Haushaltsbuch - PC oder Handschrifltlich

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von wildlady6 19.09.06 - 11:15 Uhr

Hallo Zusammen,

wer von Euch führt ein Haushaltsbuch und kann mir Tipps geben! Wie genau dröselt Ihr die Kosten auf z.B. Einkaufszettel vom Supermarkt#kratz

Habt ihr das Handschrftlich oder auf dem PC? Gibts gute Programme zum kostenlos downloaden oder besser eines kaufen? Oder am besten selbst was basteln im Excel??#gruebel

Was sollte man beachten? Teilt Ihr die Kosten nach "Verwender" (mama, papa, Kind, familie..) auf?

Ne tolle Software die wie ne Art Buchhaltung funktioniert wäre mir am liebsten glaube ich!! Aber einfach was kaufen mag ich auch nicht !!#schwitz

Danke für Eure Antworten#danke#danke

Grüsse#liebdrueck

Beitrag von eineve 19.09.06 - 11:47 Uhr

excel

jeweil 1 arbeitsblatt für

- auto verbrauch
- lebensmitteleinkauf (kann dann aufgedröselt werden was eingekauft wurde)
- gehalteingang (zur gegenkontrolle der abzüge)
- restlichen ausgaben - tel, strom, miete, nebenkosten, kleider&co, geräteanschaffungen
- als gegenrechnung die bankbelege


komplett auf 1 arbeitsblatt da ist entweder viel bezeichnungseingabe oder aber "kennzahlen" entwerfen nötig.

Beitrag von luise.kenning 19.09.06 - 12:12 Uhr

nimm einfach ein blatt papier, querformat.

nun die verschiedenen zwecke:(reihenfolge ist vollkommen egal)

1. nahrungsmittel (nudeln, reis, nrot butter obst usw.)
2. getränke (saft, teebeutel, sprudel-patronen, wasserfilter)
3. genussmittel (zigaretten, alkohol, schokolade, bonbons)
4. gesundheitsausgaben (praxisgebühr, zuzahlungen, freiverkäufliche medikamente, pflaster)
5. kleidung (auch instandsetzung, zb reinigung, änderung, neue absätze bei schuhen usw.)
6. bücher
7. spielzeug
8. haushaltswaren (klopapier, müllbeutel, allzweckreiniger)
9. kosmetika (creme, shampoo, nagelschere)
10. Schulbedarf (bei schulkindern)
11. auto (sprit, öl, inspektion)
12. Freizeit (tierpark, unterwegs essen, eis usw.)


zusätzlich solltest du einplanen: ausgaben, die nicht jeden mpnat fällug werden (gez, versicherungen usw. rechne die jährliche summe aus, teile durch 12 und lege jeden monat soviel beiseite.

nach verwendern zu trennen hlate ich für wenig sinnvoll.

im supermarkt sachen so aufsband legen, dass sich da bereits gruppen bilden (siehe oben).

LG

Luise

Beitrag von papaplan 20.09.06 - 11:28 Uhr

Hallo wildlady,

die variablen Kosten habe ich nur in 6 Rubriken aufteteilt:
- Essen, Haushalt
- Kosmetik, Gesundheit (Alles zum Waschen, Pflegen, aber auch Medikamente u. z.B. die Praxisgebühr)
- Kleidung
- (Weiter-)Bildung, Freizeit, (auch Spielzeug u. Kinderbücher)
- Anschaffungen (Einmalkäufe, die nicht ständig anfallen)
- Sonstiges (mal Briefmarken oder so Kleinigkeiten)

Das könnt ihr natürlich mit noch mehr oder noch weniger Rubriken oder ganz anders gestalten.

Alles, was monatlich anfällt und von den Kosten her nicht variiert zähle ich in einer anderen Tabelle zu "fixen Kosten", obwohl es durch Anbieterwechsel (Strom, Bank, Krankenkasse, Versicherungen, Internet, Telefonie) variieren KANN. Eine Unterteilung nach Verwender (z.B. Mama, Papa) macht meiner Meinung nach nur in einem Fall Sinn: Wenn ihr getrennte Kassen habt oder eine Trennung bevorsteht.

Viele Eltern möchten gern nach Geburt ihres Kindes alle dem Nachwuchs zufallenden Kosten aufschlüsseln können. (Was kostet so ein Kind eigentlich?) Viele haben das versucht und irgendwann aufgegeben *g*. Denn Kinderkleidung und Babybrei mag ich noch dem Kind zuordnen können. Da sich aber durch das Kind Alles ändert, wird es spätestens bei "Eintritt 2 Erwachsene Stadtpark" schwierig. Denn als "Nicht-Eltern" wäre man evtl. gar nicht weggegangen oder stattdessen ins teurere Theater. Will sagen: Man kann das nicht komplett auf den Cent aufschlüsseln/rausrechnen.

Dazu kommen dann noch die festen(Einkünfte, Gehalt, Zinsen) oder variablen (Geschenke, Prämien, Sonderzahlungen, Gebrauchtverkäufe etc.) Einnahmen.

Lösungen:
==========

- Kostenlos:
Der Budgetplaner der Sparkassen ist in Heftform kostenlos und wird sogar kostenlos nach Hause geschickt. Es gibt ihn aber auch downloadbar als PDF oder als Software:

http://www.geldundhaushalt.de/ratgeberservice/planungshilfen/mein_budgetplaner.html

- Kostenpflichtig:
Einen Budgetplan auf Excelbasis gibt's unter http://www.mein-finanzbrief.de/ Der ist allerdings Shareware und kostet bei weiterer / längerer Benutzung Geld. Ausserdem lässt er keine täglichen Einträge zu, sondern nur monatliche Gesamtsummen.

- Für Kontrollfreaks
mit vielen Konten und Einnahmearten gäbe es dann noch das teure aber gute Quicken oder Quicken Deluxe (mittlerweile als Version 2007 zu haben). Hier kann man sehr leicht Vermögensübersichten, Einnahmearten, Ausgabearten etc. erfassen, inkl. Onlinebanking mit sofortiger Veränderung auf's Gesamtbudget, Wertpapieranalyse, langfristigen Planungshilfen und diversen Statistikfunktionen. Letzteres braucht ihr aber wohl kaum. ;-)

Kleine Anekdote am Rande: Da ich mich beruflich sehr viel mit Haushaltsbüchern und Budgetierung von Privathaushalten beschäftige... hier ist mal ein Haushaltsbuch von 1913:
http://www.lauritzen-hamburg.de/haushaltsbuch_elwine_johler.html

So detailiert würde ich heute nichts mehr dokumentieren. Da muss jeder selbst abwägen, wieviel Zeit in die Planung investiert werden soll.

Meine Empfehlung:
Ich würde mit dem oben erwähnten GEDRUCKTEN Budgetplaner beginnen, da er alle in den Antworten angesprochenen Dinge (Einnahmen, fixe Ausgaben, variable Ausgaben) berücksichtigt, die Rubriken selbst von dir benannt werden können (z.B. Essen + Haushalt) durch einen leeren Tabellenkopf im Budgetplaner und weil man nicht jeden Tag zum Erfassen der Einnahmen/Ausgaben den PC hochfahren muss.

Ich selbst verwende den gedruckten Budgetplaner (täglich abends Einträge) und dazu monatlich eine selbst gebastelte Exceltabelle, die u.a. noch die durchschnittlichen Kosten eines Bereichs und die bisherige Summe auf's Jahr für einen Bereich automatisch errechnet. Ausserdem plane ich ein Quartal im Voraus für alle mir schon bekannten anfallenden Kosten. (Liquiditätssicherung, ähnlich wie das jedes Unternehmen macht). Das sind aber Alles einfache Excelformeln, die man ohne Weiteres hinbekommen kann. Wer nicht in Excel arbeiten möchte, weil kein Excel da ist - aber dennoch solche Berechnungsformeln einsetzen möchte, ohne eine Excel- oder Office-Softwarelizenz zu kaufen, kann auf OpenOffice zurückgreifen. Hier ist eine Tabellenkalkulation mit im Paket, die Ähnliches wie Excel leistet:

http://de.openoffice.org/

Ich empfehle ausserdem Spar- und Anschaffungsziele aufzulisten und zu planen. Dazu zählen auf jeden Fall Rücklagen für größere anfallende Versicherungszahlungen (bei jahrlicher Abbuchung der Prämie) und Nachzahlungen für Nebenkosten, Gas u. Strom sowie Rücklagen für die Anschaffung oder die Reparatur von Haushaltsgeräten (Kühlschrank, Waschmaschine, Spülmaschine, Staubsauger etc.). Es ist auch sehr klug, andere Worst-Case-Szenarios abzusichern (Arbeitslosigkeit durch mehrere Monatsgehälter überbrückbar? Krankheitsfall bei Selbstständigen? Plötzliche riesige Kosten bei Autoreparatur?) Aber das führt hier zu weit in dem Posting... ;-) ...und ist ausserdem sehr individuell. Man kann sich aber meiner persönlichen Meinung nach unabhängig von der Einkommensgröße in die Lage versetzen, nicht von solchen Dingen finanziell überrascht zu werden - einfach durch Vorbereitung.

Bei weiteren Fragen zur Praxis bei der Handhabung, poste einfach noch Mal eine Antwort auf mein Posting - dann werde ich von urbia per Mail benachrichtigt.

Viel Erfolg bei der Umsetzung, am besten gemeinsam und im Einklang/Konsens mit dem Partner! :-)
Alex

Beitrag von wildlady6 20.09.06 - 19:08 Uhr

Danke Euch ganz #herzlich#herzlich

Danke für die vielen Tipps und Infos, werde mich mal dran machen bin im Excl ganz fit und denke ich kann da was vernünftiges basteln!

Liebe Grüsse

Wildlady