Taufe möglich ohne Beitritt der Eltern in die Kirche?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von dianahappy 18.09.06 - 15:35 Uhr

Hallo,

wir sind Beide nicht in der Kirche (ich nicht getauft und mein Mann ausgetreten). Können wir unsere Maus trotdem taufen lassen und wird dann gleich die Zahlung von Kirchensteuer verlangt?
Eigentlich ist uns die Taufe nicht wichtig. Aber Anna-Franziska soll mal in einen kirchlichen Kindergarten gehen. Da die Plätze ohnehin sehr knapp sind, werden fast keine ungetauften Kinder genommen. In den Städtischen wollen wir sie nicht geben. Ausserdem werden alle Konfi oder Kommunion haben und ein grosses Fest feiern, da soll sie nicht aussen vor stehen. Der Hauptgrund ist allerdings der Kindergarten.

Gruss Diana + Anna-Franziska (fast ein Jahr)

Beitrag von miro84 18.09.06 - 15:41 Uhr

Hallo,

soll sie Evangelich oder Katholisch werden?? Denke bei den Katholiken wirst du eher probleme bekommen wenn kein Elternteil in der Kirche ist. Bei den Evangelen weniger.

Frag doch einfach mal in der Kirche nach.

LG Sarah

Beitrag von risala 18.09.06 - 16:12 Uhr

hi!

prinzipiell braucht keiner von euch in der kirche zu sein, aber... der pfarrer / priester kann die taufe bis zu 3 jahre hinauszögern!

ich würde euer kind eher ev. taufen lassen, weil
1. alles etwas locker abläuft (aber die inszenierung in der kath. kirche ist schon beeindruckend...)
2. die ev. pfarrer eher mit sich reden lassen
3. die taufpaten sollten dann aber kirchenmitgliecer sein, da sie sonst nur taufzeugen werden können - und aus kirchensicht muss ja irgendjemand die religiöse erziehung übernehmen, wenn ihr es nicht könnt...

auf den anderen seite:
wenn dein mann einfach zum 1. des taufmonats wieder eintritt (geht aber nur bei den ev! - die kath. streiken dabei!!!), die taufe wird vorgenommen - und danach wieder austritt (ist nicht "fair" - verhindert aber endlose diskussionen) dann zahlt er nur für 1 monat kirchensteuer....
zum wiedereintritt wird ein aufnahmegespräch stattfinden, wo er sich natürlich auch entsprechend " verkaufen" muss... ich habs so gemacht, weil ich kenen nerv auf längere diskussionen hatte...

gruß
kim

Beitrag von risala 18.09.06 - 16:13 Uhr

noch was... mein mann ist nicht wieder eingetreten!!! und unsere taufpaten sind alle katholisch, obwohl unser sohn evangelisch getauft wurde...

Beitrag von birgitg.77 18.09.06 - 16:51 Uhr

Hallo

das geht weder evan. noch katholisch weil du dein Kind ja mit der Taufe auch christlich erziehen sollst und das kannst du ja nicht, wenn du nicht der dementsprechenden Kirche zugehört, weil die Kirche davon ausgeht, dass wenn man ausgetreten ist, dass man dann auch atheist ist.

LG
Birigt

Beitrag von tomkat 18.09.06 - 19:01 Uhr

Absolut falsch.

Beitrag von aoiangel 18.09.06 - 16:53 Uhr

Tja, also ich frag mich ob es wirklich richtig ist eure Tochter zu taufen nur weil sie mal in diesen bestimmten Kiga soll.
Die Taufe ist ja ne Aufnahme in die Gemeinde vor Gott.
Und man sollte als Elternteil durchaus in der Kirche sein, denn schließlich ist man ja zusammen mit dem Paten dafür zuständig die Religion dem Kind nahezubringen.

Linus wurde katholisch getauft und ich erinner mich auch daran das die Paten und wir als Eltern gefragt wurden ob wir uns dafür einsetzen unser Kind nach dem Glauben zu erziehen.

Wir sind um Gottes willen nicht streng gläubig, aber irgendwie hat die Taufe doch ne bestimmte Bedeutung und ich werde sicher später versuchen Linus die Religion etwas zu verdeutlichen. Aber er später zur Kommunion und Firmung geht ist seine Sache, denn er kann sich für den Glauben entscheiden.

Allerdings würd ich mein Kind nie taufen lassen wenn mir Religion total egal wäre und es nur um nen Kiga-Platz ginge. Übrigens wird es von jedem Kindergarten selbst festgelegt ob die Religion ein Aufnahmekriterium ist und wenn dann müssen sie auch einen Prozentsatz Kinder mit andrer Religion aufnehmen.

Und ein Fest könnt ihr doch auch ohne Grund feiern wenn die andren Kinder zur Kommunion oder Konfirmation gehen.

Deshalb einzutreten und im nächsten Monat wieder auszutreten fänd ich nicht toll.

Das ich halt meine Meinung.

Wie gesagt ich bin alles andre als religiös, war schon Jahre nicht mehr in der Kirche (oh doch zur Firmung meines Bruders 2005) und bete auch nicht. Aber dennoch bedeutet mir die Religion was und deshalb fänd ich alles andre nicht gut.

Gruß Anne mit Linus (beide katholisch) und Mann (evangelisch und am überlegen auszutreten)

Beitrag von bettibox 18.09.06 - 16:59 Uhr

Hallo,

also unser PFarrer (evangelisch) würde nicht taufen, zumindest ein Elternteil muss einer Konfession angehören, auch konfessionslose Paten werden nicht zugelassen. Die Taufe ist nunmal ein christliches Sakrament und nicht nur eine Feier.#freu

Irgendwie finde ich es nicht richtig, ein Kind nur taufen zu lassen damit es in einen kirchlichen Kiga gehen kann und ein Fest zur Kommunion oder Konfirmation zu haben. Da ein Fest veranstalten kann man auch ohne Taufe. Mit der Taufe "versprechen" die Eltern ihre Kinder nach der christlichen Lehre zu erziehen, dies passiert übrigens auch in einem christlichen Kindergarten. Ich finds nicht korrekt, du würdest Dein Kind im Kindergarten christlich erziehen lassen und sogar zur Kommunion oder Konfirmation lassen, obwohl Du damit nichts anfangen kannst?
Und zu hause wirds dann unchristlich erzogen?
Find ich nicht gut. Dann würde ich lieber warten bis mein Kind selbst entscheiden kann.

Sorry, aber das ist meine Meinung.
LG Ines


Beitrag von angel06 18.09.06 - 18:03 Uhr

Ihr beide wollt nichts mit der Kirche zu tun haben und dein Mann ist sogar ausgetreten, WARUM wollt ihr dann euer Kind kirchlich erziehen lassen?

Versteh ich nicht.

Ich finde es aber allgemein nicht gut, wenn man einem Kind etwas aufzwingt. Meine Tochter wird nicht getauft, es sei denn, sie sagt es mir später.

Beitrag von welli15 18.09.06 - 18:41 Uhr

Hm, also sinnvoll finde ich es auch nicht, das Kind taufen zu lassen, weil man es in einen kirchlichen Kindergarten geben will.

Grundsätzlich geht es aber in beiden Konfessionen. Richtig ist es, dass ihr mit der Taufe das Versprechen einer christlichen Erziehung abgebt. Dafür können aber auch die Paten einspringen. Richtig ist auch, dass in der kath. Kirche sehr mit einem Taufaufschub zu rechnen ist. Aber getauft wird, es gibt erstaunlicherweise auch katholische Priester die mit sich reden lassen ;-)

Ich hätte dabei ein blödes Gefühl, ganz ehrlich. Das ist nicht Sinn und Zweck von Taufe und sicher auch anders zu regeln. Bedenken solltet ihr auch, dass Taufe nicht zurückgenommen werden kann (die kath. Kirche nennt das "charakter indelebilis"), weiß nicht ob man das dem Kind antun sollte nur wegen Kindergarten.... Aber geht mich ja nichts an.

Dorothea

Beitrag von tomkat 18.09.06 - 19:00 Uhr

Kein Problem. Natürlich können die Kinder getauft werden. Und Kirchensteuer zahlen sie nur, wenn sie eigenes Vermögen oder Einkommen haben.

Beitrag von helikopta 18.09.06 - 19:57 Uhr

Hallo,

also ich halte eure Beweggründe für falsch, denn wenn ihr mit alledem nichts am Hut habt, wozu dann?

Eure Tochter kann auch in eine Kirchliche Einrichtung gehen wenn sie nicht getauft ist, sofern es genügend Plätze gibt.

Die Konfirmation oder Kommunion ist die Erklärung des Kindes, das es der Kirche weiterhin angehören möchte.
Wenn eure Tochter es wirklich will, dann kann sie später auch getauft werden, um konfirmiert zu werden.

Meine Kinder sind beide gatuft, allerdings war mir das auch aus anderen Gründen wichtg.

Überlegt euch das gut, denn ihr gebt das Versprechen eure Tochter im christlichen glauben erzieht. Wie soll das gehen?

LG

Daniela

Beitrag von snaky18w 18.09.06 - 20:20 Uhr

Hallo!

Leider kann ich dir auf deine Frage keine Antwort geben. (aber es haben dir ja schon einige geantwortet:-))

Ist das wirklich so, das Kinder die keine Religion haben schlechter in einen Kindergarten aufgenommen werden? Aber eueren Grund finde ich schon für OK!

Mein Freund und ich wir sind beide getauft (auch Kommunion und Firmung) Trotzdem gehn wir selten in die Kirche. Den Glauben an "Gott" habe ich verloren! Für mich ist Glaube nichts mehr. Unseren Sohn wollen wir trotzdem taufen lassen.
- kinder ohne Religion werden Aussenseiter oder gehänselt, werden oft ausgeschlossen (weiß ich von meiner Schulzeit, die noch nicht lange zurück liegt)
Ob mein Sohn an Gott glaubt oder nicht das ist später seine Sache!

Es kann sein, das einige dies nicht OK finden, wir aber schon ;-)


Gruß Nati

Beitrag von valeggio 18.09.06 - 23:01 Uhr

Hallo!

Normalerweise darf in Kindergärten keine entsprechende Konfession vorgezogen werden! Und auch Kinder ohne Konfssion haben die gleichen Rechte! Informier Dich da nochmal genau!

Finde es ehrlich gesagt Blödsinn, aus diesem Grund das Kind taufen zu lassen! (Sorry...) Mal abgesehen davon nimmt Euch keine Kirche...Es sei denn, ihr tretet selber wieder ein. Und das alles nur wegen einem Kindergarten und ihr steht nicht hinter der entsprechenden religiösen Erziehung? Hm... #kratz Überlegt es Euch gut! Ihr verpflichtet Euch mit der Taufe eigentlich dazu, solltet auch dem Gottesdienst regelmäßig beiwohnen etc. Ansonsten finde ich das ziemlich unehrlich und daher unangebracht. Nicht böse sein, ist nur meine Meinung.
Unser Kleiner ist auch nicht getauft. Ich bin zwar gläubig, kann mich aber mit einigen PUnkten der Kirche gar nicht identifizieren. Daher kann unser Kind selber später entscheiden. Finde ich viel besser und auch ehrlicher!

LG
Valeggio

Beitrag von kathie78 19.09.06 - 22:03 Uhr

Hi!
An eurer Stelle würde ich mich vor der Taufe nochmal beim Kindergarten erkundigen, ob es wirklich stimmt, dass sie konfessionell entscheiden wer aufgenommen wird. Als nächstes würde ich mit einem Pastor eurer Wahl einfach mal ein offenes Gespräch darüber führen.
Im Allgemeinen sind die nämlich ganz nett. Nur wenn man nicht mit offenen Karten spielt, fühlen die sich eben auch verarscht und können einem Steine in den Weg legen.

Ich würde mein Kind jedenfalls nicht Taufen lassen, wenn ich nicht glauben würde, dass mein Kind davon mehr hätte, als Konfirmation oder Kommunion. Ich finde man kann auch daran wachsen anders zu sein und dafür aber aufrechter durchs Leben gehen. Als nur um "dabei" zu sein in die Kirche zu gehen. Hier wird schließlich niemand wegen seiner Glaubenüberzeugung verfolgt.

Dann könntet ihr euer Kind ja auch muslimisch werden lassen oder jüdisch....

Wie auch immer ich wünsche euch viel Glück aber vor allem auch Verstand und Verantwortung bei euer Entscheidung.