Windpockenimpfung des Kindes in der Schwangerschaft???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nicky2308 19.09.06 - 08:55 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich gehe heute mit meinem Sohn zur U7 und bei der Gelegenheit wollte ich ihn gleich gegen Windpocken impfen lassen.

Nun meine Frage ich bin jetzt in der 9 SSW und da die Impfung ja mit Lebendimpfstoff von Statten geht, frage ich mich, ob die Möglichkeit besteht mich dann über Jannik anzustecken#kratz.

Ich habe keine Ahnung, dieser fixe Gedanke kam mir heute Nacht im Bett.

Wenn also jemand mit diesem Thema Erfahrung hat, würde ich mich über eine Antwort sehr freuen.

Danke und liebe Grüße aus Berlin senden

Nicole, Jannik( 24 Monate) und#ei Murkelchen.

Beitrag von uta27 19.09.06 - 08:58 Uhr

Hallo!

In seltenen Fällen kann das Impfvirus von geimpften Personen, die einen varizellen-artigen Ausschlag entwickeln, auf gesunde empfängliche, auf schwangere und immunsupprimierte Kontaktpersonen übertragen werden.
Aus diesem Grund sollten geimpfte Personen möglichst bis zu 6 Wochen nach der Impfung enge Kontakte mit empfänglichen Hochrisiko-Personen vermeiden.

Liebe Grüße auch aus Berlin, Uta

Beitrag von marion2 19.09.06 - 09:11 Uhr

Hallo,

hast du eine verlässliche Quelle für diese Behauptung?

Ist eine Schwangere eine empfängliche Hochrisiko-Person? Warum?
Funktioniert das Immunsystem bei Schwangeren nicht?

LG Marion

Beitrag von uta27 19.09.06 - 09:20 Uhr

Hallo Marion!

Die Angabe der möglichen Ansteckung ist in der Fachinformation angegeben, den die Mutter vor Impfung Ihres Kindes eigendlich ausgehändigt bekommen sollte.

Zu den empfänglichen Hochrisiko-Personen gehören Immunkompetente Personen, schwangere Fr4auen ohne dokumentierte Windpocken-Anamnese oder ohne Laborbefunde, die eine frühere Infektion belegen sowie Neugeborene von Müttern ohne dokumentierte Windpocken-Anamnese.


Liebe Grüße, Uta

Beitrag von mischu 19.09.06 - 08:58 Uhr

Du mußt vorher unbedingt abklären ob du Antikörper hast. Also ob du die schonmal hattest oder geimpft bist!

Beitrag von knitschie 19.09.06 - 09:02 Uhr

hallo,
ich bin jetzt 33+4 und habe eine 6- jährige tochter die jetzt in die schule gekommen ist. ich stand vor dem gleichen problem wie du jetzt. da laura bis jetzt die windpocken nicht durchgemacht hatte, wollte ich sie unbedingt impfen lassen vor schulbeginn. ich habe daraufhin meinen fa und den ka um rat gefragt und beide bestätigten mir das ich mein kind ohne probleme impfen lassen kann. das habe ich dann am 2.8.06 auch getan und und beiden geht es prächtig und wir hatten auch keine nebenwirkungen. die andere seite ist sowieso, wenn du schon ein kind hast, wirst du die gesamte ss immer wieder mit diversen kinderkrankheiten konfrontriert werden. als ich in der 18. woche war, gingen bei laura in der gruppe die ringelröteln rum die ich auch nicht hatte. es begann eine zeit des wartens, aber gott sei dank hat sie sich nicht angesteckt. man kann sich und sein kind ja nicht verbarikadieren ;-)
liebe grüße
nadin

Beitrag von stoepsy 19.09.06 - 09:04 Uhr

hallo nicole,

ich stand vor demselben problem und hab mich beim gesundheitsamt lange darüber mit einem sehr kompetenten mann unterhalten.

bei mir ging es um die MMR-impfung (windpocken hab ich allerdings dann gleich mitmachen lassen bei meinem nils).

es ist WELTWEIT noch kein fall aufgetreten, an dem sich die schwangere mama durch die impfviren des kindes angesteckt hat!! die impfstoffe sind heutzutage so gut gemacht, daß da nichts passiert (ich hab das sogar schriftlich!!).

und außerdem wäre es für dich und auch für jannik viel schlimmer, wenn er sich "richtig" anstecken würde! die impfviren sind ja sehr "gestreckt".

ich war in der 11. ssw als ich nils gegen MMR UND windpocken impfen gelassen hab und es ist NICHTS passiert.
mir und meinem baby geht es blendend!

liebe grüße
//Stoepsy mit nils (14 monate) und baby (16.ssw)

Beitrag von baccara 19.09.06 - 09:14 Uhr

Hallo,

so eine ähnliche Frage habe ich letztens in einem Kinderimpf-Expertenteam-Forum gefragt und folgende Antwort erhalten:
"Sehr geehrte (werdende) Mutter,
eine solche Vorsichtsmaßnahme kommt - wenn überhaupt - nur bei der Impfung gegen Windpocken in Frage. Der Windpockenimpfstoff kann selten einmal von einem Impfling auf eine empfängliche Person übertragen werden - aber nur dann, wenn die Windpockenimpfung beim Geimpften Bläschen hervorruft. Auch das ist selten. Wenn es überhaupt auftritt, dann in den ersten vier Wochen nach der Impfung. Eine Übertragung von Impfviren auf Gesunde ist weltweit nur von wenigen Einzelfällen bekannt.
Kinder von Schwangeren sollten deshalb auf jeden Fall gegen Windpocken geimpft werden. Wie der aktuelle Bericht der Arbeitsgemeinschaft Masern und Varizellen (AGMV) zeigt, zirkulieren Windpocken weiterhin in der Bevölkerung. Das Risiko einer Schwangeren, sich mit Wildviren anzustecken ist also um ein Vielfaches höher als die vage Möglichkeit, sich beim eigenen Kind mit Impfviren anzustecken. Ein geimpftes Kind verringert aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Schwangere Mutter sich ansteckt, erheblich.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr gesundes-Kind Team"

Hoffe, die Antwort hilft dir weiter.

Schönen Tag

Baccara

Beitrag von anni2005 19.09.06 - 09:22 Uhr

Hi !!

Also letzte Woche wurde meine Kleine 17 Monate alt auch gegen Windpocken geimpft !!!
Ich wusste garnicht, das das ein Problem sein könnte wenn ich Schwanger bin......mmmhhhh !! Egal, nun ist es halt so und ich hoffe das nix passiert....aber die wahrscheinlichkeit ist aber auch bestimmt ziemlich gering..!!!

ANDREA

Beitrag von anni2005 19.09.06 - 09:28 Uhr

Hi, ich nochmal...habe gerade beim Kinderarzt angerufen und die haben mir gesagt es wäre egal ob man Schwanger ist oder nicht !! Da würde nichts passieren.....!!!! Ich galub das jetzt mal so...!! Gruß ANDREA

Beitrag von nicky2308 19.09.06 - 09:47 Uhr

Danke für eure zahlreichen Antworten,

ich sprech heute Nachmittag auch nochmals mit dem KA und dann wird NIki sicher seine Impfung bekommen.

Liebe Grüsse Nicole.