wer kannt sich damit aus?juden und steine auf grabsteine legen?

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Beitrag von kathleen2605 18.09.06 - 09:49 Uhr

huhu

waren gestern auf nem jüdischen friedhof hier in dortmund spazieren(ja ich weiß das is nich jedermans sache, aber ich finde es an solchen orten schön, denn da kann man wirklich in ruhe spazieren ohne autolärm oder sonstiges#hicks)

gestern vormittag war da sehr viel los.....also sind wir gestern nachmittag nochmal hin und da haben wir gesehen das auf vielen grabsteinen nochmal extra viele kleine steine drauf gelegt waren!

hab das ja in schindlers liste am schluss schon gesehen das sie das machen, hab mir da aber nichts bei gedacht, dachte halt, das amchen die in dem film nur einfach so!#hicks

als ich das gestern aber gesehen habe, is mir klar geworden das es einen hinter grund hat mit den steinen aber welchen???#kratz

kann mir jemand sagen, warum sie das so machen?

mein freund hat gestern im internet schon geschaut, hat aber gesagt das er nichts darüber gefunden hat!#kratz#augen

liebe grüße kathleen+#babykatharina*14.10.2005 die ich jetzt mal anziehen werde#schwitz#freu

Beitrag von mamakind 18.09.06 - 09:59 Uhr

Hallo Kathleen!

Die Steine sind zum Gedenken - eine Geste, das man die Toten nicht vergessen hat.

War mal bei einer Führung in Buchenau und dort hat man es so erklärt.

LG Simone

Beitrag von nobility 18.09.06 - 22:10 Uhr

Die Steine sind zum Gedenken - eine Geste, das man die Toten nicht vergessen hat.

Stimmt!

Die Juden haben früher Ehebrecherinnen gesteinigt.

Beitrag von deoris 19.09.06 - 13:36 Uhr

+++Die Juden haben früher Ehebrecherinnen gesteinigt.+++
Echt ??? Und deswegen liegen jetzt die Steine auf den Gräbern???
Gesteinigt haben die Christen früher auch und Inquisition wurde auch von Christen erfunden,genau so wie die Hexenverfolgung.Und du hast natürlich vergessen dass die Christen auch Merthyrer waren und jeden andersgläubigen umkehren wollten und das mit Gewalt.

Hast du in Geschichte nicht aufgepasst ,brauchts du hier nicht antworten.



Beitrag von nobility 20.09.06 - 14:53 Uhr

Ehebrecherinnen wurden im alten Judentum VOR Jesus, VOR den Christen und VOR der Inquisition gesteinigt.

Das ist der Geschichtlich Chronologisch richtige Ablauf.

" Hast du in Geschichte nicht aufgepasst ,brauchts du hier nicht antworten. "

Den letzteren deiner Antwort reiche ich dir herzlich gerne zu deiner eigenen Verwendung zurück.

Beitrag von deoris 20.09.06 - 18:39 Uhr

Ja
genau du hast vollkommen Recht und weißt du warum das so ist ,weil Christentum aus Jüdentum entstanden ist .Oder willst du mir erzählen ,das Christentum eine eigenständige Religion ist .

Beitrag von magda6 18.09.06 - 11:04 Uhr

habe da was gefunden:


"Warum legen Jüdinnen und Juden Steine auf den Grabstein.

Insgesamt gibt es rund 40 Erklärungen, warum Jüdinnen und Juden am Grab einen Stein legen. Wenngleich der Brauch erst aus dem 19. Jahrhundert stammt, wird er gerne historisierend erklärt. Als Relikt aus der Zeit der Wanderungen der Israeliten durch die Wüste, wo die Gräber vor Aasfressern befesteigt werden musste. Um in der Wüste ein Zeichen zu setzen, dass ein Grab besucht wurde, bleibt als einzige Möglichkeit einen Stein zu hinterlegen.
Der Stein kann auch als Zeichen gesehen werden, dass am Lebenswerk des Toten weitergebaut wird. In veränderter Form kann es auch ein Bezug auf die Merkursteine sein: In der Antike wurden Steinchen an Hermessäulen gelegt.
Wenn Blumen für die Lebenden sind, dann Steine für Toten, da Steine dem Schmerz genug Ausdruck geben.
Es wäre verwunderlich, wenn es nicht auch eine antisemitische Deutung gäbe. Im Volksglauben in Bayern und Schlesien wird das Hinterlegen der Steine auf jüdischen Gräbern als Versuch gesehen, dass Juden bei der Wiederauferstehung sofort Steine zur Hand haben, um Christus steinigen zu können. "




lg
magda

Beitrag von nobility 18.09.06 - 22:17 Uhr

Es braucht keine antisemitische Deutung.

Es ist weiter Tatsache, daß nicht Römer sondern Juden Jesus auf die Bestialischte Tötungsart, nähmlich durch Kreuzigung per Lynchjustiz ermordet haben.

Tatsache ist weiter, daß es bei den Juden die Todesstrafe durch Steinigen gab.

Beitrag von onti 19.09.06 - 11:23 Uhr

Eigentlich wollte ich Dich ignorieren: zu dumpf sind Deine Beitraege!

Tatsache ist (wenn man ueberhaupt von historischen Tatsachen sprechen kann), dass Jesus vom roemischen Statthalter zu der damals im roemischen Reich gwoehnlichen Todesstrafe verurteilt wurde.
Die Bestialitaet der Kreuzigung kannst Du gern kritisieren. Aber weder ist die Kreuzigung eine juedische Erfindung, noch haben spaeter christliche Herscher ihre Feinde schmerzfreier oder humaner vom Leben in den Tod befoerdert.

Tatsache ist, dass es auch (!!) bei den Juden die Todesstrafe durch Steinigung gab. Willst Du uns sagen, dass die Steine auf den juedischen Graebern daran erinnern sollen? Das wuerde mich allerdings sehr wundern.

Beitrag von kathleen2605 19.09.06 - 11:56 Uhr

ich habe hier eine ganz normale frage ins forum gestellt....und wenn du die zu dumm*und nich zu dumpf* jaja schreiben müsste man können;-)#freu findest, brauchst du ja nich zu antworten....mich hat das halt nur interessiert was das auf sich hat, is das jetzt wirklich eine dumme frage??? nein ich glaube nich, es sei denn man weiß alles und man lässt sich nichts vormachen, so wie du anscheinend bist#augen

jaja es gibt sie halt immer noch, die besser wisser, die sich nichts sagen lassen und wenn mal eine "dumme" frage hier im forum gestellt wird, dann gleich drauf los gehen, nur weil man sich die frechheit rausnimmt, mal etwas nich zu wissen, also geh einfach weiter spielen....#freu;-)

Beitrag von onti 19.09.06 - 12:38 Uhr

Darf ich Dich darauf aufmerksam machen, dass ich nicht Dir geschrieben habe, sondern nobility?

Wenn es Dich troestet: auch ich wusste nicht, was die Steine auf juedischen Grabstaetten bedeuten.

Uebrigens gibt es auch das deutsche Wort "dumpf", dessen Bedeutung Du sicher im Internet finden kannst. Ich bin uebrigens immer dankbar, wenn ich etwas hinzulernen kann, vor allem von so jungen und in allen Schreibregeln gewieften Menschen wie Du.

Nichts fuer ungut...#freu

Beitrag von kathleen2605 19.09.06 - 12:41 Uhr

kein problem wenn du fragen hast, dann meld dich einfach#freu*lachmichwech*#freu#freu#freu#freu#freu#freu

Beitrag von nobility 20.09.06 - 15:58 Uhr

Hallo, ( onti ? )

Ja ja, ist mir irgendwo in Erinnerung...

Na ja, der Name ist auch nicht so wichtig...

Da ich aber erfreulicherweise nicht ignoriert werde, will ich dies natürlich auch nicht tun.

Es tut mir leid, wenn meine Beiträge als zu "dumpf" aufgenommen werden. Dagegen gibt es eine Lösung, entweder richtig lesen oder vor dem Schreiben etwas länger nachdenken.

Nun etwas im einzelnen präzisierter,

aus dem neuen Testament:

Pontius Pilatus sprach nach dem Verhör von Jesus zu den Juden: "Ich finde keine Schuld an ihm"

Die Juden aber schrieen; Ans Kreuz mit ihm! ans Kreuz mit ihm!

Pilatus wusch seine Hände zum Zeichen seiner Unschuld und sprach, ich habe keine Schuld an seinem Tod und übergab Jesus den Juden.

Über die übrigen Ausführungen die ganz offensichtlich polemisch suspektiven Ursprungs sind möchte ich nicht eingehen.



Beitrag von onti 20.09.06 - 16:56 Uhr

(http://de.wikipedia.org/wiki/Pontius_Pilatus)

Von mir aus, kannst Du die Bibel naiverweise buchstaeblich interpretieren wie es offenbar wieder Mode wird.

Aber Deine antijuedischen Behauptungen, die in diesem thread zudem voellig unpassend sind, finde ich ....ungehoerig, um mich mal milde auszudruecken.

Beitrag von nobility 20.09.06 - 18:09 Uhr

onti onti,

ja wo laufen Sie denn...?

sag ich doch, es sind rein Ihre polemisch subjektiven Auslegungen die mit meinen Beiträgen in keinerlei sachlicher Form in Zusammengang stehen geschweige denn auch nur in die Nähe kommen.

Im übrigen ist das Zitieren der Heiligen Schrift ( Bibel ) nicht naiv und hat auch nicht das geringste mit antijüdischen Behauptungen zu tun. Sie mit derartigen unterstellenden Auslegungen in Verbindung zu bringen ist schlicht irrelevant.

Beitrag von deoris 18.09.06 - 13:55 Uhr

Hallo
bei einer jüdischen Beerdigung darf mein keine Blumen hinlegen ,denn die Blumen verwelken ,der Tot ist im Jüdentum der Ewigkeit gleich ,so wie die Steine.Daher legt man bei einem besuch die Steine hin als Symbol der Ewigkeit,das diese Menschen auch nicht vergessen werden.
LG

Beitrag von kathleen2605 18.09.06 - 19:48 Uhr

aber nur bei der beerdigung??? weil gestern nämlich gaaaaanz viele frische blumen auf den gräbern standen und dann lagen halt die kleinen steine auf dem grabstein!#kratz

wo nehmen sie eigentlich die steine her? heben sie die einfach von der straße auf und legen die dann darauf??? die steine sahen jedenfalls so aus als wenn sie einfach nur von nem weg/ner straße aufgehoben wurden!

liebe grüße kathleen+#babykatharina*14.10.2005 die eigentlich schlafen sollte denn sie is seeeehr müde#gaehn#cool#liebdrueck

Beitrag von deoris 19.09.06 - 07:47 Uhr

Hallo
die Blumen werden eigentlich nur von nichtjüdischen Freunden oder Angehörigen hingelegt ,oder von den die das einfach nicht wissen.Die Steine werden einfach irgendwo gefunden,es ist nicht wichtig woher sie kommen ,es sollen halt nur Steine sein.
Es werden auch keine Blumen am Grab gepflanzt.

Bei uns ist das jüdische Friedhof abgesperrt,wenn man jemanden besuchen kommt muss man den Schlüßen bei dem benachbarten Gärtner holen #kratz.Ich dachte das wäre überall so,fand jetzt sehr interessant ,dass ihr da spazieren gehen könnt.
LG

Beitrag von kathleen2605 19.09.06 - 10:10 Uhr

ne das is hier nich, hier kann man darauf gehen und spazieren gehen weil es ein offener friedhof is;-) was ich auch wie schon gesagt sehr schön finde...wegen der ruhe und zu entspannen#hicks, auf dem friedhof sind auch kriegsgräber, bzw gedenksteine an die im krieg gestorbenen sowjetischen und polnischen soldaten

(er gehört zum hauptfriedhof, liegt nur auf der anderen straßen seite und nennt sich jüdischer und ausländischer friedhof)...

auf den gräbern sind sehr viel blumen und am sonntag die juden die wir da gesehn haben, hatten auch alle blumen dabei und es sind auch auf vielen, sehr vielen gräbern sogar blumen gepflanzt#gruebel

Beitrag von s_a_m 20.09.06 - 17:09 Uhr

Am Samstag war ich mit einer befreundeten jüdischen Familie auf dem Friedhof, um ihre Schwester und Tante und meine Freundin zu besuchen. Es war der Tag, an dem nach jüdischem Glauben die Seele der Verstorbenen die Lebenden besucht. Es gab eine Gedenkfeier (bewacht von der Polizei wegen den scheißbekackten Nazis :-[). Wir haben Steine mitgebracht und sie haben mir (bin evangelisch) erklärt, dass diese Tradition daher kommt, dass man zeigen möchte, dass man da war und in der Wüste, wo früher viele Gräber waren (siehe jüdische Geschichte), ja keine Pflanzen wachsen / halten konnten. Daher die Steine. Zu Beerdigungen werden sie jedoch nicht mitgebracht, sondern erst bei Besuchen danach.

Liebe Grüße
Sabine
...mit Inna im Herzen (*1945 mit Down-Syndrom, + 2006 im Kreis ihrer Familie, die sie wie ich unglaublich vermisst :-( )

Beitrag von s_a_m 20.09.06 - 17:19 Uhr

Nachtrag: Blumen sind nicht verboten oder sowas. Auf frischen Gräbern sind bei viele Blumen geplanzt, aber bei Beerdigungen werden eher selten frische Blumen mitgebracht. Später, wenn sich das Grab "gesetzt" hat, kommt meist eine Grabsteinplatte darauf oder Kies, wo dann durchaus auch Pflanzschalen drauf sein können.

Die Steine, die wir hingelegt haben, sind aus einem Mittelmeerurlaub mitgebracht gewesen. Wirklich schöne Steine in den tollsten Farben, mit hübschen Mustern, ganz glatt, fast wie Schmucksteine. Aber prinzipiell geht es nicht um die Steine als Steine sondern um das Symbol. Es können darum auch ganz normale Steine vom Weg sein, die vom optischen nicht viel hermachen ;-)

Liebe Grüße
Sabine