postpartale depressionen?!

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von michi0512 18.09.06 - 22:02 Uhr

Hallo ihr lieben,

sry. fürs crossposting, aber ist wirklich wichtig!

habe heute einen anruf von einem freund bekommen. Er macht sich große sorgen um seine freundin. Ich möchte euch versuchen zu erzählen was bei den beiden los ist. Ich versuch mich kruz zu fassen und nur das wesentliche zu berichten.

Meine freundin weint seit einigen wochen sehr sehr viel. Redet oft von „dann nehm ich mir den strick und ihr habt eure ruhe“. Sie gibt ihre tochter (6,5m.) zu keinem mehr. Sie leidet ständig unter panik das kind könnte nachts sterben. Sie schläft kaum oder nicht wirklich gut. Sie schwankt schrecklich in ihren stimmungen, ist agressiv und ungerecht. Sie ritzt sich neuerdings die arme wenn sie nicht weiter weiß. Lt. Der aussage meines freundes schlägt sie sich selbst, manchmal sogar mit dem kopf gegen wände. Sie ist unruhig und seiner meinung nach fast sogar „depressiv“

Tja.. nun hat er mehrfach gesehen wie sie ihre tochter nicht wirklich zart hoch nimmt, sondern (bei extremen schreistunden) das kind sogar agressiv hochreißt. Geschlagen hat sie die kleine lt. Seiner aussage (noch)nicht.

Außerdem kann sie ein geschrei was länger als 10 minuten andauert nicht ertragen und schreit dann das mädchen an.

Sie redet wohl momentan auch kurz und teils unverständlich und macht große sprünge zwischen den themen.

Sooo, nachdem wir uns über sie unterhalten hatten dachte ich so an die postpartalen depressionen. Fiel mir zu mindest spontan ein.

Ich erzählte ihm davon. Er ist der meinung sie sollte psyschologische hilfe in anspruch nehmen und sie selbst hätten auch schon darüber gesprochen. Sie würde gern eine therapie machen aber traut sich nicht.

Gründe dafür: sie hat angst dass jemand denkt sie schlägt das kind, hat angst eingewiesen zu werden, das JA auf dem hals zu haben und natürlich schämt sie sich. Vor allem aber hat sie angst dass ihr das kidn weggenommen wird.

Wie würde denn eine evtl. behandlung in etwa ablaufen? Doch sicher ambulant und nicht stationär, oder? Würde sie in eine klinik kommen…würde sie nicht mitmachen.

Wie können wir ihr nur helfen?

Zu meinem entsetzen musste ich feststellen…. Dass mir einiges was mir der freund erzählte erst jetzt im nachhinein auffällt…

Bin sicher keine so gute freundin wenn ich so was nicht gemerkt habe….

Bitte gebt mir paar Tipps und evtl. wie es alles ablaufen wird. Ihr muss geholfen werden!

Und bitte keine antworten á la das kind muss weggenommen werden. Meine freundin ist momentan nie alleine mit der kleinen.

Bitte bitte gebt so viele Tipps und infos wie ihr habt. Sry für die vielen fehler..aber ich bin totmüde und hab keine lust noch mal durchzuschauen.

Lg
Michi

Beitrag von cekuuu 18.09.06 - 22:14 Uhr

Hört sich schon extrem an, wie sie momentan drauf ist. Sie muß professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, ansonsten kann es ein, daß sie immer tiefer abrutscht. Begleite sie doch zum Arzt (vorerst Hausarzt würde ich mal sagen), dann kann man die nächsten Schritte einleiten (Neurologe/Psychiater oder/und Psychologe). Wüsste nicht, wie man ihr sonst helfen kann, außer für sie da sein und zuhören.

Beitrag von susanni 20.09.06 - 01:03 Uhr

Klingt nach einer "normalen" Wochenbettdepression, deine Freundin und auch ihr Baby sind in Gefahr.
Bei den Hormonschwankungen, die das ausmachen, kann man gut mit Medikamenten helfen. FA oder Hausarzt kann gut helfen.#herzlich