Frage zu ALG2- Haben wir ein Anrecht auf rückwirkende Änderung?

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Beitrag von miki24 18.09.06 - 14:52 Uhr

Hallo!

Meine Frage:
Uns zwar beziehen wie seit April 2005 ALG2. Bis Februar 2005 hatte ich einen Nebenjob, wo ich 165,- Euro verdient habe.
Nun ist der ARGE ein Fehler unterlaufen, den wir erst jetzt entdeckt haben, da auf dem Folgebescheid nur die Einkommensspalte näher erläutert wird.
Die ARGE ist seit April 2005 davon ausgegangen, dass ich noch diesen 165,- Job habe und hat uns deswegen 52,- Euro (113,- Euro sind wohl frei) von der Regelleistung abgezogen. Diesen Job hatten wir aber nie im Antrag angegeben, die ARGE hat diesen Beitrag wohl aus den Kontoauszügen, die wir bei unserem Erstantrag mit eingereicht haben.

Haben wir jetzt einen Anspruch auf nachträgliche Änderung bzw Auszahlung der zu Unrecht einbehaltenden monatl. 52,- Euro oder haben wir Pech gehabt, dass wir das erst jetzt bemerkt haben?

Liebe Grüße
Miki

Beitrag von manavgat 18.09.06 - 18:35 Uhr

Ich denke, da die den Fehler gemacht haben, steht Dir das Geld zu.

Frag Junimond, die weiß es genau.

Gruß

Manavgat

Beitrag von junimond.1969 18.09.06 - 22:11 Uhr

Bei mir im Team (Ffm.) laufen solche Sachen relativ formlos - heißt, wenn uns ein Kunde mündlich auf einen Fehler aufmerksam macht, wenn der Bescheid schon rechtskräftig ist, dann wird das sozusagen als Überprüfungsantrag gewertet, entsprechend korrigiert und nachgezahlt.

Du kannst aber auch gleich einen förmlichen Antrag auf Überprüfung nach § 44 SGB X stellen. Wird Euch Recht gegeben, so ist der Euch seit April zu unrecht nicht erbrachte Betrag nachzuzahlen.

Erst mal würde ich es aber mündlich versuchen. Nachweis, dass der Job nicht mehr ausgeübt wird, nicht vergessen (Kündigunsschreiben z.B.).

Gruß
Ch.