liebe Tochter eingestellt. Zwei Woche später - Kündigung.

So ging das immer weiter, bis sämtliche Beziehungen des Vaters ausgeschöpft waren. Nun ist sie arbeitslos und nicht mal in der Lage ne Bewerbung zu schreiben. Armes Mädchen!!!!

Ich hab noch nie eine Person gesehen, die so unselbständig ist.
Sie kann einem nur Leid tun.

LG
Michaela