Der Kaiserschnitt (BEL) steht vor der Tür, wer hat Erfahrung damit?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von seltrisa 19.09.06 - 11:38 Uhr

Hallo liebe werdende Mamas,

nun ist die Zeit bald geschafft. Bin in der 38+2 SSW und komme Donnerstag ins Kh. Freitag wird dann per Kaiserschnitt die Maus hoffentlich gesund und munter das Licht der Welt erblicken. Seit der 28 SSW sitzt sie in der BEL in meinem Bauch und auch Moxen hat sie leider nicht zu einem Purzellbaum bewegt.
Wer hat Erfahrung mit der Spinalanästh.? Wie ging es Euch während und nach dem Eingriff? Konntet Ihr stillen?

Hoffe, dass jemand mit ähnlichen Erfahrung online ist und mir etwas berichten kann.

Euch noch eine gute und hoffentlich nicht beschwerliche Zeit.
Ich finde, die letzten Monate sind so schnell vergangen!

Liebe Grüße
Sandra und#baby

Beitrag von kammimammi 19.09.06 - 11:49 Uhr

Hallöchen!

Hatte im Mai 2003 einen Notkaiserschnitt mit Spinale, war ein super tolles Erlebnis, da mein Mann und ich den Schrei des Würmchens miterleben konnten und ich konnte ihn auch ganz kurz sehen. Mein Mann ist mit der Hebi und Junior mitgegangen während ich zugenäht wurde.

Ich fand allerdings die OP schon blöd, denn als die Narkose weg war hatte ich hatte das Gefühl, als hätte man mir einen zu engen Reißverschluss in den Bauch genäht ;-), nach 2 Tagen konnte ich erst aufstehen (war auch depressiv, da Junior Intensiv lag), die Hebis ziehen den Wundschlauch und den Katheter und ruppen einen ganz schön hoch, aber wenn man sich 1x gerade gemacht hat, ist das schlimmste überstanden, das allerschönste ist dann eine Dusche, da fühlt man sich dann wieder lebendig...

Stillen war überhaupt kein Problem, habe erst abgepumpt und bin dann später als Junior normal stationär lag im Rolli in die Kinderklinik zum anlegen. Wenn Kaiserschnitt würde ich es auf jeden Fall wieder auf diesem Wege tun (natürlich probiere ich es diesmal aber auch erst wieder auf normalem Weg).

LG Tatjana + Darian (3) + #baby inside (7. SSW)

Beitrag von die.kleine.hexe 19.09.06 - 12:25 Uhr

hallo,

ich hatte im mai 2005 meinen letzten KS (hatte schon einen 1996) mit spinaler
mir ging es danach ganz gut, auch als die narkose nachgelassen hat, war es erträglich....da brauchst du keine angst davor zu haben, du bekommst automatisch schmrezmittel über die handkanüle.
stillen kannst du ganz normal, wie nach einer spontanen geburt ! meine kleine hat auch im aufwachraum im kreißsaal schon getrunken. der milcheinschuß ist sowieso 3-4 tage nach geburt - bis dahin bist du wieder fit !

mach dir nicht so viele gedanken ! es wird schon alles klappen #pro
und wenn du dein #baby quäken hörst und beschnuppern kannst, bist du die glücklichste frau auf der welt #huepf

lg und alles gute,

hexe

Beitrag von cathrinbt 19.09.06 - 12:26 Uhr

Hallo Sandra!
Ich hatte nach zwei Stunden Presswehen letztendlich doch noch einen Kaiserschnitt. Mein Mann konnte dabei sein, weil ich auch nur diese Teilnarkose hatte. Kaiserschnitt ist natürlich nicht zu unterschätzen, weil es eine Bauch-OP ist, aber so schlimm ist es auch nicht. Ich hatte schon noch länger Schmerzen, und hatte nen richtigen Omi-Gang drauf, aber das ging irgendwie. Stillen war überhaupt kein Problem. Das hat wohl mit Kaiserschnitt nicht so viel zu tun. Werde wahrscheinlich auch diesmal wieder mit Kaiserschnitt entbinden, da ich Angst davor habe, wieder so spontan einen zu bekommen nach stundenlangem Rumprobieren...
Wünsche dir alles Gute
Cathrin

Beitrag von hello123 19.09.06 - 12:27 Uhr

Hi!

Ich hab dir mal meinen Geburtsbericht kopiert. Ist zwar schon 15 Monate her- aber es war trotzdem toll. Bin nun wieder schwanger mit Zwillingen und werde sicher wieder KS nach so kurzer Zeit haben. Also ich kann dir nur positives über den KS berichten. Mein einziges Pech ist, dass meine Narbe sehr groß (12cm jetzt- damals 18cm!) ist und sehr weit oben ist (meist beim Gummizug der Unterhose störend).

Ich wünsch dir alles Liebe und Gute und eine wunderschöne Geburt!
Bussi hello123


HI!

Nun haben wir endlich unseren kleinen Wurm in Armen. Nach langem Warten, war es am Mi,15.6. endlich soweit.
Am 14.6. musste ich um 8:00 Uhr im Krankenhaus sein, da unsere Kleine in BEL liegt und wir uns für einen geplanten KS in der 38.ssw entschieden haben. Es wurden am 14.6. etliche Untersuchungen (CTG, EKG, Blutabnahme,.....) gemacht und zu Mittag konnte ich noch zu meinen Eltern gehen um mich dort nochmal so richtig verwöhnen zu lassen. Um 18:00 musste ich dann wieder im KH einrücken um dort die Nacht vor dem KS zu verbringen. Mein Mann kam mich dann noch besuchen und wir waren sooooooooooooooo schrecklich nervös.
Zum Glück hatte ich für eine Nacht eine Zimmergenossin die den KS seit ein paar Tagen hinter sich hat und ich konnte sie ganz viel darüber ausfragen.
Am nächsten Morgen wurde ich schon sehr früh geweckt und musste meiner Zimmergenossin beim frühstück zusehen, da ich für die OP nüchtern sein musste. Aber Hunger hatte ich gar keinen, ich war nur am Zittern vor Nervosität.
Die Krankenschwester meinte so zwischen 9 und 10 Uhr werde ich in den Kreissaal geholt um die Vorbereitungen für die OP zu treffen.
Um 8 Uhr stand plötzlich ein Pfleger vor mir um mich und mein Bett in den KS zu holen. Also schnell noch einen Anruf an meinen Schatz, dass es kommen soll.
Dann ging es los mit den Vorbereitungen: Die Hebamme zückte einen Einwegrasierer und machte mir einen Sommerschnitt in einem irren Tempo, dass ich nur die Luft anhielt und hoffte, dass sie mir nicht in die Schamlippen schneiden würde. Aber die hatte echt Übung! Kein einziger Schnitt!
Dann wurde mir ein Schlauch in den After gesteckt und von oben Wasser (ca. 1 Liter) ein gegossen - der Einlauf.
Und kaum war sie fertig, rannte ich auch schon wie eine wahnsinnige aufs WC und erleichterte mich etliche Male. Danach ging ich Duschen und wieder aufs WC (hörte wohl zu früh auf) und nochmals Duschen.
Als ich zurück zu meinem Bett kam, wurde es hektisch, da der OP schon auf mich wartete und schon anrief. Also Trombosestrümpfe irgendwie anwurschteln, Blasenkatheder setzen (das tat höllisch weh!) und schon wieder war ein Pfleger da um mich einen Stock tiefer in der OP zu schieben.
Ich zitterte immer mehr und mein Schatz hielt mir brav Händchen.
Dann musste er sich für den OP umziehen (2x da er bei der falschen Türe hinaus ging und somit nicht mehr steril war - hihi).
Ich wurde währendessen verkabelt mit allem möglichen. Zum Glück war der operierende Arzt ein Bekannter von uns und war daher sehr lieb und alle versuchten mich ein wenig zu beruhigen.
Im OP musste ich mich aufsetzen und einen Katzenbuckel machen. Der Anästesist drückte am Rücken herum um die Stelle für die PDA (spinal) zu finden. Dann gab es einen kleinen Picks (wie beim Zahnarzt die Spritze) und die Stelle wurde betäubt. Dann spürte ich wieder ein ganz leichtes Drücken- die PDA wurde gesetzt. Und dann wurde ich ganz schnell hingelegt und die Beine wurde auch schon heiß und dumpf.
Dann wurden Tücher aufgespannt und ich weiter abgedeckt,...
Kurz darauf legten sie schon los. Ich spürte es nur so wie wenn jemand mir den Bauch leicht massieren würde. Also gar nicht unangenehm. Mein Mann saß bei meinem Kopf und streichelte mir die Wange.
Mir kamen die 10 min bis zum 1. Schrei der Kleinen ewig vor und ich machte mir große Sorgen.
Doch endlich: der 1. Schrei um 9: 46 Uhr und schon wurde ein Zwergerl mit ganz viel Käseschmiere zum Tisch schräg hinter mir gebracht. Sie wurde gleich kurz untersucht und dann habe ich sie gezeigt bekommen. Ich war soooooo glücklich.
Dann kam sie in einen Inkubator um wieder in den Kreissaal zu kommen, wo sie dann gewaschen,.... wurde. Da schickte ich meinen Mann mit.
Ich wurde dann noch so ca. 40 min lang genäht- eine Ewigkeit! Zweimal wurde mir furchtbar übel dabei!
Und dann musste ich auch noch für 45 min in ein Aufwachzimmer und dann endlich kam wieder der Pfleger und schob mich mit dem Bett wieder in den Kreissaal. Dort saß mein Mann schon mit der Kleinen am Arm und kam dann zu mir. Ich bekam sie gleich auf den Arm gelegt und konnte sie mir endlich in Ruhe genau anschauen.
Wir waren soooooooooooo glücklich.
Eine Stunde später kamen wir wieder auf mein Zimmer und ich bekam Schmerzmittel.
Ich durfte den ganzen Tag lang nicht aufstehen und am Nachmittag um 14 Uhr bekam ich auch schon den 1. Besuch. Ich war also relativ fit solange ich Schmerzmittel bekam.
Über Nacht hab ich die Kleine abgegeben, da ich ja nicht aufstehen konnte.
Am nächsten Morgen wurde der Blasenkatheder gezogen und ich durfte langsam aufstehen (etwas wackelig, aber ok) und meine Süße wurde mir auch gebracht.
Von da an ging es immer mehr bergauf und am Sonntag 19.6. haben wir dann endlich gemeinsam das KH verlassen und fuhren nach Hause.
Ich kann nur sagen: ein KS ist garnicht schlimm, ich fand nur die Vorbereitungen dafür wiederlich und jetzt danach ist es etwas mühsam, da man noch eingeschränkt ist (also nichts heben darf, sich viel schonen muss und ab und zu noch ein zwicken hat,...).

Ich hab ein Glück und Melanie ist sehr brav, mein Schatz hat Urlaub und so kann ich mich gut erholen.

Beitrag von gismokatze 19.09.06 - 13:10 Uhr

hallo,
ich hatte einen KS aus dem gleichen Grund wie du, hatte vorher einen Horror davor und mich total verrückt gemacht. Im Ende war es kein Problem. Sie haben mir die Kleine kurz ans Gesicht gehalten, dann ist mein Mann mit ihr in den Kreissaal, während ich zugenäht wurde.

Sie haben mir jeden Tag ein Schmerzmittel hingelegt, falls es weh tut, wovon ich nichts genommen habe. Nicht weil ich ein Held bin, sondern weil es einfach nicht schlimm war. Beim Entfernen von Wundschlauch und Katheter hat es schon ganz schön geziept, aber es war wirklich erträglich. Ich lasse mir beim Zahnarzt z.B. immer eine Spritze geben, aber diese Schmerzen fand ich total erträglich. Beim ersten Aufstehen hat es zugegeben schon recht weh getan. Die Schwestern haben den Versuch aber sofort abgebrochen und kamen eine Weile später mit einem Schmerzmittel wieder. Ich habe dann gesagt, ich probiere es noch mal so und es hat geklappt.
Du läufst dann etwas krumm und das Aus- und Einsteigen am Bett fällt dir schwer. Das tut schon weh, weil die Bauchmuskeln ja kaputt sind. Aber da läßt du dir einfach Zeit und rollst dich über die Seite rein und raus. Versuche, dich darauf zu konzentrieren, beim Aufstehen die Kraft aus den Oberschenkeln zu holen und nicht aus dem Bauch, dann geht es leichter.

Stillen war überhaupt kein Problem. Sie hat von Anfang an getrunken und ich konnte sie auch selbst wickeln und baden. Vielleicht hatte ich viel Glück, aber du solltest echt keine große Angst davor haben.

Liebe Grüße und alles Gute
Corinna