Gestationsdiabetes

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von schlumpf1412 18.09.06 - 15:03 Uhr

Bei mir wurde leider in der 24. SSW ein Gestationsdiabetes festgestellt ...

Ich soll versuchen diesen erstmal mit einer Ernährungsumstellung in den Griff zu bekommen - hilfreich wären mir hierbei für den Anfang eure Erfahrungen!

Schon einmal lieben Dank für eure Anregungen.

schlumpf1412

Beitrag von guzbeth 18.09.06 - 15:24 Uhr

Hallo,

ebenfalls, in der 24. ssw Gestationsdiabetes entdeckt (Grenzfall).

Gestationsdiabetes ist eine hormonelle Störung, weil in dir wächst das Baby. Das darfst du nicht vergessen!

Muss du dein Blutzucker messen? Die 1 Stunden Wert habe ich immer 1 Stunde und 15 Minuten gemessen, da sind die Werte wahrheitsgenau (in der Schwangerschaft ist ein bisschen verzögert). Das musste ich machen, damit ich nicht Insulin spritze _ weil beim Spritzen hat alles noch schlimmer funktioniert.

Ich habe mit der Diät die ich von den Ärzte bekommen habe schlechte Erfahrungen gehabt. Ich habe dann das gegessen worauf ich Gusto gehabt habe (Äpfel, Tomaten, Fleisch, viel Gemüse, wenig Kartoffel und gar kein Reis, ganz wenig Brot und dann auch nur Vollkorn oder reine Roggenbrot). Ich habe auch süßes gegessen, aber von den Diabetikerabteilung (Schokolade und Kekse). Wenn ich ganz Heißhunger gehabt habe, habe ich ein Vitaminshake von Herbalife getrunken, das hat meine Zuckerwerte sehr tief gehalten. Ansonsten habe ich solches gegessen wovon ich wußte dass sie niedrige Glykämische Index haben (suche in Google nach Glykämische Index und du findest dort Tabellen mit Produkte).

Wenn ich aufgeregt war, dann war mein Zucker schlimmer, also lass dich nicht in Stress bringen.

Ein super-tipp: wenn du mal zuviel Zucker im Blut hast (oder soetwas gegessen was sicher deine Zuckerwerte in der Höhe bringen) dann iss gleich nach dem Essen (oder wenn möglich, im Essen dazumischen) eine halbe Teelöffen ZIMT - das bringt die Zuckerwerte wieder hinunter.

Letzte Woche hat mein Diabetiker gesagt, dass das Baby jetzt keine Grfahren mehr ausgesetzt ist (ich bin in der 37 ssw.) also ich kann weiterhin auf meine Ernährung achten und meine Zuckerwerte messen, aber ist nicht mehr notwendig. Die ganze Zeit waren meine Zuckerwerte in Ordnung - mit Schwankungen aber nie über 170 mg/dl. Ich habe auch nichts zugenommen und das Baby hat sich normal entwickelt.

Lass dich nicht erschrecken und informiere dich im Internet über Gestationsdiabetes und seine Folgen, damit du es weißt, dass es nicht allzu tragisch ist, wenn eine Tag oder den anderen mal "daneben" geht.

Hier ein guter Link: http://www.gestationsdiabetes.de/

Alles Liebe und hab spaß an deine Schwangerschaft - ich wünsche dir viel Kraft auch mit die ganze Ernährungsumstellung.

Aurora & baby Anna 37 ssw

Beitrag von tyrmi2003 18.09.06 - 15:59 Uhr

Hallo!
Habe auch einen grenzwertigen Gestationsdiabetes, mit Diät und viel Bewegung eingestellt!!
Bewegung ist unter anderem auch das A und O um den Zucker unten zu halten!!

Auserdem sehe ich auch etwas positves (wenn man es so sehen kann) daran, man isst nicht so unkontrolliert, nimmt nicht mehr so viel zu und muss hinterher nicht mehr so viel abnehemen (also nach der Entbindung)!!!

MfG Miriam

Beitrag von 0908578 18.09.06 - 18:13 Uhr

Hallo,

also ich bin seit heute in der 30. SSW und bei mir wurde in der 27. SSW auch ein SS-Diabetes diagnostiziert. Allerdings nur, da ich den Test unbedingt machen wollte, sonst wäre es gar nicht rausgekommen.

Meine neue FÄ hat mich dann auch gleich zum Internisten geschickt und ich habe dann mit ihm besprochen mich eine Woche "Zuckerfrei" zu ernähren. Also, kein Kuchen, Eis, Marmelade etc., aber sonsten sollte ich ganz normal essen.

Und so sind meine Werte auch völlig in Ordnung.

Klar, gerade in der SS würde man gerne mal über die Strenge schlagen und mit Genuss schlemmen, aber....

Habe mich am Anfang ziemlich verrückt gemacht mit dem Thema und das Internet hat dazu beigetragen. Inzwischen sehe ich das etwas lockerer und halte mich einfach an ein paar Punkte, so klappt das ganz gut und man weiß ja auch wofür.

Ich habe von meinem Internisten ein Blutzuckermessgerät bekommen und messe täglich 1-2x meinen Wert so 1,5 Stunden nach der letzten Mahlzeit. So kann ich doch ein bißchen selbst kontrollieren und fühle mich sicherer.

Mach dir nicht so viele Gedanken, lese nicht so viele "Horror-
berichte" im Internet und vertraue auf deinen Arzt und dich.

LG und alles Gute, Tanja mit Moritz 2,5 Jahre und Baby inside

Beitrag von supermania 18.09.06 - 22:55 Uhr

Ich bin Diabetikerin. Es kommt immer darauf an wie hoch Dein Diabetes ist. Wie bereits beschrieben, kann man es mit Ernährungsumstellung in den Griff bekommen. Dabei musst Du auf Deine Kohlenhydrate achten, d. h. Kartoffeln, weißer Reis, Nudeln, sämtliches Obst, Säfte etc. Auch solch gesunde Produkte wie Müsli und Cornflakes haben oft versteckten Zucker. Auf gar keinen Fall Diabetiker-Produkte essen, da sie sehr viele versteckte Kalorien haben.

Mit Sport sollte man vorsichtig sein. Wenn man seinen Blutzucker nicht kennt, kann man bei zu starker Bewegung (dazu zählt auch Fahrradfahren, Joggen, Walking oder auch Gartenarbeit) in Unterzucker geraten. Man sollte bei solchen Tätigkeiten Traubenzucker bei sich tragen.

Solltest Du Insulin spritzen müssen, ist das auch nicht so schlimm. Es erfordert ein bisschen Überwindung, aber wenn man sich dran gewöhnt hat, funktioniert das sehr gut.

Auf jeden Fall solltest Du einen Diabetologen (spezialisierte Internist) aufsuchen, welcher Dich während der Restschwangerschaft betreut. Er wird Dich ca. alle 4 Wochen einbestellen.

Das gute an Gestationsdiabetis ist, dass er mit großer Wahrscheinlichkeit verschwindet. Aber Du solltest auch nach Deiner Schwangerschaft Dich regelmäßig überprüfen lassen, da sich ein Diabetes Typ 2 entwickeln kann.

Hoffe, konnte etwas helfen und habe niemanden verschreckt.

Lieben Gruß,

Maria (10.SSW)