An die Erzieherinnen unter euch....natürlich auch an alle anderen!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kleene0106 19.09.06 - 13:17 Uhr

Hallo,

meine Frage richtet sich eigentlich hauptsächlich an die Erzieherinnen unter euch, natürlich dürfen alle anderen auch etwas dazu schreiben - ist doch klar!;-)

Hier sind ja ganz oft Threads in denen nach der Sauberkeitserziehung gefragt wird und vor nicht ganz so langer Zeit wurde hier auch gefragt wie man ein Kind "trocken" bekommt, weil es bald in die Kita kommt. Dort wurde wohl gesagt dass die Kinder "trocken" sein müssen beim Eintritt.

Wie ist das denn jetzt genau? Ich dachte immer, dass man diese Anforderungen nicht mehr stellen darf als Kita. Meinte ich hätte das mal gehört oder gelesen.
Widersprüchlich finde ich es auch in dem Sinne, dass Kinder ab 3 Jahren einen Anspruch auf einen Kiga-Platz haben, aber nirgends steht, dass dieser Anspruch nur gilt, wenn das Kind "trocken" ist.

Darf ein Kindergarten tatsächlich noch sagen dass sie die Kinder nur dann aufnehmen wenn sie "trocken" sind?
Was passiert wenn das Kind angemeldet ist, aber zum Eintrittszeitpunkt noch nicht trocken ist? Wird es dann nicht aufgenommen? Gibt es hier Eltern denen soetwas passiert ist?

Mich würde das wirklich mal interessieren.
Ich hoffe ich bekomme viele Antworten.:-)


Ganz liebe Grüße
Kleene#sonne

Beitrag von nytestar 19.09.06 - 13:44 Uhr

Ich bin zwar keine Erzieherin, aber ich habe mir die Frage auch gestellt, bevor mein Zwerg in den Kiga gekommen ist. Er war da nämlich noch nicht so hundertprozentig trocken.
Mir wurde gesagt, dass es kein Problem ist. Schließlich könne man Kinder nicht zum Trockenwerden auf ein bestimmtes Datum festlegen...
Die ersten Tage habe ich ihm eine Pampers umgetan, die Mädels haben mir dann empfohlen, das nicht mehr zu tun - wenn's daneben ginge, würden sie das schon erledigen. (und es ist anfangs teilweise heftig danebengegangen....#hicks)
Mittlerweile ist das Thema trockenwerden bei uns Geschichte.

LG
Jennifer

Beitrag von nuckelspucker 19.09.06 - 13:56 Uhr

hallo,

ich weiß zwar nicht, wo das gesetzlich geregelt sein soll, aber
mir wurde bei der eingewöhnung erzählt, dass es ganz und gar falsch wäre, das kind kurz vor dem KIGA-start trocken bekommen zu wollen. es sei zu viel für das kind, den KIGA-start und das neue "trocken-sein" zu verkraften.

viele kinder, die kurz vor dem KIGA-start trocken geworden sind, würden dann wieder in die hose machen, wenn sie in den KIGA kommen.

ich hatte diese sorgen nicht, weil niclas schon mit 14 monaten in den KIGA kam, da erwartet noch keiner, dass er sauber ist.

lg

claudia + niclas

Beitrag von hummelinchen 19.09.06 - 14:21 Uhr

Hallo Claudia...
Zeiten ändern sich. Daran würde ich es festmachen wollen, dass es die Regelung des Trockenwerdens nicht mehr gibt.
"Früher" waren die Listen voll, die Waretlisten lang. Die Einrichtungen konnten ihre eigenen Regeln aufstellen. Und die hier hieß, dass Kind sollte Trocken sein, mit Eintritt in den Kindergarten.
Das war auch nicht gesetzlich, denn das wäre ja ein merkwürdiges Gesetz #kratz das war halt so "Gang ung Gebe".
In der heutigen Zeit nicht mehr möglich. Die Kids haben den Anspruch mit drei in die Einrichtung zu können. Und der ist gesetzlich. Und Gruppen werden aus Kindermangel geschlossen.
Wer kann sich denn sowas noch erlauben...
"Früher" war das so, das im August aufgenommen wurde oder halt mal als Ausnahme an anderen Terminen.
Die Kids kommen halt jetzt recht was früher in die Kita und sind oft nicht trocken.
Mich stört das nicht, verlagert meine Arbeit zur Zeit etwas in den Waschraum, da ich 11 neue #schwitz habe aber geht schon.
Oft wird der "Sauberwerdegang" mit dem Kindergarten zusammen gegangen. Das klappt.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen... lg Tanja

Beitrag von kleene0106 19.09.06 - 18:43 Uhr

Hallo,

danke erstmal für die Antworten. Nein - ich meinte nicht dass es ein Gesetz gibt wo drin steht dass man trocken sein muss beim Eintritt, sondern dass ich es gegenüber dem Gesetz einen Anspruch auf einen Platz zu haben widersprüchlich fände.
Die Frage beschäftigte mich einfach, weil hier schon mehrfach gesagt wurde dass der Kiga verlange die Kinder sollten trocken sein wenn sie kommen, was meiner Meinung nach die Eltern und in Folge die Kinder ziemlich unter Druck setzt.


LG
Kleene

Beitrag von melli30 19.09.06 - 18:53 Uhr

Hallo zusammen, leider lese ich hier im Forum die gruseligsten Sachen über die verschiedensten Einrichtungen. Da ist dann von "Zwangsbeten" im katholischen Kiga und Aufnahme nur von "trockenen" Kindern die Rede. Mann, da frage ich mich, was für einen Eindruck Eltern bekommen müssen. Man kann zwar nicht alles richtig machen, aber ich denke, jeder handelt nach bestem Wissen und Gewissen.
Liebe Eltern, es gibt sie noch, die lieben ErzieherInnen, die mit Hingabe und Einsatz den Tag mit Euren Kindern verbringen wollen!!!!!!#blume

Beitrag von kleene0106 20.09.06 - 08:40 Uhr

>Liebe Eltern, es gibt sie noch, die lieben ErzieherInnen, die mit Hingabe und Einsatz den Tag mit Euren Kindern verbringen wollen!!!!!!<

Guten Morgen ihr Lieben,

na da bin ich mir GANZ sicher. Die Erzieherinnen aus Cora's Kiga sind auch alle total nett und freundlich. Ich habe noch nicht ein genervtes Gesicht dort gesehen und es scheinen auch alle dort wirklich noch Spaß an der Sache zu haben. Und wenn nicht, dann verstecken sie ihren Groll ziemlich gut.;-)


Kleene

Beitrag von hummelinchen 20.09.06 - 16:27 Uhr

Hey,
aber so ist das nun einmal. Ich hoffe, du hast aber eine Einrichtung in der dein Kind Trocken sein darf wann es kann (oder halt nicht mehr #cool)und nicht auf Stichtag.
Einige Einrichtungen haben anscheinend doch noch volle Listen. Aber gesetzlich stabil ist die Geschichte nicht.
Dazu muss ich sagen, dass das Gesetz der Aufnahme mit drei, den Eltern zugute kommt, da sie wieder arbeiten müssen.
Aber jetzt seid mir nicht böse wenn ich sage, dass es meine Arbeit schwieriger macht. Ständig muss ich neue Kinder integrieren, da leidet der Rest der Gruppe drunter.
Letztes Jahr hatte ich viele Große, wir haben tolle Projekte gemacht aber dann kam ein kleines dazu und nichts davon war mehr möglich.

Ist aber ein ganz anderes Thema und eine andere Lösung gibt es nicht. Wollte nur mal eine Schattenseite anbringen, die Eltern oft nicht klar ist. (Nich hau`n)

Ansonsten lieeeebe ich meinen Job und das Lächeln ist manchmal im Bezug auf Eltern gefroren (wie überall im Leben). Aber die Arbeit mit den Kids ist mein Traumjob!!#freu Und wer kann das schon sagen...

Beitrag von kleene0106 20.09.06 - 17:40 Uhr

Hallo,

doch ich kann mir vorstellen wie das ist in einem Kindergarten zu arbeiten. Ich habe mir schon einiges Leid (aber auch sehr schöne Sachen:-)) von meiner Schwester angehört, die selber Erzieherin ist. Gut, eigene Erfahrungen? Ich habe ein dreiwöchiges Praktikum gemacht, aber da bekommt man ja nur Bruchteile von der eigentlich Arbeit mit, die eine Erzieherin machen muss.

Ich kann mir auch wirklich vorstellen, dass es gar nicht so leicht ist, mit so ganz kleinen, zumal sie ja immer jünger werden. Das da dann mal was auf der Strecke bleibt ist doch total klar. Jedenfalls ist es für mich klar und somit stelle ich auch keine sehr großen Ansprüche. Wenn man mal überlegt, was manch Eltern für Ansprüche stellen - Erzieherinnen sollen den Kindern das Zähneputzen beibringen - nur mal so als Beispiel.
Das sind Dinge, die bringe ICH meinem Kind bei, natürlich kann der Kindergarten mich dabei unterstützen, aber es ist nicht ihre Aufgabe.
Oder eine Mutter meinte beim Elternabend, sie legt Wert darauf, dass ihr Kind was lernt, nicht dass es drei Jahre lang "dauerspielt" sondern auch weiß wie man eine Schere hält (war nur ein überspitztes Beispiel von ihr) - auch da denke ich ist es möglich zu Hause zu lernen. Natürlich sollen sie dort auch etwas lernen, aber man kann doch die Kinder auch zu Hause fördern, oder?
Für uns ist das normal und ich denke wenn man den Kindergarten wirklich nur als Ergänzung betrachtet, hätten die Erzieherinnen es auch leichter, oder? Allerdings bezieht sich diese Behauptung auch nur auf die Kinder, die nur vormittags dort sind, bei Ganztageskindern sieht das schon wieder anders aus.

Nein, unser Kiga stellt keine Anforderungen ans Trockenwerden, sie haben ja jetzt auch zweijährige und die sind alle noch nicht soweit. Cora war aber schon ein halbes Jahr vor Kiga-Eintritt trocken, deswegen tauchte diese "Angst" gar nicht erst auf.

LG
Kleene, die unbedingt mal lernen muss sich kurz zu fassen.:-[ Sorry#hicks

Beitrag von hummelinchen 21.09.06 - 18:09 Uhr

Hey Kleene,

#danke für deine Worte - kannst du das mal in die Zeitung setzen??? :-p

und kurz geht so:

#pro #pro #pro

;-)


Lg Tanja

Beitrag von kleene0106 21.09.06 - 20:09 Uhr

;-) danke, mal sehen ob ich mir das merken kann! #freu


LG
Kleene

Beitrag von prinzessin1976 19.09.06 - 23:59 Uhr

Mir ist aufgefallen dass es (nicht immer aber ) häufig damit zu tun hat wann die Erzieherinnen ihre Ausbildung gemacht haben! Je länger die Ausbildung her ist desto mehr verweigern sie sich Windeln zu wechslen! Warum?
Das hat wohl mehrere Gründe! Damals waren die Psychologen eben auch noch anderer Meinung als sie es Heute sind! Damals arbeiteten Eltern mit Druck! Heute mit Geduld!
Den Erzieher/innen die innerhalb der letzten 15 jahre ihre Ausbildung abolviert haben, ist bewusst dass man mit Druck NICHTS erreicht! Und eine Aussage wie "Wie wechseln keine Windeln" setzt man die Eltern unter Druck und setzt man die Eltern unter Druck so setzt man gleichzeitig auch die Kinde runter Druck! Allerings kann ich das Argument des zu niedrigen Personalschlüssel manchmal anchvolziehen!!! Da rennt man echt von a nach b und mehrmals hin und zurück um alles geregelt zu kriegen und da muss man eben manchmal seine geplanten Aktivitäten über Bord werden! Das ist Schade und geht auf Kosten der Kinder!!!! Aber da müssen wir uns wohl beim Magistrat bedanken!
Ich schliesse mich der melli aber an:

Ich liebe es mit den Kindern zu arbeiten und zu Kindern gehört nun mal auch manchmal noch die Windeln! Also, macht euch vorher schlau bevor ihr eure Kinder im Kindergarten anmeldet! #herzlichSo werdet ihr gar nicht erst in einem KIGA einen Platz bekommen in dem sie noch auf dem Stand von 19 HUndert-schieß-mich-tot sind!




Beitrag von kleene0106 20.09.06 - 08:51 Uhr

Guten Morgen,

danke für deine Antwort. Darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, aber es könnte tatsächlich stimmen.

Unser Kiga hat diese Anforderung nicht gestellt, obwohl ich mir darüber auch keine Gedanken machen musste.#schwitz
Der Kiga hat seit September nun auch zweijährige Kinder aufgenommen (allerdings nur max. 10 Kinder) und da muss man natürlich auch wickeln. Ich finde sie haben die Kinder aber gut aufgeteilt. Die Kleinen sind nur in zwei Gruppen eingeteilt worden, so scheint es ganz gut zu funktionieren. Bei uns ist es auch noch so, dass in jeder Gruppe (fünf Gruppen insgesamt) zwei Erzieherinnen sind und zur Zeit haben sie zwei oder drei Praktikantinnen. Es sind max. 25 Kinder in einer Gruppe. Es sind aktuell aber nicht alle Gruppen voll. Ich glaube im Schnitt sind es 20 Kinder pro Gruppe.

Bei den Kindergärten die wirklich schon fast überquellen kann ich mir wohl vorstellen dass es mit dem Wickeln, etc. schwierig wird, selbst wenn in jeder Gruppe zwei Erzieherinnen tätig sind. Deshalb könnte ich wohl verstehen wenn gesagt wird "es wäre schön" oder "vorteilhaft" wenn die Kinder beim Eintritt trocken sind, aber hier kommt es manchmal so rüber als wenn das verlangt wird.

Aber vielleicht denken manche Mütter das dann auch einfach nur.#gruebel

Naja, auf jeden Fall noch mal danke für die Antwort.:-)

Kleene