Ich hab mein Kind (11 Monate) verzogen *Frust* "Erziehungsfragen"

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Beitrag von hope23 18.09.06 - 19:53 Uhr

Hallo!

Ich bin total deprimiert und hab das Gefühl alles falsch zu machen...

Wir waren heute bei der U6. Meine Maus hat kompett durchgeschriehen, weil sie so viel Angst hatte.
(Wir waren am WE 1 x beim Kinderarzt & 2 x Klinik, weil sie Fieber hatte - deshalb war die Kleine so ängstlich).

Ich habe der Ärztin erzählt, dass meine Maus nur an mir klebt und ich sie den ganzen Tag tragen muss. Darauf hin hat sie geantwortet, dass die Maus getragen werden möchte - weil ich sie trage. Außerdem will die Kleine noch so oft gestillt werden, vor allem nachts (3 x), aber normales Essen muss man ihr reinzwingen #augen

Im Auto hat dann ne Disskussion zw meinem Freund u mir begeonnen, weil er gesagt hat, dass ich die Kleine total verziehe. Sie ist den ganzen Tag unzufrieden und will ständig getragen werden, sonst #schrei. Und ab jetzt lassen wir sie schreien!

Am Nachmittag war meine Mama da und da hat sie mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich meine Kleine beim Spielen störe. Sie hat lieb gespielt und ich habe mich dazu gesetzt und sie geknutscht. Danach wollte sie nicht mehr allein spielen #gruebel und ich habe gemerkt, dass ich alles falsch mache #schmoll

Ich weiß einfach nicht welchen Weg ich bei der Erziehung einschlagen soll. Keine Ahnung ob ich sie nachts noch weiter stillen soll, oder paar Nächte schreien lassen soll (Familienbett).

Bin einfach total verunsichert, weil anscheinend alles was ich bisher gemacht habe falsch ist #heul. Meine Unentschlossenheit und Unkonsequenz ist bestimmt total verwirrend für die Kleine und mein Freund ist total genervt #heul

Heute ist einfach ein scheiss Tag!!!!!! #schmoll
Aber ich liebe meine Maus einfach soooo sehr! Ich möchte dass sie glücklich ist und sich geliebt fühlt......

Kann mir jemand konsturktive Kritik geben, bitte? Irgendwie schaffe ich es nicht etwas an der Situation zu ändern.


#herzlich

Beitrag von sandra_und_luca 18.09.06 - 20:00 Uhr

Huhu

fühl dich erstmal gaaaaaaaaaaaanz feste gedrückt#liebdrueck

Ich denke nicht, dass du alles falsch machst, also mach dir bitte keine vorwüfe, wir mamas sind halt verrückt nach unseren zwergen und könnten sie ständig abknutschen, und die kleinen haben da ja auch nicht immer lust drauf.;-)
Momentan merk ich in der hinsicht genau dasselbe wie du, wenn luca richtig schön intensiv spielt, aber zwischendurch ma inne schränke rumgrabscht und ich ihn da wegnehme und aufn arm, dann fängt er auch an zu quengeln weil er wieder lieber weiter spielen möchte, und dann ist aber erstma sense weil er ordentlich am #schrei ist. Also hab ich jetzt gelernt, ihn zwar von sachen, die nix für ihn sind, wohl fernzuhalten, aber ihn direkt weiterspielen zu lassen.......meistens kommt er sowieso zwischendurch zu mir gekrabbelt und lässt sich ordentlich drücken......solche signale müssen wir mütter auch erst lernen, die kleinen haben mit sichherheit schon ihren eigenen kopf und da man in dem alter ausser "da" wauwau" nicht viel aus dem Gebrabbel versteht:-p müsssen wir mamas ja auch erst lernen was sie wollen und nicht wollen.......also ich möcht dir nur sagen, mach dich nicht verrückt, vor allem wenn deine kleine noch nachts so viel gestillt werden möchte, dann einfach weil sie deine wärme und nähe brauch#herzlich

alles liebe
sandra

Beitrag von hope23 18.09.06 - 20:10 Uhr

Danke für die Umarmung....


Ich fühl mich einfach so mies, vor allem wenn einem so viele Leute sagen, was man falsch macht.

Aber danke für deine netten Worte #herzlich

Beitrag von ayshe 19.09.06 - 09:04 Uhr

wenn du mehr rückendeckung brauchst oder bestätigung, daß gaaaaaanz viele leute die liebevolle erziehung mittels verständnisvollem lenken bevorzugen,
sieh bei den rabeneltern rein (http://rabeneltern.org) :-)

Beitrag von moritz1311 18.09.06 - 20:09 Uhr

Hallo,

jetzt mach Dich erstmal nicht so fertig, das hilft ja jetzt auch nicht weiter! Sicherlich hast Du nicht alles falsch gemacht!!
Versuche jetzt mal die Ruhe zu bewahren und denk drüber nach (vielleicht aufschreiben?!) was Du ändern möchtest.
Also ich glaube ich würde an Deiner Stelle mit den nächtlichen Mahlzeiten anfangen, weil ich der Meinung bin, dass Kinder in dem Alter nachts keine Mahlzeiten mehr brauchen und es bei Deiner Tochter einfach zur schönen Gewohnheit geworden ist. Versuch die Mahlzeiten nach und nach abzuschaffen. Das wird wohl nicht so einfach sein, weil sie sich ja dran gewöhnt hat. Also versuchs mal mit Wasser oder Tee nachts, lass sie ein bissl meckern und zöger die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit raus. Das wird zuerst sicher sehr anstrengend und schlafraubend werden, ich hoffe Dein Freund unterstützt Dich dabei und steht auch mal auf, er kann ja nicht stillen und kommt daher nicht in Versuchung. Alles andere, Tagesablauf und so würd ich erstmal lassen, zu viel Veränderung ist zu hart für die Kleine. Was sich 11 Monate so entwickelt hat, lässt sich ja nicht von heute auf morgen ändern!

Wieso ist sie denn den ganzen Tag unzufrieden? Schläft sie über Tag sehr wenig?? Dann ist sie vielleicht einfach nur müde bzw. braucht mehr Schlaf?!
Wie sieht es mit einschlafen aus? Du hast vom Familienbett geschrieben, ich bin ehrlich gesagt kein Freund davon, das Bett gehört meinem Mann und mir, morgens nach dem wachwerden, darf gerne zu dritt gekuschelt werden, aber geschlafen wird im eigenen Zimmer. Hast Du das mal versucht? Wenn sie lernt alleine zu schlafen, klebt sie vielleicht auch über Tag nicht mehr so an Dir?!
Bist Du ihre einzigste richtige Bezugsperson. Lässt Du sie auch mal mit anderen Leuten (Freund, Oma, Opa, Tante, Freundin) alleine?! Das würde das "abnabeln" (im Sinn von nicht immer an Dir kleben) evtl. erleichtern, auch wenn es anfangs sicher Geschrei gibt!
Naja und jetzt lass den Kopf nicht hängen!! Setz Dich hin, mach ne Liste was besser gemacht werden könnte und mach alles schön der Reihe nach und versuch konsequent zu sein, auch wenn es unbequemer ist, dafür wirst Du aber sehr wahrscheinlich mit einem zufriedeneren Kind belohnt werden..


Puhh, ist das jetzt lang geworden, ich hoffe ich konnte Dir trotzdem ein bissl helfen.

LG Melanie mit Moritz (*13.11.05)

Beitrag von hope23 18.09.06 - 20:14 Uhr

Hallo Melanie!

Das nenn ich mal konstruktiv - danke! Ich werd mir darüber Gedanken machen....


Danke!!!

Beitrag von mausken30 18.09.06 - 21:23 Uhr

Hallo du!

Sorry aber ich halte von dem was du hier von dir gibst rein gar NICHTS !

Wie kann man so hart einem Baby gegenüber sein das gerade mal 11 Monate alt ist?
Nicht mehr stillen???
Hallo? Stillen ist viiiiiiiiiiiel mehr als NUR Nahrungsaufnahme!!!

Aber ich will hier auch nicht zu weit ausholen und habe mal einen Text für dich - der wie ich finde wie für DICH gemacht ist ;-)

Sorry nochmal für meine Worte aber das musste ich jetzt loswerden...

Hier der Text :
*************************************************
Da wünscht man sich sehnsüchtig ein Kind, hibbelt und hofft und bangt monatelang, manchmal jahrelang und wenn es dann endlich da ist, tut man alles, um möglichst großen Abstand zwischen sich und das Kind zu bekommen. Da wird die Brust gegen Flasche und Nuckel eingetauscht, das Tragetuch gegen Kinderwagen, das Familienbett gegen Kinderbett, das Elternschlafzimmer gegen das Kinderzimmer...
Warum? Haben wir etwa Angst vor der Nähe zu unseren Kindern? Das Kind in den Schlaf wiegen, stillen, streicheln - ein Aufschrei erfolgt "Um Gottes willen!" es könnte sich ja an die Mama gewöhnen.
Und dann kann man es ihm NIE wieder abgewöhnen (ich denke da an alle 18-jährigen, die immer noch an Mamas Busen hängen und im Elternbett schlafen). Soll es sich lieber an den Nuckel gewöhnen oder das Kuscheltuch oder das Plüschtier. Bringen wir unseren Kindern ruhig schon im Babyalter bei, dass es nicht gut ist, sein Herz an eine Person zu hängen, lieber an einen Gegenstand.
Ein Baby braucht keinen Teddy, kein Kuscheltuch, kein teures Kinderzimmer. Es braucht 100% und zu jeder Uhrzeit unsere Liebe, Aufmerksamkeit und unser NÄHE (bis sie von selbst anfangen, diese entbehren zu können)! Warum machen wir unseren Kindern nicht das schönste Geschenk überhaupt: uns!

diesen Text habe ich aus einen Stiiforum, leider ist der verfasser dort unbekannt gewesen *schade*

************************************************

Trotzdem nen lieben Gruss
Marina (die absolut NIX von solchen Methoden hält!!!)

Beitrag von moritz1311 19.09.06 - 10:17 Uhr

Hallo Marina,

nur so viel dazu:

ich habe Moritz gestillt bis er fast 9 Monate alt war, dann wollte er nicht mehr, ich hätte gerne weiter gestillt. Klar ist stillen nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern auch kuscheln, ABER: 3 mal nachts stillen - und ich hab echt nach Bedarf gestillt und nicht nach Uhrzeit - finde ich mit 11 Monaten einfach zu viel. Eine Mutter ist dann definitiv unausgeschlafen, weil wach wird man so oder so (Familienbett oder nicht).
Vom Familienbett halte ich nichts, weil ich dann einfach nicht schlafen kann, das Kind bewegt sich, ich habe Angst es zu zerdrücken, usw. Die Nähe des Kindes kann ich über Tag auch haben und ich bin NICHT NUR Mutter, sondern auch noch Frau, d.h. ich will auch mal mit meinem Mann alleine kuscheln!!! Was hat ein Kind von einer unausgeschlafenen Mutter, nur das man das Familienbett auf Biegen und Brechen durchführt.
Übrigens schläft Moritz auch besser, wenn er alleine im Raum ist, so wecken wir uns nicht gegenseitig.
Unser Kind hat Nähe und zwar von Mama und Papa, darüber hinaus wird es total geliebt, ist aber auch in der Lage mal (!!) bei den Grosseltern zu übernachten, gerade weil es kein riesen Zeremoniel bedarf, bis er eingeschlafen ist. An diesem freien Abend / Nacht kann man als Paar wieder neue Energie tanken und dem Kind diese dann durch Liebe und Nähe weitergeben!
Ich bin sehr sehr gerne Mutter, aber ich gebe mich dafür nicht ganz auf!

Jeder wie er will, ich hoffe trotzdem, dass Du auch meine Standpunkte ein wenig verstehen kannst!

LG Melanie mit Moritz (*13.11.05, der eben von alleine zum Vormittagsschläfchen eingeschlafen ist!)

Beitrag von hope_elmo 18.09.06 - 21:32 Uhr

#pro#pro#pro#blume#blume#blume

Endlich mal jemand, der wirklich konstruktiv schreibt! Bin ganz Deiner Meinung!

Liebe Grüsse
Sabine mit #stern Janis Céline

Beitrag von moritz1311 19.09.06 - 10:22 Uhr

Hallo Sabine,

danke für Deine Antwort, es ist schön auch mal ein positives featback zu bekommen. Anscheinend gefallen meine Antworten leider nicht vielen Leuten hier, denn ich hab jetzt schon oft festgestellt, dass ich negative Äußerungen über meine Meinung bekomme. Vonwegen, zu hart, Rabenmutter, ich würde mein Kind nicht lieben usw...
Ist völliger Quatsch, meinem Mann, Kind und mir geht es super so wie es ist, nur weil ich keine Übermutter bin und auch mal nur ich sein will, regen sich hier immer so viel auf...kann ich nicht ganz nachvollziehen. Siehe auch Antwort vor Dir, bei diesem Beitrag!!
Um so mehr freut es mich, jemand gefunden zu haben, der so denkt wie ich!!

Ganz lieber Gruss
Melanie mit Moritz (*13.11.05)

Beitrag von zuckermaus211 18.09.06 - 21:43 Uhr

HI !!

Du siehst das genau richtig..:-)

Beitrag von moritz1311 19.09.06 - 10:24 Uhr

Hallo Zuckermaus!!

Danke, freut mich mal so ne Antwort zu bekommen!
Scheint ja nicht jeder meiner / unserer Meinung zu sein....siehe Antwort zu meinem Beitrag weiter oben!!

Ganz lieber Gruss

Melanie mit Moritz (*13.11.05)

Beitrag von marenchen23 18.09.06 - 20:10 Uhr

Tach,

lass dich auch von mir erstmal drücken!

Zwischen meinem Mann und mir gibt es auch oft Knatsch, weil er der Meinung ist, Ian wird verwöhnt! Er ist 14 Monate und es kommt die 2te kleine Trotzphase.
Mit Liebe kann man ein Kind nicht verwöhnen, also hat deine Ärztin nicht recht, dass sie getragen werden möchte, weil du sie trägst!
Ian ist bis er 11 Monate war ausschließlich auf dem Arm eingeschlafen! Und jetzt schläft er ganz toll in seinem Bett ein! Das kam von ganz alleine, weil ER soweit war!!!!! Hatte ja auch Angst ihn zu veröhnen, aber das kann man nicht, zumindest nicht mit LIEBE!!!!!!
Vertrau deinem Gefühl und wenn dein Gefühl dir sagt, dein Kind muss auf deinen ARm, dann nimm sie hoch! WEnn dein Gefühl dir sagt, lass sie nicht schreien, dann tu was! Gib ihr die Brust oder sonst was!
Hab ich mal nicht gewusst was mein Gefühl mir sagt (merkt ma ja nicht imma ;-) ) dann hab ich gewartet... Ian hat geweint... und sobald ICH das weinen angefangen hab, wusste ich, dass es nicht richtig war! Also hab ich meine Taktik geändert!

Das in Ruhe spielen lassen ist schwer! ich will bei Ian auch immer dazwischen gehn :-) grad weil er so toll spielt, will ich ihn und ihn knddeln! Mittlerweile halte ich mich zurück, setze mich vielleich hin und beobachte ihn und wenn er fertig ist, dann drücke ich ihn und lobe ihn dass er so toll alleine gespielt hat!

Ich wünsche dir Glück und nochmal:
Mit LIebe und Zuwendung kann man ein Kind nicht verwöhnen!!!!!!

Gruß
Maren

Beitrag von hope23 18.09.06 - 20:24 Uhr

Danke schön für die netten Worte!

Ich muss einfach die richtige Mischung finden zw. Liebe und Erziehung....
War auch so deprimiert, weil ich das mit dem Spielen gar nicht kapiert habe, bis meine Mama mir das gesagt hat. Weiß gar nicht ob ich es öfters mache oder es nur ne Ausnahme war.

Habe Angst, dass ich noch mehr so "grobe" Fehler wie das nicht Spielenlassen mache und es nicht merke #schmoll

Vielen Dank und alles Liebe!

Beitrag von ayshe 19.09.06 - 09:10 Uhr

##
Ich muss einfach die richtige Mischung finden zw. Liebe und Erziehung....
##

weißt du, was ich schön finde?
du edest doch soooo sehr durch den bauch und mit dem herzen!
dann höre doch darauf!
und laß dich ncht verunsichern!
gib deinem kind, was es barcuht, und verweigere nicht alles, nur weil irgendwelche leute dich dazu bringen wollen,
eine distanz zu deinem kind herzustellen, GEGEN deine gefühle und instinkte!


ja, das spielen, ist coh nicht so schlimm!
acht einfach mal darauf, ob sie auch gern allein spielt, dich vllt in sichtweite und lese einfach ein buch oder so, ja, die "freiheit", die dein kind selber will, solltest du schon geben, man gewöhnt sich daran ;-)

Beitrag von ihns 18.09.06 - 20:12 Uhr

Erst einmal ein paar Worte:

Du bist mit Sicherheit eine gute Mutter und machst nicht viel mehr falsch als andere auch. Die perfekte Erziehung gibt es nicht und jedes Kind hat unterschiedliche Bedürfnisse. Lass Dich durch die anderen und deren Kritik nicht zu sehr verunsichern....

Hier mal ein paar Tipps von meiner Seite (ob diese für Dich wirken können oder nutzbar sind, kannst nur Du entscheiden).

1. Wenn Dein Kind alleine Spielt, dann lass es auch alleine spielen.... oder setz Dich dazu und lass Dir zeigen, was es spielt, aber versuche nicht den Spielfluss zu unterbrechen... Sie kommt schon alleine au Dich zu, wenn sie fertig ist. Dann küss sie und lobe sie, wie toll sie alleine gespielt hat. Unterbrichst Du den Spielfluss Deine Tochter, dann kommt sie vielleicht durcheinander und findet nicht mehr den WEg zurück zum Alleinespielen.

2. Auch wenn es viele Anhänger des Familienbettes gibt, ich mag es nicht. Warum nicht? Weil ich nachts einfach meine Ruhe brauche und meine Kinder zum Glück auch. Diese schlafen immer durch, wenn ich nicht im selben Raum schlafe (wir sind nur durch eine Wand und eine offene Tür getrennt, aber das reicht als Trennung... gerade die letzten zwei Wochen mussten wir weil wir Besuch hatten, wieder in einem Zimmer schlafen und es war eine Katastrophe, weil wir uns pausenlos gegenseitig geweckt haben). Sie sind einfach ruhiger. Und ich höre sie trotzdem, wenn etwas sein sollte... Ich habe beide Kinder nur ca. 3 bis 4 Wochen mit in meinem Zimmer schlafen lassen. Dann wurde für Ben das Körbchen zu klein und Sophie brauchte aus gesundheitlichen Gründen höhere Temperaturen und mehr Luftfeuchtigkeit als ich und mein Mann ertragen konnten. Der Zeitpunkt war also weniger von uns gewählt als für uns entschieden worden. Aber es hat super geklappt und lief hervorragend, denn seit dem kriege ich nachts die Ruhe, die ich brauche und auch die KInder sind viel ausgeglichener (wohl, weil ich es bin).

Distanz aufzubauen heisst nicht, sein Kind weniger zu lieben, aber es kann helfen, die Kinder eigenständig entwickeln zu lassen. Ich sage nicht, dass Du die Kinder sofort ausquartieren solltest, aber es kann vielleicht, Dir beim Nachdenken helfen, wie Du Deinem Kind helfen kannst, etwas unabhängiger zu werden. Denn auch dafür sind gute Eltern da, bei der Eigenständigkeit zu unterstützen.

Ines

Beitrag von hope23 18.09.06 - 20:50 Uhr

Hallo Ines!

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen... Mit Distanz hab ich ein großes Problem. Ich trenne mich so ungern von meiner Kleinen, viell. weil ich so n Kindheitstrauma habe (wollte immer nur bei meiner Mama sein, weil ich Angst um sie hatte)
Ich lasse die Kleine keine 2 Stunden alleine #hicks

Zum Familienbett muss ich noch hinzufügen, dass Noell nur die halbe Nacht bei uns schläft. Nach dem ersten Stillen lege ich sie wieder in ihr Bett, aber beim nächsten Mal nehme ich sie mit, weil ich mir daraus erhoffe dass sie morgens länger schläft. Außerdem wird sie oft richtig wach wenn ich sie wieder ins Bett lege und dann meckert sie ne Stunde oder schreit das ganze Haus zusammen, wenn sie nicht nochmal an die Brust kommt.
Das hat nur was mit Bequemlichkeit zu tun. War bisher zu unkonsequent um das durchzuhalten - aber das wird jetzt geändert.

Werde versuchen das nächtliche Stillen einzustellen. Ich weiß nur noch nicht, ob ich sie komplett ins Kinderzimmer ausquartiere oder sie im Familenbett schlafen lasse, aber nicht mehr stille (jedenfalls nicht mehr in den Schlaf).

Ich mach mir Gedanken, ob sie dann denkt, dass ich sie nicht mehr lieb habe. Wenn ich sie nicht stille und auch nicht mehr ins große Bett mitnehme.

Oder wenn sie meckert-weint und ich sie nicht auf den Arm nehme.

Sie weint weil sie zu mir will (kuschelt sich dann erstmal an) und ich soll sie ignorieren? #gruebel

Weiß nicht was Richtig oder Falsch ist. Ich muss mir erst mal Gedanken machen.


Vielen Dank für die Antwort! Hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt....

Beitrag von ayshe 19.09.06 - 09:22 Uhr

##
Ich mach mir Gedanken, ob sie dann denkt, dass ich sie nicht mehr lieb habe. Wenn ich sie nicht stille und auch nicht mehr ins große Bett mitnehme.
##
genau das wird sie,
denn SIE wird ganz sicher NICHT verstehen, warum sie alles weggenommen bekommt,
was sie soooo mag und wohl auch braucht,
womit sie sich doch soooo wohl fühlt.


schade, daß du tatsächlich eine künstlliche distanz schaffen willst,
die über die, deiner tochter weit hinausgeht.
laß ihr doch ihr eigenes tempo, nimm ihr doch nicht alles, damit sie ihre bedürfnisse unterdrückt.


aber was soll´s, es ist deine entscheidung

Beitrag von moritz1311 19.09.06 - 10:29 Uhr

Hallo Ayshe,

meiner Meinung nach hat ein Kind aber NICHT NUR Bedürfnisse nach seiner Mutter, sondern auch nach dem Vater, Großeltern, Tanten, Onkels usw. Während diese sich um das Kind kümmern, spielen usw. hat man halt als Mutter eine Distanz und weiss trotzdem, dass es dem Kind gut dabei geht.
Also kann Distanz auch was gutes sein, auch wenn die Mutter die Haupt-Bezugsperson bleibt!
Ich weiss nicht, was ein Kind davon haben soll, wenn es einzig und alleine nur auf die Mutter fixiert ist!

Gruss
Melanie mit Moritz (*13.11.05, dessen Mutter immer für ihn da ist, er aber auch weiss, dass er von allen anderen geliebt wird!)

Beitrag von ayshe 19.09.06 - 10:46 Uhr

so kleine kinder haben aber meist nur sehr wenige HAUPTbezugspersonen.
und es sind eben nur wenige, mit denen sie die HAUPTZEIT verbringen.

ich würde jedenfalls nicht eine größere distanz aufzwingen als das kind selber entwickelt hat.
und schon gar nicht während der loslösungsphase!


die distanz sollte meiner meinung nach vom kind kommen,
aber um sie entwickeln zu können, braucht es gerade dann oft erstmal mehr nähe, als rückversicherung sozusagen, löst sich dann, wenn es sich dessen sicher ist umso leichetr.


und das hat auch bei meiner tochter wunderbar funktioniert.
sie geht seit einem jahr in die kita, sehr, sehr gern, klammert nicht (mehr) usw.


lg
ayshe

Beitrag von mailin78 18.09.06 - 20:57 Uhr

hi hope23,

1.meiner meinung nach ist es jawohl höchstverständlcih,dass deine maus angst vorm kia hat und somit um so verständlicher,dass sie dich sucht und auf deinen arm will.#aha

2.wenn es dich mit dem stillen nicht einschränkt und du es geniesst,was spricht dann dagegen?solltest du dir das aber nicht mehr wünschen,dann solltest du etwas unternehmen,natürlich auf die sanfte art,vielleicht will sie sich ja auch nur vergewissern,dass du noch da bist,vielleicht nur einen schnuller,an dem sie sich festhalten muss..

3.ist das familienbett wunderbar!mal ehrlich,wer nicht mag muss es nicht praktizieren,klar,aber schläft man selbst nicht auch besser mit partner an der seite??und ich liebe es dicht bei Mailin zu schlafen(babybalkon);-)

4.was ist das für eine kiä,die so respektlos mit dir umgeht und sich in dieser viertelstd.die sie euch sieht ,anmasst ein urteil über deine erziehung zu erlauben??und überhaupt ERZIEHUNG??ist Liebe,Fürsorge,Verständnis,Zärtlichkeit schlechte Erziehung??ist mir persönlich neu..#schock

5.okay,mit dem spielen und dem knutschen..vielleicht wars nicht der richtige zeitpunkt,aber du hast es doch selbst gemerkt!ein weiteres indiz dafür,dass du auf deine intuition hören solltest und GARNICHTS falsch machst!!
wir sprechen hier von einem 11 monate baby!unsere ansprüche sollten altersgerecht sein,also:welche ansprüche kannst du schon gross an sie haben??
aber welche sie an dich??!!!!sie braucht dich!schenk ihr bitte weiter die liebe,die du ihr bisher richtigerweise gegeben hast,lass dich nicht von einer kiä verunsichern,auch die sind keine pädagogen und selbst pädagogen machen ernste fehler,weil sie selbst vielleicht anders erzogen wurden!
DU MACHST ALLES RICHTIG!!

liebe grüsse von Anne,die ihre kleine Mailin trägt,stillt und nachts bei sich hat,verhätschelt,so oft sie es braucht,bis sie soweit ist und ein wenig nähe entbehren kann!

Beitrag von mtamara 18.09.06 - 21:15 Uhr

Hallo Hope!

Mir tut das so Leid, was ich da gelesen habe.

Das, was Du schreibst, hört sich total klasse an. Du machst in meinen Augen alles richtig.

Deine Tochter braucht Deine Nähe, weil sie sich mitten in einem Entwicklungssprung befindet. Kennst Du das Buch "Oje, ich wachse"?

Der Spruch der Ärztin war total bescheuert - so ein Quatsch! Deine Kleine braucht Deine Nähe, total dringend sogar. Sie befindet sich mitten in einem Entwicklungsschub und es gibt in ihrer kleinen Welt plötzlich viele neue Dinge, mit denen sie so einfach erst Mal nicht klar kommt.

Ich kann Dir nur raten, kauf das Buch - hier mal der Link:
http://www.amazon.de/Oje-ich-wachse-Hetty-Rijt/dp/3442390753/sr=8-2/qid=1158606833/ref=pd_ka_2/028-5489937-0502158?ie=UTF8&s=gateway

Wie Du siehst, habe ich Dich nicht konstruktiv kritisiert - warum auch?

Liebe Grüße - und bleib stark! Lies all die Bücher, die Dich in Deinem Tun unterstützen - und wer weiß? Vielleicht überzeugst Du ja Deinen Freund, dass es das richtige ist, was Du tust - es geht schließlich um seine Tochter und der soll es ja gut gehen!

Familienbett = #pro - bloß nicht sein lassen!

Liebe Grüße, Miri

Beitrag von zuckermaus211 18.09.06 - 21:46 Uhr

HI !!

Sorry aber ich habe das Buch auch udn ich finde es völlig bescheuert

LG Nadja

Beitrag von mtamara 18.09.06 - 21:54 Uhr

Das ist natürlich schade.

Ich bin der Meinung, dass es den Eltern viel viel erklärt, vor allem die Welt ihres Kindes.
Und zudem noch was es gerade lernt, wie es sich fühlt - ach, egal.

Es muss nicht jedem gefallen - aber jede verzweifelte Mutter sollte es wenigstens einmal in der Hand gehabt haben.

"völlig bescheuert" sind für mich Bücher, die die Mutter-Kind-Beziehung in schöne Worte verkleidet stören, dazu gehört dieses nicht.

Beitrag von ayshe 19.09.06 - 09:27 Uhr

##
Ich bin der Meinung, dass es den Eltern viel viel erklärt, vor allem die Welt ihres Kindes.
Und zudem noch was es gerade lernt, wie es sich fühlt -
##
finde ich auch.
okay, die altersangaben paßten nicht sooo,
aber die reihenfolge.
ich konnte schön nachvollziehen, WARUM meine tochter in die ecken sieht,
warum sie an mir vorbeisieht,
WIE sie die welt überhaupt sieht und versteht usw,
als erwachsener kann man es sich eben schon lange nicht mehr so vorstellen.

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