Endometriose und KiWu?

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von capri1 18.09.06 - 09:00 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht, ob ich im richtigen Forum bin. Aber ich leg einfach mal los.

Meine beste Freundin versucht seit langer Zeit vergeblich schwanger zu werden.

Ihr Hausarzt (! nicht der FA!) hat nun festgestellt, dass sie an Endometriose leidet. Nun hat er sie zum Chirurgen geschickt, der das ganze veröden soll.

Sie meint, dass sie danach geheilt ist und ganz normal schwanger werden kann.

Ist das wirklich so? Ich dachte immer, dass das eine Krankheit ist, die sie bis zu den Wechseljahren begleiten wird.

Wie sind Eure Erfahrungen damit. Ich will gegenüber Ihr ja nicht so viel sagen. Aber ist es normal, dass ein Chirurg dies operiert oder ist das eine Sache des Gyn?

Gruß

Beitrag von kisha_2000 18.09.06 - 11:56 Uhr

Hallo,
haben über 1 Jahr probiert Baby zu machen, bis auch mein Arzt mir mitteilte, dass ich Endometriose habe. Wurde ebenfalls operiert und bin 4 Monate später schwanger geworden.

Wurde sogar nach der OP von meinem FA unter Druck gesetzt. Er meinte, um die Endo zu behandeln gibt er mir 3 Monate Zeit entweder schwanger zu werden oder künstliche Wechseljahre.

Endo kommt sonst immer wieder, weil sich diese von den Hormonen ernährt, welche beim Eisprung ausgeschüttet werden.

Gruss Nadine

Beitrag von halebop 18.09.06 - 12:32 Uhr

Hallo Capri,
ich habe auch eine ausgeprägte Endometriose (OP 01/2005) und Kinderwunsch seit ca. 05/2004. Habe mich seit der Zeit gut informiert und möchte Dir einiges wiedergeben.

Weder der Hausarzt noch der Frauenarzt kann "von außen" eine Endometriose feststellen. Wie will der Hausarzt das festgestellt haben? Es kann nur ein Verdacht geäußert werden; ich hatte sehr heftige Schmerzen während meiner Periode, die nicht mehr zum aushalten waren. Auch der Prof der mich letzten Jahr operiert hat (kein Chirurge, sondern ein Frauenarzt!!!) konnte bei der Voruntersuchung nur einen Verdacht äußern. Fakt war: starke Endometriose bis Blase und Darm, Verwachsungen an den Eileitern, Entfernung Zyste, Eileiter aber durchgängig. Mein Frauenarzt hat mir ein Krankenhaus bzw. den operierenden Gyn. empfohlen, von Entfernung durch Chirurgen hab ich noch nichts gehört!! Macht Euch hier mal schlauer!

Bei einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) werden die Endo-Herde und evtl. Zysten durch Laser entfernt. "Geheilt" ist man eigentlich nicht, die Endo kann (muß aber nicht!) sich mit jeder Monatsblutung wieder ausbreiten. Ich wurde nach der OP noch in eine Art künstl. Wechseljahre versetzt, damit die Herde nicht gleich wieder aufleben. Ideal gegen die Endo wäre z.B. eine Schwangerschaft, denn hier baut sich die Gebärmutterschleimhaut ja nicht monatlich ab. Aber für Endo-Frauen ist es eben schwieriger, schwanger zu werden. Es kann aber auf jeden Fall auf natürlichem Weg klappen, drücke die Daumen!

Mein Mann und ich sind derzeit in einer IVF-Behandlung (künstl. Befruchtung), ich habe jetzt zwei kleine Untermieter. In 14 Tagen wissen wir, ob es geklappt hat....

Ich hoffe ich habe Dich nicht "zugemüllt", wenn Du noch Fragen hast: gerne!

Liebe Grüße, Halebop