Nackenfaltenmessung, ja oder nein??!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kirschtl 18.09.06 - 16:39 Uhr

Bin in der 11. Woche und mein FA hat mir letzte Woche beim ersten großen US geraten, in zwei Wochen eine Nackenfaltenmessung durchführen zu lassen. Ich habe im Forum schon geschmökert und viele gefunden, die diese Messung nicht haben machen lassen. Im Bekanntenkreis allerdings hat keine der Schwangeren den Vorschlag in Frage gestellt und die Messung machen lassen. Ich, bzw. wir (mein Mann und ich) sind der Meinung, die Messung ist nur zu 80% ausschlaggebend, zieht im negativen Fall weitere Untersuchungen nach sich, man macht sich verrückt und am Ende ist doch alles in Ordnung. Und außerdem stellt sich doch die Frage, was wenn die Nackenfalte und weitere Untersuchungen auffällig sind, Down-Syndrom etc., lasse ich dann das Kind im 4. Monat abtreiben? Für mich stellt sich diese Frage nicht. Ich bekomme mein Kind in jedem Fall, ob mit oder ohne Behinderung. Außerdem kann das Kind kerngesund sein und hat bei der Entbindung vielleicht Sauerstoffmangel oder andere Komplikationen und Dein Kind ist dann behindert.
Also ich möchte diese Untersuchung eigentlich nicht durchführen lassen.
Was meint Ihr dazu?

kirschtl mit#baby(10+1)inside

Beitrag von momtobe2 18.09.06 - 16:42 Uhr

Hi,

mein Mann und ich haben uns auch bei beiden Schwangerschaften gg. die Messung entschieden, da sie einfach nicht 100% aussagekräftig ist, und wir beide nicht hätten sagen können, wie wir uns bei einem schlechten Ergebniss verhalten würden.

Das Problem bei den Nachfolgenden Untersuchungen ist ja, dass die gar nicht so ungefährlich sind, und dann glaub ich immer noch nicht 100% sicher..

Natürlich hofft man in jeder SW, dass bei einem selbst alles gut geht, und so machen wir es auch diesmal wieder.

Und vom Alter her sind wir sowieso noch nicht in der "Risikogruppe".

Euch auch alles Gute,

LG Julia (27. SSW)

Beitrag von kirschtl 18.09.06 - 16:55 Uhr

Danke, bin froh das viele werdende Mamis das auch so sehen wie wir. Euch auch alles Gute und vielleicht bis bald mal wieder.

kirschtl mit#babyinside

Beitrag von kristina1979 18.09.06 - 16:44 Uhr

Hallo!
Ich sehe das genauso wie Du: wir hätten das Kind so oder so bekommen!
Demnach haben wir die Untersuchung aus Überzeugung nicht machen lassen!

Lieben Gruß -
Kristina mit Gerrit-Marian (37. SSW)

Beitrag von kirschtl 18.09.06 - 16:56 Uhr

Danke für Eure Meinung und das Ihr das genauso seht, lieben Gruß zurück.

kirschtlmit#babyinside

Beitrag von julchenundmexx 18.09.06 - 16:44 Uhr

Hallo,
wir haben die Untersuchung auch nicht machen lassen, weil wir das Kind bekommen hätten, egal ob behindert oder nicht. Die Fruchtwasseruntersuchung wird ja erst in der 20. SSW oder noch später gemacht und da hätte ich keinen Abbruch mehr machen können. Und bis dahin jeden Tag überlegen, ob was nicht in Ordnung ist? Nein, danke.
Wenn du dir sowieso sicher bist, dass du keinen Abbruch machen läßt, dann würde ich die Untersuchungen auch nicht machen lassen, da es ja dann sinnlos ist.
Außerdem hast du recht, es kann ja auch bei der Geburt was passieren. das weißt du ja vorher auch nicht.
Außerdem mußt du die Untersuchung nicht machen lassen. das ist deine freiwillige Entscheidung. Ich habe manchmal so den Eindruck, dass die Ärzte uns das aufschwatzen wollen, weil sie dadurch mehr Geld bekommen.

LG Birgit mit #baby 35. SSW

Beitrag von kirschtl 18.09.06 - 16:59 Uhr

Hallo Birgit,

das Gefühl mit dem Aufschwatzen hatte ich auch. Er (der FA) hat mich auch gar nicht gefragt, ob ich das machen lassen möchte, sondern einfach gesagt: " Lassen Sie sich in zwei Wochen einen Termin zur Nackenfaltenmessung geben, kostet 176 Euro."
Das wars dann, naja ich werds nicht machen lassen. Euch alles Liebe und vielleicht hört man sich mal wieder.

kirschtl mit #baby(10+1)inside

Beitrag von julchenundmexx 18.09.06 - 17:01 Uhr

176 Euro. #schock
Was das bei meiner FÄ gekostet hätte, weiß ich gar nicht. Hat sie gar nicht gesagt, weil ich gleich gesagt habe, dass ich das nicht machen möchte. Laß dir da bloß nichts aufschwatzen. In meinen Augen ist das nur Geldmacherei.

Beitrag von julchenundmexx 18.09.06 - 17:02 Uhr

Kauf für das Geld lieber was schönes für das #baby

Beitrag von thiui 18.09.06 - 16:45 Uhr

ich habe die messung machen lassen und bekomme zusaetzlich auch noch einen bluttest. es geht uns hierbei weniger darum, zu entscheiden, ob wir das kind haben wollen, sondern, dass wir einfach wissen wollen, was auf uns zukommt... egal was es sein sollte.

wenn du die untersuchung aber nicht willst, dann ist das auch in ordnung

lg, siiri!

Beitrag von aussi06 18.09.06 - 16:46 Uhr

Ich hab die Untersuchung auch nicht machen lassen. Ich vermute auch, dass die Ärzte nur mehr verdienen wollen. Mein FA hat mir davon gar nichts erzählt. Ich hab das nur durch das Forum hier erfahren. Mein FA findet die Untersuchung unnötig.
*Daumen hoch, gute Einstellung* :-)
Grüße
Aussi

Beitrag von kirschtl 18.09.06 - 17:02 Uhr

Hi Aussi,

ich vermute auch, daß die Ärzte damit nur Geld verdienen wollen. Die Preisunterschiede sind auch dementsprechend variabel, von 60 bis 200 Euro alles dabei. Ich müßte 176 Euro zahlen. Aber ich lass es, auch dank Eurer positiver Unterstützung, eh nicht machen.

Alles Liebe weiterhin

kirschtl mit #babyinside

Beitrag von annouk 18.09.06 - 16:47 Uhr

Hallo kirschtl,
mein FA hat mir diese Messung auch nahe gelegt, hat aber eben auch über die 80% Wahrscheinlichkeit etc, informiert. Wir haben uns dann entschieden diese Messung nicht durch führen zu lassen. Bin sehr froh darüber, hätte mich bis zum Ergebnis und den darausfolgenden Konsequenzen nur verrückt gemacht.
Alles Gute
Tina + babyboy 31ssw

Beitrag von kirschtl 18.09.06 - 17:03 Uhr

Danke und auch alles Gute.

Kirschtl mit#babyinside

Beitrag von tadeya 18.09.06 - 16:47 Uhr

Ich habe die Messung auch nicht machen lassen. Ich hätte mein Kind, genau wie du, NIEMALS abgetrieben.
Also warum vorher schon verrückt machen wegen Dinge, die wahrscheinlich sowieso nicht eintreffen?
Freu dich einfach auf deinen kleinen Stöpsel!!!!

tadeya

Beitrag von kirschtl 18.09.06 - 17:04 Uhr

Danke und ich sehe das genauso. Wir freuen uns riesig auf unser erstes Baby. Euch auch alles Gute.

kirschtl mit #babyinside

Beitrag von kati_n22 18.09.06 - 16:47 Uhr

Wenn Du aus der Untersuchung keine Konsequenzen ziehen würdest - die Abtreibung des Kindes im Krankheitsfall- ist es aus medizinischer Sicht schwachsinnig die Untersuchung machen zu lassen.

Sprich doch einfach mit deinem Arzt und sag ihm, das Du das Kind auch im Fall einer Behinderung austragen würdest - unter den Umständen wird er sicher auch den Nutzen der Untersuchung anzweifeln....

LG
Kati

Beitrag von drineli 18.09.06 - 16:49 Uhr

Hallo Kirschtl

Ich seh das genau wie Du!
Wir lassen es auch nicht machen, aus denselben Gründen wie Ihr.

Für uns ist auch klar, dass es keinen Abbruch geben wird, nur mussten wir die Grenze festlegen, bis wohin und nicht weiter untersucht wird.
Wir haben uns entschieden ganz normal Ultraschall machen zu lassen um eventuell lösbare/behandelbare Probleme zu entdecken, aber nicht weiter. Was sagt mir denn die Aussage, dass mein Kind z.B. nur zu 2% Trisomie 21 hat? Da wäre ich genauso wenig beruhigt wie jetzt, denn irgend jemand bekommt diese 2 von hundert Trisomie-Kinder!

Ausserdem gibt es viel schlimmere Schicksale als ein Trisomie 21 Kind!

Ich habe meine Fä dazu gefragt, sie meinte es sei schon üblich, es zu machen, sie fände aber meine Argumente überzeugend, fände die Einstellung stark und würde es unterstützen.

lg
und weiterhin alles Gute
Martina

Beitrag von kirschtl 18.09.06 - 17:07 Uhr

Liebe Martina,

danke für Eure ausführlichen Statements. Bin froh, daß es Gleichdenkende gibt und werde meinem FA das nächste Woche so unterbreiten.

Alles Liebe für Deine Schwangerschaft und bis bald mal vielleicht.

kirschtl mit#babyinside

Beitrag von perserkater 18.09.06 - 16:54 Uhr

hallo

du hast dir deine frage ja im prinzip schon selbst beantwortet!:-)

ich sehe das wie du und hab aus diesen grund auch keine machen lassen!

liebe grüße
sylvia + timothy 29ssw

Beitrag von taratuga 18.09.06 - 16:55 Uhr

seh ich alles genau so! wir haben das auch nicht machen lassen, weil im vorfeld keine besonderen "risikofaktoren" vorlagen und, genau wie du sagst, man sich vor der entscheidung für die nackentransparenzmessung bewusst sein muss, wie es danach weitergeht - was ja beim arzt/bei der ärztin gerne mal unter den tisch fällt, da geht es immer nur um "risikoausschluss", "sicherheit" (haha) und so... ich steh da absolut auf deiner seite und freue mich genauso über ermutigungen, sich durch diese ganzen pränataldiagnostik-geschichten nicht aufs pseudo-sicherheits-glatteis führen zu lassen...
gruß, anna (jetzt 20.ssw)

Beitrag von s_a_m 18.09.06 - 17:12 Uhr

Ich sehe es ähnlich wie du.

1. Die Untersuchung ist nicht diagnostisch, d.h. das Argument "wissen, was auf einen zukommt" zieht nicht, denn das weiß man nachher genauso sicher wie vorher ;-)

2. Die Untersuchung kann eine Hilfe sein, sich für oder gegen weiterführende diagnositische (!) Verfahren wie die Amniozentese zu entscheiden, allerdings bringt sie keine sicheren Ergebnisse, die 100%tige Empfehlungen bringen. Wenn ein Abbruch der Schwangerschaft ohnehin nicht zur Debatte stehen würde, ist die Untersuchung sinnlos und birgt nur das Risiko von psychischem Stress und ggf. Druck von Außen zu weiteren Untersuhcungen ("Wer A sagt, muss auch B sagen")

3. Was bliebe an Argumenten für das NT-Screening, wenn diagnostische Sicherheit ohnehin nicht erwartet werden kann und eine unsichere Entscheidungshilfe nicht benötigt wird? Das Argument des schönen Baby-TV`s, das ich persönlich nicht nur sehr seltsam, sondern auch nicht ungefährlich finde. Denn: Was ist, wenn die schönen Bilder auffällige Werte zeigen? Zack, ist man in der Diagnostikspirale, was psychisch sehr belastend werden kann. Also eher vorsicht vor solchen und ähnlichen Einstellungen zur Nackentransparenzmessung:

„...Habe das auch eher wegen der schönen Bilder und dem 40 Minuten US auf Großleinwand gemacht, denn ich ging sowieso nicht davon aus, dass was auffälliges dabei raus kommt. Ich habe mir vorher auch überhaupt keine Gedanken über ein etwaiges schlechtes Ergebnis gemacht, sondern mich nur auf das zusätzliche US mit Spezialgeräten gefreut.. Und ich würd`s jederzeit wieder machen bzw. werde die Feindiagnostik und 3D und 4D auch ohne Grund machen lassen.“ (F.)

„Also ich habe es machen lassen, weil ich mir mein Baby genau anschauen wollte. War auch wirklich ganz toll. Aber im nachhinein würd ich mir das Geld sparen.“ (C.)

Liebe Grüße,
Sabine

P.S. Eric und Louis hatten Nackenfalten mit ganz hervorragenden Normwerten - und haben ihre Eltern mit ein bisschen "mehr" Chromosom 21 überrascht. Soviel zum Thema "Wir wollten wissen, was auf und zukommt" oder "Wir wollten eine Entscheidungshilfe für oder gegen Amniozentese". Irgendwie denke ich, man sollte sich einfach klar sein, was man wirklich wissen will und dann auch konsequent diagnostisch testen lassen und Risiken in Kauf nehmen für den Preis der größtmöglichen Sicherheit. Und man muss sich eben auch klar machen: Eine Garantie für ein lebenslang gesundes, nichtbehindertes Kind kann und wird es nie geben. Wer auf Garantie und Rückgaberecht wert legt, muss sich an ein Autohaus wenden ;-) Eric und Louis wurden ohne Garantie und Rückgabeschein geboren - aber selbt wenn - wer würde sie schon wieder hergeben? ;-) http://www.ericmagnus.de & http://www.louisgrossewelt.de

Beitrag von anyca 18.09.06 - 17:45 Uhr

Ich habe die Untersuchung nicht gemacht, aus den von Dir genannten Gründen.

Beitrag von _lasse 18.09.06 - 19:50 Uhr

Moin Kirschtl,
ich lasse die Nackenfaltenmessung auf jeden Fall machen.
Ich werde, egal wie sie ausfällt, mich immer für mein Kind entscheiden.
Jedoch können bei einem Kind mit Down-Syndrom wärend der Geburt andere Komplikationen eintreten (frag jetzt nicht nach Einzelheiten, so hat es mir mein FA gesagt) und wenn man dann schon vorher weiß was auf einem zukommen kann, können die Ärtze im KH bei der Entbindung dementsprechend reagieren.
Die Entscheidung ob Ja oder Nein könnt nur ihr selbst treffen
LG Karin #katze

Beitrag von s_a_m 19.09.06 - 09:17 Uhr

Hmmmm, wie bereiten du und dein Arzt sich denn auf die Geburt vor, wenn bei der Nackentransparenzmessung ein Wert von 1: 297 oder 1: 180 oder 1:65 für Down-Syndrom rauskommt? Du bekommt nur gesagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit dein Baby eine Form der Trisomie hat. Wenn man sich auf alle Wahrscheinlichkeiten vorbereiten wollte, hätte man aber wirklich eine Menge zu tun. Vorbereiten kann man sich nur auf den Umgang mit Diagnosen, die sicher feststehen. Ich glaube kaum, dass man sich aufgrund eines Wahrscheinlichkeitswertes (außer er liegt bei 1:3 oder ähnlich) auf eine besondere Geburt einstellen wird. Viele Kinder mit Down-Syndrom kommen vor ET, viele mit Herzfehler, einige mit Darmproblemen zur Welt. Wenn es wirklich eine Klinik gibt, die aufgrund der Wahrscheinlichkeitswerte bei der Nackentransparenzmessung ihre Spezialisten bei der Geburt versammelt, damit sie eventuell ein Kind mit Down-Syndrom fachmännisch in Empfang nehmen können, will ich nicht die Rechnung dafür zahlen müssen ;-)

Der Satz "...wenn man dann schon vorher weiß was auf einem zukommen kann..." ist auf alles übertragbar. Jede Frau in jedem Alter kann ein Kind mit prinzipiell jeder chromosomalen oder körperlichen oder nicht klassifizierbaren Besonderheit bekommen. Das ist alles, womit man sicher rechnen kann; so pauschal nützt einem das aber nichts. Wirklich vorbereiten und einstellen kann man sich eben nur auf Diagnosen. Und die bekommt man beim NT-Screening nicht.

Soviel von mit, liebe Grüße
Sabine


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