zuwenig Milch? Zufüttern? Wenn ja, was? Bitte auch HebiGabi

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sunny_harz 18.09.06 - 21:13 Uhr

N'abend zusammen,

habe ein Problem: ich glaube, Pia wird nicht mehr satt. Sie weinte den ganzen Tag, wenn ich sie im 2-Std-Takt angelegt habe, hat sie immer meiner Meinung auch getrunken, weinte aber hinterher immer noch sehr. Bin völlig am Ende.#heul

Nun habe ich versucht, abzupumpen, damit mein Mann eine Nachtschicht per Flasche übernehmen kann, aber da kam nix :-[ Sonst hatte ich immer zuviel Milch, Pia trank so 120 g pro Brust. Weil das so wehtat, habe ich auf Anraten einer Stillberaterin mal nen Salbei- und Pfefferminztee getrunken. Und nu scheint alles weg zu sein #heul Muß nun wieder anfangen mit Stilltee und so...mal sehen, ob sich wieder Milch einstellt.

Bin drauf und dran, zuzufüttern, aber wie und was? Pre und HA ist klar, aber welche? Wie mache ich eine Flasche fertig?

Danke. Bin total groggy und mit den Nerven runter, brauche also dringend Rat.
Eure Sunny

Beitrag von karu 18.09.06 - 21:21 Uhr

Hallo du, wies aussieht haben wir beide ein ähnliches Problem. Grad auch ne Diskussion eröffnet. Meine Lara weint auch nach dem Trinken weiter und ich denke das sie nicht satt wird. Sie nimmt aber weder Muttermilch noch Pre-Nahrung. Hab auch schon die Nuckel-Aufsätze gewechselt. Hab mir jetzt aus der Apotheke Stilltee und Globoli geholt, hoffe das bringt was. Aber meine Nerven liegen auch blank.... Bis kurz nach Mittag is die Brust noch fühlbar voll, und ab dann kommt sie im 1-Stunden-Takt...

Beitrag von stjdjj 18.09.06 - 21:48 Uhr

Ihr könnt kurz nach dem Anlegen Pre geben zum satt werden. Aber immer erst anlegen.
Wenn sie nicht trinken wollen, könnte es an Bauchschmerzen liegen und ihr macht es mit Füttern nur noch schlimmer.

Beitrag von sunny_harz 18.09.06 - 21:53 Uhr

Ich weiß, deswegen habe ich versucht, immer so 2-Std-Abstände einzuhalten. Außerdem habe ich Lefax gegeben und das Bäuchlein mit Windsalbe eingerieben.Bäuerchen hat sie auch immer gemacht. Normalerweise hilft das und sie machte nicht den Eindruck von Bauchweh.

Der KiA hat Ila-Med-Tropfen (krampflösend) verschrieben, die hat sie bekommen, als sie nach 5 Std. weinen nicht zur Ruhe gekommen ist.

Ob das vom 5-Wochen-Schub kommt, das sie nun mehr braucht und sich meine Milch erst darauf einstellen muß?

Beitrag von sunny_harz 18.09.06 - 21:47 Uhr

So, mein Mann ist auf dem Weg in meine Entbindungsklinik, um Pre-Nahrung zu holen.
Soll ich genau diese Sorte dann weiterfüttern, bis die Milch wieder mehr wird oder umsteigen? Welche Nahrung ist gut? Humana, Beba, Milumil?

Meine Hebi hat gesagt, das läge am Stress, daß die Milch weg ist. Habe auch schon 3 von meinen Plazenta-Globuli genommen, um die Milchproduktion anzuregen.

Beitrag von bine3002 18.09.06 - 22:31 Uhr

Dass beim Abpumpen nichts oder nicht viel kommt hat nichts zu sagen. Auch dass deine Tochter nach dem Stillen immer noch quengelt muss nichts heißen. Stündliches Anlegen ist völlig normal, nennt sich Clusterfeeding. Natürlich ist es anstrengend, aber gerade wenn Du meinst, dass deine Milch nicht reicht ist es sehr wichtig, immer wieder anzulegen. Nur das steigert die Milchproduktion. Wenn Du zufütterst wird deine Brust "denken", dass sie genug produziert. Ich würde an deiner Stelle erstmal die nächsten Tage abwarten. Leg dich mit deiner Tochter ins Bett und leg sie immer wieder an. Wenn Du den Stress reduzierst und abwartest, wird deine Milch mehr werden und wenn nicht, wird dein Kind nicht gleich verhungern. Du kannst dann immer noch zufüttern.

Das was Du gerade durch machst habe ich auch hinter mir (und vermutlich die meisten Still-Mamis). Und genau das ist es, was mich ärgert, wenn vorher immer vom Stillen die Rede ist. Es sagt einem niemand, dass man unter Umständen jede Stunde dabei ist, vor allem, wenn ein Schub sich anbahnt. Das ist sehr sehr anstrengend, aber es soll sich lohnen durchzuhalten (mache es ja selbst erst seit 9 Wochen und habe zwischendurch auch zugefüttert, allerdings hatte ich Plazentareste und deswegen wirklich zu wenig Milch).

Beitrag von sunny_harz 18.09.06 - 22:37 Uhr

Danke Bine, das macht mir Mut.

Wenn Pia sich das nächste Mal meldet, werde ich sie vorher und nachher mal wiegen, dann sehe ich ja, wieviel sie getrunken hat und bei Bedarf bekommt sie dann ne Pülli.
Marko hat aus der Klinik 6 Flaschen Aptamil HA Pre mitgebracht.

Beitrag von bine3002 18.09.06 - 22:47 Uhr

Nein, lass diese Wiegeprobe! Das macht dir nur Stress. Und Stress kannst Du gerade jetzt gar nicht gebrauchen. Wenn Du vorher viel Milch hattest, dann ist alles in Ordnung und sie wird wieder kommen.

Leg deine Tochter an, wenn sie Hunger hat. Schau nicht auf die Uhr und auch nicht auf die Waage. Es ist zeitweise möglich, dass Du wirklich zu wenig Milch hast, weil das Kind wächst und einen vermehrten Bedarf hat. Die Milchproduktion braucht dann ein paar Tage um sich neu einzupendeln und in dieser Zeit trinkt das Baby eben häufiger. Während das Kind trinkt, löst es einen Milchspendereflex aus, d.h. es kommt immer Milch, auch wenn sich die Brust leer anfühlt.

Ich weiß, dass das mega-stressig ist, aber da müssen fast alle durch. Meine Tochter ist jetzt wie gesagt 9 Wochen alt und trinkt seit 2 Wochen in relativ humanen Abständen zwischen 1,5 und 4 Stunden. Ganz am Anfang (etwa ab dem 14. Tag) hat sie eine halbe Stunde getrunken, 20 Minuten geschlafen und wollte wieder trinken. So ging das manchmal Tag und Nacht! Aber das ist wirklich normal. Ich habe ihr ab der 5. Woche jeden Abend eine Flasche gegeben und sie hat nochmal so 120 ml weggeschlürft, das war aber die Menge, die mir wegen dieser Plazentareste fehlte und die lasse ich jetzt weg, weil das Problem erledigt ist.

Trotzdem hat sie Tage, an denen sie extrem häufig an die Brust will. Bei mir kommt übrigens gar nichts, wenn ich abpumpe und beim Ausstreichen auch nur ganz wenig. Das liegt daran, dass der Milchspendereflex nicht ausgelöst wird.

Also mach dir keinen Kopf. Wenn deine Tochter in einer Woche nicht zugenommen hat, ist immer noch genug Zeit die Flasche zu geben, aber öfter als wöchentlich solltest Du wirklich nicht wiegen.

Beitrag von poulette 19.09.06 - 10:57 Uhr

huhu bine,

du hast mir doch neulich wegen dem wochenfluss geantwortet. :-D

morgen hab ich ein fa-termin. hab hier gerade gelesen, dass du weniger milch hattest wegen den plazentaresten? wieso denn das?
#gruebel

und wie kann der fa denn eigentlich feststellen, obs nun die mens ist oder nicht? geht das nur mit ultraschall? #kratz

lg poulette

Beitrag von hebigabi 19.09.06 - 08:10 Uhr

Deine Tochter liegt in der klassischen Zeit für einen Wachstumsschub und selbst wenn sie STÜNDLICH kommen würde wäre es NORMAL.

Klar ist es anstrengend, aber es regelt sich von alleine wieder ein.

Trink mal alkoholfreies Weizenbier oder morgens ein Glas Sekt, die regen sehr die Milchbildung an und vielleicht kannst du dann dein Pre einfach vergessen.

Liebe Grüße von

Gabi

Beitrag von inajk 19.09.06 - 14:46 Uhr

BLOSS NICHT zufuettern! Es gibt Phasen wo das Kind die Milchproduktion hochkickt dadurch dass es dauernd kommt - eben wenn es mehr und gehaltvollere Milch braucht. Dem muss man nachgeben, dauernd anlegen, und dann ist es auch wieder gut. Deine Milch geht nicht einfach weg, die Natur macht das schon prima!
LG
Ina