Schwiegervater hat bösartigen Tumor

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von jolin80 18.09.06 - 13:07 Uhr

Hallo ,

jetzt wissen wir es endgültig , der Tumor ist bösartig !
Ob es Metastasen gibt soll jetzt erst untersucht werden , ich weiß gar nicht wie ich damit umgehen soll.

Habe die ganze letzte Nacht sehr schlecht geschlafen weil ich Angst habe , auch um meinen Mann.
Wie wird er damit fertig ?

Wie soll ich mich verhalten gegenüber meinen Schwiegereltern?
Dürfen unsere Kinder 2 und 1 Jahr alt mit ins KH ?
Würdet ihr sie mitnehmen?

Er liegt seit gestern wieder im KH obwohl die Chemo eigentlich ambulant gemacht werden sollte.
Er konnte nicht zu Toilette , aber bei der kleinsten Anstrengung hat er sich eingenässt und zudem verliert er unheimlich viel Blut aus der Blase.

Er hat meinen Mann zu sich gebeten ins KH , er würde gerne mit ihm sprechen.Ich würde meinem Mann bei diesem Weg gerne zur Seite stehen , aber es wurde nicht gesagt das ich auch mitkommen darf oder soll , wie verhalte ich mich da am besten?

Mir schwirren tausend Gedanken durch meinen Kopf , aber es tut gut sie hier mal frei zu lassen , danke für´s zuhören !

LG

Beitrag von gaku 18.09.06 - 15:34 Uhr

Hallo,
mein Schwiegervater ist auch vor 2 Jahren an Krebs verstorben. Da war unser Sohn 2 1/2 Jahre. Er kann sich jetzt leider nicht mehr so richtig erinnern.
Nimm die Kinder mit ins KH, sie nehmen keinen Schaden und der Opa freut sich, dass er die Enkel sieht. Wer weiss, wie lange er es noch kann.
Wenn Du mitgehen möchtest um Deinen Mann zu unterstützen, dann tu das. Dein Schwiegervater kann Dich ja immer noch im KH auf den Flur schicken, wenn er doch lieber mit seinem Sohn allein sein möchte.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen. Ich wünsche Euch alles Gute.


Gruß Mary

Beitrag von dunki 18.09.06 - 15:50 Uhr

Hallo,
begleite Deinen Mann in das Krankenhaus, warte aber erst mal auf dem Flur. Er möchte sicher eine Zeit mit seinem Sohn alleine sprechen, vielleicht möchte er sein Herz erleichtern, oder dem Sohn etwas mit auf den Weg geben. Gib den beiden die Chance auf ein Gespräch unter 4 Augen. Dein Mann kann dann immer noch sagen das Du auch da bist, und ihn kurz besuchen möchtest.
Wenn das Gespräch mit Deinem Mann erfolgt ist, nimm ruhig beim nächsten Besuch auch Deine Kinder mit. Es wird ihn freuen die Kleinen zu sehen, aber lass es bei einer kurzen Besuchszeit bewenden, damit er sich nicht zu sehr anstrengt.
Er brauch jetzt seine Kräfte.
Nimm die Diagnose nicht zu schwer, ich kenne Euren Fall nicht, doch auch Krebs ist schon lange kein Todesurteil mehr.

Am wichtigsten ist, dass der Patient lernt mit der Krankheit zu leben. Positiv denken ist die Beste Medizin, also leistet Unterstützung auf diesem Weg.

Nur wenn er an sich und das Leben glaubt kann er seine Krankheit besiegen. Wer sich aufgebiet, hat verloren!

Alles Gute