Eigenheimzulage die Alte????

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von leni25 19.09.06 - 12:38 Uhr

Hallo liebe Leute,

vielleicht habe ich ja glück und hier im Forum befinden sich welche die Erfahrung über die alte Eigenheimzulage, vielleicht sogar ein Steuerberater, haben.

Haben vor vier Jahren eine Wohnung gekauft, da wir noch nicht verheiratet waren mußte mein damaliger Freund und ich die Eigenheimzulage getrennt beantragen.

Nach zwei Jahren haben wir geheiratet und die Eigenheimzulage komplett auf meinen Mann übertragen, ich habe dann nichts mehr bekommen.

Jetzt wollen wir ein Haus bauen, haben den Bauantrag auch noch letztes Jahr bewilligt bekommen. sodaß uns die Eigenheimzulage noch zusteht. Zwar würde mein Mann keine mehr bekommen, aber ich könnte sie noch für 6 Jahre beantragen, oder sehen wir das falsch????

Jetzt wurde uns sogar gesagt, daß wir die Zulage noch für volle 8 Jahre bekommen.

Kennt sich einer aus?????

Beitrag von jesska05 19.09.06 - 12:58 Uhr

"Jetzt wurde uns sogar gesagt, daß wir die Zulage noch für volle 8 Jahre bekommen. "


Unter den geschilderten Voraussetzungen ist das richtig....

Beitrag von hezna 19.09.06 - 13:10 Uhr

Hallo,

wenn alles noch im alten Jahr abgewickelt ist, der Umzug noch dieses Jahr stattfindet, bist du berechtigt, volle acht Jahre zu kassieren.

Wichtig ist, das beide im Grundbuch stehen oder vor allem du, weil du ja die Zulage beantragen willst. Stehst du nicht drin, gibt es auch nichts.

Lieben Gruß

Henza #klee

Beitrag von jesska05 19.09.06 - 15:50 Uhr

Zitat: "Wichtig ist, das beide im Grundbuch stehen oder vor allem du, weil du ja die Zulage beantragen willst. Stehst du nicht drin, gibt es auch nichts."

Das stimmt nicht....

Beitrag von hezna 20.09.06 - 07:03 Uhr

Aber ja....ist uns leider passiert.

Ich konnte die Zulage nicht mehr in Anspruch nehmen, mein Mann hätte können. Leider steht er nicht mit im Grundbuch und somit bekommen wir keine Zulage....

Hezna #klee

Beitrag von jesska05 20.09.06 - 08:29 Uhr

Stimmt trotzdem nicht. Hier der Auszug aus dem Anwendungsschreiben (BMF v. 21.12.2004 Rz. 33 u. 34)

"Als ein Objekt werden die Anteile von Ehegatten auch behandelt, wenn die Ehegatten vor Eintritt der Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 EStG Eigenheimzulage in Anspruch genommen haben und die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 EStG im Laufe des Förderzeitraums oder später eingetreten sind. "

"Heiraten Anspruchsberechtigte, nachdem für einen von ihnen Objektverbrauch eingetreten ist, können sie die Eigenheimzulage für ein zweites Objekt in Anspruch nehmen, unabhängig davon, wer von ihnen Eigentümer ist. 3Das gilt auch, wenn für das zweite Objekt vor der Eheschließung wegen Objektverbrauchs keine Eigenheimzulage in Anspruch genommen werden konnte."

Beitrag von hezna 20.09.06 - 08:47 Uhr

Ich habe nun deinen Auszug an unseren Steuerberater geschickt und bin gespannt, wie er dies erklärt.

Unsere Info ist und war, das nur noch ich eine Restzeit in Anspruch nehmen kann, da ich für ein länger zurückliegendes Objekt bereits Eigenheimzulage bekam.

Dies muß ja seine Bewandnis haben....

ich melde mich, wenn ich eine Antwort habe.

Hezna #klee

Beitrag von jesska05 20.09.06 - 10:52 Uhr

Da bin ich ja mal gespannt....

Beitrag von jupp43 20.09.06 - 13:15 Uhr

Hallo Leni,

Ihr könnt die Eigenheimzulage für volle acht Jahre bekommen. Ehegatten können insgesamt zweimal im Leben die Eigenheimzulage beantragen, egal wer im Grundbuch steht. Da Ihr innerhalb des achtjährigen Förderzeitraumes geheiratet habt, zählt die Wohnung als ein Objekt. Das Haus wäre dann das zweite Objekt, für das Ihr nochmals die vollen acht Jahre beanspruchen könnt.

Bei dem unten beschriebenen Fall handelt es sich um einen Sonderfall, da die Frau bereits vorher für ein anderes Objekt die Eigenheimzulage beantragt hatte.

LG Josef

Beitrag von hezna 20.09.06 - 13:41 Uhr

Hallo Josef,

warum ist das dann was anderes? Klär mich mal auf. Bisher habe ich noch keine gescheite Antwort dazu bekommen können...

Hezna #klee

Beitrag von jupp43 20.09.06 - 18:20 Uhr

Hallo Hezna,

eigentlich wollte ichmich ja mit dem Hinweis auf das "Sonderproblem" geschickt aus der Affaire ziehen #;-), zumal Du ja schon Deinen Steuerberater eingeschaltet hast.

Aber, ich habe nachgelesen.

Also, wenn

1. Du in Deinem bisherigen Leben für ein Objekt 7b, 10e, oder Eigenheimzulage beantragt hast,

und

2. Dein Ehemann, mit dem Du zusammen zur Einkommensteuer veranlagt wirst, noch nichts dergleichen beantragt hat, könnt Ihr nach der Eheschließung für ein zweites Objekt erneut Eigenheimzulage beantragt. Dabei ist es völlig egal, wer im Grundbuch steht.

Für den Antrag auf Eigenheimzulage ist es noch nicht zu spät, der Antrag kann bis zu vier Jahren rückwirkend gestellt werden.

Also nix wie ran an die Bulletten!

LG Josef

Beitrag von hezna 25.09.06 - 06:56 Uhr

Wir haben am Freitag unser Schreiben zur Eigenheimzulage bekommen und ich behaupte sofort das Gegenteil.

Es ist nun offensichtlich doch so, daß der Partner NICHT im Grundbuch und auch nicht im Kaufvertrag stehen muß.

Lediglich verheiratet sollte man sein und dies schon zum Zeitpunkt des Kaufs.

Jedenfalls können wir nun noch volle acht Jahre abschreiben *froiii..da mein Mann bisher noch keine Zulage in Anspruch genommen hat.

Liebe Grüße

Hezna #klee

Beitrag von jesska05 28.09.06 - 10:08 Uhr

Sag ich doch....;-)